01. Apr. 2008

Sensationelles Wahlergebnis bei Kaufhof-Aufsichtsratswahl
Großer Erfolg bei den Aufsichtsratswahlen im Metro-Konzern


Die METRO ist eines der weltgrößten Handelsunternehmen, das seinen Sitz in Deutschland hat. Dementsprechend haben die Aufsichtsratswahlen in diesem großen Unternehmen auch besondere Bedeutung.

Bei der Wahlmännerwahl zum Aufsichtsrat der Holdinggesellschaft Metro AG konnte die DHV ihr Stimmenergebnis von 25,7 % auf 26,3 % leicht verbessern. Gewählt auf der DHV-Liste wurden die Beschäftigen Angelika Will als Mitglied und Reiner Wenninghoff als Ersatzmitglied.

Bei dem Tochterunternehmen Kaufhof Warenhaus AG hat die Berufs-
gewerkschaft DHV bei der Wahlmännerwahl sogar für eine Sensation gesorgt:

166 der 270 Wahlmänner stimmten für die DHV-Liste. Das ist ein hervorragendes Ergebnis von rund 61,5 %!

Gewählt auf der DHV-Liste wurden die Beschäftigten Peter Wellbrink und Renate Rohde-Werner als Mitglieder und Sabine Bondzio und Renate Janke als Ersatzmitglieder.

Bei der Wahlmännerwahl der Gewerkschaftsvertreter zum Aufsichtsrat der Metro Großhandelsgesellschaft mbH konnte die DHV mit 28,7 % ihren Aufsichtsratssitz halten. Die Beschäftigten Angelika Will als Mitglied und Bernd Fischer als Ersatzmitglied werden als DHV-Vertreter gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern die Interessen ihrer Kolleginnen und Kollegen in den nächsten 5 Jahren im Aufsichtsrat vertreten; bei der Wahl der Arbeitnehmervertreter wurden die DHV-Mitglieder Leo Reichl und Paul Loyo ebenfalls in den Aufsichtsrat gewählt.

Bei der Wahlmännerwahl zum Aufsichtsrat der ebenfalls zum Metro-Konzern gehörenden real AG trat die DHV erstmals an und konnte mit rund 17 % der Delegiertenstimmen einen Achtungserfolg erzielen.

Die DHV hat ihre Position bei den Aufsichtsratswahlen Metrokonzern weiter gestärkt, und das trotz des die DGB-Gewerkschaften begünstigenden Wahlmännerwahlsystem bei der Metro und einer ver.di-gesteuerten Schmutzkampagne gegen die DHV. Der Grund hierfür ist: Die gewählten Gewerkschaftsvertreter sind Beschäftigte des Unternehmens. Deren Kandidatenaufstellung ist Ausdruck des Selbstverständnisses der Berufsgewerkschaft DHV:


Mitbestimmung ist die Selbstbestimmung der Arbeitnehmer und nicht die Fremdbestimmung durch eine anonyme Gewerkschaftszentrale!


Deshalb stellt die DHV bei Aufsichtsratswahlen keine hauptamtlichen Gewerkschaftsfunktionäre, sondern ausschließlich Betriebsangehörige als Kandidaten für die Gewerkschaftssitze auf!

Die Demokratie darf nicht vor den Betriebstoren Halt machen! Das fordert die Berufsgewerkschaft DHV auch bei den Aufsichtsratswahlen. Das Wahlmännerwahlsystem spiegelt nicht den tatsächlichen Wählerwillen wieder und ist undemokratisch. Denn Manipulationen und Beeinflussungen sind bei dieser Wahlform Tür und Tor geöffnet.

V.i.S.d.P.: Henning Röders

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