17. Dez. 2008

Konsumschecks Mediengag für das Weihnachtsgeschäft?

Zu den Überlegungen, die Wirtschaft durch die Ausgabe von so genannten Konsumschecks anzukurbeln, erklärt der CGB Bundesvorsitzende Matthäus Strebl, MdB:

„Konsumschecks sind staatlich finanzierte Strohfeuer, die kurz auflodern und ihre Wirkung schnell verlieren. Siekönnen die lediglich Teile der Wirtschaft kurzfristig beflügeln und Unternehmen vor einer eventuellen Insolvenz bewahren. Sie sind Hilfen für einen bestimmten Zeitraum und verpuffen dann, wenn die hergestellten Produkte langfristig keine Abnehmer mehr finden.

Für den CGB ist zudem nicht klar erkennbar, wie die Protagonisten für Konsumschecks sicherstellen wollen, dass in Deutschland oder Europa hergestellte Produkte erworben werden. Werden sie für Konsumgüter zum Beispiel „made in china“ verwendet, so helfen sie der Binnenkonjunktur kaum.“ stellt Strebl fest.

Um den Absatz anzukurbeln müsse es vor allem die Bereitschaft der Menschen für weitere Ausgaben gefördert werden. Dies werde nur möglich sein, wenn den Einzelnen langfristig mehr Geld in der Tasche belassen werde.

„Es darf nicht sein, dass jeder verdiente Euro über hohe Steuern zur Hälfte an den Staat fließt, der dann das Geld ohne Warenfluss an die Wirtschaft weiterreicht“, betont der CGB Bundesvorsitzende.

„Solche Maßnahen sind den Bürgerinnen und Bürgern nicht zu vermitteln“ so Strebl weiter. Nicht nur die Wirtschaft, sondern auch dieBürgerinnen und Bürger müssten endlich steuerlich und von Sozialabgaben entlastet werden. Hierzu könne zum Beispiel die Wiedereinführung der alten Pendlerpauschale führen. Dies könne unverzüglich umgesetzt werden und wirke sofort. Andere steuerliche Maßnahmen, wie die Bekämpfung der so genannten kalten Progression, seien ebenfalls schnell zu ergreifen.

Strebl: „Es wird von den Befürwortern verschwiegen, dass es den Staatsscheck nicht gratis gibt: Am Ende muss immer der Steuerzahler den Griff ins Schulden-Füllhorn finanzieren. Es mutet so an, als sei es den Linken in der SPD lediglich um einen Mediengag für das Weihnachtsgeschäft gegangen“.

 

V.i.S.d.P.: Gunter Smits, CGB Generalsekretär

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