05. Feb. 2009

Tarifempfehlung 2009: Schwerpunkte auf Branchensituation und Inflationsausgleich – keine zentrale Empfehlung

Der Hauptvorstand der Berufsgewerkschaft DHV verzichtet für das Jahr 2009 auf eine Gehaltserhöhungsempfehlung des Hauptvorstandes für die Tarifverhandlungen des Jahres 2009.

Es gibt noch keine hinreichend bestimmten Prognosen, wie die wirtschaftliche Entwicklung in diesem Jahr verlaufen wird. Bisher sind alle Wirtschaftprognosen innerhalb kurzer Zeit nach unten korrigiert worden. Auch die von der Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht veröffentlichte jüngste Prognose einer Schrumpfung der Wirtschaft in Höhe von 2,3 % und einer leichten Erholung in der zweiten Jahreshälfte wird von Experten als zu optimistisch angezweifelt.

Überhaupt noch nicht abschätzbar sind die Auswirkungen des Konjunkturpakets auf die Wirtschaft. Werden die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen den Wirtschaftseinbruch abfedern oder werden sie wirkungslos verpuffen?

Die Wirtschaftskrise wird nicht alle Branchen mit voller Wucht treffen. Einige Branchen werden stärker betroffen sein, während andere Branchen optimistischer ins Jahr 2009 gehen und deutlich mehr Verteilungsspielraum für Gehaltserhöhungen haben werden.

Angesichts der stärksten Wirtschaftskrise der deutschen Nachkriegsgeschichte hält es der DHV-Hauptvorstand für 2009 angebracht, den Tarifkommissionen die Entscheidung über die konkreten Forderungen für die Tarifverhandlungen zu überlassen.

Der DHV-Hauptvorstand empfiehlt folgende Schwerpunkte für die Tarifverhandlungen:

a.  Ein Tarifabschluss, der mindestens die Inflation ausgleicht.
b.  Ein Tarifabschluss, der die jeweilige Branchensituation berücksichtigt.

V.i.S.d.P: Henning Röders

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