30. Apr. 2009
Für ein Christliches und Soziales Europa

Maiaufruf des Christlichen Gewerkschaftsbundes Deutschlands 2009
Aktienkurse und Dividenden sind nicht das Maß aller Dinge im Wirtschafts- und Arbeitsleben. In einer verantwortlichen Gesellschaft können Wirtschaftsdaten und Aktienkurse nicht wichtiger sein als Arbeitsplatzsicherheit und gesellschaftliche Übereinstimmung. Es gilt daher, den arbeitenden Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und nicht nur nach Bilanzen, Kurse und Dividenden zu schielen.
Spekulationskapitalismus ist zum Scheitern verurteilt. Mit Milliarden Konjunkturpaketen versuchen die Regierungen, die Wirtschaftskrise abzufedern, die insbesondere von Kapitalmarktspekulanten hervorgerufen worden ist. Der Raubtierkapitalismus mit seinem Ziel einer reinen Profitgier darf sich nicht wiederholen, weil ansonsten der rechtstreue Bürger nicht mehr an den sozialen Rechtsstaat glaubt.
Grenzenlose Gier von Banken und Unternehmen bringen Millionen Menschen um ihre Existenz. Dabei fühlen sie sich noch im Recht. Ihnen fehlt jegliches Unrechtsbewusstsein, wie dem früheren Chef der Hypo Real Estate (HRE), der nun gegen seine frist-lose Kündigung und auf eine Weiterbeschäftigung klagt. Dies versteht weder ein Arbeitnehmer noch ein Arbeitsloser, geschweige denn ein Hartz-IV-Empfänger. Mit Milliarden Steuergeldern muss jetzt die HRE gestützt werden, weil sie systemrelevant für unser Wirtschaftssystem ist.
Wir können uns der Globalisierung, die sich auf allen Ebenen von Staaten und Institutionen abspielt zwar nicht entziehen. Der zunehmend technische Fortschritt lässt sich nicht bremsen. Aber es ist Aufgabe der politisch Verantwortlichen, regulierend einzugreifen, damit sich die größte Wirtschaftskrise der letzten 80 Jahre nicht wiederholt.
Aufgabe der Regierungen ist es, die Weltwirtschaft kontrollierend zu begleiten. Spekulanten ist mit Nachhaltigkeit zu begegnen. Haftpflicht und Verschärfung der strafrechtlichen Bestimmungen haben den Aktionsradius solcher Manager und Funktionäre einzuengen. Ein soziales und christliches Europa wird nur dann Be-stand haben, wenn es gelingt, ungerechte Zustände zu beseiti-gen, und wenn die Regierungen das Wohl der Bürger und Arbeitnehmer wieder in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen.
Die Christlichen Gewerkschaften sehen ein soziales Europa in der Tradition christlicher Kultur als ein menschenwürdiges, tolerantes und soziales Europa, in dem der einzelne Mensch in Würde leben kann!
CGB Pressedienst
ViSdP: Detlef Lutz
Spekulationskapitalismus ist zum Scheitern verurteilt. Mit Milliarden Konjunkturpaketen versuchen die Regierungen, die Wirtschaftskrise abzufedern, die insbesondere von Kapitalmarktspekulanten hervorgerufen worden ist. Der Raubtierkapitalismus mit seinem Ziel einer reinen Profitgier darf sich nicht wiederholen, weil ansonsten der rechtstreue Bürger nicht mehr an den sozialen Rechtsstaat glaubt.
Grenzenlose Gier von Banken und Unternehmen bringen Millionen Menschen um ihre Existenz. Dabei fühlen sie sich noch im Recht. Ihnen fehlt jegliches Unrechtsbewusstsein, wie dem früheren Chef der Hypo Real Estate (HRE), der nun gegen seine frist-lose Kündigung und auf eine Weiterbeschäftigung klagt. Dies versteht weder ein Arbeitnehmer noch ein Arbeitsloser, geschweige denn ein Hartz-IV-Empfänger. Mit Milliarden Steuergeldern muss jetzt die HRE gestützt werden, weil sie systemrelevant für unser Wirtschaftssystem ist.
Wir können uns der Globalisierung, die sich auf allen Ebenen von Staaten und Institutionen abspielt zwar nicht entziehen. Der zunehmend technische Fortschritt lässt sich nicht bremsen. Aber es ist Aufgabe der politisch Verantwortlichen, regulierend einzugreifen, damit sich die größte Wirtschaftskrise der letzten 80 Jahre nicht wiederholt.
Aufgabe der Regierungen ist es, die Weltwirtschaft kontrollierend zu begleiten. Spekulanten ist mit Nachhaltigkeit zu begegnen. Haftpflicht und Verschärfung der strafrechtlichen Bestimmungen haben den Aktionsradius solcher Manager und Funktionäre einzuengen. Ein soziales und christliches Europa wird nur dann Be-stand haben, wenn es gelingt, ungerechte Zustände zu beseiti-gen, und wenn die Regierungen das Wohl der Bürger und Arbeitnehmer wieder in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen.
Die Christlichen Gewerkschaften sehen ein soziales Europa in der Tradition christlicher Kultur als ein menschenwürdiges, tolerantes und soziales Europa, in dem der einzelne Mensch in Würde leben kann!
CGB Pressedienst
ViSdP: Detlef Lutz