21. Jan. 2010

Öffentlicher Dienst -
Enttäuschender Beginn der Tarifverhandlungen mit Bund und Kommunen

Die DHV ist enttäuscht von dem Auftakt der Tarifverhandlungen am 13. Januar 2010 in Potsdam. Inhaltlich ist keine Bewegung erkennbar, die Arbeitgeberseite hat noch nicht einmal ein Angebot abgegeben.

Die ergebnislose Vertagung auf die nächste Verhandlungsrunde und der gebetsmühlenartige Verweis der Verhandlungsführer auf Arbeitgeberseite auf die leeren öffentlichen Kassen sind keine guten Zeichen für einen zügigen, kompromissorientierten Verhandlungsverlauf. Es ist vielmehr ein harter Tarifkonflikt zu befürchten. Das kann aber weder im Interesse der Arbeitgeber noch der Beschäftigten sein.

Unsere Forderung lautet: 5 % mehr Gehalt!


Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes haben eine deutliche Gehaltserhöhung verdient! In einer solchen Höhe wäre sie eine gebührende Anerkennung der guten Arbeit, die im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen geleistet wird. Einkommensverbesserungen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst stärken auch die Binnennachfrage und sind damit eine nicht unbedeutende Stütze für die in diesem Jahr zu erwartende leichte Erholung der Wirtschaftsentwicklung in Deutschland. Außerdem sichern sie die Zukunft eines leistungsfähigen öffentlichen Dienstes, weil sie ihn im immer schwieriger werdenden Wettbewerb um den Nachwuchs konkurrenzfähig halten.

Die von der Arbeitgeberseite als Gegenargument angeführten leeren Kassen können nicht als Ausrede für einen niedrigen Tarifabschluss dienen. Denn die missliche Lage der Haushalte von Bund und Kommunen haben nicht die Beschäftigten verursacht. Sie dürfen nicht für die Folgen der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise in Haftung genommen werden. Die Haushaltslage einer Krankenschwester oder eines Straßenwärters mit weniger als 2.200 € brutto ist mindestens so ernst wie die Kassenlage des Staates.

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