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Tarifinformation Bundesfachgruppe Bankgewerbe

20. April 2010

Auftakt Gehaltstarifverhandlungen Privatbanken und Öffentliche Banken:
Kein Angebot der Arbeitgeber

Am 19. April fand in Berlin der Auftakt der Tarifrunde 2010 Privatbanken statt.

Die DHV-Forderungen:

1.  3,5 % Gehaltserhöhung p.a.
Die Gehälter der Beschäftigten der Privatbanken und öffentlichen Banken sind in den vergangenen zwei Jahren im Vergleich zur gesamtwirtschaftlichen Gehaltsentwicklung zurückgefallen. Es besteht ein Nachholbedarf, der mit einem akzeptablen Gehaltstarifabschluss zumindest zu einem großen Teil befriedigt werden muss.
In der moderaten Tarifforderung hat die DHV-Tarifkommission die nach wie vor schwierige wirtschaftliche Situation der Bankenbranche berücksichtigt. Aber die Lage ist nicht so schlecht, wie sie manchmal geredet wird. Die sich abzeichnende wirtschaftliche Erholung und die in 2009 erwirtschafteten Überschüsse mancher Banken lassen einen Verteilungsspielraum für eine moderate Gehaltserhöhung zu.

2. Verlängerung des Altersteilzeitabkommens zu den bisherigen Konditionen
Bei der Inanspruchnahme von Altersteilzeit ist wie bisher das Regelarbeitsentgelt um mindestens 20 % aufzustocken.

3. Ein freier Tag für individuelle Gesundheitsvorsorgemaßnahmen
Das Durchschnittsalter der Beschäftigten im Bankenbereich steigt infolge der demographischen Entwicklung und der Rente mit 67. Das Thema Gesundheit am Arbeitsplatz wird in den nächsten Jahren einen immer größeren Stellenwert einnehmen. Deshalb fordert die DHV einen freien Tag für die Inanspruchnahme von individuellen Gesundheitsvorsorgemaßnahmen. Eine solche Vereinbarung steigert die Attraktivität des Arbeitsplatzes und leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Leistungsfähigkeit der Bankenbeschäftigten!

Die Arbeitgeber wiesen die Gehaltsforderung als der wirtschaftlichen Situation vollkommen unangemessen zurück. Die angeblich schwierige Lage der Banken lasse keinen Spielraum für einen Abschluss in einer solchen Höhe. Die Arbeitgeberseite war nicht bereit, ein Gehaltsangebot zu unterbreiten.

Die Öffnungsklausel für Samstagsarbeit wollen die Arbeitgeber dagegen wieder unter den bis zum 31.12.2008 geltenden Voraussetzungen in Kraft setzen.

Die Tarifverhandlungen wurden ergebnislos auf den 17. Mai 2010 in Frankfurt vertagt.


Peter Schellenberg
Verhandlungsführer


V.i.S.d.P.: Henning Röders

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