Tarifinformation der Bundesfachgruppe Ersatzkassen

22. Februar 2012

Tarifrunde DAK:
2,5 % mehr Gehalt müssen sein!
Weg mit der Staffelung beim Weihnachtsgeld!

Bei den Gehaltstarifverhandlungen mit der DAK-Gesundheit herrscht seit letztem Jahr Stillstand. Die Arbeitgeberseite ist noch immer nicht bereit, sich zu bewegen und der DHV endlich ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch zu legen.

Bewegung hat es aber bei anderen Ersatzkassen gegeben: Mit BARMER GEK, der hkk, der HEK und mit dem vdek wurden Tarifabschlüsse getätigt, die lineare Gehaltserhöhungen von 1,4 % ab 01.04.2012 und von 1,6 % ab 01.01.2013 (hkk, HEK und vdek) und ab 01.03.2013 (BARMER GEK) vorsehen.

Diese Gehaltsabschlüsse bestärken uns in unserer Forderung nach 2,5 % linearer Gehaltserhöhung für 12 Monate!
Es ist nicht unser Anspruch, mit weitaus höheren Forderungen unrealistische Erwartungen zu erwecken, die im Nachhinein nur zu Enttäuschungen bei den Beschäftigten führen werden.

Bewegung gab es bei den anderen Ersatzkassen auch in der Weihnachtsgeldfrage: So ist z.B. bei der BARMER GEK die Staffelung des Weihnachtsgeldes abgeschafft worden. Beschäftigte erhalten vom ersten Beschäftigungsjahr an 100 % Weihnachtsgeld. Die DHV begrüßt diese Regelung. Denn angesichts des einsetzenden Fachkräftemangels muss die DAK-Gesundheit attraktive Vergütungsregelungen schaffen, um neue Beschäftigte zu gewinnen und um sie dauerhaft an die DAK-Gesundheit zu binden. Mit der geltenden Staffelung gerät die DAK-Gesundheit gegenüber dem großen Mitbewerber BARMER GEK deutlich ins Hintertreffen. Die DHV-Tarifkommission fordert deshalb: 100 % Weihnachtsgeld ab dem ersten Beschäftigungsjahr!

Gleiche Bezahlung für alle DAK-Gesundheit Beschäftigten!

Was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, gilt nicht für die Beschäftigten der Kliniken der DAK-Gesundheit: Im Jahr 1998 wurde für diese ein abgesenkter Gehaltsstandard vereinbart. Damit sollte damals ein Outsourcen dieser Kliniken verhindert werden.

Seit über 10 Jahren müssen die Beschäftigten der Kliniken mit bis zu 20 % niedrigeren Gehältern leben. Dies ist nach Ansicht der DHV-Tarifkommission kein akzeptabler Zustand mehr.

Deshalb fordert die DHV-Tarifkommission: Schluss mit der Ungleichbehandlung der Beschäftigten der Kliniken der DAK-Gesundheit!


Unsere Forderungen für die Tarifrunde:

  • 2,5 % mehr Gehalt für 12 Monate
  • Eine Einmalzahlung rückwirkend ab dem 01.03.2011 bis zum Beginn der linearen Gehaltserhöhung, die dem linearen Gehaltserhöhungsbetrag von 2,5 % entspricht.
  • Zusätzlich eine Einmalzahlung für die VG 1 – 4 in Höhe von 200 €
  • Abschaffung der Staffelung beim Weihnachtsgeld: 100 % ab dem ersten Beschäftigungsjahr
  • Abschaffung der extra Gehaltstabellen für die Beschäftigten der Kliniken

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