Tarifinformation Bundesfachgruppe Privates Versicherungsgewerbe
Information HDI

Wir können nicht verhindern, dass es regnet.
Aber wir können Ihnen dabei helfen, dass Sie nicht nass werden!
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Die Integration der Gerling-Gesellschaften sorgt für viel Unsicherheit bei den Beschäftigten der Talanx-Gruppe. Nicht wenige von Ihnen stellen sich wahrscheinlich die Frage:
Wie sicher ist mein Arbeitsplatz?
Die Frage ist berechtigt. Denn für Arbeitsplatzabbau auch bei HDI spricht vor allem eines:
! Die Zusammenführung von Gerling und HDI ist nur mit der Auflage der EU-Kommission möglich geworden, dass eines der beiden Unternehmen teilweise aus der Pharma-Haftpflichtversicherung aussteigt und dem potentiellen Käufer dieser Geschäftssparte auch die damit beschäftigten Mitarbeiter angeboten werden. HDI-Chef Dr. Hinsch hat sich klar positioniert, dass dieses Geschäft verkauft werden soll. Für die betroffenen Beschäftigten wird sich diese einschneidende Änderung bereits in diesem Jahr vollziehen!
Die Talanx-Gruppe will zwar vor allem bei den Verwaltungskostensätzen der Gerling Leben und der Gerling Allgemeine sparen. Aber: Abgerechnet wird erst zum Schluss, d.h. 2007, wenn der Gerling-Konzern in die Talanx-Gruppe integriert wird. Dann wird es sich erweisen, ob Ihr Unternehmen vom Abbau weiterer Arbeitsplätze verschont bleiben wird. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre gerade im Versicherungsbereich ist zu befürchten: Wenn Anteilseigner und die Kapitalmärkte weitere Kostenoptimierungen erwarten, steht nicht Ihr Schicksal als Mitarbeiter im Vordergrund. Ein guter Aktienkurs wird als wichtiger eingeschätzt als das Humankapital, das motivierte und engagierte Mitarbeiter zum Wohle des Unternehmens beisteuern. Das ist leider Realität in Deutschland 2006!
Wir lassen Sie nicht im Regen stehen!
Dem Zusammengehen der Talanx-Gruppe mit den Gerling-Gesellschaften stehen wir zwar grundsätzlich positiv gegenüber. Dieser Kauf stärkt die Marktposition des Unternehmens HDI und sichert langfristig dessen Existenz. Aber eine Fusion darf nicht unnötig zu Lasten der Mitarbeiter gehen! Dafür setzt sich unser Vertreter im Betriebsrat, Matthias Rickel, ein!
Eventuell müssen Sie, was niemand hoffen will, sich in eine arbeitsrechtliche Auseinandersetzung mit Ihrem Arbeitgeber begeben. Für diese Situation können wir uns als kompetenter Ansprechpartner anbieten. Informieren Sie sich über unser Leistungsspektrum als Gewerkschaft.
V.i.S.d.P.: Henning Röders