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15. März 2007

Haustarifvertrag bei BW-Textilservice GmbH -
Trotz Störfeuer der IG Metall

Besiegelung des Tarifabschlußes
Bei einer Mitarbeiterversammlung am 10. März besiegelten der Geschäftsführer Jesper Thorsen, die Betriebsratsvorsitzende Waltraud Porbadnigk und DHV-Bezirksgeschäftsführer Hans Hebeisen symbolisch den Abschluss des neuen Haustarifvertrages.

Im März 2007 schloss die Gewerkschaft DHV mit der BW-Textilservice GmbH in Sulz am Neckar einen Haustarifvertrag ab. Die IG Metall torpedierte die Verhandlungen, griff den Arbeitgeber an, drohte dem Betriebsrat mit einem Amtsenthebungsverfahren und diffamierte die Gewerkschaft DHV.

Was war passiert?
Die bundesweit tätige Großwäscherei Initial Textil Service GmbH & Co. KG (im Besitz der britischen Rentokil-Initial-Gruppe) strebt angesichts der schlechten Ertragsaussichten im Geschäftsfeld Gesundheitswesen eine Konzentration auf ihr Kerngeschäft an und hat ihren Standort Sulz an die BW Textilservice GmbH übertragen. Um den Betrieb wirtschaftlich überlebensfähig zu machen und die Arbeitsplätze zu halten, mussten auch die Arbeitnehmer ihren Anteil schultern und sich auf eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden einlassen. Der Betriebsrat wollte mit der IG Metall dies mit einer neuen tariflichen Regelung erreichen. Die IG Metall war dazu aber nicht bereit. Daraufhin hat sich der Betriebsrat mit der Gewerkschaft DHV ins Benehmen gesetzt und eruiert, ob ein Haustarifvertrag mit einer 40-Stundenwoche möglich sei, um den Standort und die Arbeitsplätze zu retten. Nahezu die gesamte Belegschaft begrüßte diese Initiative, ist spontan der DHV beigetreten und hat somit der IG Metall den Laufpass gegeben. Zwischen DHV und der neugegründeten Firma BW-Textilservice GmbH wurde ein Haustarifvertrag ausgehandelt, der das wirtschaftliche Überleben des Unternehmens und den Erhalt der Arbeitsplätze sichern soll. Die IG Metall spielt nun die beleidigte Leberwurst und diffamiert in schäbiger Weise den mit der Gewerkschaft DHV abgeschlossenen Haustarifvertrag. So wird ohne nähere Kenntnis unterstellt, dass die Arbeitnehmer in Sulz erhebliche Einkommensverluste (Streichung von Urlaubsgeld, Sonderzahlung, Urlaub etc.) hätten. Richtig ist vielmehr, dass der Monatslohn nicht abgesenkt worden ist, sondern die Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich vorübergehend erhöht wurde. Es gibt eine Erholungsbeihilfe von Euro 156 netto und eine Jahressonderzahlung bis zu 80 Prozent. Langjährige Mitarbeiter müssen lediglich auf einen Urlaubstag (29 statt 30 Tage) verzichten.

Mit all den im Haustarifvertrag geregelten Elementen sind die Arbeitsplätze in Sulz gerettet worden. Nicht nur das, sondern jetzt sollen weitere Arbeitsplätze geschaffen werden. Dies alles scheint der IG Metall nicht zu gefallen. Sie nahm billigend in Kauf, dass über 100 Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz verlieren würden. Für die Gewerkschaft DHV und alle anderen Verbände im Christlichen Gewerkschaftsbund (CGB) steht die Sicherung und die Schaffung neuer Arbeitsplätze im Vordergrund. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn sich immer mehr Arbeitnehmer von den christlichen Gewerkschaften besser vertreten fühlen.




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