Informationen Betriebsgruppen der DHV
Übernahme Dresdner Bank:
Wir stehen an der Seite der Beschäftigten!

Verständlicherweise sorgt die jüngst beschlossene Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank für viel Unruhe im Hause Dresdner Bank. Dazu tragen vor allem die forschen Äußerungen des Commerzbank-Chefs Martin Blessing bei, der – kaum war die Übernahme besiegelt – die Abwicklung der Marke Dresdner Bank und den Abbau von 9.000 Stellen verkündete.
Herr Blessing hat mit seiner Vorgehensweise die Dresdner Bank faktisch bereits am 31. August zu Grabe getragen. Von einer Übernahme „mit Anstand“ kann daher - und auch angesichts des Vorgehens der Allianz, den Widerstand des Vorstands der Dresdner Bank mit der Androhung juristischer Maßnahmen zu breche - sicherlich nicht gesprochen werden. Von der Dresdner Bank mit ihrer über 130-jährigen Tradition wird in wenigen Monaten nichts mehr übrig bleiben.
Der Übernahmeprozess muss zukunftsweisend sein und von einer Aufbruchsstimmung getragen werden – vor allem müssen für einen erfolgversprechenden Ansatz alle Beschäftigten mitgenommen werden.
Nur ein überzeugtes Engagement aller Beschäftigten für die neue Sache ist der Schlüssel zum Erfolg. Wir haben erhebliche Zweifel, ob mit dem Startschuss am 1.9.2008 die Grundlagen für den Erfolg gelegt sind, denn:
- Von der Übernahme ist noch nicht einmal die oberste Etage der Dresdner Bank überzeugt!
- Wie kann die Dresdner Bank in den verbleibenden Monaten bis zu ihrer Abwicklung überhaupt noch erfolgreich Kundenbetreuung und Neukundengewinnung betreiben?
- Wie sollen die Mitarbeiter angesichts des bereits feststehenden Arbeitsplatzabbaus von 9.000 Stellen noch motiviert Ihrer Arbeit nachgehen können?
Der Marke Dresdner Bank ist bereits jetzt irreparabler Schaden zugefügt worden. Das ist leider nicht mehr rückgängig zu machen. Die Vorstände von Dresdner Bank, Commerzbank und Allianz sehen wir jedoch weiter in der Pflicht, die Fusion so sozialverträglich wie möglich zu gestalten. Denn: Nicht der Shareholdervalue, sondern das Engagement der Mitarbeiter ist der Schlüssel zum Unternehmenserfolg!
Deshalb fordern wir:
- Den Umstrukturierungsprozess längerfristig und so sozialverträglich wie möglich gestalten!
- Beschäftigungssicherungs- und Standortgarantien über das Jahr 2011 hinaus!
- Tarifverhandlungen über Beschäftigungssicherungs- und Standortgarantien!
| Peter Schellenberg | Vorsitzender der Bundesfachgruppe Banken |
| Harald Leifer | stv. Vorsitzender Betriebsrat Zentrale |
| Thomas Fröhlich | Mitglied des Aufsichtsrates der Dresdner Bank |
| Lothar Bräuer | Mitglied des Gesamtbetriebsrates, Betriebsrat Zentrale |
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