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29. Januar 2010

Blutspendedienst West:
Der Betriebsrat würde nie eine Gehaltserhöhung verweigern!?

Diese merkwürdige Feststellung findet sich in einer Gegendarstellung des Betriebsratsvorsitzenden Martin Kreutzbeck des DRK-Blutspendedienstes West in Ratingen. Merkwürdig ist sie deshalb, weil Betriebsräte doch dazu da sind, die Interessen der Beschäftigten zu vertreten, und dazu gehören nun mal auch Gehaltserhöhungen. Warum muss ein BR-Vorsitzender Wert auf diese Feststellung legen?

Diesem Betriebsrat warf der Arbeitgeber in einer Betriebsversammlung  vor, seit einem halben Jahr sämtliche Gehaltserhöhungen für Mitarbeiter abzulehnen.
Und das kann doch wohl nicht wahr sein. Ist es aber!

Was steckt dahinter? Beim Blutspendedienst West gelten zwei Tarifverträge, ein verdi-Vertrag und ein DHV-Tarifvertrag, Der DHV-Tarif bringt z.T. erheblich höhere Gehaltssätze als der verdi-Tarif. Die meisten Mitarbeiter haben sich daher für die Anwendung des DHV-Tarifvertrages entschieden und haben damit Anspruch auf höhere Leistungen, die zum Teil weit über 100 Euro monatlich ausmachen. Wenn der Arbeitgeber in diesen Fällen die Gehälter erhöhen will, widerspricht der verdi-hörige Betriebsrat: es kann doch nicht sein, dass ein DHV-Tarif besser ist als der von verdi.

Kreutzbeck argumentiert in seinem Papier, dass der Betriebsrat keine Gehaltserhöhung verweigert – siehe Zitat in der Überschrift. Er lehne nur die Anwendung des DHV-Tarifes ab. Und betrügt damit die Mitarbeiter um die ihnen zustehenden Gehaltserhöhungen.

Er argumentiert weiterhin, dass der Arbeitgeber ja die Gehaltshöhen unter Anwendung „des einzigen, rechtsgültigen Tarifvertrages, nämlich des verdi-Tarifvertrages vornehmen könne. Das aber geht nicht. Es gibt keine Rosinenpickerei im Tarifrecht. Das Verhalten des Betriebsrates ist rechtswidrig und entspricht nicht den Interessen der Beschäftigten
Und die Aussage ist der schlagende Beweis dafür, dass verdi die Dumpingewerkschaft ist.

So weit kann es mit von verdi aufgehetzten Betriebsräten kommen: Zu Lasten der von ihnen abhängigen Beschäftigten versuchen sie, das verdi-Gewerkschaftsmonopol durchzusetzen. Da kann es für die Beschäftigten bei der in Kürze stattfindenden Betriebsratswahl nur eines geben:   Abwahl!

Erst dann können wohl wieder normale, rechtmäßige Verhältnisse auch beim DRK-Blutspendedienst West einkehren.

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