Informationen Bundesfachgruppe Gesundheit und soziale Dienste
DHV und medsonet: Tarifvertrag für Pflegehilfskräfte abgeschlossen!

Die Gewerkschaften DHV und medsonet. Die Gesundheitsgewerkschaft sind sich mit dem Arbeitgeberverband Pflege e.V. einig, dass man eine langfristige Tarifvertragspartnerschaft begründen möchte. Deshalb hat man sich auf einen Einstieg verständigt, der eine untere Lohngrenze für Pflegehilfskräfte einzieht. Sie beträgt 1.470 Euro brutto im Monat in den westdeutschen und 1.300 Euro brutto im Monat in den ostdeutschen Bundesländern. Die Monatsvergütungen ergeben sich aus der Tarifierung einer 40 Stunden Woche bei einem Stundenlohn von 8,50 Euro im Westen und 7,50 Euro im Osten. Der Tarifvertrag bezieht sich in seinem Geltungsbereich ausschließlich auf Pflegehilfskräfte ohne fachspezifische Berufsausbildung und nur in der stationären Altenpflege.
Beide Gewerkschaften konnten dem Arbeitgeberverband umfangreiche Besitzstandsklauseln abringen. Da die arbeitsvertraglichen Grundlagen für die Pflegehilfskräfte in den Einrichtungen des neu gegründeten Arbeitgeberverbandes sehr unterschiedlich sind, war es für die Gewerkschaften wichtig, dass etwaige höhere Entlohnungen auch zukünftig garantiert werden.
Beide Seiten haben sich verpflichtet Tarifverhandlungen für einen Manteltarifvertrag aufzunehmen. Außerdem werden ab dem vierten Quartal 2009 regelmäßige gemeinsame Beratungen über die allgemeine Gehaltsentwicklung in der Altenpflege aufgenommen. Dies ist in einer Protokollnotiz geregelt. Die Gewerkschaften sind sicher, dass es in den kommenden Monaten zu einer Einigung über ein umfassendes Tarifvertragswerk kommen wird. Denn auch die Arbeitgeberseite sollte ein Interesse an einer guten Lösung haben.
Die Vertragspartner haben zudem eine Absichtserklärung abgegeben, auch für die ambulante Pflege Lohnuntergrenzen zu verhandeln. Hierzu haben zwar noch keine Vorgespräche stattgefunden, aber aus Sicht der beiden Gewerkschaften muss für die ambulante Pflege unbedingt etwas gemacht werden. Schlechte Entlohnung und eher ungünstige Arbeitszeiten erschweren die Arbeit der Pflegekräfte enorm. Deshalb ist diese Absichtserklärung schon ein Erfolg der Gewerkschaften.
Deshalb lohnt es sich jetzt für Sie, Mitglied zu werden, denn jetzt können Sie durch Ihre Mitgliedschaft bei uns unmittelbar etwas an Ihren Arbeitsbedingungen verbessern!
V.i.S.d.P.: Gunter Smits