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Die DHV – Die Berufsgewerkschaft e.V. fordert den DRK Kreisverband Naumburg / Nebra e.V. und die Rettungsdienst Burgenland gGmbH zu Tarifverhandlung auf

Leipzig, den 20.04.2016

Seit mehr als zehn Jahren schließt die DHV – Die Berufsgewerkschaft e.V. Tarifverträge mit dem DRK Kreisverband Naumburg / Nebra e.V., seinen Tochtergesellschaften und der Rettungsdienst Burgenlandkreis gGmbH ab. Die Rettungsdienst gGmbH ist eine gemeinsame Tochtergesellschaft der DRK Kreisverbände Weißenfels und Naumburg / Nebra.
Momentan steht die Neuverhandlung des Manteltarifvertrages und ab Juni auch die des Entgelttarifvertrages an. Zentrale gewerkschaftliche Forderungen sind die Reduzierung der Arbeitszeitausweitung im Rettungsdienst, bessere Bedingungen in den Bereichen Altenpflege und Kindertagesstätten, sowie eine verbesserte Neuordnung der Entgeltstruktur. Die DHV Tarifkommission hat die Arbeitgeberseite aufgefordert entsprechende Terminvorschläge zu unterbreiten und die Verhandlungen aufzunehmen.

Michael Scholz
Landesgeschäftsführer
Landesverband Mitteldeutschland

Bundesfachgruppe Gesundheitswesen und Soziale Dienste: Stellungnahme zu Spezial- und Zusatzqualifikationen im Erziehungsbereich

Die Bundesfachgruppe fordert: Im Erziehungsbereich müssen Spezial- und Zusatzqualifikationen bei der Vergütung und Eingruppierung gesondert berücksichtigt werden!

Die Tätigkeit des Erziehers erfordert immer häufiger zusätzliche Spezialqualifikationen, sei es beispielsweise als Heilpädagoge oder Sprachpädagoge.
Wenn diese Qualifikation vorhanden ist und diese Qualifikation maßgeblich in die tägliche Arbeit einfließt, muss diese Ausbildung sich in der Vergütung widerspiegeln.

Wenn die Betreiber einer Kindertagesstätte die zusätzliche Qualifikation für sich selbst in Anspruch nehmen, um sich z.B. aus der Masse der Betreiber hervorzuheben, dann muss der Mitarbeiter dafür auch zusätzlich entlohnt werden. Das kann entweder durch Zulagen oder durch gesonderte Wertung in der Eingruppierung erfolgen.

Resultierend daraus fordert die Bundesfachgruppe die Tarifkommissionen auf, bei den kommenden Tarifverhandlungen die Sonderqualifikationen in den Tarifverträgen entsprechend zu berücksichtigen.

Bundesfachgruppe Gesundheitswesen und Soziale Dienste: Stellungnahme zur Notwendigkeit einer Besitzstandsregelung für Rettungsassistenten

Die Bundesfachgruppe fordert Besitzstandsregelung für Rettungsassistenten nach Ablauf der gesetzlichen Übergangsfrist:

Die Einführung des neuen Berufsbildes „Notfallsanitäter“ hat vor allem bei langjährig beschäftigten Rettungsassistenten zu großer Verunsicherung geführt.

Nach jetzigem Sachstand soll der Beruf des Rettungsassistenten nach dem Ablauf der gesetzlichen Übergangsfrist ersatzlos wegfallen. Es besteht die Befürchtung, dass nach der endgültigen Etablierung des neuen Notfallsanitäters die ehemaligen Rettungsassistenten in der Vergütung auf das Niveau der Rettungssanitäter herabgestuft werden.
Die dadurch zu erwartende Vergütungsdifferenz muss durch eine Besitzstandsregelung aufgefangen werden.

Wenn die Rettungsdienstbetreiber die nach wie vor vorhandene Qualifikation des Rettungsassistenten vorhalten und bei Bedarf abrufen, dann dürfen den betroffenen Mitarbeitern aus dem Wegfall des Berufsbildes keine finanziellen Nachteile entstehen.

Resultierend daraus fordert die Bundesfachgruppe die Tarifkommissionen auf, bei den kommenden Tarifverhandlungen einen Besitzstand für Rettungsassistenten zu verhandeln.

Tarifgemeinschaft des DRK Landesverbandes Thüringen: Auftakt der Tarifverhandlungen

19.04.2016

Am 18. April 2016 begannen in Erfurt die Tarifverhandlungen zwischen der DHV und der Tarifgemeinschaft des DRK Thüringen für einen neuen Manteltarifvertrag.

Die wichtigsten Forderungen der DHV Tarifkommission auf einen Blick:

  • Verbesserungen in der Vergütungsstruktur über verkürzte Stufenverweildauern und zusätzliche Entgeltstufen
  • Festschreibung der Jahressonderzahlung auf einer Höhe von 90% des jeweiligen monatlichen Tabellenentgeltes
  • Einschränkung der Arbeitszeitausweitung im Rettungsdienst und gesonderte Vergütung der dabei entstehenden zusätzlichen Arbeitsstunden
  • Verbesserte Regelungen bei der Übernahme höherwertiger Tätigkeiten
  • Tarifliche Berücksichtigung von Umkleidezeiten
  • Bessere Anerkennung von in anderen Unternehmen geleisteten Vorbe-schäftigungszeiten
  • Erhöhung der Zulage für Einsätze in der Luftrettung

Für die anstehenden weiteren Verhandlungen brauchen wir die Unterstützung aller Kolleginnen und Kollegen, werden Sie Mitglied der DHV!

Die DHV-Tarifkommission
Michael Scholz

Frühjahrstagung der Bundesfachgruppe Gesundheitswesen und Soziale Dienste

Am 14. und 15. April 2016 trafen sich Mitglieder der Bundesfachgruppe Gesundheitswesen und soziale Dienste zu einer turnusmäßigen Tagung in Leipzig.

Am Anfang des Treffens stand eine Nachbesetzung im Fachgruppenvorstand auf dem Programm. Das bisherige Vorstandsmitglied Guido Sprenger schied auf eigenen Wunsch zum ersten April aus seiner bisherigen Funktion aus. Daraufhin wurde der Kollege Wolfgang Texter als Ersatz neu in den Fachgruppenvorstand gewählt.
Die Bundesfachgruppe dankt an dieser Stelle Guido Sprenger für seine gute Arbeit und wünscht Wolfgang Texter für seine neue Aufgabe viel Erfolg.

In den beiden Tagen des Treffens setzten sich die Mitglieder der Bundesfachgruppe intensiv mit aktuellen gesundheits- und tarifpolitischen Themen auseinander. Durch die sehr unterschiedlichen Formen der Refinanzierung von Leistungen im Gesundheits- und Sozialwesen wird die Gestaltung von Tarifverträgen zunehmend erschwert. Dadurch leidet auch die angemessene Honorierung von gleichwertigen Tätigkeiten in den verschiedenen Bereichen wie Altenhilfe, Kita, Rettungsdienst und Kinder- und Jugendhilfe. In den Reihen der betroffenen Gewerkschaftsmitglieder werden immer öfter die Möglichkeiten von Tarifverträgen für die einzelnen Sparten diskutiert. In der Fachgruppe wurde dies aufgenommen und die Vor- und Nachteile von solchen Lösungsansätzen besprochen. Thematisiert wurden auch die aktuellen Entwicklungsstände bei der Umsetzung des Notfallsanitätergesetzes und der Einführung des Pflegeberufegesetzes. Im Ergebnis der Tagung veröffentlichte die Bundesfachgruppe zu mehreren Themen Stellungnahmen.

DRK Kreisverband Bernburg im Salzlandkreis e.V.: Erfolgreicher Tarifabschluss, 12,0 % Lohnsteigerung

Nach langwierigen Vorbereitungen konnte in der Tarifverhandlung am 18. Januar 2016 ein sehr gutes Ergebnis für die Anhebung der Entgelte erzielt werden. Der Abschluss stellt einen deutlichen Fortschritt in der bisherigen Entgeltstruktur dar und honoriert damit die Arbeit der Beschäftigten wesentlich besser als bisher.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

  • Steigerung der Entgelte um 8,4% zum 01. Januar 2016
  • Steigerung der Entgelte um 3,6% zum 01. Januar 2017
  • Bewertung der Rufbereitschaft als Arbeitszeit in Höhe von 12,5 %
  • Veränderung der Nachtzuschlagsregelung mit positivem Effekt

Danke an alle engagierten Mitglieder, die durch ihre tatkräftige Unterstützung diese Ergebnis möglich gemacht haben.

Tarifinfo DRK Brandenburg - Verhandlungsergebnis erzielt: 5,3% Entgelterhöhung sowie eine Einmalzahlung für DHV-Mitglieder

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach mehreren Verhandlungsrunden haben Arbeitgeber und DHV-Tarifkommission und Arbeitgeber ein Verhandlungsergebnis erzielt. Dieses Ergebnis ist noch nicht unterzeichnet und muss noch durch die Gremien beider Seiten bestätig werden.

Die wichtigsten Neuregelungen im Einzelnen:

Vergütung:

  1. Entgelterhöhung um 2,5% ab dem 01.01.2016. Laufzeit bis 31.12.2015
  2. Entgelterhöhung um 2,8% ab dem 01.01.2017
  3. Laufzeit bis 31.12.2017
  4. Beschäftigte die zum 01.01.2016 Mitglieder der oben genannten Gewerkschaft sind erhalten eine Sonderzahlung von 500 €. Die Sonderzahlung ist im Februar 2016 fällig.
  5. Erhöhung des Nachtarbeitszuschlags auf 1,80 Euro/Std.

Eingruppierung:

  1. Erzieher in Kitas werden in die Entgeltgruppe G eingruppiert. Diese ist künftig die Einstiegsgruppe.

Die Tarifparteien haben sich verständigen sich, zeitnah die Verhandlungen aufzunehmen zur Neufassung der Eingruppierungsmerkmale und Zuordnung von Berufsgruppen. Dies konnte in 2015 noch nicht erreicht werden. Verhandlungen dazu werden im April geführt.

Dank geht an die Mitglieder der Tarifkommission für die engagierte Mitarbeit und Durchsetzung der Erhöhung.

Zum Tarifabschluss werden wir gesondert informieren.

Allen Beschäftigten beim DRK wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start in 2015.

Tagung der Bundesfachgruppe Gesundheitswesen und Soziale Dienste

Vom 19. bis zum 21. November 2015 trafen sich Mitglieder der Bundesfachgruppe Gesundheitswesen und Soziale Dienste zu ihrer turnusmäßigen Tagung in Schwerin.

Auf der Tagesordnung standen die Themen Arbeitsbereitschaft im Rettungsdienst, die Gestaltung der Personalschlüssel in der stationären Pflege und die anstehende Reform der Pflegeausbildung durch das Pflegeberufegesetz.
Nach einem gemeinsamen Einstieg wurden die Themen in verschiedenen Arbeitsgruppen weiter diskutiert und vertieft. Im Anschluss wurden die Ergebnisse im Gremium vorgestellt und in Form von Stellungnahmen zur weiteren Verwendung aufbereitet.

Neben der Arbeit an den konkreten Fragestellungen, stand der inhaltliche Austausch zu aktuellen Entwicklungen im Bereich des Gesundheitswesens und der Wohlfahrtspflege auf der Tagesordnung. Hier wurde besonders der zunehmende Mangel an qualifizierten und geeigneten Fachkräften diskutiert. Dieser Mangel betrifft nicht nur den Bereich der Pflege, sondern inzwischen auch den Rettungsdienst und den Kindertagesstättenbereich. Verschärft wird die knappe Personalsituation noch durch die belastungsbedingt steigenden Krankenstände bei den derzeit beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Thematisiert wurden auch die unterschiedlichen regionalen Stände bei der Umsetzung des Notfallsanitätergesetzes.

Im Verlauf der Tagung nahmen die anwesenden Bundesfachgruppenmitglieder noch am Gesundheitspolitischen Symposium 2015 der Konrad Adenauer Stiftung teil. Dies stand unter dem Thema „Qualitätsverbesserungen in der gesundheitlichen Versorgung auf dem Prüfstand“.

Am Ende des Treffens wurde für das Frühjahr 2016 ein neuer Termin vereinbart.

Stellungnahme zu den Personalschlüsseln in den Einrichtungen der stationären Altenpflege

Die Bundesfachgruppe fordert höhere Personalschlüssel in den Einrichtungen der stationären Altenpflege:

Die derzeit zu knapp bemessenen Personalschlüssel in den Einrichtungen der stationären Altenpflege führen zu hohen Belastungen der Beschäftigten und damit in Folge auch zu hohen Ausfallquoten durch Krankheit. Laut einer aktuellen Untersuchung der Universität Witten/Herdecke ist eine einzelne Pflegekraft während des Nachtdienstes im Durchschnitt für 52 Bewohner zuständig.

Ebenso ist der Bereich durch eine überdurchschnittliche Personalfluktuation gekennzeichnet. Diese Faktoren haben einen unmittelbaren negativen Einfluss auf die Attraktivität der Pflegeberufe und damit auch auf die Gewinnung von Nachwuchskräften.

Zusätzlich differieren die Personalschlüssel in der stationären Pflege in den verschiedenen Pflegestufen von Bundesland zu Bundesland um bis zu 50%!
Das bedeutet in der Folge einen beträchtlichen Unterschied in der Qualität der Pflege. Angesichts der für alle Beschäftigten gleich hohen Pflegeversicherungsbeiträge ist das kein akzeptabler Zustand.

Aus diesem Grund fordern wir für die Einrichtungen der stationären Altenpflegeeinen bundeseinheitlichen und deutlich besser ausgestalteten Personalschlüssel.

Mitarbeiterinformation DRK KV Elbe-Elster-Nord e.V.

26.10.2015

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Arbeitgeber hat zu einer Mitarbeiterversammlung eingeladen. Dort soll über die Verschiebung des Gehaltszahlungszeitpunktes abgestimmt werden. Die DHV erreicht mehrere Anfragen dazu, ob die Mitarbeiter dies akzeptieren müssen. Dazu geben wir folgende
Information:

  • Der Arbeitgeber kann eine solche Änderung nicht einseitig oder durch „Abstimmung“ rechtswirksam umsetzen.
  • Der Tarifvertrag DRK TV Land Brandenburg regelt dazu, dass das monatliche Grundhalt bis zum letzten Werktag des laufenden Monats zu zahlen ist (§ 6 Abs. 2).
  • Für MitarbeiterInnen, die in der Gewerkschaft DHV sind, kann von dieser Regelung nicht zu Ihren/seinen Ungunsten abgewichen werden (nicht mal durch neuen Arbeitsvertrag). Das Tarifgesetz schützt hier Gewerkschaftsmitglieder vor Abweichungen.
  • Für MitarbeiterInnen, die im Arbeitsvertrag die Anwendung des Tarifs vereinbart haben, ist eine Umstellung nur durch eine Änderung des Arbeitsvertrags möglich.

Ich habe dem Arbeitgeber diese Auffassung mitgeteilt und um eine bewertende Stellungnahme angefragt. Diese Informationen werde ich nach Erhalt weitergeben. Zunächst rät die DHV davon ab, neue Arbeitsverträge oder Änderungsvereinbarungen zu unterschreiben.

Klaas Kuhlmann
DHV-Landesgeschäftsführer Nordost