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Auftakt Tarifverhandlungen Stena Line AB: Erstes Gehaltsangebot der Arbeitgeber

16.12.2015

Liebe Kolleginnen,

Liebe Kollegen,

am 16.12.2015 fand die erste Verhandlungsrunde der Gehaltstarifverhandlungen statt. Zum Auftakt konkretisierte die DHV-Tarifkommission ihre Forderung nach einer deutlichen Reallohnsteigerung:

  • Einmalzahlung als Ausgleich für den Zeitraum vom 01.01.2012-31.07.2015 ohne Gehaltserhöhungen
  • Gehaltserhöhung: 5,5 % rückwirkend zum 01.08.2015
  • Laufzeit des Gehaltstarifvertrages bis zum 31.07.2016

Die Arbeitgeberseite legte als Erwiderung auf die DHV-Forderungen ein erstes Gehaltsangebot vor:

  • Einmalzahlung in Höhe von 500 €
  • Gehaltserhöhung: 2,5 % zum 01.01.2016
  • Laufzeit des Gehaltstarifvertrages bis zum 31.07.2016

Die DHV-Tarifkommission lehnte das Arbeitgeberangebot als nicht ausreichend ab. Dieses trägt der allgemeinen Entwicklung der Gehälter in diesem Jahr keineswegs Rechnung. Die Beschäftigten der Stena Line AB, die seit über drei Jahren auf eine Gehaltserhöhung warten, dürfen aber nicht noch weiter ins Hintertreffen geraten!

Die Arbeitgeberseite verwies in ihrer Argumentation auf die Tarifsituation am Standort Rostock. Dort sei mit zwei anderen Gewerkschaften eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich vereinbart worden. Eine solche Maßnahme sei nicht für den Standort Kiel angedacht, im Gegenteil: Das Gehaltsangebot stelle einen Reallohnzuwachs dar, während die Beschäftigten am Standort Rostock eine faktische Lohnkürzung hatten hinnehmen müssen.

Einen Streitpunkt der Verhandlungen stellt die Arbeitgeberforderung nach Streichung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes sowie der Langzeitkontenregelung für neu einzustellende Beschäftigte ab 01.01.2016 dar. Die Arbeitgeberseite argumentiert mit dem Ziel der Angleichung an den Tarifvertrag am Standort Rostock, der solche Regelungen nicht enthält. Sie betonte auf Nachfrage, dass diese Regelung ausdrücklich nur für externe, das heißt von außerhalb des Stena Konzerns, kommende Einstellungen gelten soll. Die DHV-Tarifkommission machte deutlich, dass ein kompletter Wegfall insbesondere des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes – auch wenn davon nur neue Beschäftigte betroffen wären – nicht verhandelbar ist, schon gar nicht, wenn es überhaupt keine Kompensationen dafür geben soll.

Die Verhandlungen werden am 14.01.2016 fortgesetzt.