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DAK-Gesundheit – Betriebsgruppe Zentrale: Replik auf punktgenau 12/2015

12.01.2016

In der punktgenau Ausgabe 12/2015 wurde unter dem Artikel „VER.DI KÄMPFT NUR MIT ECHTEN PARTNERN“ ein Artikel veröffentlicht, der nur begrenzt den Tatsachen entspricht. Wir haben unseren Betriebsgruppenvorstand (BGV) hierzu befragt:

Wolfgang Petri, Stellv. Vorsitzender BGV – Ersatzmitglied Personalrat Zentrale und Ersatzmitglied HPR; Katrin Liewald,  Vorsitzende BGV – Personalrat Zentrale und Stefan Grewelinger, Stellv. Vorsitzender BGV – Personalrat Zentrale

Frage: Die Gewerkschaft DHV soll einen Rechtsstreit gegen ver.di initiiert haben. Stimmt das?

Katrin Liewald: Wann soll das gewesen sein?  Uns ist nichts bekannt.

Frage: Hat die DHV nie Zusatzleistungen im Rahmen von Tarifverhandlungen durchgesetzt?

Stefan Grewelinger: Die Gewerkschaft DHV hat sehr wohl Zusatzleistungen für alle Beschäftigte der DAK-Gesundheit gegenüber dem Arbeitgeber durchgesetzt. Viele innovative DHV-Forderungen wurden im Zuge der Tarifverhandlungen später dann auch von ver.di übernommen!

Die Sicherung des Weihnachtsgeldes ist nicht zuletzt auf Initiative der DHV 2012 erreicht worden. Erkennbar dadurch, dass der DHV Tarifvertrag durch den Arbeitgeber im Zuge der Auseinandersetzung deutlich vor dem anderer Gewerkschaften gekündigt worden ist. Die DHV blieb standhaft und hat damit den Erfolg gesichert.

In 2012 wurde außerdem die Einmalzahlung für die Vergütungsgruppen 1 - 4  exklusiv von der DHV gefordert und dann von den anderen Gewerkschaften, d.h. auch von ver.di übernommen. Gleiches gilt für die Forderung, an alle Mitarbeiter ein Weihnachtsgeld in Höhe von 100% zu zahlen und nicht mehr gestaffelt nach Betriebszugehörigkeit, welche zuerst von der DHV thematisiert wurde. Diese Forderung konnte zwar nicht vollständig durchgesetzt werden, führte aber dennoch zu einer Verbesserung gegenüber der vorherigen Regelung.

Frage: Hat die DHV nie mit Nachdruck Ihre Forderungen durchgesetzt?

Wolfgang Petri: Die Gewerkschaft DHV hat mit Ihren Mitgliedern Forderungen Nachdruck verliehen und auch mit Streikmaßnahmen entsprechende Erfolge gegenüber dem Arbeitgeber DAK-Gesundheit erreicht!

In der Vergangenheit stand die DHV bei Streikmaßnahmen mit den DHV-Mitgliedern Seite an Seite mit anderen Gewerkschaften, sei es DAG, HBV oder jetzt ver.di und GdS. Es gab nur eine Ausnahme. Ver.di rief zu einem Streik auf, als die DHV Verhandlungen bereits vielversprechend und abschlussfähig waren. Die DHV-Tarifkommission entschied sich daher nicht zum Streikaufruf und schloss kurz darauf den Tarifvertrag ab.

Frage: Verfügt die DHV über die notwendigen finanziellen Mittel, nicht nur um Rechtsbeistand leisten zu können, sondern auch, um notfalls streiken zu können?

Katrin Liewald: Die Gewerkschaft DHV mit dem etwas anderen Beitrag und einer effizienten Verwaltung deckt auch alle Kosten inklusive Streikgeld ab.

Frage: Was sagen Sie zu diesem Artikel allgemein?

Katrin Liewald: Wir reagieren mit diesem FAKTENCHECK auf die diffusen, verallgemeinernden und teilweise unrichtigen Aussagen von ver.di in der punktgenau-Ausgabe vom Dezember 2015.

Punktgenau – aber leider daneben!

Wir sind eine Gewerkschaft, die für alle Beschäftigte der DAK-Gesundheit da ist und durch Einsatz und Glaubwürdigkeit überzeugen will.

Es bleibt jedem selbst überlassen Mitglied einer Gewerkschaft zu sein, doch nur gemeinsam sind wir stark – und das betrifft auch die Zusammenarbeit und nicht das Gegeneinander der Gewerkschaften gegenüber dem Arbeitgeber!