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Betriebsversammlung bei Metro Hamburg Harburg

16.12.2016

Am 14.12.2016 fand bei der Metro in Hamburg Harburg eine außerordentliche Betriebsversammlung statt. Auf der Tagesordnung war u. a. zu lesen: Information zu geplanten personellen Maßnahmen und Interessenausgleich. Metro hat Pläne. Bis Mitte 2017 soll der Konzern in 2 Teile aufgespalten werden. Und diese Pläne kosten laut Wirtschaftsnachrichten der ARD 100 Millionen Euro. Rund 24 Millionen der Kosten, so Metro, seien bereits aufgelaufen. Also muss Metro sparen. Und dazu wird bundesweit weiter in großem Stil Personal abgebaut. Und die Art und Weise hat mit Transparenz oder Fairness nichts zu tun. Zu lesen auf der Website der Metro: Wir sind ein fairer Arbeitgeber (…) Im Mittelpunkt der Welt von Metro stehen unsere Mitarbeiter (…) Die Führungsspitze allerdings straft diese Worte Lügen. Da werden innerhalb von 10 Wochen 2 Gesamtbetriebsvereinbarungen aus dem Boden gestampft. Da werden über weitere Vorhaben auch die Betriebsräte gar nicht, nur spärlich und wenn dann sehr kurzfristig informiert, die Beschäftigten, die eigentlich Betroffenen noch später. Fairness sieht anders aus. Und ja, die Mitarbeiter stehen im Mittelpunkt, allerdings nur im Mittelpunkt zahlreicher Einsparungen. Aber: nach 18 Monaten will Metro dann überprüfen, ob das so geht. Also wieder mal konzeptloser Mitarbeiterabbau und dann mal schauen… Die personelle Besetzung ist bereits knapp, die Arbeit wird nicht weniger. Prozessoptimierung ist das Zauberwort. Aber welche Prozesse optimiert werden, wird in den Interessenausgleichen nicht deutlich. Im Laufe des vergangenen Jahres wurde z. B. die Anzahl der Kassierer/innen abgebaut nur um dann festzustellen, dass jetzt in Stoßzeiten nicht genügend Kassenpersonal vorhanden ist. Dies Problem löst man dann mit Zeitarbeitern. Die DHV prangerte erneut diese konzeptlose Vorgehensweise an. Wir werden dieses Vorgehen weiter beobachten und stehen den Mitarbeitern zur Seite.