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60 Jahre CGB

Jubiläumsveranstaltung zur 60- jährigen Wiedergründung  des CGB nach dem Ende des 2. Weltkriegs

Am 12. November 2019 feierte der Christliche Gewerkschaftsbund Deutschlands (CGB) in der Landesvertretung des Bundeslands Rheinland Pfalz unter dem Motto „60 Jahre CGB – Der Freiheit und Vielfalt verpflichtet“ den 60. Jahrestag seiner Wiedergründung nach dem Ende des 2. Weltkriegs.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges scheiterten zunächst die Versuche, in den drei westlichen Besatzungszonen die christlichen Gewerkschaften wiederzugründen, an dem Lizenzierungszwang, mit dem die Besatzungsmächte die Bildung von Einheitsgewerkschaften nach dem Industrieverbandsprinzip durchsetzen wollten. Eine Ausnahme bildete nur das unter französischer Verwaltung stehende Saarland. Dort ließen die französischen Militärbehörden von Anfang an die Gründung konkurrierender Gewerkschaften zu, die sozialistischen und die christlichen Richtungsgewerkschaften.

In den anderen Besatzungszonen konnten christliche Gewerkschaften erst nach Inkrafttreten des Grundgesetzes, mit dem die Koalitionsfreiheit begründet wurde, wieder gegründet werden. Den Anfang machten die Angestelltengewerkschaften, zuerst die heutige DHV, die sich am 1.9.1950 konstituierte. Der VWA (Verband weiblicher Angestellter) und der VDT (Verband deutscher Techniker) folgten kurze Zeit später.

Im Arbeiterbereich vertraute man zunächst auf die hohen Prinzipien der neuen Einheitsgewerkschaften. Bald kamen die Kollegen aber zur Erkenntnis, dass in den Gewerkschaften des DGB die christlich-sozialen Prinzipien der christlichen Gewerkschaften keine Chance hatten, die Einheitsgewerkschaften entwickelten sich zu sozialistischen „Einseitsgewerkschaften“. Nach und nach gründeten sich in den 50-Jahren auch die christlichen Arbeitergewerkschaften wieder, unter ihnen der Christliche Metallarbeiter-Verband (CMV), die heutige CGM.

Am 27. Juni 1959 schlossen sich in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt  Mainz alle christlichen Gewerkschaften der Arbeiter, Angestellten und des öffentlichen Dienstes in einer gewerkschaftlichen Spitzenorganisation – dem Christlichen Gewerkschaftsbund Deutschlands (CGB) – zusammen.

So war es richtig und konsequent, den 60igsten Geburtstag des CGB in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin gemeinsam mit zahlreichen geladenen Ehrengästen aus Politik, Wirtschaft und Sozialversicherung zu feiern, die es sich nicht nehmen ließen in ihren Grußworten die Arbeit des CGB zu würdigen.

Auch die CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer gratulierte dem CGB zu seinem 60igsten Geburtstag in Form einer Videobotschaft, die den Gästen nach den Grußworten vorgespielt wurde.

Wie kann einer 60-jährigen aktiven Gewerkschaftsarbeit besser ein Gesicht gegeben werden, als durch aktive Mitstreiter? Stellvertretend für alle aktiven christlichen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter ehrte Henning Röders in seiner Funktion als stellvertretender CGB-Bundesvorsitzender und Bundesvorsitzender der DHV den Kollegen Hans-Rudolf Folz für 60 Jahre Mitgliedschaft in der DHV und für sein 60-jähriges Engagement als christlicher Ge-werkschafter. Bis heute ist Folz CGB-Landesvorsitzender im Saarland und Mitglied des DHV-Hauptvorstandes..

In seiner Festrede berichtete der langjährige DHV-Bundesvorsitzende Jörg Hebsacker aus Hamburg, ebenfalls ein Urgestein der christlichen Gewerkschaftsbewegung, über 60 Jahre christliche Gewerkschaftsarbeit und schlug einen Bogen von den Anfängen des CGB nach dem Ende des zweiten Weltkriegs hin zu den gewerkschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen des digitalen Zeitalters.

Der CGB nutzte die Feierstunde auch, um den langjährigen CGB-Bundesvorsitzenden Matthäus Strebl, MdB a.D., mit der Würde eines Ehrenvorsitzenden auszuzeichnen. Matthäus Strebl stand aus gesundheitlichen Gründen für den Bundesvorsitz im Jahr 2018 nicht mehr zur Verfügung. Der  CGB-Bundesvorsitzende Adalbert Ewen überreichte dem nach schwerer Krankheit wieder genesenen Matthäus Strebl die Ehrenurkunde und bedankte sich für dessen langjähriges Engagement im CGB.

In seiner Dankesrede hob der frisch gebackene Ehrenvorsitzende nicht nur die Bedeutung und die Arbeit des CGB hervor, sondern machte auch deutlich, mit wie viel Freude er über die letzten Jahre sein Vorsitzenden Amt ausübte.

Ein gemeinsames und harmonisches get together mit guten und konstruktiven Gesprächen, an dem auch der CDU-Generalsekretär Paul Zimiak teilnahm, ließ die Geburtstagsfeier angenehm ausklingen.

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