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DHV-Tarifempfehlung in Zeiten der Coronakrise


Der DHV-Hauptvorstand hatte in seiner Sitzung im Januar folgenden Empfehlungskatalog für die in 2020 stattfindenden Tarifverhandlungen beschlossen:

  • Gehaltskorridor abhängig von der jeweiligen Branchensituation: 4-6 %
  • Überproportionale  Anhebung der unteren Gehaltsgruppen
  • Überproportionale  Anhebung von Ausbildungsvergütungen
  • Vermeidung von Sonntags - und Feiertagsarbeit

Diese Tarifempfehlung bedarf angesichts der Corona-Pandemie und der daraus resultierenden schwersten Rezession der Nachkriegszeit einer Modifizierung: 

Der DHV-Hauptvorstand empfiehlt seinen Tarifkommissionen, 

  • Die Aushandlung tariflicher Regelungen zur Beschäftigungssicherung zu legen.
  • In von Kurzarbeit betroffenen Unternehmen und Branchen sollen Verhandlungen über den Abschluss eines Tarifvertrages zur Kurzarbeit geführt werden.
    Ziele eines Abschlusses müssen eine deutliche Aufstockung des gesetzlichen Kurzarbeitergeldes und ein Verbot von betriebsbedingten Kündigungen von Beschäftigten, die in dem vom Kurzarbeit betroffenen Betriebsteil arbeiten, sein.
  • Mit Unternehmen mit einem hohen Anteil von Beschäftigten im Homeoffice und ohne betriebliche Regelungen zum Homeoffice sollen Verhandlungen über tarifliche Regelungen zum Homeoffice, insbesondere zur Zahlung einer Pauschale zur Abgeltung der Kosten des Homeoffices, geführt werden.


DHV-Hauptvorstand