Headerbild

Mitglieder Login

Presseportal

Schnelle und spürbare Entlastungen ?

Die Bundesregierung hat angesichts der stark steigenden Energiepreise umfassende und unbürokratische Entlastungen auf den Weg gebracht. Dazu zählen steuerliche Entlastungen sowie weitere unterstützende Maßnahmen. Auch betroffene Unternehmen erhalten Hilfe bei der Bewältigung der Herausforderungen.

Im ersten Quartal 2022 hatte die Bundesregierung mit dem ersten Entlastungspaket bereits eine Reihe umfangreicher Maßnahmen zur Entlastung beschlossen. Dazu zählt das Steuerentlastungsgesetz 2022, das am 16. März 2022 vom Kabinett auf den Weg gebracht wurde. Danach gilt rückwirkend zum 1. Januar 2022:

  • Der Arbeitnehmerpauschbetrag steigt um 200 Euro auf 1.200 Euro.
  • Der Grundfreibetrag steigt um 363 Euro auf 10.347 Euro.
  • Die Entfernungspauschale für Fernpendler (ab dem 21. Kilometer) sowie die Mobilitätsprämie steigen auf 38 Cent.

Der Koalitionsausschuss einigte sich bei seinem Treffen vom 23. März 2022 im Grundsatz auf ein Maßnahmenpaket zum Umgang mit den hohen Energiekosten. Mit dem Kabinettsbeschluss vom 27. April 2022 werden diese Maßnahmen nun umgesetzt. Das Paket beinhaltet umfassende Maßnahmen zur schnellen und unbürokratischen Entlastung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Familien.
Im Einzelnen geht es insbesondere um folgende Maßnahmen:

  • Energiesteuer auf Kraftstoffe soll für drei Monate gesenkt werden. Für Benzin reduziert sich der Energiesteuersatz um 29,55 ct/Liter, für Dieselkraftstoff um 14,04 ct/Liter.
  • Einmalige Energiepauschale in Höhe von 300 Euro für alle einkommensteuerpflichtigen Erwerbstätigen.
  • Kinderbonus 2022 als zusätzliche Einmalzahlung für Familien von 100 Euro pro Kind.
  • Einmalzahlung für Empfangende von Sozialleistungen von 200 Euro.
  • Vergünstigte Tickets für den ÖPNV.

Wir, die DHV-Die Berufsgewerkschaft e.V., informieren und halten euch auf dem laufenden!
Mit unserm Informationsdienst können sich die Mitglieder und Interessierte ein Bild über die Tätigkeit und Präsenz der DHV in Deutschland machen. Die DHV nutzt diese Kanäle, um ihre Standpunkte und Positionen klar darzustellen und sich weiter für den gewerkschaftlichen Pluralismus und die gewerkschaftliche Freiheit in Deutschland und Europa einzusetzen.

Sebastian Gräfe, Landesgeschäftsführung DHV-Landesverband Mitteldeutschland

Landesverbandstag Bayern fordert deutliche Senkung der Steuerlast auf Energie und Kraftstoffe

Der diesmalige Landesverbandstag fand in München in den Räumlichkeiten des KKV statt, vielen Mitgliedern von früheren Weihnachtfeiern der DHV schon bestens bekannt.
Haupttagesordnungspunkte waren die Wahl eines neuen Landesvorstandes und die Verabschiedung der Anträge des LV Bayern zum Bundesgewerkschaftstag im November in Nürnberg.

  • So fordert der Landesverbandstag in einer Resolution eine deutliche Senkung der Steuerlast auf Energie und Kraftstoffe.
  • Die Arbeit im heimischen Arbeitszimmer soll bei einer Nutzung von über 50 Prozent der Arbeitszeit vollumfänglich von der Steuer abgesetzt werden können. Bis zu einer Nutzung von 50 Prozent soll das heimische Arbeitszimmer anteilsmäßig abzugsfähig sein.
  • Sachgrundlose Befristungen von Arbeitsverhältnissen sollen maximal eine Dauer von 18 Monaten haben dürfen, mit einer einmaligen Verlängerung in den genannten 18 Monaten. Befristungen mit Sachgrund sollen maximal zwei Mal verlängert werden dürfen. Der Landesverbandstag Bayern fordert die öffentlichen Arbeitgeber auf, auf das Instrument von befristeten Arbeitsverträgen gänzlich zu verzichten.
  • Die Erziehungszeiten von vor 1992 geborenen Kindern (Stichwort Mütterrente) sollen ebenfalls wie für die nach diesem Stichdatum geborenen Kinder mit drei Rentenpunkten honoriert werden.
  • Zur Stärkung der ehrenamtlichen Tätigkeit soll die die Grenze für die Ehrenamtspauschale von derzeit 840 € jährlich auf das Niveau der Übungsleiterpauschale von 3.000 € jährlich angeglichen werden.

Der Bundesvorsitzende Henning Röders hielt ein engagiertes und informatives Grußwort, wofür sich der Landesverband Bayern herzlich bedankt.

Der Landesverbandsvorsitzende Peter Daniel Forster führte zügig und routiniert durch die Tagesordnung. Zunächst wurde der alte Vorstand entlastet und ausscheidende Mitglieder für ihr Engagement geehrt. Besonders sei Barbara Sanktjohanser namentlich genannt, die seit fast 70 Jahren Mitglied in der DHV ist und über Jahrzehnte Ämter auf Landesverbands- und örtlicher Ebene innehatte.

Alle Ämter konnten aus den Reihen der Mitglieder besetzt werden, was ein Zeichen für einen lebendigen Verband mit motivierten Mitgliedern ist.

Die Wahlen ergaben das folgende Tableau:
Landesvorstand Bayern

Vorsitzender                   Peter Daniel Forster
Stellvertreterin               Silvia Steinberg
Rechnerin                      Klementine Rehm
Schriftführer                  Johann Lindmaier
Beisitzer                         Michael Staab, Michael Voß
Aufsichtsratsmitglied      Ingrid Prager
Rechnungsprüfer           Ina Papst, Martin Fehrmann

Der Landesverbandstag endete, wie es sich in Bayern gehört mit einem ordentlichen Schweinsbraten zum Mittagessen.

Ich bedanke mich nochmals ganz herzlich bei allen Teilnehmern unserem Bundesvorsitzenden Henning Röders, Peter Forster und Ingrid Prager, die mich bei der organisatorischen Vorbereitung besonders unterstützt hat.

Friedhelm Dömges
Geschäftsführer Bayern

Mehr Mitbestimmung bei ALDI Süd - JETZT!

Aldi Süd hat 24 regionale Gesellschaften, aber nur eine dieser hat bisher einen Betriebsrat.
Die Beschäftigten der Aldi Süd Regionalgesellschaft Dormagen, mit circa 80 Filialen und um die 1600 Beschäftigten, wollten am 14.04.2022 in Köln eine Betriebsratswahl initiieren.
Diese wurde seitens des Arbeitgebers massiv gestört. Die DHV und ihre Mitglieder verurteilen diese Störung der Wahlversammlung. Circa ein Fünftel der über 500 versammelten Beschäftigenten waren wohl Filialleiter/-innen, stellvertretende Filialleiter/-innen und Nachwuchs-Filialleiter/-innen, welche versuchten, die Veranstaltung zu sprengen. Die Situation eskalierte bei der Wahl des Versammlungsleiters und somit wurde die Wahlversammlung zum Wahlvorstand von den Initiatoren abgebrochen.
Das zuständige Arbeitsgericht wird wohl nun einen Wahlvorstand einsetzen.
Sollte diese Betriebsratswahl erfolgreich sein, wäre der Weg frei für einen Gesamtbetriebsrat bei Aldi Süd. Dieser könnte dann in allen Regionalgesellschaften Betriebsratswahlen ankurbeln und die Mitbestimmung bei Aldi Süd weiter voranbringen.   
Wir können den mutigen Beschäftigten bei Aldi Süd im Zuge der Mitbestimmung alles Gute und viel Erfolg wünschen! Mehr Mitbestimmung bei Aldi Süd. JETZT!

Tarifrunde 2022 Volks- und Raiffeisenbanken: DHV im Dialog mit AVR

Die DHV ist anlässlich der Tarifrunde 2022 in einem intensiven Dialog mit dem Arbeitgeberverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (AVR). An dem Verhandlungsauftakt der Tarifrun-de 2022 zwischen AVR und DBV am 26.04.2022 in Frankfurt nahmen auch Vertreter/innen der DHV-Bundesfachgruppe Volks- und Raiffeisenbanken teil. Diese trugen die DHV-Vorstellungen und Ideen für einen fairen Tarifabschluss vor:

  1.  Fokus auf die Gehaltserhöhung in Zeiten der Inflation
    Jede/r spürt täglich die Inflation anhand der rasant steigenden Kraftstoff-, Energie- und Lebensmit-telpreise. Die gefühlte Inflation liegt weit über der amtlichen Inflationsrate von 7,3 % im März 2022. Eine Entspannung ist angesichts der weiter anhaltenden Corona-Pandemie und insbesondere des Ukrainekrieges nicht in Sicht. Der Gehaltstarifabschluss muss alle möglichen Handlungsspielräume für eine Gehaltserhöhung zum größtmöglichen (Teil-)Ausgleich des Reallohnverlustes ausschöpfen. Deshalb fordern wir die Verhandlungsparteien zu einem Gehaltstarifabschluss auf, der so nahe wie möglich an die Marke von 6 % heranreicht!
  2. Wahlrecht: Arbeitszeitreduzierung um eine Wochenarbeitsstunde oder 6 bezahlte    freie Tage
    Mit dem Ziel einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf machten wir unsere Vorstellung eines Wahlrechts deutlich; Arbeitszeitreduzierung um eine Stunde auf 38 Wochenstunden oder 6 bezahlte freie Tage im Jahr.
  3. Verlängerung des Altersteilzeitabkommens
    Das Altersteilzeitabkommen soll in seiner bestehenden Form über den 31.12.2022 verlängert werden.

In den Gesprächen kristallisierte sich die Arbeitszeitreduzierung um eine Wochenstunde auf 38 Stunden, wahlweise 6 bezahlte freie Tage, als Knackpunkt heraus. Die Arbeitgeber lehnen unseren Vorschlag kategorisch ab. Ihre Bedenken liegen vor allem in einer zunehmenden Arbeitsverdichtung, die die Banken überfordern würde. Das Argument der Arbeitsverdichtung lassen wir so nicht stehen! Denn bei den privaten Versicherungen wird die Arbeit auch in 38 Wochenarbeitsstunden geschafft, und bei den öffentlichen Banken wird ab 2024 die Arbeitszeit ebenfalls auf 38 Wochenstunden gesenkt! Die Gehaltserhöhung in 2022 wird den Reallohnverlaust infolge der steigenden Inflation nicht auffangen. Zusammen mit einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit, wahlweise 6 freie Tage, wäre ein akzeptabler Abschluss realisierbar!

Die DHV wird weiter im Dialog die Verhandlungen von AVR und DBV begleiten. Die nächste Verhandlung steht am 16.05. an.

Wahlerfolg bei TEDOX

Am 5.März fanden beim Baumarkt TEDOX in Schiffdorf-Spaden turnusmäßig die Betriebsratswahlen statt. Dabei wurde der bisherige dreiköpfige Betriebsrat, der offensichtlich gute Arbeit geleistet hat, im Amt bestätigt. Die wiedergewählten Betriebsratsmitglieder

Siegrid Siemann
Frank Plaspohl
Kai Kajahn

sind alle langjährige Mitglieder der DHV.

DHV-Geschäftsführerin Martina Hofmann aus Bremen, die den Betrieb betreut, war vor Ort und gratulierte der Kollegin und den beiden Kollegen zu ihrer erfolgreichen Wiederwahl.

Tedox 210422 012

Unser Foto zeigt von links nach rechts Martina Hofmann, Frank Plaspohl, Siegried Siemann und Kai Kajahn.