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Aufsichtsratswahl DATEV: Überragender Wahlerfolg für die DHV

Die DHV konnte bei der Aufsichtsratswahl des IT-Dienstleisters DATEV eG einen überragenden Wahlerfolg verbuchen:

Die DHV-Liste konnte 2.824 von 4.045 abgegebenen gültigen Stimmen auf sich verbuchen und erreichte damit ein Ergebnis von 69,8 %! Alle Gewerkschaftssitze im Aufsichtsrat gingen damit an die DHV!

In den Aufsichtsrat gewählt sind damit als Mitglieder Horst Mailer und Gertrud Rottner. Ersatzmitglieder sind Peter Bywaletz und Sandra Martins.

Arbeitnehmermitbestimmung bedeutet Selbstbestimmung der Arbeitnehmer und nicht Fremdbestimmung durch eine Gewerkschaft! Diesen Grundsatz lebt die DHV seit Jahrzehnten und stellt auf ihre Gewerkschaftslisten ausschließlich Mitglieder auf, die in den Unternehmen beschäftigt sind. Das überzeugende Wahlergebnis zeigt den großen Anklang der DHV-Philosophie bei den Beschäftigten der DATEV.

DHV-Hauptvorstand und Landesvorstand Bayern gratulieren die gewählten DHV-Mitglieder zu ihrem überragenden Wahlerfolg und wünschen ihnen viel Erfolg bei ihrer Arbeit im Aufsichtsrat für die Interessen ihrer Kolleginnen und Kollegen.

CGB-Maiaufruf 2018: # Für Dich – CGB!

Unsere Arbeitswelt, unsere Werte und unsere Vorstellungen, wie unser Leben und unsere Gesellschaft in Zukunft gestaltet werden sollen, waren noch nie sich so schnell ändernden Bedingungen und Voraussetzungen unterworfen, wie heute. Der Wunsch nach Veränderung und progressiver Entwicklung, der Schritt in ein neues digitales Zeitalter, das in seinen Auswirkungen mit der industriellen Revolution vergleichbar ist, bricht gewohnte gesellschaftliche und arbeitsmarktpolitische Strukturen auf.

So verschwimmen etwa die Grenzen geregelter Arbeitszeiten. Das selbstständige Einteilen von Arbeitszeit und Anwesenheitszeiten verbunden mit der permanenten Erreichbarkeit verändert in vielen Bereichen die traditionelle Zeitverteilung zwischen Privat- und Berufsleben. Diese Möglichkeiten geben Arbeitnehmern einerseits eine Fülle an neuen Freiheiten und erleichtern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, bringen aber auch ganz neue Risiken, wie den Hang zur Selbstausbeutung durch die prinzipielle 24stündige Verfügbarkeit in der digitalen Welt. Die Fülle an Innovationen und Veränderungen zwingt uns alle, uns im privaten und im beruflichen Bereich mit diesen neuen Bedingungen zu arrangieren.

Aber reicht das? Ist es wirklich genug, sich nur mit den Veränderungen zu arrangieren und den Entwicklungen ohne Eigeninitiative hinterher zu laufen? Wir als christliche Gewerkschafter sagen nein, das reicht uns nicht. Wir wollen unsere Zukunft und unsere Arbeitswelt selbst mitgestalten, wir wollen nicht von den Umständen gestaltet werden. Wir wollen auch in der neuen digitalen Welt unsere Grundwerte der christlichen Sozialethik, Eigenverantwortung, Solidarität, Toleranz, Respekt im Umgang miteinander, Humanität und Stärkung des Gemeinwohls verwirklichen. Diese Grundwerte dürfen in der Neuordnung der Gesellschaft und Arbeitswelt nicht auf der Strecke bleiben.

Wir werden durch unsere Arbeit vor Ort in den Betrieben als Betriebsräte, Vertrauensleute und gewerkschaftliche Funktionsträger beweisen, dass moralische Werte und moderne Zeiten nicht gegensätzlich, sondern kompatibel sind.
 
Das bedeutet nicht nur die positive Weiterentwicklung der Arbeitsbedingungen und des Einkommens, sondern auch, dass wir alles dafür tun müssen, Arbeitsplätze zu erhalten und Arbeitsplätze, die durch Rationalisierung und Modernisierung wegfallen, durch neue zu ersetzen. Der Schlüssel für dieses Ziel liegt in der Aus- und Weiterbildung. In Deutschland muss Bildung und Qualifikation einen viel größeren Stellenwert erhalten. Nur so können wir die Beschäftigten in das neue digitale Zeitalter mitnehmen und ihre Beschäftigung sichern. Dafür werden wir für Euch als christliche Gewerkschafter auf der tariflichen und betrieblichen Ebene kämpfen.

Moderne Gesellschaft und moderne Arbeitswelt erfordern aber auch modernes Denken. Für den Rückfall in Isolationismus, Protektionismus durch Strafzölle und Fremdenfeindlichkeit ist in der modernen Zeit kein Platz. Wir christliche Gewerkschafter werden unseren Teil dazu beitragen, für Euch nicht nur gerechte Arbeits- und Lebensbedingungen, sondern durch unser konkretes Handeln vor Ort auch Raum für Freiheit und Weltoffenheit zu schaffen.

Dazu gehört auch das konsequente Eintreten für die gesellschaftliche Balance in der Verhinderung von Altersarmut und der Stabilisierung der Lebensbedingungen. Der erste Schritt hierfür liegt aus unserer Sicht in der Abschaffung jeglicher Ausnahme vom Mindestlohn, der zweite in der progressiven Weiterentwicklung des Mindestlohns. Der Mindestlohn ist ein erster Schritt zur Eindämmung späterer Altersarmut. Ein weiterer wichtiger Punkt ist mindestens die Stabilisierung des Rentenniveaus und die Verhinderung weiterer Absenkungen, wünschenswert für die Zukunft wäre die Erhöhung des Rentenniveaus auf ein Maß, das Altersarmut eindämmt. In einem wirtschaftlich starken Land wie Deutschland muss es möglich sein, mit allen gesellschaftlichen Kräften einen Weg zu finden, mit dem Altersarmut verhindert werden kann.

Gewerkschaftliche Arbeit ist kein Selbstzweck und kein Ersatz für parteipolitisches Engagement. Gewerkschaftliche Arbeit muss für den Menschen und dessen Bedürfnisse stehen. Für uns steht ganz im Sinne der christlichen Soziallehre der Mensch im Mittelpunkt. Die Gesellschaft und die Arbeitswelt müssen für den Menschen da sein und nicht umgekehrt. Wir treten als christliche Gewerkschafter für Euch ein. Unser Ziel ist es, in gelebter Sozialpartnerschaft mit der Arbeitgeberseite Lösungen zu erarbeiten und in Verhandlungen durchzusetzen, die Euch und Eure Bedürfnisse nicht aus den Augen verlieren. Dabei setzen wir auf partnerschaftliche Verhandlungslösungen, scheuen aber auch nicht die Konfrontation, wenn sie notwendig ist.

Diesen Weg gehen wir christliche Gewerkschafter schon seit über einhundert Jahren. Wir werden unseren Weg auch in Zukunft gehen, weil wir überzeugt sind, dass es richtig ist, moralische Werte mit Gesellschaft und Arbeitswelt zu verbinden.

DHV unterstützt Beschäftigte bei real und kündigt Tarifverträge mit Metro Services

Zur Klarstellung unserer Position zu den Vorgängen um real:

Die DHV ist nicht Bestandteil des falschen Spiels der Metro! Winkelzüge zum Drücken der Gehälter wie die vom Aufsichtsrat der real Gruppe beschlossene Überführung der Beschäftigten in die Metro Services GmbH trägt die DHV nicht mit.

Aus diesem Grund hat der DHV Hauptvorstand beschlossen, die langjährige Tarifpartnerschaft mit der Metro Services GmbH zu beenden und sämtliche Tarifverträge mit sofortiger Wirkung zu kündigen.

Die DHV steht als Gewerkschaft solidarisch hinter den Beschäftigten der real. Sie rät allen Beschäftigten der real keine neuen Arbeitsverträge zu unterschreiben.

 

Tarifinformation: Asklepios Klinikum Bad Abbach

Erfolgreicher Abschluss der Tarifverhandlungen:

  • Deutliche Anhebung der Entgelte aller Mitarbeiter
  • Verdoppelung der Jahressonderzahlung  ab 2019  
  • Keine Trennung der Entgelttabellen zwischen MA des Akut- und des Rehabereiches bei heutigen MA

Am 16. April fand die zweite Runde der Tarifverhandlungen statt. Nach durchaus zähen Verhandlungen kamen wir zu einem Ergebnis.
Der Arbeitgeber startete mit dem unakzeptablen Angebot einer Nullrunde bei Entgelterhöhun-gen für die MA im Rehabereich.
Des Weiteren forderte er eine Trennung der Entgelttabellen in einen Akut- und Rehabereich mit deutlichen Verschlechterungen für die MA im Rehabereich. Diese sollten auch für Be-standmitarbeiter gelten. Diese Verschlechterung konnten wir in der Verhandlung verhindern, wir erreichten Bestandsschutz für die heute Beschäftigten im Rehabereich!
Die neue Tabelle Reha gilt erst für Beschäftigte mit Eintrittsdatum ab 1.7.2018

Die Ergebnisse im Einzelnen:

  • Erhöhung der Entgelte für alle Mitarbeiter zum 1.1.1018 um 2%
  • Erhöhung der Entgelte für alle Mitarbeiter zum 1.1.2019 um 1,3 %
  • Erhöhung der Entgelte für alle Mitarbeiter zum 1.1.2020 um 1,4%
  • Erhöhung der Entgelte für Mitarbeiter Reha neu, Einstellung ab 1.7.2018 zum 1.1.2020 um 1,4%
  • Bildung drei neuer Entgeltgruppen P6-P) für examinierte Pflegekräfte im Akutbereich, hier steigen die Tabellenwerte zum 1.1.19 und 1.1.20 mindestens um 70 Euro monatlich.
  • Für das Jahr 2018 beträgt die fixe JSZ 1,5 % und für 2019 fix 2,4% also eine Verdoppelung zur heutigen Regelung.
  • DHV Mitglieder die am 1.4 2018 Mitglied waren erhalten eine Sonderzahlung von 100 Euro.

Alles in allem haben wir einen Abschluss erreicht, der sich sehen lassen kann, besonders vor dem Hintergrund der anfänglichen Vorstellungen der Arbeitgeber.

 

Betriebsratswahlen bei Metro Properties GmbH & Co KG: Von DHV unterstützte Liste erzielt die Mehrheit

Am 19.03.2018 und am 20.03.2018 wurden in Düsseldorf und in Saarbrücken die neuen Betriebsräte der Metro Properties GmbH und Co. KG, sowie ihrer Tochter- und Schwestergesellschaften gewählt. Insgesamt wurden 239 Wahlumschläge abgegeben. Zu wählen war ein Betriebsrat von neun Mitgliedern.

Die DHV konnte hier großartige Resultate erzielen. Die Liste, auf der die DHV Mitglieder angetreten sind, darf sich über eine überwältigende Mehrheit von 153 Stimmen freuen. Insgesamt ist die DHV mit 4 Mitgliedern im Betriebsrat vertreten. Dieser Erfolg belegt die gute betriebliche Arbeit unserer Mitglieder.

DHV-Hauptvorstand und die Landesvorstände Rheinland-Pfalz/Saar und Nordrhein-Westfalen gratulieren ganz herzlich und wünschen viel Erfolg bei der zukünftigen Arbeit.