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DHV-Presseinformation zum Artikel "Mieses Geschäft mit Werkverträgen" veröffentlicht am 26.02.2013 auf Spiegel Online

Zum Artikel „Mieses Geschäft mit Werkverträgen“, veröffentlicht am 26.02.2013 auf Spiegel Online, stellt DHV – Die Berufsgewerkschaft e.V. fest:
In nicht korrekt recherchierter Weise nähern sich zwei Journalisten des Spiegels dem Thema Werkvertrag auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Der Missbrauch von Werkverträgen wird von der DHV abgelehnt.

Im deutschen Handel finden seit Jahren Veränderungsprozesse in den Belegschaften statt. Wie in zahlreichen anderen Branchen auch, wurden viele Aufgaben ausgelagert und an Fremdunternehmen vergeben. Aus diesen Veränderungsprozessen heraus sind neue Branchen entstanden, in diesem Fall die Branche der Instore-Logistik, die sich als Arbeitgeber in dem Arbeitgeberverband ILS zusammengeschlossen haben.

Die DHV - Die Berufsgewerkschaft vertritt Mitglieder in Unternehmen dieses Arbeitgeberverbandes.
Konsequenterweise kam es im Jahre 2006 zu Tarifverhandlungen und einem Abschluss für die Beschäftigten dieser Branche. Zu deren größten Problemen gehört die Umwandlung regulärer Beschäftigungsverhältnisse in geringfügige Beschäftigungsverhältnisse. Hier sind die Arbeitgeber dazu übergegangen, Nettolohnvereinbarungen für diese Beschäftigten umzusetzen. Um dieser Entwicklung zu begegnen, hat die DHV im Jahre 2011 den tarifpolitischen Grundsatzbeschluss gefasst, keine Nettolohnvereinbarungen für geringfügig Beschäftigte mehr zu schließen und setzt dies in ihren Tarifverträgen konsequent um.

Nach zähen Tarifverhandlungen mit dem ILS, die sich über Monate hinzogen, konnte schließlich im März 2011 ein neuer Entgelttarifvertrag durchgesetzt werden, der auch keine Nettolohnvereinbarungen mehr enthält. Er bedeutete für die untersten Entgeltgruppen Entgeltsteigerungen von ca. 20 Prozent, auch wenn damit ein unterster Lohn von 6,50 Euro in der Stunde festgeschrieben wurde. Heute liegt der niedrigste Stundenlohn bei 6,63 Euro. Der Entgelttarifvertrag läuft noch bis zum 30. Juni 2013. Über einen möglichen Neuabschluss kann zum heutigen Zeitpunkt noch nichts gesagt werden.

Auch die Ausführungen zur Zeitarbeit sind nicht richtig. In der letzten Gehaltsrunde der Zeitarbeit ist die DGB Tarifgemeinschaft im Februar 2010 mit einem Lohnabschluss für die Zeitarbeit in die Öffentlichkeit gegangen. Dieser vermeintliche Lohnabschluss lag bis zu einem Euro im Stundenlohn unter dem Verhandlungsstand, den wir für die Zeitarbeit zum selben Zeitpunkt erreicht hatten. Der DGB musste sein Verhandlungsergebnis deshalb widerrufen. Auch gelang es den DGB Gewerkschaften bis heute nicht, flächendeckend Branchenzuschläge für Dienstleistungsbranchen zu vereinbaren.

DHV – Die Berufsgewerkschaft ist eine gerichtlich anerkannte Gewerkschaft. Zuletzt hat das Landesarbeitsgericht Hamburg am 18. Februar 1997 rechtskräftig festgestellt, dass die DHV eine tariffähige Gewerkschaft ist (LArbG Hamburg, Az.: 2 Ta BV 9/95).

DHV-Hauptvorstand

Aufruf zum Schutz des Sonntags

Christlicher Gewerkschaftsbund Deutschlands
Bundesvorstand


Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

Der mittelfränkische Europaabgeordnete Martin Kastler (CSU) führt eine Online-Kampagne als Europäische Bürgerinitiative zum arbeitsfreien Sonntag und Sonntagsschutz durch, die wir als Christlicher Gewerkschaftsbund Deutschlands unterstützen und zu deren Teilnahme wir ausdrücklich aufrufen.

Der Schutz des Sonntags war ein großer Verdienst unserer Verfassungsväter und ist wesentlicher Bestandteil des christlichen europäischen Kulturerbes.

Gerade in Zeiten, in denen wir uns über den Verlust von sozialen Bindungen und die Zerstörung von Familien beklagen, muss der Sonntag als Ruhe- und Familientag erhalten bleiben. Sonntagsarbeit muss auf die Bereiche beschränkt bleiben, die unumgänglich sind, wie etwa Krankenhäuser, Polizei, Rettungsdienste, Bahn usw.

Die zunehmende Aufweichung des Sonntagsschutzes etwa im Handel und in vielen Produktionsbereichen usw. muss daher verhindert werden und Sonntagsarbeit darf nicht zur Regel werden.

Deshalb unterstützen wir die Kampagne des sozialpolitischen Sprechers der CSU im Europaparlament für einen europäischen Sonntagsschutz hinter dem sich alle Europäer versammeln sollten.

Bitte unterstützen Sie uns und tragen Sie sich ein unter:

www.free-sunday.eu

Bündnis gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in der Textilreinigung unterzeichnet

Gemeinsam mit den anderen Sozialpartnern in der Branche Textilreinigung/Textilservice hat DHV – Die Berufsgewerkschaft e.V. ein Bündnis gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung mit der Bundesregierung geschlossen. Das Bündnis dient einer effektiven Bekämpfung von fragwürdigen Beschäftigungsverhältnissen, wie beispielsweise „unechte“ Werkverträge. Die DHV arbeitet nun auch offiziell unmittelbar mit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Zoll eng zusammen.

DHV Tarifverträge bei Asklepios weiter wirksam

Hamburg, den 19. April 2012 Das Bundesarbeitsgericht hat in seiner Entscheidung vom 17. April 2012 die Anträge der verdi und des Betriebsrates der Asklepios Klinik St. Augustin auf Feststellung der Nichtigkeit der von der DHV – Die Berufsgewerkschaft e.V. abgeschlossenen Tarifverträge zurückgewiesen. Die Tarifverträge, die deutliche Vergünstigungen für die Beschäftigten der Asklepios Klinik St. Augustin vorsehen, behalten somit ihre Gültigkeit.

Unsere Geschäftsstelle in Leipzig zieht um

Ab dem 2. Mai 2012 lautet die neue Adresse:

Schlegelstr. 15
04275 Leipzig

Bis zum 7. Mai 2012 ist die Geschäftsstelle nur per Telefon (0341-4685082 oder 0171-6499971) und E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) zu erreichen.