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Buss- und Bettag muss wieder gesetzlicher Feiertag werden

Auf seinem 19.ordentlichen Gewerkschaftstag am Wochenende in Barnstorf hat sich der Landesverband Niedersachsen/Bremen der DHV – Die Berufsgewerkschaft einstimmig dafür ausgesprochen, dass der Buss- und Bettag wieder zum bundesweiten gesetzlichen Feiertag erklärt wird. Der Landesverband erinnert daran, dass der Buss- und Bettag als kirchlicher Feiertag in Deutschland eine lange Tradition hat. Nach dem ihn die deutschen Ländern zunächst an unterschiedlichen Terminen feierten, wurde er bereits 1893 in Preußen und 1934 im gesamten deutschen Reich gesetzlicher Feiertag. 1995 wurde er als gesetzlicher Feiertag abgeschafft, um den Arbeitgebern durch die Mehrarbeit der Arbeitnehmer einen finanziellen Ausgleich für die erhöhten Lohnnebenkosten im Zusammenhang mit der Einführung der Pflegeversicherung zu verschaffen. Zwischenzeitlich ist die Notwendigkeit der gesetzlichen Pflegeversicherung als Bestandteil der gesetzlichen Sozialversicherung nicht mehr strittig. Angesichts der Bedeutung der Versicherung auch für die Wirtschaft ist ein Sonderopfer der Arbeitnehmer zur Finanzierung der Pflegeversicherung daher nicht länger gerechtfertigt.

Die niedersächsische Landesregierung sowie der Bremer Senat wurden vom DHV-Landesverbandstag aufgefordert, sich über den Bundesrat für eine Anhebung der Pendlerpauschale für Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz von derzeit 30 Cent je Entfernungskilometer auf 50 Cent sowie für eine regelmäßige Dynamisierung der Pauschale einzusetzen. Die seit vielen Jahren geltende 30-Cent-Pendlerpauschale ist nach Auffassung der DHV durch die allgemeinen Kostensteigerungen, insbesondere durch die massiv gestiegenen Benzinpreise, seit langem nicht mehr kostendeckend. Die vom Staat geforderte Mobilität der Arbeitnehmer, insbesondere in Flächenstaaten wie Niedersachsen, darf aber nicht dazu führen, dass die Arbeitseinkommen der Pendler durch immer höhere Benzinpreise geschmälert werden. Der Staat, der derzeit jährlich ca. 40 Milliarden Euro durch die Mineralölsteuer einnimmt, sollte daher einen Teil seiner Mehreinnahmen aufgrund gestiegener Benzinpreise durch eine Erhöhung der Pendlerpauschale
an die Pendler zurückgeben Bei den Vorstandswahlen tauschten Vorsitzende und Stellvertreter die Positionen. Vorsitzender ist jetzt der 63-jährige Dipl.-Betriebswirt Peter Rudolph aus Bremen, der im Zwei-Städte-Staat auch den Vorsitz der Dachorganisation CGB inne hat, während das Aufsichtsratsmitglied der AGRAVIS, Annette Wolters aus Braunschweig, die Stellvertretung übernahm. Als Beisitzer gehören dem neuen Landesverbandsvorstand weiterhin die Betriebsräte Rainer Bernt, Dörte Berkau-Kopp, Matthias Rickel und Sabine Wilmes an. Vertreter des Landesverbandes im DHV-Aufsichtsrat bleibt Hartmut Rath. Gastredner des Landesverbandstages war der stellvertretende DHV-Verbandsvorsitzende Henning Röders aus Schwerin, der in seinem Vortrag u.a. aus der Tarifarbeit der DHV berichtete. Röders verwies darauf, dass es der DHV im Zusammenarbeit mit dem Bankangestelltenverband gelungen sei, bei den Volks- und Raiffeisenbanken der Gewerkschaft Verdi die Tarifführerschaft streitig zu machen. Er erinnerte weiterhin daran, dass die DHV sich bereits im Jahre 2012 zusammen mit ihren christlichen Partnergewerkschaften
einer Selbstverpflichtung auferlegt habe, keine Tarifverträge mir Einstiegslöhnen unter 8,50 Euro mehr abzuschließen.

Wie der neue Landesverbandsvorsitzende in seinem Schlußwort gegenüber den Tagungsteilnehmern deutlich machte, gibt es vom DGB und seinen Einzelgewerkschaften bislang keine solche Selbstverpflichtung.
Nach Aussagen des Vorsitzenden der BDA sei es vielmehr so, dass der DGB aktuell noch 41 Tarifverträge mit Einstieglöhnen unter 8,50 Euro zu verantworten habe. Tarifpolitischer Wettbewerb sei daher sinnvoll und notwendig und dürfe nicht durch einen politisch verordneten Zwang zur Tarifeinheit unterbunden werden.

Bremen, 04.11.2013

pdfPM_Landesverbandstag_Bremen_Niedersachsen.pdf

Aufsichtsratswahl HDI Kundenservice AG: DHV setzt Erfolgsserie bei den Aufsichtsratswahlen fort

Bei der Aufsichtsratswahl der HDI Kundenservice AG konnte die DHV-Die Berufsgewerkschaft e.V. einen überragenden Wahlerfolg für sich verbuchen:

Mit 982 von 1.541 abgegebenen gültigen Stimmen erzielte die DHV ein Wahlergebnis von 63,7 %! Es fehlten nur 76 Stimmen für das zweite Aufsichtsratsmandat!

Damit ist die DHV erstmals im Aufsichtsrat der HDI Kundenservice AG, einem Tochterunternehmen der drittgrößten deutschen Versicherungsgruppe Talanx AG, vertreten.

Gewählt wurden als Mitglied Matthias Rickel, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der Talanx AG, und als Ersatzmitglied André Schönherr.

Mitbestimmung ist die Selbstbestimmung der Arbeitnehmer und nicht die Fremdbestimmung durch eine anonyme Gewerkschaftszentrale! Nach diesem Selbstver-ständnis stellt die DHV nur Beschäftigte von Unternehmen als Kandidatinnen und Kandidaten für ihre Gewerkschaftslisten auf. Das Wahlergebnis zeigt, dass diese Strategie nach wie vor die richtige ist. Hinzu kommt, dass die DHV zusammen mit dem DBV – Deutscher Bankangestellten Verband, in einer Gemeinschaftsliste antrat. Damit wurden als wichtige Voraussetzung für diesen Wahlerfolg die Interessen beider nicht dem DGB-Lager angehörenden Gewerkschaften gebündelt.

Die DHV kann bisher auf ein erfolgreiches Aufsichtsratswahlfrühjahr zurückblicken. Neben der HDI Kundenservice AG konnten alleine im Versicherungsgewerbe weitere Erfolge erzielt werden:
NÜRNBERGER Beteiligungs- AG: 51,25 %
Allianz Beratungs- und Vertriebs AG: 58,7 %
Allianz Deutschland AG (Delegiertenwahl): 25,2 %
Gute Chancen rechnet sich die DHV noch bei der Württembergischen Versicherung AG aus. Dort findet die Aufsichtsratswahl am 24.04.2013 statt.

V.i.S.d.P. Henning Röders

DHV zieht auch in den Aufsichtsrat der AGRAVIS Raiffeisen AG ein

Hamburg, 22. April 2013. Auch bei den Aufsichtsratswahlen der AGRAVIS Raiffeisen AG war DHV – Die Berufsgewerkschaft erfolgreich. Das in Norddeutschland tätige Unternehmen beschäftigt knapp 6.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Landhandel und als Dienstleister für die Landwirtschaft.

Mit 1.120 der abgegebenen gültigen Stimmen entfielen auf die Gewerkschaftsliste der DHV. Die Konkurrenz, eine Gemeinschaftsliste aus NGG und verdi, konnte lediglich 1.088 Stimmen auf sich verbuchen. Damit steigerte die DHV ihr Ergebnis um ca. 6 Prozent im Vergleich zur letzten Wahl vor vier Jahren.

Gewählt wurden als Mitglied Annette Wolters, die ehrenamtliche Landesvorsitzende des DHV Landesverbandes Niedersachsen-Bremen. Als Ersatzmitglied wurde das DHV Mitglied Holger Schmidt gewählt.

Auch bei der Aufsichtsratswahl der AGRAVIS Raiffeisen AG hat sich die DHV – Strategie bewährt. Die Mitarbeiter des Unternehmens, die die DHV als Kandidaten aufgestellt hat, haben sich gegen externe Gewerkschaftsfunktionäre durchgesetzt.

Das unterstreicht: Die Belegschaften wollen nicht fremdbestimmt werden!

Das Wahlergebnis reiht sich in zahlreiche Erfolge ein, die die DHV bei den Aufsichtsratswahlen in diesem Frühjahr bereits erzielen konnten. Weitere Wahlen stehen in den kommenden Wochen noch bevor, bei denen sich die DHV durchaus etwas ausrechnen kann.

V.i.S.d.P. Gunter Smits

DHV erstmals im Aufsichtsrat der Württembergischen Versicherung vertreten!

Die DHV-Die Berufsgewerkschaft e.V. konnte ihre Erfolge bei den Aufsichtsratswahlen der Versicherungen fortsetzen:

Mit einem Stimmenergebnis von 43,85 % ist die DHV erstmals im Aufsichtsrat der Württembergischen Versicherung vertreten! 795 von 1.813 abgegebenen Stimmen entfielen auf die DHV-Liste!

Dieser Wahlerfolg ist vor allem bemerkenswert, weil die DHV erstmals bei den Aufsichtsratswahlen antrat und einer starken Gegenkampagne von der Gewerkschaft verdi ausgesetzt war.
Gewählt wurden als Mitglied Nicolé Benzinger-Henzler, Vertriebsmanagerin und seit 1991 im Konzern tätig, und als Ersatzmitglied Günther Kimmel, Mitarbeiter für Spartenkoordination und seit 1970 im Konzern tätig.

Die Aufsichtsratswahl der Württembergischen Versicherung AG ist für die DHV ein erfolgreicher Abschluss der Aufsichtsratswahlen bei den Versicherungen. In diesem Jahr konnten in der Branche erfreuliche Ergebnisse erzielt werden:

NÜRNBERGER Beteiligungs- AG 51,25 %
Allianz Beratungs- und Vertriebs AG 58,7 %
Allianz Deutschland AG (Delegiertenwahl) 25,2 %
HDI Kundenservice AG 63,7 %

Mitbestimmung ist die Selbstbestimmung der Arbeitnehmer und nicht die Fremdbestimmung durch eine anonyme Gewerkschaftszentrale! Nach diesem Selbstverständnis stellt die DHV nur Beschäftigte von Unternehmen als Kandidatinnen und Kandidaten für ihre Gewerkschaftslisten auf. Die Wahlergebnisse zeigen, dass diese Strategie nach wie vor die richtige ist.

V.i.S.d.P. Henning Röders

Radikaler Stellenabbau bei der Stena Line Scandinavia AB in Kiel

Wie die Gewerkschaft DHV berichtet, informierte die schwedische Unternehmensleitung die Betriebsräte und die Gewerkschaft über eine geplante Umorganisation und einen damit verbundenen radikalen Stellenabbau in der Kieler Betriebsstätte des Unternehmens.
Demnach soll am Standort Kiel die Hälfte des Landpersonals abgebaut werden.
„Ein so radikaler Stellenabbau führt zwangsläufig zu einer Verschlechterung des Services für die Kunden. Betriebsrat und Gewerkschaft werden alles dafür tun, dass es nicht zu diesem Kahlschlag kommen wird“, so Michael Schulz von der Gewerkschaft DHV.

Die Gewerkschaft DHV befürchtet, dass durch diese Maßnahme eine Verlagerung wichtiger Arbeitsbereiche zu Gunsten der Stena Line GmbH & Co.KG in Rostock vorgenommen werden soll.
Erste Gespräche fanden bereits statt und finden ihre Fortsetzung am Donnerstag, den 16.05.13 in Kiel. Dazu wurde der Unternehmensleitung ein Fragenkatalog übermittelt, den es seitens der schwedischen Führung zu beantworten gilt.

V.i.S.d.P.: Michael Schulz