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21. ordentlicher DHV-Bundesgewerkschaftstag in Verbindung mit dem Jubiläum 125 Jahre DHV


 

Die Jubiläumsfeier zum 125-jährigen Jubiläum

der DHV mit Motto des Bundesgewerkschaftstages

Gewerkschaft mit Tradition in einer digitalen Arbeitswelt   findet statt am

 

Donnerstag, 20.09.2018 um 17.00 Uhr in der

Patriotischen Gesellschaft

Trostbrücke 4

20457 Hamburg.

Einlass ist ab 16.00 Uhr zu Kaffee und Kuchen.

Das Festreferat hält                                                         

Professor Dr. Sascha Stowasser

Direktor des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft, Düsseldorf.

 

Der Bundesgewerkschaftstag findet statt am Freitag, 21.9.2018, ab 9.00 Uhr und wird am

Samstag, 22.09.2018, ebenfalls um 9.00 Uhr fortgesetzt. Er soll gegen Mittag beendet sein.

Ort: Best Western Plus Hotel Böttcherhof, Wöhlerstraße 2, 22113 Hamburg


Zur Person

Prof. Dr.-Ing. Sascha Stowasser ist seit 2008 Direktor und geschäftsführender Vorstand des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft e. V.

in Düsseldorf und seit 2009 außerplanmäßiger Professor am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der betrieblichen Arbeits- und Betriebsorganisation sowie

der Flexibilisierung von Arbeitszeitmodellen und deren Auswirkungen auf die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz.

Informationen zum Institut

Das ifaa - Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. ist eine Forschungseinrichtung in den Disziplinen Arbeitswissenschaft und Betriebsorganisation mit Sitz in Düsseldorf.

Das Ziel des ifaa besteht primär in der Steigerung der Produktivität in den Unternehmen. Das ifaa analysiert betriebliche Prozesse, ergründet Wirkzusammenhänge, zeigt Entwicklungen

der Arbeits- und Betriebsorganisation auf und erarbeitet unternehmensrelevante sowie praxiserprobte Produkte und Dienstleistungen.
Das ifaa forscht in Fachbereichen zu folgenden Themenfeldern:

Unternehmensexzellenz
  Produktivitätsmanagement als zentrales Thema für Ganzheitliche Unternehmens- und Produktionssysteme,   Digitalisierung & Industrie 4.0.

Arbeits- und Leistungsfähigkeit
  Fragestellungen zum betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz, zur ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung und betrieblichem Gesundheitsmanagement.

Arbeitszeit und Vergütung
  Grund- und leistungsbezogenes Entgelt sowie die Arbeits- und Betriebszeit als zentrale Themen der Tarifgestaltung und der betrieblichen Arbeitsbeziehungen.

Das ifaa ist Partner des Wissenschaftsjahrs
Im Wissenschaftsjahr 2018 - Arbeitswelten der Zukunft steht die Gestaltung der Arbeit im Mittelpunkt. Welche Chancen eröffnen sich? Welche Herausforderungen müssen wir lösen?

Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und vielen weiteren Partnern aus Forschung, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur gibt das Institut Antworten auf Fragen zu den Arbeitsplätzen von übermorgen.

CGB Spitze traf CDU Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer

Am Donnerstag, den 30. August 2018 trafen sich die Spitze des CGB mit der CDU Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer zu einem aktuellen Gedankenaustausch.

Zentrales Thema des Gespräches war unter anderem die Gestaltung der Arbeitsbedingungen in Zeiten der Digitalisierung und Industrie 4.0.

Die Tarifpartner werden Antworten auf eine Reihe von einhergehenden Fragen mit der Digitalisierung - etwa zur Arbeitszeitgestaltung - finden müssen. Auch in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt ist die branchenspezifische Ordnung der Arbeitsbedingungen durch Tarifverträge weiter notwendig.

Einig war man sich auch in der Betrachtung, dass ein deutlicher Rückgang der tarifgebundenen Betriebe über die letzten Jahrzehnte zu erkennen ist und auch, dass der Organisationsgrad der Arbeitnehmer sinkt. Das liegt unter anderem in der Schwäche der vermeintlichen Großgewerkschaften begründet, eine gute betriebliche Mitgliedervertretung in zahlreichen organisierten Branchen und Betrieben zu gewährleisten.

Eine gemeinsame Betrachtung gab es auch dahingehend, dass ein Eingreifen des Gesetzgebers in die Gestaltungsmöglichkeiten der Sozialpartner die ultima ratio sein muss. Die Tarifpartner sind, aufgrund ihrer Nähe zueinander und zu der Basis, besser als der Gesetzgeber in der Lage, Lösungen zu finden, die zu den Bedingungen der Branche passen. Ziel muss es daher sein, die Tarifautonomie und die Tarifbindung zu stärken.

Der CGB sagte zu, an der Erarbeitung von Vorschlägen - wie die Arbeitswelt im Rahmen der Digitalisierung gestaltet und faire und stabile Arbeitsbedingungen sichergestellt werden können – mitzuwirken.

v. l. n. r.:

C. Hertzog -  CGB-Generalsekretär, A. Kramp-Karrenbauer – CDU-Generalsekretärin, A. Ewen – stv. CGB-Bundesvorsitzender,

H. Röders – stv. CGB-Bundesvorsitzender, A. Kiesow – CGB-Bundesgeschäftsführerin

Tarifgespräche DAK-Gesundheit

Tarifvertrag Eingruppierungen – Handwerklich gut?                             

Tarifvertrag zur Reorganisation Zentrale gefordert

Am 20.08.2018 setzten DHV und DAK-Gesundheit die seit längerem laufenden Tarifgespräche zur Anlage 5 (Eingruppierung) fort. Die DAK-Gesundheit führt leider gemäß dem Tarifeinheitsgesetz Verhandlungen nur noch mit einer Gewerkschaft. Die beiden weiteren Gewerkschaften bringen Ihre Forderungen, Ideen und Meinungen im Rahmen von Tarifgesprächen ein. Dass diese Vorgehensweise nicht zielführend ist, zeigte sich in der Detaildiskussion über den bereits von einer Gewerkschaft abgeschlossenen Tarifvertrag.

Insbesondere hält die DHV-Tarifkommission eine höhere Eingruppierung der Bezirksleiter, der Kundenberater, der Sachbearbeiter Forderungsmanagement Privatkunden sowie für Gruppenleiter für erforderlich. Die Arbeitgeberseite konnte nicht nachvollziehbar erklären, warum z.B. der Bezirksleiter Partnervertrieb in die VG 8, die anderen Bezirksleiter dagegen nur in die VG 7 eingruppiert werden. Die Arbeitgeberseite erklärte, dass sie diesen Punkt wie auch die anderen von der DHV angesprochenen klärungsbedürftigen Punkte mit in die interne Beratung und Prüfung nehmen wird.

Offen sind außerdem noch die Eingruppierungen der neuen Leiterstellen in den FZ und von rund 200 neuen Stellentypen in der Zentrale. Die DHV-Verhandlungskommission forderte die Arbeitgeberseite in dem Tarifgespräch auf, schnellstmöglich die erforderlichen Verhandlungen zu führen und abzuschließen

DHV fordert Tarifvertrag zur Begleitung der Reorganisation der Zentrale

Analog dem Tarifvertrag 01-2016 zur Begleitung der Reorganisation der Fläche forderte die DHV-Tarifkommission in dem Tarifgespräch am 20.08.2018 einen Tarifvertrag für die Reorganisation der Zentrale.

Die Unruhe unter den Beschäftigten der Zentrale ist groß. Viele fragen sich, was die Pläne des Vorstands für ihren Arbeitsplatz konkret bedeuten. Ist ihr Job bei der DAK-Gesundheit noch sicher? Werden sie zukünftig womöglich weite Entfernungen zu einem neuen Arbeitsplatz in einem Fachzentrum zurücklegen müssen?

Die DHV steht auf der Seite der Beschäftigten und fordert vom Vorstand der DAK-Gesundheit einen verlässlichen Rechtsrahmen für die sozialverträgliche Begleitung der Reorganisation der Zentrale.

#ReOrgaZentrale: Ein Tarifvertrag muss für die DHV vor allem folgende Punkte enthalten:

ü  Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen

ü  Sozialplan mit Nachteilsausgleich

ü  Besitzstand

ü  Beurlaubungsregelungen zum sozialverträglichen Personalabbau

Die Arbeitgeberseite nahm die Forderung zur Kenntnis. Sie erklärte, dass aus ihrer Sicht derzeit noch nicht klar ist, ob ein solcher Tarifvertrag notwendig ist. Mitte September werden die Pläne zur Reorganisation für die Beurteilung dieser Frage hinreichend konkret sein.

DHV reicht Klage gegen Real wegen Missbrauch einer ehemaligen Tarifvertragsbeziehung mit der Metro Services GmbH ein

Die DHV reicht Klage gegen Real ein mit dem Ziel der Feststellung, dass die im April 2018 mit sofortiger Wirkung gekündigten Tarifverträge mit der Metro Services GmbH keine Anwendung auf die Beschäftigten der Real GmbH finden.

Die DHV hatte Tarifverträge mit der Metro Services GmbH abgeschlossen, einem kleinen Tochterunternehmen des Metrokonzerns mit rund 600 Beschäftigten. Dieses Unternehmen war im Bereich des Facilitymanagements mit dem Schwerpunkt u.a. Objektbetreuung (Hausmeisterdienste) tätig. Die DHV war in dem Unternehmen die repräsentative Gewerkschaft und damit nach dem Tarifeinheitsgesetz zum Abschluss von Tarifverträgen legitimiert. Der Tarifvertrag sicherte ein für das Facilitymanagement branchenübliches Vergütungsniveau.

Der Tarifvertrag mit der Metro Services GmbH war weder ein Einzelhandelstarifvertrag noch beabsichtigte die DHV, dessen Regelungen für Beschäftigte in der Einzelhandelsbranche Anwendung finden zu lassen! Der Tarifvertrag wurde für ein kleines Unternehmen mit 600 Beschäftigten und nicht für einen über 30.000 Beschäftigten umfassenden Warenhauskonzern abgeschlossen!

Aus diesen Gründen kündigte die DHV im April 2018 sämtliche Tarifverträge mit der Metro Services GmbH mit sofortiger Wirkung wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage. Die Kündigung erfolgte unmittelbar, nachdem die DHV aus den Medien von dem Vorhaben des Metrokonzerns erfahren hatte, die über 30.000 Real-Beschäftigten in die Metro Services GmbH zu überführen und das Unternehmen in die Real-GmbH umzufirmieren.

Metro/Real erkennen die sofortige Wirkung der Tarifvertragskündigung nicht an und sind in der Umsetzung ihres Vorhabens, die Regelungen der gekündigten DHV-Tarifverträge mit der Metro Services GmbH auf die Beschäftigten der Real GmbH anzuwenden.

Die Vorgehensweise von Metro/Real stellt nach Auffassung der DHV den Missbrauch eines für eine ganz andere Branche und nur für ein kleines Unternehmen gedachten Tarifvertrages dar! Diesen Missbrauch wird die DHV nicht tolerieren! Deshalb leitet die DHV eine gerichtliche Klärung ein!

Gestützt wird die Rechtsauffassung der DHV durch die Tatsache, dass mittlerweile rund 90 Prozent der Beschäftigten der ehemaligen Metro Services GmbH in ein neues Tochterunternehmen des Metrokonzerns überführt worden sind.

V.i.S.d.P.: Henning Röders

Zukunftstarifverhandlungen BARMER: Streitpunkt betriebsbedingte Kündigung

Am 12.07.2018 setzten DHV und BARMER ihre Tarifverhandlungen zum Zukunftstarifvertrag fort. Die wesentlichen Inhalte:

Zumutbarkeitsregelungen bei Rationalisierungsmaßnahmen:  Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln soll weiter zählen!
Ein Streitpunkt konnte ausgeräumt werden: Die Arbeitgeberseite rückt von ihrer Position ab, die Er-reichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus dem Kriterienkatalog für die Zumutbarkeit einer Ver-setzung bei Rationalisierungsmaßnahmen zu streichen. Damit trug die BARMER einer zentralen DHV-Forderung Rechnung!

Altersteilzeit: Arbeitgeberseite zeigt erfreuliche Bewegung!
Erfreuliche Bewegung zeigte die Arbeitgeberseite beim Thema Altersteilzeit. Sie deutete an, die jahr-gangsbezogene Begrenzung zu streichen und allen Beschäftigten unabhängig von Umstrukturierungen Altersteilzeit zu den derzeit geltenden Konditionen zu ermöglichen.

Wir lehnen eine betriebsbedingte Kündigung von Beschäftigten mit besonderem Kündigungsschutz ab!
Keine Bewegung gab es bei dieser Arbeitgeberforderung. Für die BARMER-Beschäftigten hat der tarifvertragliche Kündigungsschutz eine hohe Bedeutung. Er bietet ihnen Sicherheit vor allem im Falle von Umstrukturierungen. Die Möglichkeit der betriebsbedingten Kündigung würde faktisch die Aufgabe des besonderen Kündigungsschutzes besonders dann, wenn es auf ihn ankommen würde - bei Beschäftig-tenabbau aufgrund von Umstrukturierungen -, bedeuten. Eine solche elementare Aufweichung des be-sonderen Kündigungsschutzes lehnt die DHV ab!

Kürzung der Pensionskassenversorgung bei vorzeitigem Renteneintritt: Kontroverse Positionen
Seit Jahrzehnten zahlt die Pensionskasse für die betroffenen Beschäftigten den ungekürzten Betrag. Diese Praxis wird beendet, so dass die BARMER die Zahlung des Ausgleichsbetrages übernehmen muss. Das würde derzeit einen Betrag von 100.0000 € monatlich bedeuten. Diesen Betrag – summiert auf 1,2 Mio. € jährlich (!) – bezeichnete die Arbeitgeberseite in einem Schreiben an die DHV als eine deutliche Verschlechterung zu Lasten der BARMER und damit als nicht hinnehmbar!
Angesichts eines Verwaltungskostenhaushalts von fast 1 Mrd. € ist diese Aussage sehr erstaunlich und für uns sachlich nicht nachvollziehbar. In der Verhandlung argumentierte die Arbeitgeberseite, dass dieser Betrag derzeit anfällt, dieser aber höher ausfällt, wenn die 3.000 noch unter die Pensionskassenregelung fallenden Beschäftigten in Rente gehen. Unsere Position: Es geht bei diesem Streitpunkt um einen Betrag von derzeit maximal 6 Mio. jährlich! Die BARMER kann trotz ihrer Behauptungen diese zusätzlichen Ausgaben verkraften und damit hinnehmen. Für die betroffenen Beschäftigten bedeuten aber über 100 € weniger Altersversorgung einen deutlichen finanziellen Einschnitt!

Eingruppierung: DHV bleibt am Ball!
Beim Abschluss des Eingruppierungstarifvertrages 2015  hatten DHV und BARMER die Überprüfung der neuen Regelungen im Jahr 2018 verabredet. DHV und BARMER werden dieser Verpflichtung noch in 2018 nachkommen.

Die Tarifverhandlungen werden am 05.09.2018 in Wuppertal fortgesetzt.