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Tarifabschluss KKH: 2,0 % ab 01.04.2017 und 2,4 % ab 01.01.2018

DHV und KKH haben sich auf einen Tarifabschluss mit folgenden Inhalten geeinigt:

  • Gehaltserhöhung 2,0 % ab 01.04.2017
  • Gehaltserhöhung 2,4 % ab 01.01.2018
  • Die Gehaltserhöhungen gelten auch für die Beschäftigten im Vertrieb!
  • Erhöhung der Auszubildendenvergütungen:
    80 € ab 01.04.2017 sowie
    Erhöhungen 2,0 % zum 01.04.2017 und
    2,4 % zum 01.01.2018
  • Laufzeit bis zum 31.12.2018

Der Gehaltstarifvertrag kam nach langen, schwierigen Verhandlungen zustande. Erinnern wir uns: Das erste Arbeitgeberangebot lautete: Gehaltserhöhung von 0,7 % für 12 Monate! Schritt für Schritt schafften wir es, das Angebot der Arbeitgeber auf ein Niveau zu schrauben, das im Rahmen des Abschlusses öffentlicher Dienst und anderer gesetzlicher Krankenkassen liegt.

Für die DHV-Tarifkommission ist wichtig: Der Tarifabschluss bedeutet einen kräftigen Gehaltszuwachs  für die Beschäftigten! Er liegt deutlich über den Abschlüssen der vergangenen Jahre!

Erfreulich ist die überdurchschnittliche Erhöhung der Auszubildendenvergütungen, die die Attraktivität Ausbildung bei der KKH deutlich steigern.

Die Gehaltstarifverhandlungen sind abgeschlossen, die Verhandlungen gehen aber weiter!

Am 05.05.2017 nehmen DHV und KKH Arbeitsgruppengespräche zur von der Arbeitgeberseite gewünschten Überarbeitung der betrieblichen Altersversorgung (Anlage 7) auf. Die DHV geht mit der Maßgabe in die Gespräche, hart für die Errungenschaften der Anlage 7 zu kämpfen.

DAK-Gesundheit: Tarifverhandlungen - Fahrplan - Arbeitsprogramm -Gemeinsam sind wir stark-

20. März 2017

Die DHV-Bundesbetriebsgruppe DAK-Gesundheit hat sich in den letzten Monaten mit Veröffentlichungen zurückgehalten. Wir haben die Umsetzung des Tarifvertrages zur sozialverträglichen Begleitung der Organisationsveränderungen begleitet und unseren Mitgliedern Rechtsberatung und auch Rechtsschutz gewährt.

Der Vorstand der DAK-Gesundheit hat sich neu aufgestellt, der Zuschnitt der Ressorts ist abgeschlossen. Erst zur Mitte diesen Jahres erfolgt noch der Übergang der Personalzuständigkeit von Herrn Storm auf Herrn Hessabi.

Zum 30. September 2017 kann und wird der Gehaltstarifvertrag gekündigt werden, um in die erste Tarifverhandlung unter der Leitung von Herrn Hessabi einzusteigen.

Die DHV-Tarifkommission bereitet sich intensiv auf die anstehenden Verhandlungen vor. DHV-Vertrauensleute und die Bundesbetriebsgruppe DAK-Gesundheit beteiligen sich an den Vorberatungen und Vorbereitungen.

Im Juli 2015 ist das Tarifeinheitsgesetz verabschiedet worden. Es wurden diverse Verfassungsbeschwerden  gegen dieses Gesetz eingereicht und derzeit verhandelt.
Selbst wenn das Gesetz gelten sollte, besteht für alle im Hause der DAK-Gesundheit vertretenen Gewerkschaften das Recht auf Tarifverhandlungen.

Die Gewerkschaften sollten sich nicht gegeneinander ausspielen oder gegeneinander ausspielen lassen. Gemeinsam Verhandeln und Gestalten führt zu besseren Ergebnissen - für die Beschäftigten! Deshalb: Wir laden alle Gewerkschaften im Interesse der Beschäftigten zu gemeinsamen Tarifverhandlungen ein.  

Die DHV Bundesbetriebsgruppe DAK-Gesundheit hat derzeit diverse Punkte auf der Tagesordnung:

  • Begleitung der noch folgenden Organisationsveränderungen - „Härten“ minimieren.
  • Schutz vor Überlastung der „verbliebenen“ Beschäftigten.
  • Tarifvertrag zur Förderung der Gesundheit der Beschäftigten.
  • Tarifvertrag Demografische Entwicklung der DAK-Gesundheit Belegschaft.
  • Angemessene Gehaltserhöhung.
  • Verhandlung der Eingruppierung für neue Tätigkeiten seit ProDAK.
  • Sicherung des Eingruppierungsniveaus.
  • Erhalt des Weihnachtsgeldes.
  • Verteidigung von Besitzständen.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Dann sprechen Sie Ihre DHV-Vertrauensleute vor Ort an.

Auftakt Gehaltstarifverhandlungen bei der KKH: Inakzeptables Arbeitgeberangebot

03.02.2017

Am 1.Januar 2017 fand die erste Verhandlungsrunde statt. Der Auftakt der Tarifverhandlungen war geprägt von einer kontroversen Diskussion über die Frage der Verknüpfung des Themas betriebliche Altersversorgung mit den Gehaltstarifverhandlungen.

Die DHV-Verhandlungskommission brachte ihre Position deutlich zum Ausdruck: Die KKH-Mitarbeiter/innen dürfen von der allgemeinen Tarifentwicklung nicht weiter abgekoppelt werden! Die seit Jahren erbrachten guten Leistungen der Beschäftigten müssen sich  endlich in einer angemessenen Gehaltsentwicklung wieder finden. Der DHV-Vertreter im HPR, Ronny Teubert, verdeutlichte anhand einer Grafik, dass ein großer Nachholbedarf besteht. Im Gesamtvergleich der Sozialversicherung haben sich im Zeitraum von 2011-2016 die Gehälter aller KKH-Mitarbeiter/innen deutlich unterdurchschnittlich entwickelt. Z.B. hat sich der Abstand der Endstufe der VG 6 zur Beitragsbemessungsgrenze (KV-beitragsfreier Anteil) von jährlich fast 4.000 € auf nur noch rund 1.500 € verringert, während im Branchendurchschnitt der Abstand zur Beitragsbemessungsgrenze nicht nur gewahrt, sondern sogar leicht ausgebaut werden konnte.

In seinem Eingangsstatement bekannte sich das Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Vollert zwar zu der Notwendigkeit, den Beschäftigten der KKH eine angemessene Gehaltserhöhung zu zahlen. Die Arbeitgeberseite wurde aber mit ihrer Verhandlungsführung diesem Bekenntnis nicht gerecht. Denn: Das erste Arbeitgeberangebot lautete: Gehaltserhöhung von 0,7 % für 12 Monate!

Weitergehende Zugeständnisse wollte die Arbeitgeberseite mit dem Thema betriebliche Altersversorgung verknüpfen. Eine etwaige zusätzliche Steigerung sollte als Sanierungsbeitrag in die betriebliche Altersversorgung fließen. Die Arbeitgeberseite sieht dringenden Handlungsbedarf und fordert die Aufnahme von Verhandlungen zu Veränderungen an der Anlage 7 (betriebliche Altersversorgung).

Die DHV-Verhandlungskommission lehnte das erste Arbeitgeberangebot als vollkommen unzumutbar ab. Sie brachte darüber hinaus deutlich zum Ausdruck, dass die Gehaltstarifverhandlungen nicht mit dem schwierigen Thema Änderungen bei der betrieblichen Altersversorge überfrachtet werden dürfen. Die KKH-Mitarbeiter/innen erwarten eine schnelle Einigung auf einen neuen Gehaltstarifvertrag! Die von der Arbeitgeberseite gewünschten Veränderungen in der betrieblichen Altersversorgung ist aber ein komplexes Thema, das nicht in ein paar Wochen abgehakt werden kann.

Die klare Haltung der DHV-Verhandlungskommission veranlasste die Arbeitgeberseite, ihre Verhandlungsstrategie der Verknüpfung der Themen Gehalt und betriebliche Altersversorgung zu überdenken und ihr erstes Angebot nachzubessern. Das zweite Arbeitgeberangebot lautete:

1,0 % Gehaltserhöhung für 8 Monate!

Bedingung für das zweite Arbeitgeberangebot ist, unmittelbar nach dem Gehaltstarifabschluss in Verhandlungen über Änderungen in der Anlage 7 (betriebliche Altersversorgung) zu treten.  

Die DHV-Verhandlungskommission wies auch das zweite Arbeitgeberangebot als nicht akzeptabel zurück. Immerhin hat aber die Arbeitgeberseite von ihrer Forderung nach Verknüpfung der betrieblichen Altersversorgung mit dem Thema Gehalt Abstand genommen, so dass die Voraussetzungen für die Fortführung der Gehaltstarifverhandlungen gegeben sind. Nächster Verhandlungstermin ist am 1.März 2017.

In der Verhandlungskommission sind:
Armin Arbinger, Beitrags- und Forderungszentrum Frankfurt
Holger Schreiber, Vertragszentrum Halle/Saale
Frank Stelzer, Beitrags- und Forderungszentrum Berlin
Ronny Teubert, Vertragszentrum Halle/Saale
Wolfgang Wilbert, Vertrieb Köln

 

KKH Vertrieb: Neue Vergütungsregelungen für Gebietsleiter

14.12.2016

Nach schwierigen, langen Verhandlungen konnten sich DHV und KKH auf eine neue Vergütungsregelung ab 01.01.2017 für die Gebietsleiter im Vertrieb einigen.

Folgende wichtige Änderungen wurden vereinbart:

  • Anhebung der garantierten Grundvergütung; Einführung einer zweiten Stufe der garantierten Grundvergütung
    Zusätzliche zur garantierten Grundvergütung von derzeit 2.426,02 € wird eine zweite garantierte Stufe in Höhe von 80 % der Zielerreichung eingeführt, Das entspricht einer monatlichen garantierten Grundvergütung in Höhe von derzeit 3.050 €. Diese Vergütung erhalten die Gebietsleiter, die zwei Jahre nacheinander ihre Ziele zu mindestens 100 % erreicht haben. Die erhöhte garantierte Grundvergütung wird auch dann gezahlt, wenn die Gebietsleiter in ihrer Zielerreichung unter 100 % liegen.
  • Die Vertriebsprämien bis zu einem Zielerreichungsgrad von 100 % werden entsprechend der zukünftigen Gehaltserhöhungen angepasst.
    Bislang war die Anpassung aller Prämien ein von der Erhöhung der Grundvergütung gesondertes Thema der Gehaltstarifverhandlungen.
  • Kontinuität beim Gehalt durch Abschlagszahlungen
    Gebietsleiter und Regionalleiter vereinbaren Abschlagszahlungen als Vorschuss auf die zu erwartenden Prämien. Die Höhe der Abschlagszahlungen orientiert sich am Zielerreichungsgrad des Vorjahrs und ist monatlich immer gleich.
  • Feste Zulagenzahlungen für besondere Aufgaben
    50 € monatlich werden für die Betreuung von neuen Gebietsleitern, 200 € monatlich werden für die Betreuung von Auszubildenden gezahlt.
  • Möglichkeit der Vereinbarung von weiteren Zielen neben den Neuaufnahmen
    Der Beirat kann neben den Neuaufnahmen weitere Vertriebsziele vereinbaren. Diese müssen transparent, eindeutig und bewertbar sein.

Die DHV-Tarifkommission hatte im einjährigen Verhandlungsprozess von Dezember 2015 an bis zum Schluss für eine Integration der Gebietsleiter in die Anlage 5 bzw. für eine dritte garantierte Grundvergütung gekämpft. Der Kompromiss ist dennoch akzeptabel, da er den Gebietsleitern vor allem mehr Kontinuität bei den Gehaltszahlungen bietet und die Vertriebsprämien bis zu einem Zielerreichungsgrad von 100 % entsprechend der Gehaltserhöhungen angepasst werden. Damit werden zwei wesentliche Nachteile der alten Regelung korrigiert. Die Rückmeldungen, die uns aus dem Vertrieb erreicht hatten, haben uns maßgeblich zum Abschluss bewegt.

Garantierte Grundvergütung    Stufe 1: 2.426,02 €
  Stufe 2 (nach 2 Jahren mit mindestens 100 % Zielerreichung: 3.050 € (= 80 % Zielerreichung)
Vor dem 01.01.2017 eingestellte Gebietsleiter    Erhalten ab 2017 die höhere garantierte Erfolgsvergütung, wenn sie die Voraussetzung 2 Jahre mit mindestens 100 % Zielerreichung erfüllt haben.
Vertriebsprämien   Stufe 1 (bis 100 % ZEG): max. 9.359,65 € jährlich
  Stufe 2 (über 100 % - 150 % ZEG): max. 20.264,91 € jährlich
  Stufe 3 (über 150 % - 250 % ZEG): max 19.000 € jährlich
Abschlagszahlungen auf die  Vertriebsprämien   Monatliche Vorschusszahlungen auf Grundlage einer Vereinbarung des Gebietsleiters mit dem Regionalleiter. Maximale Höhe: 10 % über dem Zielerreichungsgrad (ZEG) des Vorjahres. Liegt der ZEG um mindestens 10 %-Punkte   niedriger als der ZEG, der für die Abschlagszahlungen zugrunde gelegt wurde, kann die/der RegionalleiterIn diese einseitig zum nächsten. Abrechnungsmonat absenken. Die Anpassung darf den kumulierten ZEG des jeweiligen   Überprüfungszeitraumes nicht unterschreiten, es sei denn die/der GebietsleiterIn ist damit einverstanden.
  Vertriebsprämien werden mit der Jahresabschlussrechnung ausgezahlt. Überzahlungen werden mit künftigen Abschlagszahlungen und ggf. mit künftigen Vertriebsprämien, der Erfolgszulage nach § 16 MTV und der Sonderzahlung  nach § 23 MTV verrechnet.  
Vertriebsziele   Der Beirat legt wie bisher die Vertriebsziele für das Folgejahr fest. Erweiterung des Zielekatalogs: Neuaufnahmeziele, Bestandsziele, Strukturziele. Die Informations- und Mitbestimmungsrechte des Hauptpersonalrates sind zu beachten.
Zulagen für besondere Aufgaben   Stufe 1 (Betreuung neuer Gebietsleiter): 50 € monatlich
  Stufe 2 (Betreuung von Auszubildenden): 200 €monatlich

Die Arbeit geht weiter! Im nächsten Jahr stehen die Gehaltstarifverhandlungen an. Die DHV-Tarifkommission wird sich auch für eine angemessene Erhöhung der Gehälter der Gebietsleiter einsetzen!

DAK-Gesundheit: Tarifvertrag nachverhandelt

8.September 2016

Die jetzt nachverhandelte tarifliche Regelung ermöglicht die Beurlaubung für weitere 400 MAK im Sinne des § 5 Tarifvertrag zur sozialverträglichen Begleitung der Organisationsänderungen bis 2018 durch personalwirtschaftliche Maßnahmen. Insgesamt dürfen nun 1.100 MAK (Die Personen werden nur mit der jeweiligen Teilzeit angerechnet) bis zum 31.12.2018 in die Beurlaubung gehen.
Zusätzlich zu diesen 1.100 MAK dürfen weiterhin auch Personen in die Beurlaubung gehen, die vom § 8 Absatz 2 Anlage 12 zum DAK-Gesundheit Tarifvertrag erfasst werden.

Mit der nachverhandelten Regelung verbunden ist auch eine Erweiterung des § 6 des oben genannten Tarifvertrages: Auch für die Kalenderjahre 2019 und 2020 können sich die Beschäftigten frei entscheiden einen Antrag auf Umwandlung der Sonderzahlung nach §21 DAK-Gesundheit TV (Weihnachtsgeld) in freie Tage zu stellen. Anträge sind bis zum 31.12. des Jahres vor dem jeweiligen Anspruchsjahres zu stellen. Der Antrag bedarf keiner Genehmigung.

Bereits heute steht fest, dass die neue Höchstzahl 1.100 MAK erreicht ist!
Damit können aufgetretene rechtliche Fehler der DAK-Gesundheit bei der Anwendung der ursprünglich vereinbarten Regelung (Begrenzung Beurlaubung auf 700 MAK) nicht komplett beseitigt werden. Sofern DHV Mitglieder eine schriftliche Ablehnung auf Beurlaubung erhalten, bietet die DHV daher Rechtsberatung und ggf. auch Rechtsschutz an.

Kolleginnen/Kollegen, die eine Ablehnung erhalten, senden bitte eine Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
In dieser Mail bitte eine Rufnummer und ein Zeitfenster für den Rückruf notieren!     
Bei der rechtlichen Prüfung werden wir schauen, ob der Arbeitgeber in dem Einzelfall den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz eingehalten hat.

Bitte daher folgende Informationen ebenfalls in der E-Mail mitteilen:

  • Wann und wie wurde das Interesse an einer Beurlaubung geäußert?
  • Wurde und ggf. wann wurde eine aktuelle Rentenauskunft an den Arbeitgeber gesendet?
  • Wann und ggf. wie erhielten Sie die schriftliche Auskunft von Seiten der DAK über die Höhe des Basisbudgets?
  • Wann und ggf. wie haben Sie die Erklärung abgegeben, dass Sie eine Beurlaubungsvereinbarung schließen wollen?
  • Bitte der Mail möglichst das Ablehnungsschreiben beifügen.

In den nächsten Tagen wird die Personalabteilung beginnen Verträge bzw. Ablehnungen zu versenden. Der Versand der Verträge wird 3 Wochen in Anspruch nehmen. Bitte nicht kurzfristig nachfragen, die Bearbeitung erfolgt dadurch nicht schneller.

Weiterhin ist völlig unklar, wie die verbleibenden Beschäftigten der DAK-Gesundheit nach der Reduzierung die anfallende Arbeit schaffen sollen. Insbesondere die wohl anfallende Mehrarbeit nach Einführung von ISKV muss ja auch erledigt werden. Ganz zu schweigen von der erheblichen Vernichtung von Wissen durch weitere Spezialisierung und dem enormen Schulungsbedarf bei Schaffung neuer Strukturen wie zum Beispiel Fachzentren für bestimmte Leistungen.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Dann sprechen Sie Ihre DHV-Vertrauensleute vor Ort an.

DAK-Gesundheit: Schnelle Einigung – Handwerklich gut?

29. Juni 2016

Die DHV hat den Tarifvertrag fristgemäß zum 31.07.2016 gekündigt und hat den Arbeitgeber zu Gesprächen und Verhandlungen aufgefordert.

Bevor Gespräche über die berechtigten Forderungen der DHV-Mitglieder aufgenommen werden konnten preschte verdi, die mitgliederstärkste Gewerkschaft bei der DAK-Gesundheit, vor und präsentierte am 28.06.2016 bereits einen Tarifabschluss, nachdem deren erster Verhandlungstermin am 21.06.2016 stattgefunden hatte.

Innerhalb nur einer Woche wurde mit dem Arbeitgeber ein „Gesamtpaket“ verhandelt.
Im Ergebnis steht eine moderate Gehaltserhöhung, die unter dem Niveau vergleichbarer Krankenkassen liegt. Bei jetzt 13 Monaten Laufzeit ergeben sich 1,8% Erhöhung. Außerdem wurden „flankierende Maßnahmen zum Personalabbau“ vereinbart.

Die jetzt gefundene tarifliche Regelung ermöglicht einem weiteren Personenkreis (über 55jährige) eine Beurlaubung mit 62 bis 70 % der Bezüge. Neu ist, dass diese Personen abschlagsfrei in Rente gehen können. So weit, so gut. Entscheidend ist aber, ob die Beschäftigten auf Wunsch Ihren Anspruch auch nutzen dürfen oder ob der Arbeitgeber weiterhin nach „Gutsherrenart“ entscheiden kann, wer gehen darf.
Gleiches gilt für die Angebote zur Teilzeit und zu den Abfindungslösungen.

Auch wurde die Verhandlungsrunde scheinbar nicht genutzt, von der Arbeitgeberseite ein vollständiges Organisationskonzept und ein vollständiges Personalkonzept für den angekündigten Abbau der 1600 Mitarbeiterkapazitäten einzufordern.

Weiterhin ist völlig unklar, wie die verbleibenden Beschäftigten der DAK-Gesundheit nach der Reduzierung die anfallende Arbeit schaffen sollen. Insbesondere die wohl anfallende Mehrarbeit nach Einführung von 21c muss ja auch erledigt werden. Ganz zu schweigen von der erheblichen Vernichtung von Wissen durch weitere Spezialisierung und dem enormen Schulungsbedarf bei Schaffung neuer Strukturen wie zum Beispiel Fachzentren für bestimmte Leistungen.

Die derzeit größte Gewerkschaft im Hause der DAK-Gesundheit hat Fakten geschaffen.
Die Tarifkommission der DHV wird den angebotenen Tarifvertrag prüfen und entscheiden.

Im Tarifvertrag wird eine Regelung der Anlage 12 zum Angebot einer Stelle bei Zusammenlegung einer Außenstelle mit der Stammdienststelle klargestellt. Dies ist zu begrüßen.

Unabhängig davon fordern wir den Arbeitgeber auf, umgehend mit den Gewerkschaften und dem Personalrat zu den Themen der Organisation und des Personals über ein Gesamtkonzept zu spre-chen und zu verhandeln. Denn erst wenn das Gesamtkonzept vorliegt kann die Verteilung der ver-bleibenden Stellen entsprechend der Anlage 12 und der jetzt erfolgten Klarstellung erfolgen.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Dann sprechen Sie Ihre DHV-Vertrauensleute vor Ort an.

DAK-Gesundheit: Vorlage eines Gesamtkonzeptes gefordert!

21. Juni 2016

Am 1. Juni.2016 informierte der Vorstand der DAK-Gesundheit die Beschäftigten über sein Ziel bis 2018 rund 1600 Mitarbeiterkapazitäten abzubauen. Zusätzlich sei eine weitere und nachhaltige Konsolidierung der Organisationsstruktur erforderlich. Betriebsbedingte Kündigungen seien nicht auszuschließen, stellen für den Vorstand aber das letzte Mittel dar.

Wir haben deutlich zum Ausdruck gebracht, dass der Vorstand Gesetze und Tarifverträge (z.B. Anlage 12 zum DAK-TV) zwingend beachten muss. Die DHV fordert seit Rosenmontag ein Gesamtkonzept vom Vorstand.

Die am Rosenmontag bereits verkündeten RGZ Veränderungen hat der Vorstand erst einmal zurückge-stellt. Es werde nochmals organisatorisch geprüft. Angestrebt sei eine weitere fachliche Spezialisierung der RGZ. Sollen die RGZ zu Fachzentren werden?

Die Signale, dass die Organisationsentscheidungen überdacht werden hörten sich zunächst vernünftig an.
Allerdings müssen wir heute feststellen, dass es weiterhin kein Gesamtkonzept Organisation und auch kein Personalkonzept gibt.

Ohne Gesamtkonzept verkündet der Vorstand nun Stück für Stück Veränderungsbausteine:

  • Obwohl über die RGZ erst noch entschieden werden soll werden vier Geschäftsgebiete fixiert.
  • Erste Veränderungen werden auch in der FZMB Struktur, bei den Vertragsgebieten, den Vertriebsgebieten, den Geschäftsgebieten und im Vertrieb bereits eingeleitet.
  • Mit Veröffentlichung vom 01.06.2016 hat der Vorstand darüber hinaus mitgeteilt, dass auch die Zentrale, AHFZ, HKZ, FZR und FZS überprüft werden sollen.

Eine solche Verfahrensweise kann man nur als Stückwerk bezeichnen!

Die DHV fordert vom Vorstand der DAK-Gesundheit die Vorlage des vollständigen Organisationskonzeptes für den angekündigten Abbau der 1600 Mitarbeiterkapazitäten!

Die DHV fordert vom Vorstand der DAK-Gesundheit die Vorlage des vollständigen Personalkonzeptes für den angekündigten Abbau der 1600 Mitarbeiterkapazitäten!

Die DHV fordert den Vorstand der DAK-Gesundheit auf die „Taktik des Stückwerkes“ zu beenden.

Alle Beschäftigte, nicht nur die Führungskräfte der Geschäftsgebiete und der Vertriebsgebiete haben ein Recht auf Klarheit und vor allem ein Recht auf eine rechtmäßige Verteilung der im
Unternehmen verbleibenden freien Arbeitsplätze!

KKH: Neuregelung der Vertriebsvergütung - Auch in der dritten Arbeitsgruppensitzung keine Fortschritte

Am 31. Mai 2016 fand in Hannover die dritte Arbeitsgruppensitzung zur Neuregelung der Vertriebsvergütung statt. Fort-schritte wurden dabei nicht erzielt.

Die DHV-Verhandlungskommission bekräftigte ihre Forderung, die Vertriebsbeschäftigten wieder in die Anlage 5 zu integrieren und die Erfolgsprämie zusätzlich zu zahlen. Wolfgang Wilbert, Mitglied der DHV-Verhandlungskommission und einziger Vertreter von allen beteiligten Gewerkschaften, der in der neuen Vertriebswelt arbeitet, brachte es auf den Punkt: Es gehöre zur Wertschätzung der Vertriebsbeschäftigten, wenn sie bei der Vergütung genauso wie die anderen Beschäftigten der KKH behandelt werden.

Die Arbeitgeberseite lehnt die Wiedereingliederung der Vertriebsbeschäftigten in die Anlage 5 ab. Auch dem Kompromissvorschlag der DHV, die Vergütung in der Anlage 1 zu belassen und die Steigerungsstufen anders als in der Anlage 5 zu gestalten, erteilt die Arbeitgeberseite eine Absage. Steigerungsstufen nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit betrachtet die Arbeitgeberseite als sogenannte „Sitzprämie“, die nicht zur Vertriebsvergütung passe.

Achtung! Diese Aussage reiht sich in eine Reihe von Signalen ein, die wir immer wieder von der Arbeitgeberseite bezüglich der Anlage 5 und der Berufsjahressteigerungen erhalten. Sie halten die jetzigen Regelungen nicht mehr für zeitgemäß. Die Anlage 5 in ihrer jetzigen Form und die Steigerungsbeträge nach Berufsjahren sind aber tarifvertragliche Errungenschaften, für deren Erhalt es sich zu kämpfen lohnt! Unterstützen Sie uns, denn es geht um Ihre Rechte!

Keine Bewegung gab es auch in der Höhe der Grundvergütung. Die Arbeitgeberseite betrachtet die angebotene Erhöhung der Grundvergütung für Gebietsleiter  von 2.426,02 € auf 2.890,06 € monatlich, im Falle einer Zielerreichung von 100 % in zwei aufeinanderfolgenden Jahren, als ein wesentliches Zugeständnis.

Fakt ist aber: Mit der Grundvergütung von 2.426,02 ist eine Zielerreichung von lediglich 60 %, mit der erhöhten Grund-vergütung von lediglich 80 % abgegolten!  Wir fragen uns: Wo ist das Risiko der Arbeitgeberseite?

Keine schlüssigen Antworten erhielten wir auf Nachfrage nach der Anzahl der GL, die nicht in diesen Zielkorridoren liegen und auf den Betrag, den das Unternehmen als risikobehaftet sieht.

Unser Fazit der bisherigen Arbeitsgruppengespräche:

  • Die Arbeitgeberseite will weiterhin eine zweigeteilte Welt zwischen Vertrieb und den anderen Beschäftigte.
  • Die Arbeitgeberseite ist zu substantiellen materiellen Zugeständnissen kaum bereit.
  • Dafür fordert die Arbeitgeberseite:
    • Abschaffung der automatischen Zielanpassungsklausel bei Störfällen
    • Weniger Tarifvertrag, sondern mehr individuelle Vereinbarungen: Das gilt vor allem in Hinsicht auf die von der Arbeitgeberseite vorgeschlagenen Abschlagszahlungen bei der Vertriebsprämie, hinsichtlich der zu vereinbarenden Ziele und hinsichtlich der Berücksichtigung der Berufserfahrung. Diese Punkte sollen individuell zwischen Gebietsleiter und Vorgesetzten vereinbar sein

Die DHV-Tarifkommission wird nun bewerten, ob angesichts dieser dürftigen Gesprächsergebnisse eine Fortführung der Arbeitsgruppengespräche überhaupt noch einen Sinn macht.

DAK-Gesundheit: Sinnvolle, sozialverträgliche Lösungen suchen!

Rosenmontag sind die Beschäftigten der DAK-Gesundheit durch Ankündigungen des Vorstandes massiv verunsichert worden.
Der vom Vorstand eingeschlagene Weg ist falsch. Ein Überdenken der angestoßenen Maßnahmen durch den Vorstand ist zwingend notwendig.

Die DHV-Bundesbetriebsgruppe forderte am 10. März 2016 den Vorstand auf gemeinsam mit den Personalräten und allen Gewerkschaften nach tragfähigen Lösungen zu suchen und die Verunsicherung, Demotivation und Verängstigung der Beschäftigten der DAK-Gesundheit zu beenden.

Verantwortliche der DHV bringen sich seitdem auf allen Ebenen ein, um im Interesse der Beschäftigten Einfluss zu nehmen. Bisher ist es gelungen, den geplanten Versand von „Briefen“ an betroffene Beschäftigte zu verhindern.

Dennoch: Die Verunsicherung bleibt. Tag für Tag befürchten viele DHV-Mitglieder, dass sich ein solcher „Brief“ in Ihrem Briefkasten befindet. Zahlreiche Anfragen zur Frage, wie sie sich in einem solchen Fall verhalten sollen, haben uns erreicht und sind beantwortet worden.

Hier kurz zusammengefasst die wichtigsten Hinweise für DHV-Mitglieder, für den Fall dass ein „Brief“ mit einer „Anhörung“ zugestellt werden sollte:

  • DHV-Mitglieder erhalten Rechtsberatung und Rechtsschutz durch die DHV!
  • Den Brief als Kopie, Fax oder als Datei per Mail an die DHV senden

Post: DHV, Postfach 26 13 51, 20503 Hamburg
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Fax: 040-632 802 25

  • Damit die Rechtsschutzabteilung schnell in Kontakt treten kann, bitte dem Schreiben eine Rückruf Telefonnummer und die private E-Mailanschrift beifügen.
  • Die Rechtsschutzabteilung prüft den Sachverhalt und nimmt dann Kontakt auf.

Achtung: bitte bei Abwesenheit durch Urlaub eine Vertrauensperson, die die Post öffnet beauftragen die DHV zu informieren, damit auch im Urlaub keine Zeit verloren geht.