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DAK-Gesundheit: DHV-Tarifforderungen

12. Oktober 2017

Die DHV Tarifkommission DAK-Gesundheit hat am 11.10.2017 mit dem Arbeitgeber die berechtigten Forderungen der DHV erörtert.

  • DHV fordert 5% mehr Gehalt!
  • Zusätzlich fordert die DHV eine Sonderzahlung für die Beschäftigten der Vergütungsgruppen 1 - 3!
  • DHV fordert eine überdurchschnittliche Anpassung der Azubigehälter!
  • DHV fordert eine Sonderzahlung für alle Beschäftigten zum Ausgleich der Migrationsbelastungen!

Außerdem stellte die DHV-Tarifkommission neben deutlichen Gehaltsforderungen ihre Position zu vielen Themen klar, die jetzt nicht zur Verhandlung stehen und forderte den Arbeitgeber auf,

  • einen Tarifvertrag zur Bewältigung der Demografischen Entwicklung zu verhandeln,
  • Lebensarbeitszeitkonten einzuführen,
  • Heimarbeitsplätze auf Wunsch der Beschäftigten einzurichten
  • weiterhin Azubis einzustellen und nach der Ausbildung zu übernehmen,
  • über die Eingruppierung nicht tarifierter Tätigkeiten zu verhandeln und
  • eine Erhöhung der Eingruppierung für Tätigkeiten, die nach ProDAK erheblich anfordernder geworden sind, vorzunehmen!

Die Vertreter der Arbeitgeberseite trugen ihre bekannte Meinung zur Lage und zur Wettbewerbssituation der DAK-Gesundheit vor. Das eingebrachte Arbeitgeberangebot betrachten wir als Gesprächseinstieg jedoch ist dieses absolut nicht akzeptabel.

Der Wettbewerb wird bei den Leistungsausgaben entschieden. Strukturelle Nachteile bei der Verteilung der Gelder durch den Fonds können nicht durch Verwaltungskostensenkungen ausgeglichen werden!

In den letzten Jahren haben die Beschäftigten der DAK-Gesundheit mit Rücksicht auf den Wettbewerb nur geringe Gehaltssteigerungen hingenommen. Mehr als 1.600 Beschäftigte verlassen das Unternehmen bis Ende 2018. Die weiterhin anfallende Arbeit muss von entsprechend weniger Personal gestemmt werden.
Angebliche Erleichterungen durch technischen Fortschritt werden in der Sachbearbeitung nicht gespürt.
Schillernde Beiträge im Intranet führen schon lange nicht mehr zu Motivationssteigerungen und ersetzen keine berechtigte Gehaltserhöhung.

Wir fordern den Arbeitgeber zu einem deutlich verbesserten Angebot auf!

Was kommt als nächstes, DAK-Gesundheit?

Die DHV Bundesbetriebsgruppe DAK-Gesundheit hat sich in den letzten Monaten mit Veröffentlichungen zurückgehalten. Mit dem neuen Vorstand wurde Kontakt aufgenommen und die Zusammenarbeit sollte nicht gleich von Veröffentlichungen geprägt werden.

Inzwischen sind die Beschäftigten massiv verunsichert worden. Ausgelöst durch Vorstandsentscheidungen erfolgten Veröffentlichungen, Ankündigungen und massenhaft Ausschreibungen.

Rosenmontag 2016 ließ der damalige Vorstand den Beschäftigten zahlreicher RGZ die Schließung der Dienststellen mitteilen. Eine existenzbedrohende Situation für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen. Erst nach Monaten wurde durch Gespräche und Verhandlungen ein sozialverträglicher Weg gefunden und bis auf wenige Ausnahmen wurde auf die Schließungen verzichtet.

Die schwer verunsicherten Beschäftigten hofften nun darauf, dass der neu gebildete Vorstand die DAK-Gesundheit mit neu motivierten Beschäftigten in ruhigeres Fahrwasser bringt und den Tanker DAK-Gesundheit wieder auf Erfolgskurs bringt.
Die Ankündigungen machten Hoffnung. Qualitätsführer, Servicechampion, Wachstumskasse, neue Führungskultur sowie ständiger, offener und wertschätzender Dialog mit den Beschäftigten.

Jetzt erfolgte aber wieder eine Rolle rückwärts. Mitten hinein in die heiße Phase der Migrationsstufe 2, die alle Kräfte der Beschäftigten fordert werden wieder Schließungen verkündet. Es folgten über 200 undurchsichtige Stellenausschreibungen. Darunter Ausschreibungen als Leiterinnen und Leiter für gar nicht existierende Dienststellen, wo angeblich Vergütungsgruppen erreicht werden können, die nicht realistisch erscheinen.

Tarifabschluss KKH: 2,0 % ab 01.04.2017 und 2,4 % ab 01.01.2018

DHV und KKH haben sich auf einen Tarifabschluss mit folgenden Inhalten geeinigt:

  • Gehaltserhöhung 2,0 % ab 01.04.2017
  • Gehaltserhöhung 2,4 % ab 01.01.2018
  • Die Gehaltserhöhungen gelten auch für die Beschäftigten im Vertrieb!
  • Erhöhung der Auszubildendenvergütungen:
    80 € ab 01.04.2017 sowie
    Erhöhungen 2,0 % zum 01.04.2017 und
    2,4 % zum 01.01.2018
  • Laufzeit bis zum 31.12.2018

Der Gehaltstarifvertrag kam nach langen, schwierigen Verhandlungen zustande. Erinnern wir uns: Das erste Arbeitgeberangebot lautete: Gehaltserhöhung von 0,7 % für 12 Monate! Schritt für Schritt schafften wir es, das Angebot der Arbeitgeber auf ein Niveau zu schrauben, das im Rahmen des Abschlusses öffentlicher Dienst und anderer gesetzlicher Krankenkassen liegt.

Für die DHV-Tarifkommission ist wichtig: Der Tarifabschluss bedeutet einen kräftigen Gehaltszuwachs  für die Beschäftigten! Er liegt deutlich über den Abschlüssen der vergangenen Jahre!

Erfreulich ist die überdurchschnittliche Erhöhung der Auszubildendenvergütungen, die die Attraktivität Ausbildung bei der KKH deutlich steigern.

Die Gehaltstarifverhandlungen sind abgeschlossen, die Verhandlungen gehen aber weiter!

Am 05.05.2017 nehmen DHV und KKH Arbeitsgruppengespräche zur von der Arbeitgeberseite gewünschten Überarbeitung der betrieblichen Altersversorgung (Anlage 7) auf. Die DHV geht mit der Maßgabe in die Gespräche, hart für die Errungenschaften der Anlage 7 zu kämpfen.

DAK-Gesundheit: Tarifverhandlungen - Fahrplan - Arbeitsprogramm -Gemeinsam sind wir stark-

20. März 2017

Die DHV-Bundesbetriebsgruppe DAK-Gesundheit hat sich in den letzten Monaten mit Veröffentlichungen zurückgehalten. Wir haben die Umsetzung des Tarifvertrages zur sozialverträglichen Begleitung der Organisationsveränderungen begleitet und unseren Mitgliedern Rechtsberatung und auch Rechtsschutz gewährt.

Der Vorstand der DAK-Gesundheit hat sich neu aufgestellt, der Zuschnitt der Ressorts ist abgeschlossen. Erst zur Mitte diesen Jahres erfolgt noch der Übergang der Personalzuständigkeit von Herrn Storm auf Herrn Hessabi.

Zum 30. September 2017 kann und wird der Gehaltstarifvertrag gekündigt werden, um in die erste Tarifverhandlung unter der Leitung von Herrn Hessabi einzusteigen.

Die DHV-Tarifkommission bereitet sich intensiv auf die anstehenden Verhandlungen vor. DHV-Vertrauensleute und die Bundesbetriebsgruppe DAK-Gesundheit beteiligen sich an den Vorberatungen und Vorbereitungen.

Im Juli 2015 ist das Tarifeinheitsgesetz verabschiedet worden. Es wurden diverse Verfassungsbeschwerden  gegen dieses Gesetz eingereicht und derzeit verhandelt.
Selbst wenn das Gesetz gelten sollte, besteht für alle im Hause der DAK-Gesundheit vertretenen Gewerkschaften das Recht auf Tarifverhandlungen.

Die Gewerkschaften sollten sich nicht gegeneinander ausspielen oder gegeneinander ausspielen lassen. Gemeinsam Verhandeln und Gestalten führt zu besseren Ergebnissen - für die Beschäftigten! Deshalb: Wir laden alle Gewerkschaften im Interesse der Beschäftigten zu gemeinsamen Tarifverhandlungen ein.  

Die DHV Bundesbetriebsgruppe DAK-Gesundheit hat derzeit diverse Punkte auf der Tagesordnung:

  • Begleitung der noch folgenden Organisationsveränderungen - „Härten“ minimieren.
  • Schutz vor Überlastung der „verbliebenen“ Beschäftigten.
  • Tarifvertrag zur Förderung der Gesundheit der Beschäftigten.
  • Tarifvertrag Demografische Entwicklung der DAK-Gesundheit Belegschaft.
  • Angemessene Gehaltserhöhung.
  • Verhandlung der Eingruppierung für neue Tätigkeiten seit ProDAK.
  • Sicherung des Eingruppierungsniveaus.
  • Erhalt des Weihnachtsgeldes.
  • Verteidigung von Besitzständen.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Dann sprechen Sie Ihre DHV-Vertrauensleute vor Ort an.

Auftakt Gehaltstarifverhandlungen bei der KKH: Inakzeptables Arbeitgeberangebot

03.02.2017

Am 1.Januar 2017 fand die erste Verhandlungsrunde statt. Der Auftakt der Tarifverhandlungen war geprägt von einer kontroversen Diskussion über die Frage der Verknüpfung des Themas betriebliche Altersversorgung mit den Gehaltstarifverhandlungen.

Die DHV-Verhandlungskommission brachte ihre Position deutlich zum Ausdruck: Die KKH-Mitarbeiter/innen dürfen von der allgemeinen Tarifentwicklung nicht weiter abgekoppelt werden! Die seit Jahren erbrachten guten Leistungen der Beschäftigten müssen sich  endlich in einer angemessenen Gehaltsentwicklung wieder finden. Der DHV-Vertreter im HPR, Ronny Teubert, verdeutlichte anhand einer Grafik, dass ein großer Nachholbedarf besteht. Im Gesamtvergleich der Sozialversicherung haben sich im Zeitraum von 2011-2016 die Gehälter aller KKH-Mitarbeiter/innen deutlich unterdurchschnittlich entwickelt. Z.B. hat sich der Abstand der Endstufe der VG 6 zur Beitragsbemessungsgrenze (KV-beitragsfreier Anteil) von jährlich fast 4.000 € auf nur noch rund 1.500 € verringert, während im Branchendurchschnitt der Abstand zur Beitragsbemessungsgrenze nicht nur gewahrt, sondern sogar leicht ausgebaut werden konnte.

In seinem Eingangsstatement bekannte sich das Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Vollert zwar zu der Notwendigkeit, den Beschäftigten der KKH eine angemessene Gehaltserhöhung zu zahlen. Die Arbeitgeberseite wurde aber mit ihrer Verhandlungsführung diesem Bekenntnis nicht gerecht. Denn: Das erste Arbeitgeberangebot lautete: Gehaltserhöhung von 0,7 % für 12 Monate!

Weitergehende Zugeständnisse wollte die Arbeitgeberseite mit dem Thema betriebliche Altersversorgung verknüpfen. Eine etwaige zusätzliche Steigerung sollte als Sanierungsbeitrag in die betriebliche Altersversorgung fließen. Die Arbeitgeberseite sieht dringenden Handlungsbedarf und fordert die Aufnahme von Verhandlungen zu Veränderungen an der Anlage 7 (betriebliche Altersversorgung).

Die DHV-Verhandlungskommission lehnte das erste Arbeitgeberangebot als vollkommen unzumutbar ab. Sie brachte darüber hinaus deutlich zum Ausdruck, dass die Gehaltstarifverhandlungen nicht mit dem schwierigen Thema Änderungen bei der betrieblichen Altersversorge überfrachtet werden dürfen. Die KKH-Mitarbeiter/innen erwarten eine schnelle Einigung auf einen neuen Gehaltstarifvertrag! Die von der Arbeitgeberseite gewünschten Veränderungen in der betrieblichen Altersversorgung ist aber ein komplexes Thema, das nicht in ein paar Wochen abgehakt werden kann.

Die klare Haltung der DHV-Verhandlungskommission veranlasste die Arbeitgeberseite, ihre Verhandlungsstrategie der Verknüpfung der Themen Gehalt und betriebliche Altersversorgung zu überdenken und ihr erstes Angebot nachzubessern. Das zweite Arbeitgeberangebot lautete:

1,0 % Gehaltserhöhung für 8 Monate!

Bedingung für das zweite Arbeitgeberangebot ist, unmittelbar nach dem Gehaltstarifabschluss in Verhandlungen über Änderungen in der Anlage 7 (betriebliche Altersversorgung) zu treten.  

Die DHV-Verhandlungskommission wies auch das zweite Arbeitgeberangebot als nicht akzeptabel zurück. Immerhin hat aber die Arbeitgeberseite von ihrer Forderung nach Verknüpfung der betrieblichen Altersversorgung mit dem Thema Gehalt Abstand genommen, so dass die Voraussetzungen für die Fortführung der Gehaltstarifverhandlungen gegeben sind. Nächster Verhandlungstermin ist am 1.März 2017.

In der Verhandlungskommission sind:
Armin Arbinger, Beitrags- und Forderungszentrum Frankfurt
Holger Schreiber, Vertragszentrum Halle/Saale
Frank Stelzer, Beitrags- und Forderungszentrum Berlin
Ronny Teubert, Vertragszentrum Halle/Saale
Wolfgang Wilbert, Vertrieb Köln

 

KKH Vertrieb: Neue Vergütungsregelungen für Gebietsleiter

14.12.2016

Nach schwierigen, langen Verhandlungen konnten sich DHV und KKH auf eine neue Vergütungsregelung ab 01.01.2017 für die Gebietsleiter im Vertrieb einigen.

Folgende wichtige Änderungen wurden vereinbart:

  • Anhebung der garantierten Grundvergütung; Einführung einer zweiten Stufe der garantierten Grundvergütung
    Zusätzliche zur garantierten Grundvergütung von derzeit 2.426,02 € wird eine zweite garantierte Stufe in Höhe von 80 % der Zielerreichung eingeführt, Das entspricht einer monatlichen garantierten Grundvergütung in Höhe von derzeit 3.050 €. Diese Vergütung erhalten die Gebietsleiter, die zwei Jahre nacheinander ihre Ziele zu mindestens 100 % erreicht haben. Die erhöhte garantierte Grundvergütung wird auch dann gezahlt, wenn die Gebietsleiter in ihrer Zielerreichung unter 100 % liegen.
  • Die Vertriebsprämien bis zu einem Zielerreichungsgrad von 100 % werden entsprechend der zukünftigen Gehaltserhöhungen angepasst.
    Bislang war die Anpassung aller Prämien ein von der Erhöhung der Grundvergütung gesondertes Thema der Gehaltstarifverhandlungen.
  • Kontinuität beim Gehalt durch Abschlagszahlungen
    Gebietsleiter und Regionalleiter vereinbaren Abschlagszahlungen als Vorschuss auf die zu erwartenden Prämien. Die Höhe der Abschlagszahlungen orientiert sich am Zielerreichungsgrad des Vorjahrs und ist monatlich immer gleich.
  • Feste Zulagenzahlungen für besondere Aufgaben
    50 € monatlich werden für die Betreuung von neuen Gebietsleitern, 200 € monatlich werden für die Betreuung von Auszubildenden gezahlt.
  • Möglichkeit der Vereinbarung von weiteren Zielen neben den Neuaufnahmen
    Der Beirat kann neben den Neuaufnahmen weitere Vertriebsziele vereinbaren. Diese müssen transparent, eindeutig und bewertbar sein.

Die DHV-Tarifkommission hatte im einjährigen Verhandlungsprozess von Dezember 2015 an bis zum Schluss für eine Integration der Gebietsleiter in die Anlage 5 bzw. für eine dritte garantierte Grundvergütung gekämpft. Der Kompromiss ist dennoch akzeptabel, da er den Gebietsleitern vor allem mehr Kontinuität bei den Gehaltszahlungen bietet und die Vertriebsprämien bis zu einem Zielerreichungsgrad von 100 % entsprechend der Gehaltserhöhungen angepasst werden. Damit werden zwei wesentliche Nachteile der alten Regelung korrigiert. Die Rückmeldungen, die uns aus dem Vertrieb erreicht hatten, haben uns maßgeblich zum Abschluss bewegt.

Garantierte Grundvergütung    Stufe 1: 2.426,02 €
  Stufe 2 (nach 2 Jahren mit mindestens 100 % Zielerreichung: 3.050 € (= 80 % Zielerreichung)
Vor dem 01.01.2017 eingestellte Gebietsleiter    Erhalten ab 2017 die höhere garantierte Erfolgsvergütung, wenn sie die Voraussetzung 2 Jahre mit mindestens 100 % Zielerreichung erfüllt haben.
Vertriebsprämien   Stufe 1 (bis 100 % ZEG): max. 9.359,65 € jährlich
  Stufe 2 (über 100 % - 150 % ZEG): max. 20.264,91 € jährlich
  Stufe 3 (über 150 % - 250 % ZEG): max 19.000 € jährlich
Abschlagszahlungen auf die  Vertriebsprämien   Monatliche Vorschusszahlungen auf Grundlage einer Vereinbarung des Gebietsleiters mit dem Regionalleiter. Maximale Höhe: 10 % über dem Zielerreichungsgrad (ZEG) des Vorjahres. Liegt der ZEG um mindestens 10 %-Punkte   niedriger als der ZEG, der für die Abschlagszahlungen zugrunde gelegt wurde, kann die/der RegionalleiterIn diese einseitig zum nächsten. Abrechnungsmonat absenken. Die Anpassung darf den kumulierten ZEG des jeweiligen   Überprüfungszeitraumes nicht unterschreiten, es sei denn die/der GebietsleiterIn ist damit einverstanden.
  Vertriebsprämien werden mit der Jahresabschlussrechnung ausgezahlt. Überzahlungen werden mit künftigen Abschlagszahlungen und ggf. mit künftigen Vertriebsprämien, der Erfolgszulage nach § 16 MTV und der Sonderzahlung  nach § 23 MTV verrechnet.  
Vertriebsziele   Der Beirat legt wie bisher die Vertriebsziele für das Folgejahr fest. Erweiterung des Zielekatalogs: Neuaufnahmeziele, Bestandsziele, Strukturziele. Die Informations- und Mitbestimmungsrechte des Hauptpersonalrates sind zu beachten.
Zulagen für besondere Aufgaben   Stufe 1 (Betreuung neuer Gebietsleiter): 50 € monatlich
  Stufe 2 (Betreuung von Auszubildenden): 200 €monatlich

Die Arbeit geht weiter! Im nächsten Jahr stehen die Gehaltstarifverhandlungen an. Die DHV-Tarifkommission wird sich auch für eine angemessene Erhöhung der Gehälter der Gebietsleiter einsetzen!

DAK-Gesundheit: Tarifvertrag nachverhandelt

8.September 2016

Die jetzt nachverhandelte tarifliche Regelung ermöglicht die Beurlaubung für weitere 400 MAK im Sinne des § 5 Tarifvertrag zur sozialverträglichen Begleitung der Organisationsänderungen bis 2018 durch personalwirtschaftliche Maßnahmen. Insgesamt dürfen nun 1.100 MAK (Die Personen werden nur mit der jeweiligen Teilzeit angerechnet) bis zum 31.12.2018 in die Beurlaubung gehen.
Zusätzlich zu diesen 1.100 MAK dürfen weiterhin auch Personen in die Beurlaubung gehen, die vom § 8 Absatz 2 Anlage 12 zum DAK-Gesundheit Tarifvertrag erfasst werden.

Mit der nachverhandelten Regelung verbunden ist auch eine Erweiterung des § 6 des oben genannten Tarifvertrages: Auch für die Kalenderjahre 2019 und 2020 können sich die Beschäftigten frei entscheiden einen Antrag auf Umwandlung der Sonderzahlung nach §21 DAK-Gesundheit TV (Weihnachtsgeld) in freie Tage zu stellen. Anträge sind bis zum 31.12. des Jahres vor dem jeweiligen Anspruchsjahres zu stellen. Der Antrag bedarf keiner Genehmigung.

Bereits heute steht fest, dass die neue Höchstzahl 1.100 MAK erreicht ist!
Damit können aufgetretene rechtliche Fehler der DAK-Gesundheit bei der Anwendung der ursprünglich vereinbarten Regelung (Begrenzung Beurlaubung auf 700 MAK) nicht komplett beseitigt werden. Sofern DHV Mitglieder eine schriftliche Ablehnung auf Beurlaubung erhalten, bietet die DHV daher Rechtsberatung und ggf. auch Rechtsschutz an.

Kolleginnen/Kollegen, die eine Ablehnung erhalten, senden bitte eine Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
In dieser Mail bitte eine Rufnummer und ein Zeitfenster für den Rückruf notieren!     
Bei der rechtlichen Prüfung werden wir schauen, ob der Arbeitgeber in dem Einzelfall den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz eingehalten hat.

Bitte daher folgende Informationen ebenfalls in der E-Mail mitteilen:

  • Wann und wie wurde das Interesse an einer Beurlaubung geäußert?
  • Wurde und ggf. wann wurde eine aktuelle Rentenauskunft an den Arbeitgeber gesendet?
  • Wann und ggf. wie erhielten Sie die schriftliche Auskunft von Seiten der DAK über die Höhe des Basisbudgets?
  • Wann und ggf. wie haben Sie die Erklärung abgegeben, dass Sie eine Beurlaubungsvereinbarung schließen wollen?
  • Bitte der Mail möglichst das Ablehnungsschreiben beifügen.

In den nächsten Tagen wird die Personalabteilung beginnen Verträge bzw. Ablehnungen zu versenden. Der Versand der Verträge wird 3 Wochen in Anspruch nehmen. Bitte nicht kurzfristig nachfragen, die Bearbeitung erfolgt dadurch nicht schneller.

Weiterhin ist völlig unklar, wie die verbleibenden Beschäftigten der DAK-Gesundheit nach der Reduzierung die anfallende Arbeit schaffen sollen. Insbesondere die wohl anfallende Mehrarbeit nach Einführung von ISKV muss ja auch erledigt werden. Ganz zu schweigen von der erheblichen Vernichtung von Wissen durch weitere Spezialisierung und dem enormen Schulungsbedarf bei Schaffung neuer Strukturen wie zum Beispiel Fachzentren für bestimmte Leistungen.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Dann sprechen Sie Ihre DHV-Vertrauensleute vor Ort an.

DAK-Gesundheit: Schnelle Einigung – Handwerklich gut?

29. Juni 2016

Die DHV hat den Tarifvertrag fristgemäß zum 31.07.2016 gekündigt und hat den Arbeitgeber zu Gesprächen und Verhandlungen aufgefordert.

Bevor Gespräche über die berechtigten Forderungen der DHV-Mitglieder aufgenommen werden konnten preschte verdi, die mitgliederstärkste Gewerkschaft bei der DAK-Gesundheit, vor und präsentierte am 28.06.2016 bereits einen Tarifabschluss, nachdem deren erster Verhandlungstermin am 21.06.2016 stattgefunden hatte.

Innerhalb nur einer Woche wurde mit dem Arbeitgeber ein „Gesamtpaket“ verhandelt.
Im Ergebnis steht eine moderate Gehaltserhöhung, die unter dem Niveau vergleichbarer Krankenkassen liegt. Bei jetzt 13 Monaten Laufzeit ergeben sich 1,8% Erhöhung. Außerdem wurden „flankierende Maßnahmen zum Personalabbau“ vereinbart.

Die jetzt gefundene tarifliche Regelung ermöglicht einem weiteren Personenkreis (über 55jährige) eine Beurlaubung mit 62 bis 70 % der Bezüge. Neu ist, dass diese Personen abschlagsfrei in Rente gehen können. So weit, so gut. Entscheidend ist aber, ob die Beschäftigten auf Wunsch Ihren Anspruch auch nutzen dürfen oder ob der Arbeitgeber weiterhin nach „Gutsherrenart“ entscheiden kann, wer gehen darf.
Gleiches gilt für die Angebote zur Teilzeit und zu den Abfindungslösungen.

Auch wurde die Verhandlungsrunde scheinbar nicht genutzt, von der Arbeitgeberseite ein vollständiges Organisationskonzept und ein vollständiges Personalkonzept für den angekündigten Abbau der 1600 Mitarbeiterkapazitäten einzufordern.

Weiterhin ist völlig unklar, wie die verbleibenden Beschäftigten der DAK-Gesundheit nach der Reduzierung die anfallende Arbeit schaffen sollen. Insbesondere die wohl anfallende Mehrarbeit nach Einführung von 21c muss ja auch erledigt werden. Ganz zu schweigen von der erheblichen Vernichtung von Wissen durch weitere Spezialisierung und dem enormen Schulungsbedarf bei Schaffung neuer Strukturen wie zum Beispiel Fachzentren für bestimmte Leistungen.

Die derzeit größte Gewerkschaft im Hause der DAK-Gesundheit hat Fakten geschaffen.
Die Tarifkommission der DHV wird den angebotenen Tarifvertrag prüfen und entscheiden.

Im Tarifvertrag wird eine Regelung der Anlage 12 zum Angebot einer Stelle bei Zusammenlegung einer Außenstelle mit der Stammdienststelle klargestellt. Dies ist zu begrüßen.

Unabhängig davon fordern wir den Arbeitgeber auf, umgehend mit den Gewerkschaften und dem Personalrat zu den Themen der Organisation und des Personals über ein Gesamtkonzept zu spre-chen und zu verhandeln. Denn erst wenn das Gesamtkonzept vorliegt kann die Verteilung der ver-bleibenden Stellen entsprechend der Anlage 12 und der jetzt erfolgten Klarstellung erfolgen.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Dann sprechen Sie Ihre DHV-Vertrauensleute vor Ort an.

DAK-Gesundheit: Vorlage eines Gesamtkonzeptes gefordert!

21. Juni 2016

Am 1. Juni.2016 informierte der Vorstand der DAK-Gesundheit die Beschäftigten über sein Ziel bis 2018 rund 1600 Mitarbeiterkapazitäten abzubauen. Zusätzlich sei eine weitere und nachhaltige Konsolidierung der Organisationsstruktur erforderlich. Betriebsbedingte Kündigungen seien nicht auszuschließen, stellen für den Vorstand aber das letzte Mittel dar.

Wir haben deutlich zum Ausdruck gebracht, dass der Vorstand Gesetze und Tarifverträge (z.B. Anlage 12 zum DAK-TV) zwingend beachten muss. Die DHV fordert seit Rosenmontag ein Gesamtkonzept vom Vorstand.

Die am Rosenmontag bereits verkündeten RGZ Veränderungen hat der Vorstand erst einmal zurückge-stellt. Es werde nochmals organisatorisch geprüft. Angestrebt sei eine weitere fachliche Spezialisierung der RGZ. Sollen die RGZ zu Fachzentren werden?

Die Signale, dass die Organisationsentscheidungen überdacht werden hörten sich zunächst vernünftig an.
Allerdings müssen wir heute feststellen, dass es weiterhin kein Gesamtkonzept Organisation und auch kein Personalkonzept gibt.

Ohne Gesamtkonzept verkündet der Vorstand nun Stück für Stück Veränderungsbausteine:

  • Obwohl über die RGZ erst noch entschieden werden soll werden vier Geschäftsgebiete fixiert.
  • Erste Veränderungen werden auch in der FZMB Struktur, bei den Vertragsgebieten, den Vertriebsgebieten, den Geschäftsgebieten und im Vertrieb bereits eingeleitet.
  • Mit Veröffentlichung vom 01.06.2016 hat der Vorstand darüber hinaus mitgeteilt, dass auch die Zentrale, AHFZ, HKZ, FZR und FZS überprüft werden sollen.

Eine solche Verfahrensweise kann man nur als Stückwerk bezeichnen!

Die DHV fordert vom Vorstand der DAK-Gesundheit die Vorlage des vollständigen Organisationskonzeptes für den angekündigten Abbau der 1600 Mitarbeiterkapazitäten!

Die DHV fordert vom Vorstand der DAK-Gesundheit die Vorlage des vollständigen Personalkonzeptes für den angekündigten Abbau der 1600 Mitarbeiterkapazitäten!

Die DHV fordert den Vorstand der DAK-Gesundheit auf die „Taktik des Stückwerkes“ zu beenden.

Alle Beschäftigte, nicht nur die Führungskräfte der Geschäftsgebiete und der Vertriebsgebiete haben ein Recht auf Klarheit und vor allem ein Recht auf eine rechtmäßige Verteilung der im
Unternehmen verbleibenden freien Arbeitsplätze!