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BARMER GEK: Tarifverhandlungen zur Eingruppierung

Am 23.09.2014 führten DHV und Arbeitgeber die Tarifverhandlungen zur Eingruppierung fort.

Seit Dezember 2012 laufen bereits die Eingruppierungstarifverhandlungen. Sie wurden im Herbst 2013 wegen der geplanten Umstrukturierungen unterbrochen. Nach dem Abschluss des Tarifvertrages zur Begleitung des Projekts „aufbruch“ haben DHV und BARMER GEK die Tarifverhandlungen wieder aufgenommen. Es erfolgte ein Neustart der Verhandlungen, da sich im Zuge des Projekts „aufbruch“ die Stellenprofile und die Struktur der Dienststellen komplett verändern werden
    
Die erste Verhandlungsrunde nach dem Neustart fand am 15.08.2014 in Wuppertal statt. In diesem Auftakttermin tauschten beide Seite grundsätzliche Positionen aus. Die Arbeitgeberseite brachte ihren Willen zu einem zügigen Abschluss – am liebsten noch vor dem Start der Umsetzungsphase in der ersten Region Ende diesen Jahres – zum Ausdruck. Die DHV-Verhandlungskommission brachte die Auffassung zum Ausdruck, dass eine gründliche Verhandlung der Details, insbesondere zum Besitzstand, Vorrang vor dem Interesse an einem zügigen Abschluss haben müsse. Um dem Arbeitgeberwunsch zu entsprechen hätten die Verhandlungen früher starten müssen. Insbesondere hätte die Arbeitgeberseite die Verhandlungsunterlagen nicht erst wenige Tage vor dem Auftakttermin, sondern - wie ursprünglich im März diesen Jahres versprochen – im Frühjahr liefern müssen.

Thema der Verhandlung am 23.09.2014 waren die Eingruppierungsvorstellungen der Arbeitgeber zu den Stellen in der Geschäftsstellenstruktur. Hier zeigten sich, dass die Vorstellungen von DHV und Arbeitgeber noch weit auseinanderliegen. Ein Kompromiss ist so schnell nicht in Sichtweite, schon gar nicht vor dem Beginn der Umsetzungsphase des Projekts „aufbruch“ im November.2014. Klar Position bezog die DHV in der Besitzstandsfrage:

  • Kein/e Beschäftigte/r darf durch den Abschluss des neuen Eingruppierungstarifvertrages schlechter stehen!
  • Es muss ein umfassender Besitzstand gelten, d.h. kein allmähliches Abschmelzen von tariflichen Standards nach Inkrafttreten des neuen Tarifvertrages!
  • Die Beschäftigten mit Besitzstand müssen auch zukünftig an Gehaltssteigerungen teilhaben!

Die Arbeitgeberseite verwies darauf, dass im Tarifvertrag zur Begleitung des Projekts „aufbruch“ eine umfassende Vergütungssicherung geregelt ist. Unsere Forderung, dass sich ein vollumfänglicher Besitzstand auf alle Beschäftigten in der heutigen Eingruppierungswelt erstrecken soll, deren Tätigkeit im neuen Tarifvertrag niedriger als bisher vergütet werden würde, fasste die Arbeitgeberseite als weitergehende Forderung auf, die zunächst intern beraten werden muss.

Ein neuer Verhandlungstermin wurde für den 27.10.2014 vereinbart. Thema dieser Verhandlung soll u.a. die Eingruppierung der Beschäftigten in der Hauptverwaltung sein. Von der rechtzeitigen Lieferung der Verhandlungsunterlagen hängt es ab, ob der Termin stattfindet. Auf jeden Fall verhandeln DHV und BARMER GEK am 04.12.2014.