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Hauptpersonalratswahl KKH: DHV-Position gestärkt

Die DHV konnte bei der Hauptpersonalratswahl KKH ihren Sitz erfolgreich verteidigen und ihre Position in diesem Gremium stärken.
Die DHV-Liste mit dem Motto „DHV – Da sein. Handeln. Verstehen“ vereinigte 215 Stimmen auf sich. Das entspricht einem prozentualen Stimmenergebnis von rund 8 %. Im Vergleich zur letzten Hauptpersonalratswahl 2012 bedeutet dies einen Zuwachs von 34 Stimmen. Angesichts der jüngsten Umstrukturierung mit dem damit verbundenen Stellenabbau ist die Steigerung der absoluten Zahl der Stimmen bemerkenswert.
Wiedergewählt wurde unser Spitzenkandidat Ronny Teubert aus Halle. Er wurde auch auf der konstituierenden Sitzung des Hauptpersonalrates (HPR) am 9. Mai 2016 in den wichtigsten Ausschuss, dem Personalausschuss, gewählt. Damit ist der Einfluss der DHV im Hauptpersonalrat deutlich gestärkt.
Bemerkenswert ist, dass die verdi-Dominanz im HPR der KKH gebrochen ist. Bei der Wahl hatte verdi nur 8 von 17 Sitzen errungen und damit ihre jahrzehntelange Mehrheit eingebüßt. Auf der konstituierenden HPR-Sitzung setzte sich bei der Wahl zum Vorsitzenden der Kandidat der GdS, Peter Schuster, mit Unterstützung der DHV gegen die verdi-Kandidatin durch. Mit dieser Zäsur ist im HPR der KKH eine neue Zeit angebrochen.
Die DHV bedankt sich bei den Kandidatinnen und Kandidaten der DHV-Liste für ihren engagierten Wahlkampf und für das gute Ergebnis. Dem gewählten DHV-Vertreter im HPR, Ronny Teubert, beglückwünscht die DHV zu seiner Wahl und wünscht ihm viel Erfolg für die Arbeit in dem wichtigsten Mitbestimmungsgremium der KKH.

BARMER GEK: Verhandlungsergebnis erzielt – Themen bleiben auf der Tagesordnung

11.04.2016

In der Verhandlung am 08.04.2016 in Wuppertal konnten sich DHV und Arbeitgeberin auf ein Verhandlungsergebnis einigen, das einer Erklärungsfrist bis zum 03.05.2016 unterliegt:

  • Erhöhung der Tabellenentgelte und der Aufrückungszulagen:
    • 2,7 % rückwirkend zum 01.02.2016
    • 1,8 % ab 01.04.2017
  • Erhöhung der Auszubildendenvergütungen:
    • 60 €  rückwirkend zum 01.02.2016
    • 1,8 % ab 01.04.2017
  • Einmalzahlung im Mai 2017:
    • 300 € für Beschäftigte, die am 01.03.2017 bei der BARMER GEK beschäftigt sind. Teilzeitbeschäftigte und in Altersteilzeit Beschäftigte erhalten die Einmalzahlung anteilig.
    • 100 € für Auszubildende
  • Laufzeit bis zum 31.01.2018

Die DHV-Verhandlungskommission bewertet das Verhandlungsergebnis als tragfähigen Kompromiss. Insbesondere die erste Gehaltserhöhung liegt deutlich über der Inflationsrate. Auch die überdurchschnittliche Erhöhung der Auszubildendenvergütungen bewertet die DHV-Verhandlungskommission positiv. In der Verhandlung schlug die DHV-Verhandlungskommission vor, anstatt der Einmalzahlung die zweite lineare Gehaltserhöhung zusätzlich um einen festen Betrag zu erhöhen. Eine versorgungsfähige und zusatzversicherungspflichtige Erhöhung des Sockelbetrages der Tabellenentgelte um z. B. 30 € monatlich hätte gerade für die unteren Gehaltsgruppen eine deutlich bessere soziale Komponente dargestellt als die Einmalzahlung von 300 €. Die Arbeitgeberin lehnte aber den Vorschlag der DHV-Verhandlungskommission unter Bezugnahme auf den mit ver.di getroffenen Kompromiss ab. Sie war nicht bereit, mit der DHV eine höhere lineare Gehaltserhöhung oder eine weitergehende Anhebung des Sockelbetrags auszuhandeln, da damit aus Sicht der Arbeitgeberin die Grenze der Belastbarkeit überschritten worden wäre.

Weitere wichtige Themen bleiben auf der Tagesordnung:

  • Die Arbeitgeberin war zwar nicht bereit, im Zuge des Gehaltstarifabschlusses eine Regelung zur Altersteilzeit zu treffen. Sie ist aber bereit, im Zuge der Fusion mit der Deutschen BKK auch über das Thema Altersteilzeit zu sprechen. Die DHV-Forderung nach Erweiterung des Altersteilzeittarifvertrages auch auf nach dem 31.12.1959 geborene Beschäftigte bleibt damit weiter auf der Agenda.
  • DHV und Arbeitgeberin haben vereinbart, in diesem Jahr Gespräche über mögliche Maßnahmen zur Förderung von Privatleben und Beruf und zur Förderung der Gesunderhaltung der Beschäftigten zu führen.
  • DHV und Arbeitgeberin sind sich einig, den TV „aufbruch“ im Hinblick auf die bevorstehende Fusion mit der Deutschen BKK auf Anpassungsbedarf zu überprüfen.
  • Offen ist auch noch die Eingruppierung der IT-Beschäftigten.

DAK-Gesundheit: Schneller Schnitt und dann weiter im Tagesgeschäft? Fakten auf den Tisch - sinnvolle, sozialverträgliche Lösungen suchen!

10. März 2016

Vorstand und Geschäftsleitung haben derzeit großes Interesse an den Reaktionen der Beschäftigten der DAK-Gesundheit nach der Verkündung der ersten Welle der Schließungen. Vermutlich haben diese Herren die Hoffnung, dass die Betroffenen klaglos und still das Unternehmen verlassen und sich andere Jobs suchen. So werden „Abfindungen gespart“, und es gibt kaum Auswirkungen auf das Tagesgeschäft sowie auf die weiteren Beschäftigten. Schneller Schnitt und dann weiter im Tagesgeschäft…?

DHV hilft und zeigt die Realität auf:
 
Vertrauen zerstört – Wurde der Verhandlungspartner HPR von der Kassenführung bereits bei der Verbundbildung der RGZ wissentlich und mit voller Absicht getäuscht? Stand nicht bereits bei Verbundbildung der „nächste Schritt“ fest ?  

Existenzangst - Den Beschäftigten, die von der ersten Welle der Schließungen betroffen sind, wurde am Rosenmontag der Boden unter den Füßen weggezogen. Unbesehen ihres unermüdlichen Einsatzes und ihrer Leistung unter schwierigsten Bedingungen für die DAK-Gesundheit werden diese Kolleginnen und Kollegen massiv unter Druck gesetzt.

Demotivation und Angst – entgegen den Erwartungen der Geschäftsleitung leiden inzwischen nicht nur die derzeit von der ersten Schließungswelle Betroffenen. Die große Verunsicherung der Kolleginnen und Kollegen anderer Dienststellen und Stränge (ZURZEIT NICHT-Betroffene) lähmt die gesamte DAK-Gesundheit. Spekulationen kursieren, dass diese eingeleiteten Maßnahmen erst der Anfang sein werden. Die Art und Weise sowie die Brutalität im Umgang mit den Betroffenen macht sprachlos und zerstört das Urvertrauen in den Arbeitgeber.

In einer Zeit, in der die Beschäftigten mit bewundernswertem Einsatz gegen die Folgen des von Vorstand und Verwaltungsrat beschlossenen Beitragssatzes kämpfen, genau in dieser Zeit erfolgt die massive Bedrohung der beruflichen Existenz.
In einer Zeit, in der 2/3 des Vorstandes einen (vermutlich sozialverträglichen) „Abgang“ planen soll den Beschäftigten Sozialverträglichkeit vorenthalten werden.

Die aktuelle soziale Inkompetenz wird getoppt durch instabile Arbeitsmittel und IT-Systeme, die mehr Probleme schaffen als lösen. „Sinnfreie“ Arbeitsverlagerungen, mit denen vermeintlich Geld zu sparen ist, wie z.B. Härtefallbearbeitung in den FZMB, zeugen von reiner Hilflosigkeit.
 
Das Personal vertritt nicht nur die DAK-Gesundheit nach außen, das Personal  ist  die Marke DAK-Gesundheit! Wer beim Preiswettbewerb nicht mithalten kann, wird nur überleben, wenn er etwas Besonderes vorzuweisen hat. Das Besondere der DAK-Gesundheit wird geprägt durch die motivierten und kreativen Beschäftigten. Ohne leistungsfähige Beschäftigte, die frei von Existenzängsten sind, ist die DAK-Gesundheit  n i c h t s und in ihrer Existenz gefährdet!


Die DHV-Bundesbetriebsgruppe fordert den Vorstand auf, gemeinsam mit den Personalräten und allen Gewerkschaften nach tragfähigen Lösungen zu suchen.

Der eingeschlagene Weg ist falsch. Ein Überdenken der angestoßenen Maßnahmen durch den Vorstand ist zwingend notwendig.

Die derzeit aufgezeigten Maßnahmen sind für die DHV Bundesbetriebsgruppe keine Lösung. Mit uns ist dieser Weg nicht zu machen!

Unsere Forderung an den Vorstand:
Bitte beenden Sie die Verunsicherung, Demotivation und Verängstigung der Beschäftigten der DAK-Gesundheit und beginnen Sie mit der Aufnahme von zielorientierten Gesprächen!

Es ist Zeit, ein Zeichen zu setzen!

Die DHV hat fristgemäß den Gehaltstarifvertrag zum 31.07.2016 gekündigt.

An diesem Tag endet dann auch die Friedenspflicht, sofern keine tarifvertragliche Einigung mit den Gewerkschaften erzielt worden ist.

KKH: Vertriebsvergütung - Keine Beschäftigten zweiter Klasse!

04.03.201

Am 1.März 2016 fand in Hannover die zweite Arbeitsgruppensitzung zur Überarbeitung der Vertriebsvergütung statt. DHV und KKH hatten im Tarifabschluss 2015 vereinbart, die Vertriebsvergütung auf den Prüfstand zu stellen.

Die DHV hatte 2008 mit großen Bedenken der neuen Vertriebsvergütung zugestimmt. Die DHV-Tarifkommission sah insbesondere kritisch, dass die Vertriebsvergütung nicht mehr in die Vergütungsgruppensystematik der Anlage 5 eingeordnet wird, sondern die Beschäftigten eine variable Vergütung mit einer niedrigen garantierten Grundvergütung erhalten. Die Zweifel der DHV-Tarifkommission in 2008 an der von der Kasse erhofften positiven Steuerungswirkung haben sich leider bewahrheitet: Die neue Vertriebsvergütung hat nicht den erhofften Schub für die Entwicklung des Mitgliederbestandes der Kasse gebracht. Dafür hat sie zu Unmut unter den neuen Beschäftigten im Vertrieb geführt, die sich als Beschäftigte zweiter Klasse sehen, da sie insbesondere bei den Berufsjahressteigerungen der Anlage 5 außen vor bleiben und im Vergleich zu anderen Beschäftigten ihr Gehalt großen monatlichen Schwankungen unterworfen ist. Die Motivation der neuen Beschäftigten im Vertrieb leidet unter dieser Ungleichbehandlung.

Die DHV-Vertreter in der Arbeitsgruppe machten daher in der Sitzung deutlich:

Die Beschäftigten im Vertrieb dürfen nicht wie Beschäftigte zweiter Klasse behandelt werden.

Die DHV fordert daher:

  • Eingruppierung der Beschäftigten in die Vergütungsgruppensystematik der Anlage 5!
  • Verhandlung eines Tarifvertrages zur erfolgsorientierten Vergütung on top!

Die Arbeitgeberseite dagegen möchte an der geltenden Vertriebsvergütung weiter festhalten. Sie will die Grundvergütung aufstocken und eine Seniorvergütung einführen: die Gebietsleiter, die über einen Zeitraum von zwei Jahren mehr als 100 % Zielerreichung vorweisen können, sollen eine höhere Grundvergütung erhalten. Darüber hinaus sollen die Regionalleiter und die Gebietsleiter die Möglichkeit erhalten, in ihren Zielvereinbarungsgesprächen eine monatliche Abschlagszahlung auf die Vertriebsprämie zu vereinbaren, deren Höhe sich aus der Zielvereinbarung ergeben soll. In der Zielvereinbarung sollen die individuellen Stärken der Gebietsleiter angemessen, nachvollziehbar und realistisch berücksichtigt werden. Die Regionalleitervergütung soll ebenfalls entsprechend verändert werden.

Die Arbeitgeberseite konnte ihre Vorstellungen aber nicht zur Überzeugung der DHV-Verhandlungskommission präzisieren. Die DHV-Verhandlungskommission hat die Arbeitgeberseite aufgefordert, ihre Vorstellungen zur nächsten Arbeitsgruppensitzung konkreter zu fassen.

BARMER GEK: Zweite Verhandlungsrunde - Arbeitgeberangebot unzureichend

29.02.2016

Am 26.02.2016 fand in Wuppertal die zweite Verhandlungsrunde zwischen DHV und BARMER GEK statt. Die Arbeitgeberseite präsentierte ihr Angebot:

  • Erhöhung der Gehälter und Aufrückungszulagen:
    • ab dem 01.05.2016 um 1,5 %
    • ab dem 01.07.2017 um weitere 2 %
  • Erhöhung der Auszubildendenvergütungen ab dem 01.05.2016 um 40 Euro.
  • Laufzeit des Gehaltstarifvertrages bis zum 30.06.2018

Die DHV-Verhandlungskommission lehnte das Angebot ab. Gründe:

  • Die angebotenen linearen Gehaltserhöhungen sind für die angebotene Laufzeit viel zu niedrig! Dieses Gehaltsangebot liegt mit Sicherheit unter den für 2016 und 2017 zu erwartenden Gehaltserhöhungen. Die Beschäftigten der BARMER GEK würden damit weiter Anschluss an die allgemeine Entwicklung der Gehälter in Deutschland verlieren. Das Gehaltsangebot spricht der Arbeitgeberbehauptung Hohn, damit die Leistungen der Beschäftigten im Zuge des Projekts „aufbruch“ angemessen zu honorieren.
  • Das Gehaltsangebot enthält 3 Nullmonate, für die es keinen Ausgleich geben soll.
  • Die angebotene einstufige Erhöhung der Auszubildendenvergütungen ist vollkommen unzureichend. Sie trägt in keiner Weise der Notwendigkeit Rechnung, in Anbetracht der demographischen Entwicklung jungen Menschen attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten.

Immerhin signalisierte die Arbeitgeberseite, dass bezüglich der linearen Erhöhungsbeträge noch „Luft nach oben“ besteht. Derzeit müssen aber noch interne Berechnungen erfolgen, um den konkreten Rahmen auszuloten, so dass noch kein konkretes Angebot gemacht werden kann. Bis zum nächsten Verhandlungstermin sollen die internen Berechnungen abgeschlossen sein.

Eingehend diskutierten DHV-Verhandlungskommission und BARMER GEK über die DHV-Forderung nach Ausweitung des Geltungsbereichs des Altersteilzeittarifvertrages auf die nach dem 31.12.1959 geborenen Beschäftigten. Die Arbeitgeberseite lehnt die Ausweitung des Geltungsbereiches ab. Die Kasse habe kein Interesse, zusätzliche Anreize für ein frühzeitiges Ausscheiden aus dem Arbeitsleben zu schaffen. Allenfalls wäre die Vereinbarungen von befristeten Regelungen im Zuge der Fusion mit der Deutschen BKK vorstellbar.

Zur Sprache brachte die DHV-Verhandlungskommission, dass z.B. im Beitragsbereich den Beschäftigten in der VG 5 höherwertige Aufgaben übertragen werden, deren Erledigung eigentlich gemäß VG 6 vergütet werden müsste. Die Arbeitgeberseite bezeichnete diesen Hinweis als nachvollziehbar und versprach eine Überprüfung der Sachlage gemäß den Vorschriften des Eingruppierungstarifvertrages.

Die Tarifverhandlungen werden am 08.04.2016 in Wuppertal fortgesetzt.


Unsere Forderungen:

  • 5,0 % mehr Gehalt für 12 Monate!
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern: Zahlung eines Zuschusses für die Kinderbetreuung und Zahlung eines Zuschusses zum Kinderkrankengeld
  • Gesunderhaltung der Beschäftigten fördern: Vereinbarung eines Zuschusses für individuelle Gesundheitsmaßnahmen in Höhe von 10 € / Monat
  • Erweiterung des Geltungsbereichs des Altersteilzeittarifvertrages auch auf nach dem 31.12.1959 geborene Beschäftigte

BARMER GEK: Auftakt Gehaltstarifverhandlungen - Arbeitgeber legen kein Gehaltsangebot vor

Am 11.02.2016 fand der Auftakt der Gehaltstarifverhandlungen zwischen DHV und BARMER GEK statt. Die DHV-Verhandlungskommission trug die DHV-Forderungen vor.

Unsere Forderungen:

  • 5,0 % mehr Gehalt für 12 Monate!
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern: Zahlung eines Zuschusses für die Kinderbetreuung und Zahlung eines Zuschusses zum Kinderkrankengeld
  • Gesunderhaltung der Beschäftigten fördern: Vereinbarung eines Zuschusses für individuelle Gesundheitsmaßnahmen in Höhe von 10 € / Monat
  • Erweiterung des Geltungsbereichs des Altersteilzeittarifvertrages auch auf nach dem 31.12.1959 geborene Beschäftigte

Die Arbeitgeberseite erkannte an, dass das Jahr 2015 zwar besser als geplant verlaufen war, die Kasse habe aber dennoch mit einem Defizit abgeschlossen. Zudem seien die finanziellen Belastungen aufgrund der Umsetzung des Tarifvertrages zur Begleitung des Projekts „aufbruch“ hoch. Eine finanzielle Entlastung infolge des Projekts „aufbruch“ würde erst in 2017 eintreten. Die Umsetzung der Gehaltserhöhung von 2,0 % zum 01.07.2015 würde in 2016 mit 1,0 % höheren Gehaltskosten durchschlagen. Zur gesamtwirtschaftlichen Situation merkte die Arbeitgeberseite an, dass die Inflation mit 0,3 % auf einem historisch niedrigen Niveau liegt. Alles, was über 0,3 % hinausgeht, wird zu einem Reallohnzuwachs führen.

Die Arbeitgeberseite sah sich nicht in der Lage, ein erstes Gehaltsangebot abzugeben. Die Arbeit-geberseite positionierte sich lediglich in der Frage der Laufzeit: Sie wünscht sich einen Tarifabschluss mit 2-3 Jahren Laufzeit. Zur DHV-Forderung nach Erweiterung des Geltungsbereichs des Altersteilzeittarifver-trages ließ die Arbeitgeberseite anklingen, dass eine Regelung im Zuge der Fusion mit der Deutschen BKK durchaus vorstellbar wäre. Einer generellen Ausdehnung des Geltungsbereiches steht die Arbeitgeberseite ablehnend gegenüber, da die Altersteilzeit den absehbaren Fachkräftemangel noch verschärfen wird.

Fazit: Die erste Verhandlungsrunde verlief absolut enttäuschend! Die DHV-Forderungen sind seit zwei Monaten bekannt. Die Arbeitgeberseite hätte diese durchaus bewerten und darauf aufbauend ein erstes Gehaltsangebot abgeben können. Dass sie dies versäumt hat, bewertet die DHV-Verhandlungskommission als äußerst unbefriedigend. Der Hinweis zur angespannten Lage der Kasse ist Teil der üblichen Verhandlungsfolklore. Gehaltstarifverhandlungen kommen für die Arbeitgeberseite immer zur falschen Zeit, die Situation ist immer schwierig. Was den Hinweis der Arbeitgeberseite zur niedrigen Inflation angeht, dürfte ihr sicherlich bewusst sein, dass ein Abschluss etwas über 0,3 % nicht akzeptabel sein dürfte. Die Beschäftigten der BARMER GEK haben eine deutliche Gehaltserhöhung verdient!

Die Gehaltstarifverhandlungen zwischen DHV und BARMER GEK werden am 26.02.2016 in Wuppertal fortgesetzt. Wir erwarten dann ein Gehaltsangebot, das der engagierten Leistung der Beschäftigten gerecht wird!

DAK-Gesundheit: Stellenabbau ohne Sinn und Verstand? So nicht!

Angeblich hat der noch amtierende Vorstand vor bis 2018 bundesweit über 1.000 Stellen abzubauen. Dienststellen, bzw. Teildienststellen sollen geschlossen werden.

Wir als DHV sind der Meinung:
Mit Einsparungen an den Verwaltungskosten werden wir die DAK-Gesundheit nicht retten.
Entscheidend werden eine positive Mitgliederentwicklung und vor allem die Reduzierung der Leistungs-ausgaben sein.

Ohne die Gewerkschaften und den HPR umfassend zu informieren und einzubeziehen startet der Vorstand jetzt über die Führungskräfte das Verbreiten von „Informationen“. Dieser Weg ist falsch. Diese erstmalig ohne Beteiligung der Beschäftigten eingeführte Maßnahme ist der falsche Weg. Wir fordern den Vorstand auf, seinen „Reorganisationsprozess“ zu überdenken.

Die DHV-Bundesbetriebsgruppe fordert den Vorstand auf, Fakten auf den Tisch zu legen und mit den Personalräten und allen Gewerkschaften gemeinsam nach tragfähigen Lösungen zu suchen.

Personalmaßnahmen senken den Beitragssatz kaum spürbar, führen aber sofort zu riesigen Problemen bei der Bewältigung der Arbeit (schon heute erhebliche Rückstände) mit negativen Folgen für

a) Serviceerlebnis des Kunden
b) Leistungsausgabensteuerung

Der Kunde darf von den Maßnahmen im besten Fall nichts bemerken, sonst würden die Kündigungszahlen hochgetrieben und damit die negative Spirale der Verwaltungskosten angetrieben.

Für die DHV sind Schließungen ohne Sinn und Verstand, die ggf. erst Jahre später positive Effekte bringen und Chaos hervorbringen, keine Optionen. Auch übereilte betriebsbedingte Kündigungen würden die Handlungsfähigkeit der DAK-Gesundheit negativ beeinflussen und sind mit uns nicht machbar.

Der Arbeitgeber darf die Beschäftigten der DAK-Gesundheit nicht demotivieren und verängstigen.
Ein „Reorganisationsprozess“ als Personalabbaukonzept wird mit der DHV nicht so leicht umzusetzen sein, wie sich der Arbeitgeber das vorstellt.

DHV Fazit:

  • Die DHV verschließt die Augen nicht vor den Herausforderungen.
  • Die DHV fordert den Vorstand auf, Maßnahmen gemeinsam mit allen Gewerkschaften und Personalrat zu entwickeln. Gemeinsam haben wir die Deckungslücke bei den Verwaltungskosten 2015 bereits halbiert (nur noch 50 Millionen). Stehen im Ranking der Verwaltungskosten auf Platz 47 aller Kassen. AOK Plus mit 14,9% Beitrag hat erheblich höhere Verwaltungskosten (Platz 35).
  • Die DHV fordert den Vorstand auf mit Maßnahmen Leistungsausgaben massiv zu begrenzen, dann spielt die Höhe der Verwaltungskosten eine untergeordnete Rolle (siehe AOK Plus).

Fakten auf den Tisch - sinnvolle, sozialverträgliche Lösungen suchen!

Wie in den Vorjahren sollte ein gemeinsam entwickeltes Konzept zwischen Arbeitgeber, allen Gewerkschaften und Personalrat den Weg ebnen, damit unsere DAK-Gesundheit zukunftsfähig wird.
Der derzeit eingeschlagene Weg ist falsch. Wir fordern den Vorstand auf seinen Plan zu überdenken. Die derzeit kolportierten Maßnahmen sind für die DHV Bundesbetriebsgruppe keine Lösung. Mit uns ist dieser Weg nicht zu machen!

KKH: Unsere Agenda für 2016

Ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr 2015 liegt hinter Ihnen. Im zurückliegenden Jahr konnte die DHV-Tarifkommission einen Gehaltstarifabschluss für die Beschäftigten erreichen, der über der Inflationsrate liegt und den Beschäftigten der KKH bis zum Ende der Laufzeit (31.12.2016) einen Reallohnzuwachs bringt. Bestandteil des Tarifabschlusses war u.a. eine Verhandlungsverpflichtung über die Neugestaltung der Vertriebsvergütung. Eine erste Arbeitsgruppensitzung zu diesem Thema fand am 14.12.2015 statt.

Die DHV-Tarifkommission traf sich am 07.01.2016 zu ihrer ersten Sitzung, um die tarifpolitische Agenda für dieses Jahr zu beraten:

a) Work-Life-Balance

Wir, die DHV, stehen für einen ausgewogenen Ausgleich von Beruf und Familie. Wir fordern:

  • Zahlung eines Zuschussbetrages für die Kinderbetreuung
  • Zahlung eines Ausgleichsbetrages bei Kinderkrankengeld
  • bezahlte Freistellung für Gesundheitsvorsorge
  • Erweiterter Teilzeitanspruch für ältere Beschäftigte
  • Auszubildende fördern

Die DHV-Tarifkommission wird diese Themen in die Sitzungen der Arbeitsgruppen einbringen. Die Arbeit-geberseite hat sich bereit erklärt, über diese für die Beschäftigten wichtigen Forderungen zu sprechen.

b) Neuregelung der Vertriebsvergütung

In der Arbeitsgruppensitzung am 14.12.2015 brachte die DHV-Tarifkommission deutlich unsere Position zum Ausdruck: Wir fordern, dass die Beschäftigten des Vertriebs in die Vergütungsgruppensystematik des KKH-TV reintegriert werden:

  • Eingruppierung der Vertriebstätigkeiten in Vergütungsgruppen
  • Geltung der Berufsjahressteigerungsregelung auch für Vertriebsbeschäftigte
  • Vereinbarung einer Regelung zur Zahlung einer Erfolgsprämie, die die Leistung der Ver-triebsbeschäftigten angemessen honoriert.

Die Arbeitsgruppensitzung am 14.12.2015 zeigte, dass die Positionen zwischen DHV und Arbeitgeberseite noch weit auseinander liegen. Insbesondere die Eingruppierung nach Vergütungsgruppen und die damit verbundene Berufsjahressteigerungsregelung lehnt die Arbeitgeberseite ab. Sie will vielmehr ein Mindest-einkommen vereinbaren und es den Arbeitsvertragsparteien überlassen, ob und wie hoch das Gehalt über dem Mindesteinkommen liegt. Nach ihren Vorstellungen sollen Regionalleiter und Gebietsleiter am Ende des Jahres die Höhe des Gehalts für das nächste Jahr verhandeln.

c) Gehaltstarifverhandlungen 2017

Der Gehaltstarifvertrag ist zum 31.12.2016 kündbar. Die Vorbereitungen zur Gehaltstarifrunde werden im Herbst laufen. Die DHV-Tarifkommission wird fristgemäß den Gehaltstarifvertrag kündigen und die Forde-rungen beraten.

d) Personalratswahlen 2016

Wir werden bei der Wahl des Hauptpersonalrats 2016 mit einer eigenen Liste antreten und wollen auch in
Den nächsten vier Jahren die Interessen der Beschäftigten in dem wichtigsten Personalvertretungsgremium wahrnehmen.

BARMER GEK: Gehaltstarifverhandlungen: DHV fordert 5,0 % mehr Gehalt!

Die DHV-Tarifkommission hat fristgemäß den Gehaltstarifvertrag zum 31.01.2016 gekündigt und die Gehaltsforderung für die anstehende Gehaltstarifrunde beschlossen:

Wir fordern 5,0 % mehr Gehalt für 12 Monate und eine deutliche, überproportionale Erhöhung der Auszubildendenvergütungen.

Sie haben sich eine deutliche Gehaltserhöhung verdient! Mit dem Projekt „aufbruch“ durchläuft die BAR-MER GEK eine der größten Umstrukturierungen ihrer Geschichte. Dass trotz mancher Probleme in der praktischen Umsetzung des Projekts die Servicequalität gegenüber den Kunden gewährleistet werden konnte bzw. werden kann, ist vor allem der Verdienst der engagierten Arbeit der Beschäftigten der BAR-MER GEK! Dieser Einsatz ist angesichts der Tatsache umso mehr zu würdigen, dass das Projekt „aufbruch“ den Beschäftigten den Wechsel ihres Arbeitsplatzes und vielen von ihnen erheblich weitere Wege zur neuen Arbeit zumutet. Darüber hinaus wird im kommenden Jahr die Vorbereitung der Fusion mit der Deutschen BKK die Kasse vor neue, großen Herausforderungen stellen. Aus diesen Gründen setzen wir uns in der anstehenden Gehaltstarifrunde für eine angemessene, spürbare Gehaltserhöhung ein!
Die BARMER GEK muss angesichts des immer schärfer werdenden Wettbewerbs um die jungen Menschen den Auszubildenden attraktive Arbeitsbedingungen bieten. Dazu ist eine deutliche, überproportionale Erhöhung der Auszubildendenvergütungen erforderlich.

Die DHV-Tarifkommission geht mit weiteren Forderungen in die Gehaltstarifrunde:

Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern:
Die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein wichtiger Bestandteil einer zukunftsorien-tierten Beschäftigungspolitik der BARMER GEK. Beschäftigte mit Kindern wollen sich für ihre Familie und für ihren Beruf engagieren. Die BARMER GEK muss sich als eine familienfreundliche Kasse aufstellen, um im immer härter werdenden Kampf um die Fachkräfte bestehen zu können. Deshalb sehen wir es als notwendig an, neben den temporär gedachten Bestimmungen im  TV „aufbruch“ dauerhafte Regelungen im Haustarifvertrag zu vereinbaren. Wir fordern daher:

  • Die Zahlung eines Zuschusses zum Kinderkrankengeld
  • Eine dauerhafte Regelung zur Zahlung eines Zuschusses für die Kinderbetreuung

Gesunderhaltung der Beschäftigten fördern
Die Gesundheit der Beschäftigten ist ein hohes Gut - vor allem angesichts fortschreitenden demographischen Wandels, aber auch angesichts der steigenden Belastungen der Beschäftigten infolge des Projekts „aufbruch“. Es ist für die BARMER GEK ein Muss, die Gesunderhaltung der Beschäftigten zu fördern. Deshalb fordern wir die Vereinbarung eines Zuschusses für individuelle Gesundheitsmaßnahmen der Beschäftigten in Höhe von 10 € / Monat!

Altersteilzeit fördern
Die Altersteilzeit ist ein bewährtes Instrument für einen gleitenden Übergang in den Ruhestand. Deshalb muss nach unserer Auffassung die Altersteilzeit weiter gefördert werden. Der Tarifvertrag Altersteilzeit in seiner derzeitigen Fassung gilt aber nur für Beschäftigte, die vor dem 01.01.1960 geboren sind. Wir fordern die Erweiterung des Geltungsbereichs des Altersteilzeittarifvertrages auch auf nach dem 31.12.1959 geborene Beschäftigte!