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DAK-Gesundheit: Vorlage eines Gesamtkonzeptes gefordert!

21. Juni 2016

Am 1. Juni.2016 informierte der Vorstand der DAK-Gesundheit die Beschäftigten über sein Ziel bis 2018 rund 1600 Mitarbeiterkapazitäten abzubauen. Zusätzlich sei eine weitere und nachhaltige Konsolidierung der Organisationsstruktur erforderlich. Betriebsbedingte Kündigungen seien nicht auszuschließen, stellen für den Vorstand aber das letzte Mittel dar.

Wir haben deutlich zum Ausdruck gebracht, dass der Vorstand Gesetze und Tarifverträge (z.B. Anlage 12 zum DAK-TV) zwingend beachten muss. Die DHV fordert seit Rosenmontag ein Gesamtkonzept vom Vorstand.

Die am Rosenmontag bereits verkündeten RGZ Veränderungen hat der Vorstand erst einmal zurückge-stellt. Es werde nochmals organisatorisch geprüft. Angestrebt sei eine weitere fachliche Spezialisierung der RGZ. Sollen die RGZ zu Fachzentren werden?

Die Signale, dass die Organisationsentscheidungen überdacht werden hörten sich zunächst vernünftig an.
Allerdings müssen wir heute feststellen, dass es weiterhin kein Gesamtkonzept Organisation und auch kein Personalkonzept gibt.

Ohne Gesamtkonzept verkündet der Vorstand nun Stück für Stück Veränderungsbausteine:

  • Obwohl über die RGZ erst noch entschieden werden soll werden vier Geschäftsgebiete fixiert.
  • Erste Veränderungen werden auch in der FZMB Struktur, bei den Vertragsgebieten, den Vertriebsgebieten, den Geschäftsgebieten und im Vertrieb bereits eingeleitet.
  • Mit Veröffentlichung vom 01.06.2016 hat der Vorstand darüber hinaus mitgeteilt, dass auch die Zentrale, AHFZ, HKZ, FZR und FZS überprüft werden sollen.

Eine solche Verfahrensweise kann man nur als Stückwerk bezeichnen!

Die DHV fordert vom Vorstand der DAK-Gesundheit die Vorlage des vollständigen Organisationskonzeptes für den angekündigten Abbau der 1600 Mitarbeiterkapazitäten!

Die DHV fordert vom Vorstand der DAK-Gesundheit die Vorlage des vollständigen Personalkonzeptes für den angekündigten Abbau der 1600 Mitarbeiterkapazitäten!

Die DHV fordert den Vorstand der DAK-Gesundheit auf die „Taktik des Stückwerkes“ zu beenden.

Alle Beschäftigte, nicht nur die Führungskräfte der Geschäftsgebiete und der Vertriebsgebiete haben ein Recht auf Klarheit und vor allem ein Recht auf eine rechtmäßige Verteilung der im
Unternehmen verbleibenden freien Arbeitsplätze!

KKH: Neuregelung der Vertriebsvergütung - Auch in der dritten Arbeitsgruppensitzung keine Fortschritte

Am 31. Mai 2016 fand in Hannover die dritte Arbeitsgruppensitzung zur Neuregelung der Vertriebsvergütung statt. Fort-schritte wurden dabei nicht erzielt.

Die DHV-Verhandlungskommission bekräftigte ihre Forderung, die Vertriebsbeschäftigten wieder in die Anlage 5 zu integrieren und die Erfolgsprämie zusätzlich zu zahlen. Wolfgang Wilbert, Mitglied der DHV-Verhandlungskommission und einziger Vertreter von allen beteiligten Gewerkschaften, der in der neuen Vertriebswelt arbeitet, brachte es auf den Punkt: Es gehöre zur Wertschätzung der Vertriebsbeschäftigten, wenn sie bei der Vergütung genauso wie die anderen Beschäftigten der KKH behandelt werden.

Die Arbeitgeberseite lehnt die Wiedereingliederung der Vertriebsbeschäftigten in die Anlage 5 ab. Auch dem Kompromissvorschlag der DHV, die Vergütung in der Anlage 1 zu belassen und die Steigerungsstufen anders als in der Anlage 5 zu gestalten, erteilt die Arbeitgeberseite eine Absage. Steigerungsstufen nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit betrachtet die Arbeitgeberseite als sogenannte „Sitzprämie“, die nicht zur Vertriebsvergütung passe.

Achtung! Diese Aussage reiht sich in eine Reihe von Signalen ein, die wir immer wieder von der Arbeitgeberseite bezüglich der Anlage 5 und der Berufsjahressteigerungen erhalten. Sie halten die jetzigen Regelungen nicht mehr für zeitgemäß. Die Anlage 5 in ihrer jetzigen Form und die Steigerungsbeträge nach Berufsjahren sind aber tarifvertragliche Errungenschaften, für deren Erhalt es sich zu kämpfen lohnt! Unterstützen Sie uns, denn es geht um Ihre Rechte!

Keine Bewegung gab es auch in der Höhe der Grundvergütung. Die Arbeitgeberseite betrachtet die angebotene Erhöhung der Grundvergütung für Gebietsleiter  von 2.426,02 € auf 2.890,06 € monatlich, im Falle einer Zielerreichung von 100 % in zwei aufeinanderfolgenden Jahren, als ein wesentliches Zugeständnis.

Fakt ist aber: Mit der Grundvergütung von 2.426,02 ist eine Zielerreichung von lediglich 60 %, mit der erhöhten Grund-vergütung von lediglich 80 % abgegolten!  Wir fragen uns: Wo ist das Risiko der Arbeitgeberseite?

Keine schlüssigen Antworten erhielten wir auf Nachfrage nach der Anzahl der GL, die nicht in diesen Zielkorridoren liegen und auf den Betrag, den das Unternehmen als risikobehaftet sieht.

Unser Fazit der bisherigen Arbeitsgruppengespräche:

  • Die Arbeitgeberseite will weiterhin eine zweigeteilte Welt zwischen Vertrieb und den anderen Beschäftigte.
  • Die Arbeitgeberseite ist zu substantiellen materiellen Zugeständnissen kaum bereit.
  • Dafür fordert die Arbeitgeberseite:
    • Abschaffung der automatischen Zielanpassungsklausel bei Störfällen
    • Weniger Tarifvertrag, sondern mehr individuelle Vereinbarungen: Das gilt vor allem in Hinsicht auf die von der Arbeitgeberseite vorgeschlagenen Abschlagszahlungen bei der Vertriebsprämie, hinsichtlich der zu vereinbarenden Ziele und hinsichtlich der Berücksichtigung der Berufserfahrung. Diese Punkte sollen individuell zwischen Gebietsleiter und Vorgesetzten vereinbar sein

Die DHV-Tarifkommission wird nun bewerten, ob angesichts dieser dürftigen Gesprächsergebnisse eine Fortführung der Arbeitsgruppengespräche überhaupt noch einen Sinn macht.

DAK-Gesundheit: Sinnvolle, sozialverträgliche Lösungen suchen!

Rosenmontag sind die Beschäftigten der DAK-Gesundheit durch Ankündigungen des Vorstandes massiv verunsichert worden.
Der vom Vorstand eingeschlagene Weg ist falsch. Ein Überdenken der angestoßenen Maßnahmen durch den Vorstand ist zwingend notwendig.

Die DHV-Bundesbetriebsgruppe forderte am 10. März 2016 den Vorstand auf gemeinsam mit den Personalräten und allen Gewerkschaften nach tragfähigen Lösungen zu suchen und die Verunsicherung, Demotivation und Verängstigung der Beschäftigten der DAK-Gesundheit zu beenden.

Verantwortliche der DHV bringen sich seitdem auf allen Ebenen ein, um im Interesse der Beschäftigten Einfluss zu nehmen. Bisher ist es gelungen, den geplanten Versand von „Briefen“ an betroffene Beschäftigte zu verhindern.

Dennoch: Die Verunsicherung bleibt. Tag für Tag befürchten viele DHV-Mitglieder, dass sich ein solcher „Brief“ in Ihrem Briefkasten befindet. Zahlreiche Anfragen zur Frage, wie sie sich in einem solchen Fall verhalten sollen, haben uns erreicht und sind beantwortet worden.

Hier kurz zusammengefasst die wichtigsten Hinweise für DHV-Mitglieder, für den Fall dass ein „Brief“ mit einer „Anhörung“ zugestellt werden sollte:

  • DHV-Mitglieder erhalten Rechtsberatung und Rechtsschutz durch die DHV!
  • Den Brief als Kopie, Fax oder als Datei per Mail an die DHV senden

Post: DHV, Postfach 26 13 51, 20503 Hamburg
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Fax: 040-632 802 25

  • Damit die Rechtsschutzabteilung schnell in Kontakt treten kann, bitte dem Schreiben eine Rückruf Telefonnummer und die private E-Mailanschrift beifügen.
  • Die Rechtsschutzabteilung prüft den Sachverhalt und nimmt dann Kontakt auf.

Achtung: bitte bei Abwesenheit durch Urlaub eine Vertrauensperson, die die Post öffnet beauftragen die DHV zu informieren, damit auch im Urlaub keine Zeit verloren geht.

Personalratswahlen BARMER GEK: DHV gewinnt zweiten Sitz im Hauptpersonalrat

Die DHV hat bei der Hauptpersonalratswahl der BARMER GEK einen leichten Zugewinn verbucht. Die DHV-Liste mit dem Motto „DHV – Jetzt erst Recht!“ konnte 5,67 % der Stimmen (2012: 5,42 %) auf sich vereinigen. Dieser Zugewinn reichte erfreulicherweise für den Gewinn eines zweiten Sitzes im wichtigsten Mitbestimmungsgre-mium der BARMER GEK!
Wie in den vergangenen Wahlen traten auch dieses Mal wieder viele unterschiedliche Listen an. Um die 31 Mandate im Hauptpersonalrat kämpften 7 Listen!Vor diesem Hintergrund ist das Ergebnis der DHV-Liste respektabel.
Gewählt wurden unsere Kandidaten Marcel Premke aus der Hauptverwaltung Wuppertal und Ulrich Zätzsch aus dem Regresszentrum Leipzig

In der Hauptverwaltung Wuppertal errang die DHV-Liste 2 Mandate. Gewählt wurden die DHV-Kandidaten Marcel Premke und Björn Röttger Das Ergebnis brachte eine faustdicke Überraschung: Verdi errang nur 6 von 13 Mandaten und verlor damit die absolute Mehrheit. Mit Unterstützung der DHV-Vertreter wurde auf der konstituierenden Sitzung der Spitzenkandidat der unabhän-gigen Liste, die 5 Mandate errang, zum Personalratsvorsitzenden gewählt. Marcel Premke wurde zum stellvertretenden Personal-ratsvorsitzenden gewählt.

Hauptpersonalratswahl KKH: DHV-Position gestärkt

Die DHV konnte bei der Hauptpersonalratswahl KKH ihren Sitz erfolgreich verteidigen und ihre Position in diesem Gremium stärken.
Die DHV-Liste mit dem Motto „DHV – Da sein. Handeln. Verstehen“ vereinigte 215 Stimmen auf sich. Das entspricht einem prozentualen Stimmenergebnis von rund 8 %. Im Vergleich zur letzten Hauptpersonalratswahl 2012 bedeutet dies einen Zuwachs von 34 Stimmen. Angesichts der jüngsten Umstrukturierung mit dem damit verbundenen Stellenabbau ist die Steigerung der absoluten Zahl der Stimmen bemerkenswert.
Wiedergewählt wurde unser Spitzenkandidat Ronny Teubert aus Halle. Er wurde auch auf der konstituierenden Sitzung des Hauptpersonalrates (HPR) am 9. Mai 2016 in den wichtigsten Ausschuss, dem Personalausschuss, gewählt. Damit ist der Einfluss der DHV im Hauptpersonalrat deutlich gestärkt.
Bemerkenswert ist, dass die verdi-Dominanz im HPR der KKH gebrochen ist. Bei der Wahl hatte verdi nur 8 von 17 Sitzen errungen und damit ihre jahrzehntelange Mehrheit eingebüßt. Auf der konstituierenden HPR-Sitzung setzte sich bei der Wahl zum Vorsitzenden der Kandidat der GdS, Peter Schuster, mit Unterstützung der DHV gegen die verdi-Kandidatin durch. Mit dieser Zäsur ist im HPR der KKH eine neue Zeit angebrochen.
Die DHV bedankt sich bei den Kandidatinnen und Kandidaten der DHV-Liste für ihren engagierten Wahlkampf und für das gute Ergebnis. Dem gewählten DHV-Vertreter im HPR, Ronny Teubert, beglückwünscht die DHV zu seiner Wahl und wünscht ihm viel Erfolg für die Arbeit in dem wichtigsten Mitbestimmungsgremium der KKH.

BARMER GEK: Verhandlungsergebnis erzielt – Themen bleiben auf der Tagesordnung

11.04.2016

In der Verhandlung am 08.04.2016 in Wuppertal konnten sich DHV und Arbeitgeberin auf ein Verhandlungsergebnis einigen, das einer Erklärungsfrist bis zum 03.05.2016 unterliegt:

  • Erhöhung der Tabellenentgelte und der Aufrückungszulagen:
    • 2,7 % rückwirkend zum 01.02.2016
    • 1,8 % ab 01.04.2017
  • Erhöhung der Auszubildendenvergütungen:
    • 60 €  rückwirkend zum 01.02.2016
    • 1,8 % ab 01.04.2017
  • Einmalzahlung im Mai 2017:
    • 300 € für Beschäftigte, die am 01.03.2017 bei der BARMER GEK beschäftigt sind. Teilzeitbeschäftigte und in Altersteilzeit Beschäftigte erhalten die Einmalzahlung anteilig.
    • 100 € für Auszubildende
  • Laufzeit bis zum 31.01.2018

Die DHV-Verhandlungskommission bewertet das Verhandlungsergebnis als tragfähigen Kompromiss. Insbesondere die erste Gehaltserhöhung liegt deutlich über der Inflationsrate. Auch die überdurchschnittliche Erhöhung der Auszubildendenvergütungen bewertet die DHV-Verhandlungskommission positiv. In der Verhandlung schlug die DHV-Verhandlungskommission vor, anstatt der Einmalzahlung die zweite lineare Gehaltserhöhung zusätzlich um einen festen Betrag zu erhöhen. Eine versorgungsfähige und zusatzversicherungspflichtige Erhöhung des Sockelbetrages der Tabellenentgelte um z. B. 30 € monatlich hätte gerade für die unteren Gehaltsgruppen eine deutlich bessere soziale Komponente dargestellt als die Einmalzahlung von 300 €. Die Arbeitgeberin lehnte aber den Vorschlag der DHV-Verhandlungskommission unter Bezugnahme auf den mit ver.di getroffenen Kompromiss ab. Sie war nicht bereit, mit der DHV eine höhere lineare Gehaltserhöhung oder eine weitergehende Anhebung des Sockelbetrags auszuhandeln, da damit aus Sicht der Arbeitgeberin die Grenze der Belastbarkeit überschritten worden wäre.

Weitere wichtige Themen bleiben auf der Tagesordnung:

  • Die Arbeitgeberin war zwar nicht bereit, im Zuge des Gehaltstarifabschlusses eine Regelung zur Altersteilzeit zu treffen. Sie ist aber bereit, im Zuge der Fusion mit der Deutschen BKK auch über das Thema Altersteilzeit zu sprechen. Die DHV-Forderung nach Erweiterung des Altersteilzeittarifvertrages auch auf nach dem 31.12.1959 geborene Beschäftigte bleibt damit weiter auf der Agenda.
  • DHV und Arbeitgeberin haben vereinbart, in diesem Jahr Gespräche über mögliche Maßnahmen zur Förderung von Privatleben und Beruf und zur Förderung der Gesunderhaltung der Beschäftigten zu führen.
  • DHV und Arbeitgeberin sind sich einig, den TV „aufbruch“ im Hinblick auf die bevorstehende Fusion mit der Deutschen BKK auf Anpassungsbedarf zu überprüfen.
  • Offen ist auch noch die Eingruppierung der IT-Beschäftigten.

DAK-Gesundheit: Schneller Schnitt und dann weiter im Tagesgeschäft? Fakten auf den Tisch - sinnvolle, sozialverträgliche Lösungen suchen!

10. März 2016

Vorstand und Geschäftsleitung haben derzeit großes Interesse an den Reaktionen der Beschäftigten der DAK-Gesundheit nach der Verkündung der ersten Welle der Schließungen. Vermutlich haben diese Herren die Hoffnung, dass die Betroffenen klaglos und still das Unternehmen verlassen und sich andere Jobs suchen. So werden „Abfindungen gespart“, und es gibt kaum Auswirkungen auf das Tagesgeschäft sowie auf die weiteren Beschäftigten. Schneller Schnitt und dann weiter im Tagesgeschäft…?

DHV hilft und zeigt die Realität auf:
 
Vertrauen zerstört – Wurde der Verhandlungspartner HPR von der Kassenführung bereits bei der Verbundbildung der RGZ wissentlich und mit voller Absicht getäuscht? Stand nicht bereits bei Verbundbildung der „nächste Schritt“ fest ?  

Existenzangst - Den Beschäftigten, die von der ersten Welle der Schließungen betroffen sind, wurde am Rosenmontag der Boden unter den Füßen weggezogen. Unbesehen ihres unermüdlichen Einsatzes und ihrer Leistung unter schwierigsten Bedingungen für die DAK-Gesundheit werden diese Kolleginnen und Kollegen massiv unter Druck gesetzt.

Demotivation und Angst – entgegen den Erwartungen der Geschäftsleitung leiden inzwischen nicht nur die derzeit von der ersten Schließungswelle Betroffenen. Die große Verunsicherung der Kolleginnen und Kollegen anderer Dienststellen und Stränge (ZURZEIT NICHT-Betroffene) lähmt die gesamte DAK-Gesundheit. Spekulationen kursieren, dass diese eingeleiteten Maßnahmen erst der Anfang sein werden. Die Art und Weise sowie die Brutalität im Umgang mit den Betroffenen macht sprachlos und zerstört das Urvertrauen in den Arbeitgeber.

In einer Zeit, in der die Beschäftigten mit bewundernswertem Einsatz gegen die Folgen des von Vorstand und Verwaltungsrat beschlossenen Beitragssatzes kämpfen, genau in dieser Zeit erfolgt die massive Bedrohung der beruflichen Existenz.
In einer Zeit, in der 2/3 des Vorstandes einen (vermutlich sozialverträglichen) „Abgang“ planen soll den Beschäftigten Sozialverträglichkeit vorenthalten werden.

Die aktuelle soziale Inkompetenz wird getoppt durch instabile Arbeitsmittel und IT-Systeme, die mehr Probleme schaffen als lösen. „Sinnfreie“ Arbeitsverlagerungen, mit denen vermeintlich Geld zu sparen ist, wie z.B. Härtefallbearbeitung in den FZMB, zeugen von reiner Hilflosigkeit.
 
Das Personal vertritt nicht nur die DAK-Gesundheit nach außen, das Personal  ist  die Marke DAK-Gesundheit! Wer beim Preiswettbewerb nicht mithalten kann, wird nur überleben, wenn er etwas Besonderes vorzuweisen hat. Das Besondere der DAK-Gesundheit wird geprägt durch die motivierten und kreativen Beschäftigten. Ohne leistungsfähige Beschäftigte, die frei von Existenzängsten sind, ist die DAK-Gesundheit  n i c h t s und in ihrer Existenz gefährdet!


Die DHV-Bundesbetriebsgruppe fordert den Vorstand auf, gemeinsam mit den Personalräten und allen Gewerkschaften nach tragfähigen Lösungen zu suchen.

Der eingeschlagene Weg ist falsch. Ein Überdenken der angestoßenen Maßnahmen durch den Vorstand ist zwingend notwendig.

Die derzeit aufgezeigten Maßnahmen sind für die DHV Bundesbetriebsgruppe keine Lösung. Mit uns ist dieser Weg nicht zu machen!

Unsere Forderung an den Vorstand:
Bitte beenden Sie die Verunsicherung, Demotivation und Verängstigung der Beschäftigten der DAK-Gesundheit und beginnen Sie mit der Aufnahme von zielorientierten Gesprächen!

Es ist Zeit, ein Zeichen zu setzen!

Die DHV hat fristgemäß den Gehaltstarifvertrag zum 31.07.2016 gekündigt.

An diesem Tag endet dann auch die Friedenspflicht, sofern keine tarifvertragliche Einigung mit den Gewerkschaften erzielt worden ist.

KKH: Vertriebsvergütung - Keine Beschäftigten zweiter Klasse!

04.03.201

Am 1.März 2016 fand in Hannover die zweite Arbeitsgruppensitzung zur Überarbeitung der Vertriebsvergütung statt. DHV und KKH hatten im Tarifabschluss 2015 vereinbart, die Vertriebsvergütung auf den Prüfstand zu stellen.

Die DHV hatte 2008 mit großen Bedenken der neuen Vertriebsvergütung zugestimmt. Die DHV-Tarifkommission sah insbesondere kritisch, dass die Vertriebsvergütung nicht mehr in die Vergütungsgruppensystematik der Anlage 5 eingeordnet wird, sondern die Beschäftigten eine variable Vergütung mit einer niedrigen garantierten Grundvergütung erhalten. Die Zweifel der DHV-Tarifkommission in 2008 an der von der Kasse erhofften positiven Steuerungswirkung haben sich leider bewahrheitet: Die neue Vertriebsvergütung hat nicht den erhofften Schub für die Entwicklung des Mitgliederbestandes der Kasse gebracht. Dafür hat sie zu Unmut unter den neuen Beschäftigten im Vertrieb geführt, die sich als Beschäftigte zweiter Klasse sehen, da sie insbesondere bei den Berufsjahressteigerungen der Anlage 5 außen vor bleiben und im Vergleich zu anderen Beschäftigten ihr Gehalt großen monatlichen Schwankungen unterworfen ist. Die Motivation der neuen Beschäftigten im Vertrieb leidet unter dieser Ungleichbehandlung.

Die DHV-Vertreter in der Arbeitsgruppe machten daher in der Sitzung deutlich:

Die Beschäftigten im Vertrieb dürfen nicht wie Beschäftigte zweiter Klasse behandelt werden.

Die DHV fordert daher:

  • Eingruppierung der Beschäftigten in die Vergütungsgruppensystematik der Anlage 5!
  • Verhandlung eines Tarifvertrages zur erfolgsorientierten Vergütung on top!

Die Arbeitgeberseite dagegen möchte an der geltenden Vertriebsvergütung weiter festhalten. Sie will die Grundvergütung aufstocken und eine Seniorvergütung einführen: die Gebietsleiter, die über einen Zeitraum von zwei Jahren mehr als 100 % Zielerreichung vorweisen können, sollen eine höhere Grundvergütung erhalten. Darüber hinaus sollen die Regionalleiter und die Gebietsleiter die Möglichkeit erhalten, in ihren Zielvereinbarungsgesprächen eine monatliche Abschlagszahlung auf die Vertriebsprämie zu vereinbaren, deren Höhe sich aus der Zielvereinbarung ergeben soll. In der Zielvereinbarung sollen die individuellen Stärken der Gebietsleiter angemessen, nachvollziehbar und realistisch berücksichtigt werden. Die Regionalleitervergütung soll ebenfalls entsprechend verändert werden.

Die Arbeitgeberseite konnte ihre Vorstellungen aber nicht zur Überzeugung der DHV-Verhandlungskommission präzisieren. Die DHV-Verhandlungskommission hat die Arbeitgeberseite aufgefordert, ihre Vorstellungen zur nächsten Arbeitsgruppensitzung konkreter zu fassen.

BARMER GEK: Zweite Verhandlungsrunde - Arbeitgeberangebot unzureichend

29.02.2016

Am 26.02.2016 fand in Wuppertal die zweite Verhandlungsrunde zwischen DHV und BARMER GEK statt. Die Arbeitgeberseite präsentierte ihr Angebot:

  • Erhöhung der Gehälter und Aufrückungszulagen:
    • ab dem 01.05.2016 um 1,5 %
    • ab dem 01.07.2017 um weitere 2 %
  • Erhöhung der Auszubildendenvergütungen ab dem 01.05.2016 um 40 Euro.
  • Laufzeit des Gehaltstarifvertrages bis zum 30.06.2018

Die DHV-Verhandlungskommission lehnte das Angebot ab. Gründe:

  • Die angebotenen linearen Gehaltserhöhungen sind für die angebotene Laufzeit viel zu niedrig! Dieses Gehaltsangebot liegt mit Sicherheit unter den für 2016 und 2017 zu erwartenden Gehaltserhöhungen. Die Beschäftigten der BARMER GEK würden damit weiter Anschluss an die allgemeine Entwicklung der Gehälter in Deutschland verlieren. Das Gehaltsangebot spricht der Arbeitgeberbehauptung Hohn, damit die Leistungen der Beschäftigten im Zuge des Projekts „aufbruch“ angemessen zu honorieren.
  • Das Gehaltsangebot enthält 3 Nullmonate, für die es keinen Ausgleich geben soll.
  • Die angebotene einstufige Erhöhung der Auszubildendenvergütungen ist vollkommen unzureichend. Sie trägt in keiner Weise der Notwendigkeit Rechnung, in Anbetracht der demographischen Entwicklung jungen Menschen attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten.

Immerhin signalisierte die Arbeitgeberseite, dass bezüglich der linearen Erhöhungsbeträge noch „Luft nach oben“ besteht. Derzeit müssen aber noch interne Berechnungen erfolgen, um den konkreten Rahmen auszuloten, so dass noch kein konkretes Angebot gemacht werden kann. Bis zum nächsten Verhandlungstermin sollen die internen Berechnungen abgeschlossen sein.

Eingehend diskutierten DHV-Verhandlungskommission und BARMER GEK über die DHV-Forderung nach Ausweitung des Geltungsbereichs des Altersteilzeittarifvertrages auf die nach dem 31.12.1959 geborenen Beschäftigten. Die Arbeitgeberseite lehnt die Ausweitung des Geltungsbereiches ab. Die Kasse habe kein Interesse, zusätzliche Anreize für ein frühzeitiges Ausscheiden aus dem Arbeitsleben zu schaffen. Allenfalls wäre die Vereinbarungen von befristeten Regelungen im Zuge der Fusion mit der Deutschen BKK vorstellbar.

Zur Sprache brachte die DHV-Verhandlungskommission, dass z.B. im Beitragsbereich den Beschäftigten in der VG 5 höherwertige Aufgaben übertragen werden, deren Erledigung eigentlich gemäß VG 6 vergütet werden müsste. Die Arbeitgeberseite bezeichnete diesen Hinweis als nachvollziehbar und versprach eine Überprüfung der Sachlage gemäß den Vorschriften des Eingruppierungstarifvertrages.

Die Tarifverhandlungen werden am 08.04.2016 in Wuppertal fortgesetzt.


Unsere Forderungen:

  • 5,0 % mehr Gehalt für 12 Monate!
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern: Zahlung eines Zuschusses für die Kinderbetreuung und Zahlung eines Zuschusses zum Kinderkrankengeld
  • Gesunderhaltung der Beschäftigten fördern: Vereinbarung eines Zuschusses für individuelle Gesundheitsmaßnahmen in Höhe von 10 € / Monat
  • Erweiterung des Geltungsbereichs des Altersteilzeittarifvertrages auch auf nach dem 31.12.1959 geborene Beschäftigte