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BARMER GEK: Gehaltstarifverhandlungen - Ihre Meinung ist uns wichtig!

Die Gehaltstarifrunde 2016 wirft ihre Schatten voraus. Die DHV hat fristgemäß den Gehaltstarifvertrag zum 31.01.2016 gekündigt. Die DHV-Tarifkommission hat auf ihrer jüngsten Sitzung im September beschlossen, vor der Aufstellung von konkreten Forderungen Ihnen die Gelegenheit zu Mitarbeit zu geben.

Sagen Sie uns Ihre Meinung: Mit welchen Forderungen soll die DHV in die Gehaltstarifrunde 2016 gehen?

Bitte laden Sie die pdf-Datei BARMER GEK_151019.pdf herunter und senden uns das Umfrageformular ausgefüllt zurück.

DAK Gesundheit: Umwandlung Weihnachtsgeld 2015 in freie Tage - Ja, aber…!

Mit Veröffentlichung am 18.03.2015 formulierte die DHV ein klares „Ja“ zur Umwandlung von Weihnachtsgeld in freie Tage und forderte alle Akteure (Arbeitgeber und Gewerkschaften) auf, an den Verhandlungstisch zu kommen, um schnellstmöglich eine verlässliche Grundlage für die Umwandlung von Weihnachtsgeld in Urlaubstage zu schaffen.

Aber … bereits in der Veröffentlichung vom 18.03.2015 erklärten wir auch:

„Ja, wir halten die Umwandlung von Weihnachtsgeld für ein geeignetes Mittel, um auf Personalüberhänge (egal in welcher Dienststelle) zu reagieren. Die Entscheidung, ob von dieser Umwandlung Gebrauch gemacht wird, darf einzig beim Mitarbeiter liegen. Nur der Mitarbeiter selbst kann entscheiden, ob in seiner Dienststelle hinreichend Aufgabenkritik geübt wurde. Nur so kann der Mitarbeiter vermeiden, dass die Umwandlung zu einer unzumutbaren Arbeitsverdichtung auf seiner Stelle führt. Aufgabe der Personalvertretung ist es, im Auge zu haben, dass die Umwandlung nicht zur Arbeitsverdichtung bei den anderen Mitarbeitern führt.“

Erst jetzt, Monate später und kurz vor dem Jahresende veröffentlicht der Arbeitgeber ein Angebot zur Umwandlung des Weihnachtsgeldes 2015. Er schreibt dazu:

"Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass Ihre Dienststellenleitung anhand des Antragseingangs prüft, ob und in welchem Umfang die Umwandlung der Sonderzahlung in freie Tage in Ihrer Dienststelle vertretbar ist, damit die Steuerungserfolge nicht gefährdet werden. Wir gehen davon aus, dass die Beschäftigten zahlreich von dem Angebot Gebrauch machen und die Dienststellenleitungen Anträge, wo immer es möglich ist, auch genehmigen."

Schade, dass der Arbeitgeber die Zeit seit März nicht genutzt hat um mit der DHV-Tarifkommission eine umsetzbare und verlässliche Grundlage (Tarifvertrag) zu verhandeln.

Aus zahlreichen Dienststellen hören wir Klagen über Unklarheiten und Ungerechtigkeiten.

So wird aus einer eigentlich gut gedachten Maßnahme nichts Richtiges.

Anders als die Veröffentlichung des Arbeitgebers vermuten lassen könnte, sehen wir eine starke Mitwirkung des Personalrates. Die Dienststellenleitung kann und soll eben nicht nach „Gutsherrenart“ Anträge einfach bewilligen oder einfach ablehnen. Nach dem Motto „Wer zuerst kommt…“ oder auch nach „Nasenfaktor“ kann und darf es keine Entscheidungen geben.

Sowohl angestrebte Bewilligungen als auch Ablehnungen hat die Dienststellenleitung nach unserer Auffassung mit dem zuständigen Personalrat (ÖPR) abzustimmen.

-       Bei Bewilligungen ist zu erläutern wer die Arbeit leisten kann und wie dieses erfolgen soll, ohne dass es zu einer „Hebung der Arbeitsleitung“ für die Antragssteller bzw. für Kollegen kommt.

-       Bei Ablehnungen sind die Gründe zu erläutern und insbesondere die Gleichheitsgrundsätze zu beachten.

Gerne hätten wir Rechtssicherheit für die Dienststellenleitungen und auch für die Personalräte geschaffen. Für 2015 ist dies nicht mehr möglich. Die Mitglieder der DHV Tarifkommission werden den Umsetzungsprozess genau verfolgen und die Erkenntnisse in die angekündigten Tarifgespräche einfließen lassen.

KKH-Verhandlungsergebnis vom 24.06.2015: DHV trägt Ergebnis mit, die Verhandlungen gehen weiter!

14.07.2015

Liebe Kolleginnen,
Liebe Kollegen,

vielen Dank für Ihre zahlreichen und unterschiedlichen Anmerkungen zu dem Verhandlungsergebnis.

Wir haben uns intensiv mit Ihren Meinungen auseinandergesetzt und uns letztendlich entschieden, die Gehaltssteigerung um insgesamt 3% mitzutragen – vor allem um den Abschluss als Chance zu nutzen! Denn die Verhandlungen zu weiteren Regelungen des Tarifvertrags werden fortgesetzt, und wir wollen weiter für Ihre Interessen kämpfen.

Wir, die DHV, stehen für einen ausgewogenen Ausgleich von Beruf und Familie. Wir fordern in diesem Sinne:

  • Zahlung eines Zuschussbetrages für die Kinderbetreuung
  • Zahlung eines Ausgleichsbetrages bei Kinderkrankengeld
  • bezahlte Freistellung für Gesundheitsvorsorge
  • Erweiterter Teilzeitanspruch für ältere Beschäftigte
  • Auszubildende fördern

Mit dem heutigen Tag gelten die ausgehandelten Bedingungen vom 24.06.2015 als angenommen. Nun beginnen die Verhandlungen zum Manteltarifvertrag und einigen Anlagen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass der Tarifvertrag der KKH für Sie attraktiver wird und die unruhigen Zeiten der Strukturreform gewürdigt werden.

KKH: Die Befragung geht weiter

Liebe Kolleginnen,
Liebe Kollegen,

mit Datum vom 24.06.2015 haben wir Sie über das Verhandlungsergebnis informiert und Sie aufgefordert, uns Ihre Meinung mitzuteilen.

Mittlerweile haben uns zahlreiche Reaktionen mit unterschiedlichen Reaktionen erreicht. Sie reichen von verhaltener Zustimmung bis zu strikter Ablehnung des Verhandlungsergebnisses, weil dieses die unter den erschwerten Umständen der Umstrukturierung geleistete Arbeit nicht ausreichend würdigt.

Teilen Sie uns weiter Ihre Meinung zum erzielten Verhandlungsergebnis mit:

  • Erhöhung der Gehälter und der Auszubildendenvergütungen: 2,0 % ab dem 01.07.2015, 1,0 % ab dem 01.04.2016
  • Erhöhung der Erfolgszulage von 30 % auf 35 % ab 2016 mit Wirkung ab 2017
  • Vertrieb: Erhöhung der Vergütungen der Gebiets- und Regionalleiter: 2,0 % ab dem 01.07.2015 und 1,0 % ab dem 01.04.2016
  • Laufzeit des Gehaltstarifvertrages: Bis zum 31.12.2016
  • Verlängerung der Anwendungsvereinbarung zum TV Struktur bis zum 30.06.2016 (bisher: bis 31.12.2015)

Schreiben Sie uns Ihre Meinung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

KKH: Arbeitgeberseite mit bescheidenem Gehaltsangebot

Am 8. Juni 2015 fand in Hannover der Auftakt der Gehaltstarifrunde 2015 statt. Dabei legte die Arbeitgeberseite ein bescheidenes erstes Gehaltsangebot vor:

1. Arbeitgeberangebot: 1,3 % Gehaltserhöhung bei einer Laufzeit bis zum 31.12.2016

Die DHV-Verhandlungskommission lehnte dieses Angebot als nicht verhandlungsfähig ab! Es liegt weit unter vergleichbaren Gehaltstarifabschlüssen anderer Kassen und berücksichtigt in keiner Weise die engagierte Arbeit der Beschäftigten der KKH, die in den vergangenen zwei Jahren unter den erschwerten Bedingungen einer tiefgreifenden Umstrukturierung Enormes leisten mussten.

Die Arbeitgeberseite will die Gehaltstarifverhandlungen zudem nutzen, um Änderungen bei der betrieblichen Altersversorgung (Anlage 7) und bei Besitzständen durchzusetzen. Ihre Vorstellungen zu beiden Themen konnte die Arbeitgeberseite noch nicht hinreichend konkretisieren. Unsere Meinung: Die Gehaltstarifverhandlungen dürfen mit solch schwierigen Themen nicht überfrachtet werden. Die betriebliche Altersvorsorge, für die die Beschäftigten einen nicht unerheblichen Eigenanteil leisten, genießt einen hohen Vertrauensschutz. Besitzstände sind Ergebnisse von Zugeständnissen in früheren Verhandlungen und können nicht einfach zur Disposition gestellt werden. Aus diesen Gründen steht die DHV-Verhandlungskommission Änderungswünschen der Arbeitgeber äußerst kritisch gegenüber.

Zu den weiteren DHV-Forderungen

  • Zahlung eines Zuschussbetrages für die Kinderbetreuung
  • Zahlung eines Ausgleichsbetrages bei Kinderkrankengeld
  • bezahlte Freistellung für Gesundheitsvorsorge
  • Erweiterter Teilzeitanspruch für ältere Beschäftigte
  • Auszubildende fördern

positionierte sich die Arbeitgeberseite dahingehend, dass Vereinbarungen dazu nur unter Anrechnung auf die Gehaltssteigerung  erfolgen können. Unsere Meinung: Kein Entweder-oder! Die DHV-Forderungen zu Work-Life-Balance greifen berechtigte Anliegen der Beschäftigten neben der Gehaltsfrage auf.

Bezüglich der DHV-Forderung nach Veränderung der Vertriebsvergütung ließ die Arbeitgeberseite durchblicken, dass auch sie Verhandlungsbedarf sieht. Allerdings sind die Vorstellungen bezüglich des Verhandlungsbedarfs unterschiedlich.

Die Verhandlungen werden am 23.06.2015 fortgesetzt.

  • Wir fordern 5,5 % Gehaltserhöhung und
  • eine Erhöhung der Auszubildendenvergütungen um 100 €!

KKH: DHV-Forderungen zu Gehalt und Work-Life-Balance

Die DHV-Tarifkommissionssitzung hat ihre Forderungen zur am 08.06.2015 beginnenden Tarifrunde beschlossen. Sie befassen sich schwerpunktmäßig mit dem Themen Gehalt, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie der Förderung des Zukunftskapitals der Kasse - den Auszubildenden:

Unsere Gehaltsforderung - 5,5 % zum Schließen der Schere bei den Lohnentwicklungen!
Erhöhung der Auszubildendenvergütungen um 100 Euro!

    • Zahlung eines Zuschussbeitrages für die Kinderbetreuung
      Mit der 2013 vereinbarten tariflichen Elternzeit hat die KKH einen Grundstein zur Förderung von Familien gelegt. Im Interesse der stärkeren Wahrnehmung der KKH als familienfreundliche Arbeitgeberin ist es wichtig, weitere Regelungen zu vereinbaren. Ein Ansatz ist die finanzielle Unterstützung bei der Kinderbetreuung. Denn besonders in den Ballungsräumen sind Kita-, Kindergarten- und Hortplätze begehrt und teuer.

 

    • Zahlung eines Ausgleichsbetrags bei Kinderkrankengeld
      Es ist nicht befriedigend, dass Eltern, die wegen der Krankheit der Kinder nicht arbeiten können, für die Ausfalltage nur ein Kinderkrankengeld erhalten, dessen Höhe unter dem Nettogehalt liegt.

 

    • Bezahlte Freistellung für Gesundheitsvorsorge
      Gesundheitliche Vorsorgemaßnahmen sind sowohl für die Beschäftigten als auch für die Kasse wichtig. Sie dienen der Gesunderhaltung der Beschäftigten und verringern die durch den krankheitsbedingten Ausfall entstehenden Kosten. Die Kasse sollte daher die Beschäftigten in ihrer Gesundheitsvorsorge weiter unterstützen.

 

    • Erweiterter Teilzeitanspruch für ältere Beschäftigte
      Mit dem Tarifabschluss 2013 vereinbarten DHV und KKH einen Teilzeitanspruch für ältere Beschäftigte. Die Regelung (ab 2 Jahre vor der Rente; 1. Jahr 100 % arbeiten, 75 % Bezahlung; 2. Jahr 50 % arbeiten, 75 % Bezahlung) wird je-doch kaum angenommen. Es ist daher notwendig, die Teilzeitregelung attraktiver zu gestalten. Dies kann nur Form in einer Arbeitszeitreduzierung ohne Vorarbeit und der Zahlung eines Aufstockungsbetrages geschehen.

 

  • Auszubildende fördern
    Die Auszubildenden müssen in ihrer Prüfungsvorbereitung und in Bezug auf ihre Weiterentwicklung nach der Ausbildung gefördert werden. Unsere Forderung:
    • 3 freie Tage zum Lernen vor Prüfungen.
    • Stärkere Förderung von Übernahme- und Aufstiegschancen für junge Beschäftigte nach ihrer Ausbildung: Regelmäßig ein bestimmtes Kontingent von Traineeplätzen zur Verfügung stellen.
    • Verbesserung der finanziellen Situation beim dualen Studium
  • Vertriebsvergütung verändern
    Nach unserer Auffassung ist ein nachhaltiger Vertriebserfolg der KKH trotz einer neuen Vertriebsvergütung mit geringem Grundgehalt und hohen Prämienanteilen nicht erreicht worden. Zudem bestehen nach wie vor zwei Gehaltssysteme innerhalb des Vertriebs Unsere Forderung: Keine zwei Welten bei der Vergütung des Vertriebes. Bezahlung der Beschäftigten gemäß Eingruppierung in eine Vergütungsgruppe. Darüber hinaus Vereinbarung einer Erfolgsprämienregelung.

 

BARMER GEK: Eingruppierungstarifvertrag: Abschluss mit Bauchschmerzen

Am 12.03.2015 verhandelten DHV und BARMER GEK über den Abschluss des Eingruppierungstarifvertrages.

Dabei wurden eingehend folgende Punkte verhandelt:

  • Vereinbarung eines transparenten Katalogs von Bewertungskriterien für zukünftige Eingruppierungen
    Der neue Eingruppierungstarifvertrag ist zukunftsweisend und soll eine transparente, objektive und für die Beschäftigten nachvollziehbare Verfahrensweise für die Bewertung und Eingruppierung von Tätigkeiten abbilden. DHV und BARMER GEK verhandelten beim ersten Anlauf 2013 über Bewertungskriterien für die Tätigkeiten. Die DHV-Verhandlungskommission schlug der Arbeitgeberseite vor, den entwickelten Bewertungskriterienkatalog als Anhang zum Tarifvertrag zu vereinbaren. Die Arbeitgeberseite gab dem Standpunkt der DHV-Verhandlungskommission Recht und betonte, dass Transparenz bei den Eingruppierungsregelungen erforderlich sind. Sie will aber keinen formellen Katalog vereinbaren, sondern den Eingruppierungstarifvertrag in Abständen überprüfen.
    Wir werden dieses Thema in den Überprüfungsgesprächen wieder zur Sprache bringen und einen transparenten Katalog von Bewertungskriterien einfordern!
  • Vertriebsvergütung
    Die DHV-Verhandlungskommission wies auf die kurze Erklärungsfrist bis zum 30.04.2015 für die Vertriebsbeauftragten für die Inanspruchnahme des Besitzstandes hin. Die Arbeitgeberseite müsse sicherstellen, dass auch erkrankte Beschäftigte und Beschäftigte, die im April im Osterurlaub sind, rechtzeitig persönlich über ihr Wahlrecht informiert werden und ihnen ausreichend Zeit zum Überlegen gegeben wird. Die Arbeit-geberseite versprach, dass alle Vertriebsbeauftragten, auch die im April in den Urlaub gehen und langzeiterkrankt sind, rechtzeitig informiert werden!
  • Zulagen für Beschäftigte in den LGS´en (VG 5)
    In der Verhandlung am 18.02.2015 hatte die DHV-Verhandlungskommission die Arbeitgeberseite auf die Problematik hingewiesen, dass es Beschäftigte gibt, denen langjährig Zulagen gezahlt wurden, die sie im Zuge des Eingruppierungstarifvertrages verlieren werden. Die Arbeitgeberseite  antwortete, dass eine solche Problematik nicht besteht, da Beschäftigte, die über eine längere Zeit ohne Sachgrund eine Zulage erhalten, einen Anspruch auf Höhergruppierung haben. Diesen Standpunkt revidierte die Arbeitgeberseite in der Verhandlung 12.03.2015 für die Beschäftigten in den LGS´en, die die Zulage Nicht-ärztliche Leistungen und Verträge erhalten. Diese Zulagen würden unter dem Vorbehalt einer Regelung im Eingruppierungstarifvertrag gezahlt. Den Standpunkt der DHV-Verhandlungskommission, dass diese Zulagen bereits seit Jahren gezahlt würden und die Beschäftigten damit auf deren Bestand vertrauen dürften, ließ die Arbeitgeberseite nicht gelten. Nach ihrer Auffassung fielen die Zulagen nicht unter den Bestandsschutz.

Bewertung des Verhandlungsergebnisses:
Die DHV-Tarifkommission hat dem Verhandlungsergebnis mit Bauchschmerzen zugestimmt. Vor allem der Wegfall der langjährig gezahlten Zulage Nicht-ärztliche Leistungen und Verträge an die Beschäftigten der VG 5 in den LGS´en ist vor allem vor dem Hintergrund ungerecht, dass es in den vergangenen Jahren Gespräche zur Überarbeitung der Eingruppierungsbestimmungen gab, die aber von Seiten der Arbeitgeber nicht weiter geführt wurden. Immerhin hat aber die Arbeitgeberseite gegenüber der Verhandlung am 18.02.2015 nachgebessert: Die Zulagen werden bis zum 31.12.2017 gezahlt und nicht, wie am 18.02.2015 vorgeschlagen, ab Februar 2016 für Beschäftigte, die unter den neuen Eingruppierungstarifvertrag fallen, gestrichen.

Ein großer Pluspunkt des Tarifvertrages ist der bis auf den Streitpunkt Zulagenzahlung umfassende Besitzstand. Damit ist eine zentrale Forderung der DHV-Tarifkommission erfüllt.

Um die Eingruppierung der Tätigkeiten wurde hart gerungen. Nicht alle Tätigkeiten sind zur vollen Zufriedenheit der DHV-Tarifkommission eingruppiert. Aber in Verbindung mit dem umfassenden Besitzstand und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass bei den meisten Tätigkeiten Übereinstimmung zwischen DHV und Arbeitgeberseite erzielt werden konnte, ist das Verhandlungsergebnis akzeptabel.

In der Verhandlung am 12.03.2015 rügte die DHV-Verhandlungskommission die Veröffentlichungspraxis der Kasse zum Tarifabschluss mit verdi vom 10.03.2015. Es dürfe nicht sein, dass der Vorstandsvorsitzende einen Tag vor der Verhandlung mit der DHV, ohne Hinweis auf diese noch laufenden Verhandlungen, an alle Mitarbeiter den Abschluss der Eingruppierungstarifverhandlungen bekanntgibt. Auch bedenklich ist die Verbreitung der verdi-Tarifinformation an alle Mitarbeiter unter Nutzung des internen Mitarbeiterverteilers der Kasse.

Die Antwort der Arbeitgeberseite war, dass die Verbreitung der verdi-Tarifinformation per E-Mail an alle Mitarbeiter der BARMER GEK eine Forderung der verdi-Tarifkommission war. Unter dem Aspekt der Gleichbehandlung der Gewerkschaften bot die Arbeitgeberseite die Veröffentlichung der DHV-Tarifinformation zum Abschluss an alle Mitarbeiter der Kasse an.

Dieses Arbeitgeberangebot lehnen wir dankend ab! Die Verbreitung einer Gewerkschaftsinformation unter Nutzung des internen Mitarbeiterverteilers und mit ausdrücklicher Genehmigung des Arbeitgebers sehen wir kritisch. Diese Aktion ist eine Form der Unterstützung einer Gewerkschaft durch den Arbeitgeber. Gewerkschaften sind aber gegnerfrei, d.h. sie dürfen sich nicht vom Arbeitgeber abhängig machen! Die Gegnerfreiheit soll nicht mit irgendwelchen Unterstützungsleistungen durch die Arbeitgeberseite konterkariert werden! Dieses Verständnis ist tragender Grundsatz einer Gewerkschaft und muss in allen Bereichen der täglichen Gewerkschaftsarbeit zum Ausdruck kommen!

V.i.S.d.P. Henning Röders

Gehaltstarifvertrag KKH zum 30.6.2015 gekündigt

Für die anstehende Gehaltsrunde 2015/2016 sieht die DHV deutlichen Anpassungsbedarf bei den Tarifgehältern, da die letzten Gehaltssteigerungen nur einen Ausgleich der Inflationsrate vermochten.  Die allgemeine Steigerung der Gehälter in Deutschland, die in die Finanzen der gesetzlichen Krankenkassen einfließt und auch die Preissteigerungen für Leistungen der GKV markiert, zeigen, dass die Beschäftigten der KKH einen erheblichen Nachholbedarf haben.

Hinzu kommen die Belastungen der Beschäftigten in Bezug auf Zeit und Kosten durch die Umstrukturierungen. Dies wirkt sich auf die Gesundheit der Beschäftigten aus und belastet sie über den Berufsalltag hinaus auch im Privatleben.

Die Auszubildenden sind die Zukunft der KKH! Dazu sind attraktive Ausbildungsvergütungen unbedingt erforderlich. Hier besteht noch deutlicher Nachholbedarf gegenüber anderen Kassen.

Deshalb unsere Forderungen:

  • 5,5 % zum Schließen der Schere bei den Lohnentwicklungen!
  • Darüber hinaus wird sich die DHV für bessere Vereinbarkeit von Familie bzw. Freizeit und Beruf und die Gesundheitsförderung einsetzen.
  • Erhöhung der Auszubildendenvergütungen um 100 Euro!

Unser Forderungskatalog ist nicht abschließend. Beteiligen Sie sich und gestalten Sie unsere Tarifarbeit mit! Für welche weiteren  Forderungen und Positionen stehen Sie? Schreiben Sie uns: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

DAK-Gesundheit: Warnstreik - Starkes Zeichen gesendet!

13.01.2015

Mehr als 2500 Beschäftigte folgten gestern dem Warnstreikaufruf von DHV und EMG/GDS.
Mit ihrer Beteiligung sendeten die Streikenden dem Arbeitgeber ein starkes Zeichen und zeigten damit ihren Unmut über das bisherige Tarifangebot.
Wir bedauern sehr das Verhalten diverser Führungskräfte, die durch massive Drohungen Kolleginnen und Kollegen an der Teilnahme am legitimen Warnstreik behindert und gehindert haben.
Derartiges Fehlverhalten von Führungskräften liegt sicher auch nicht im Interesse des Arbeitgebers. Die Arbeitsaufträge an die Führungskräfte waren einwandfrei und korrekt geschrieben. Die Führungskräfte sollten sachlich und in geeigneter Form handeln. Wir bedauern sehr, dass es zu Fehlverhalten gekommen ist und bieten unseren betroffenen Mitgliedern Unterstützung und auch Rechtsschutz an.  

Seit mehr als 4 Monaten beharrt die Arbeitgeberseite auf einem unzureichenden Angebot. Sämtliche Kompromissvorschläge der DHV-Tarifkommission wurden von Seiten des Arbeitgebers abgelehnt.
Wir bedauern das Handeln der DAK-Gesundheit sehr. Besonders unverständlich ist es der DHV Tarifkommission warum der Arbeitgeber zu keinem Kompromiss bereit ist. Die Beschäftigten leisten klasse Arbeit und verdienen einen Tarifvertrag ohne unterschiedliche Behandlung je nach Gewerkschaftszugehörigkeit.   
Der monatelange Streit eskalierte nun gestern im ersten Warnstreik. Zu einer Zeit wo die DAK-Gesundheit mehr als die volle Arbeitskraft aller Beschäftigten benötigt.

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Die Streikinformation können Sie auch hier herunterladen

Warnstreik bei der DAK-Gesundheit am Montag, 12.01.2015

Die DHV ruft gemeinsam mit der Gewerkschaft der Sozialversicherung (GdS) die Beschäftigten der DAK-Gesundheit am Montag, 12.01.2015, von 10.00-12.00 Uhr zu einem Warnstreik auf.

Anlass des Warnstreiks sind die im Herbst 2014 gescheiterten Gehaltstarifverhandlungen. Den Aufruf können Sie hier lesen.