Headerbild

Mitglieder Login

BARMER GEK: Auftakt Gehaltstarifverhandlungen - Arbeitgeber legen kein Gehaltsangebot vor

Am 11.02.2016 fand der Auftakt der Gehaltstarifverhandlungen zwischen DHV und BARMER GEK statt. Die DHV-Verhandlungskommission trug die DHV-Forderungen vor.

Unsere Forderungen:

  • 5,0 % mehr Gehalt für 12 Monate!
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern: Zahlung eines Zuschusses für die Kinderbetreuung und Zahlung eines Zuschusses zum Kinderkrankengeld
  • Gesunderhaltung der Beschäftigten fördern: Vereinbarung eines Zuschusses für individuelle Gesundheitsmaßnahmen in Höhe von 10 € / Monat
  • Erweiterung des Geltungsbereichs des Altersteilzeittarifvertrages auch auf nach dem 31.12.1959 geborene Beschäftigte

Die Arbeitgeberseite erkannte an, dass das Jahr 2015 zwar besser als geplant verlaufen war, die Kasse habe aber dennoch mit einem Defizit abgeschlossen. Zudem seien die finanziellen Belastungen aufgrund der Umsetzung des Tarifvertrages zur Begleitung des Projekts „aufbruch“ hoch. Eine finanzielle Entlastung infolge des Projekts „aufbruch“ würde erst in 2017 eintreten. Die Umsetzung der Gehaltserhöhung von 2,0 % zum 01.07.2015 würde in 2016 mit 1,0 % höheren Gehaltskosten durchschlagen. Zur gesamtwirtschaftlichen Situation merkte die Arbeitgeberseite an, dass die Inflation mit 0,3 % auf einem historisch niedrigen Niveau liegt. Alles, was über 0,3 % hinausgeht, wird zu einem Reallohnzuwachs führen.

Die Arbeitgeberseite sah sich nicht in der Lage, ein erstes Gehaltsangebot abzugeben. Die Arbeit-geberseite positionierte sich lediglich in der Frage der Laufzeit: Sie wünscht sich einen Tarifabschluss mit 2-3 Jahren Laufzeit. Zur DHV-Forderung nach Erweiterung des Geltungsbereichs des Altersteilzeittarifver-trages ließ die Arbeitgeberseite anklingen, dass eine Regelung im Zuge der Fusion mit der Deutschen BKK durchaus vorstellbar wäre. Einer generellen Ausdehnung des Geltungsbereiches steht die Arbeitgeberseite ablehnend gegenüber, da die Altersteilzeit den absehbaren Fachkräftemangel noch verschärfen wird.

Fazit: Die erste Verhandlungsrunde verlief absolut enttäuschend! Die DHV-Forderungen sind seit zwei Monaten bekannt. Die Arbeitgeberseite hätte diese durchaus bewerten und darauf aufbauend ein erstes Gehaltsangebot abgeben können. Dass sie dies versäumt hat, bewertet die DHV-Verhandlungskommission als äußerst unbefriedigend. Der Hinweis zur angespannten Lage der Kasse ist Teil der üblichen Verhandlungsfolklore. Gehaltstarifverhandlungen kommen für die Arbeitgeberseite immer zur falschen Zeit, die Situation ist immer schwierig. Was den Hinweis der Arbeitgeberseite zur niedrigen Inflation angeht, dürfte ihr sicherlich bewusst sein, dass ein Abschluss etwas über 0,3 % nicht akzeptabel sein dürfte. Die Beschäftigten der BARMER GEK haben eine deutliche Gehaltserhöhung verdient!

Die Gehaltstarifverhandlungen zwischen DHV und BARMER GEK werden am 26.02.2016 in Wuppertal fortgesetzt. Wir erwarten dann ein Gehaltsangebot, das der engagierten Leistung der Beschäftigten gerecht wird!

DAK-Gesundheit: Stellenabbau ohne Sinn und Verstand? So nicht!

Angeblich hat der noch amtierende Vorstand vor bis 2018 bundesweit über 1.000 Stellen abzubauen. Dienststellen, bzw. Teildienststellen sollen geschlossen werden.

Wir als DHV sind der Meinung:
Mit Einsparungen an den Verwaltungskosten werden wir die DAK-Gesundheit nicht retten.
Entscheidend werden eine positive Mitgliederentwicklung und vor allem die Reduzierung der Leistungs-ausgaben sein.

Ohne die Gewerkschaften und den HPR umfassend zu informieren und einzubeziehen startet der Vorstand jetzt über die Führungskräfte das Verbreiten von „Informationen“. Dieser Weg ist falsch. Diese erstmalig ohne Beteiligung der Beschäftigten eingeführte Maßnahme ist der falsche Weg. Wir fordern den Vorstand auf, seinen „Reorganisationsprozess“ zu überdenken.

Die DHV-Bundesbetriebsgruppe fordert den Vorstand auf, Fakten auf den Tisch zu legen und mit den Personalräten und allen Gewerkschaften gemeinsam nach tragfähigen Lösungen zu suchen.

Personalmaßnahmen senken den Beitragssatz kaum spürbar, führen aber sofort zu riesigen Problemen bei der Bewältigung der Arbeit (schon heute erhebliche Rückstände) mit negativen Folgen für

a) Serviceerlebnis des Kunden
b) Leistungsausgabensteuerung

Der Kunde darf von den Maßnahmen im besten Fall nichts bemerken, sonst würden die Kündigungszahlen hochgetrieben und damit die negative Spirale der Verwaltungskosten angetrieben.

Für die DHV sind Schließungen ohne Sinn und Verstand, die ggf. erst Jahre später positive Effekte bringen und Chaos hervorbringen, keine Optionen. Auch übereilte betriebsbedingte Kündigungen würden die Handlungsfähigkeit der DAK-Gesundheit negativ beeinflussen und sind mit uns nicht machbar.

Der Arbeitgeber darf die Beschäftigten der DAK-Gesundheit nicht demotivieren und verängstigen.
Ein „Reorganisationsprozess“ als Personalabbaukonzept wird mit der DHV nicht so leicht umzusetzen sein, wie sich der Arbeitgeber das vorstellt.

DHV Fazit:

  • Die DHV verschließt die Augen nicht vor den Herausforderungen.
  • Die DHV fordert den Vorstand auf, Maßnahmen gemeinsam mit allen Gewerkschaften und Personalrat zu entwickeln. Gemeinsam haben wir die Deckungslücke bei den Verwaltungskosten 2015 bereits halbiert (nur noch 50 Millionen). Stehen im Ranking der Verwaltungskosten auf Platz 47 aller Kassen. AOK Plus mit 14,9% Beitrag hat erheblich höhere Verwaltungskosten (Platz 35).
  • Die DHV fordert den Vorstand auf mit Maßnahmen Leistungsausgaben massiv zu begrenzen, dann spielt die Höhe der Verwaltungskosten eine untergeordnete Rolle (siehe AOK Plus).

Fakten auf den Tisch - sinnvolle, sozialverträgliche Lösungen suchen!

Wie in den Vorjahren sollte ein gemeinsam entwickeltes Konzept zwischen Arbeitgeber, allen Gewerkschaften und Personalrat den Weg ebnen, damit unsere DAK-Gesundheit zukunftsfähig wird.
Der derzeit eingeschlagene Weg ist falsch. Wir fordern den Vorstand auf seinen Plan zu überdenken. Die derzeit kolportierten Maßnahmen sind für die DHV Bundesbetriebsgruppe keine Lösung. Mit uns ist dieser Weg nicht zu machen!

KKH: Unsere Agenda für 2016

Ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr 2015 liegt hinter Ihnen. Im zurückliegenden Jahr konnte die DHV-Tarifkommission einen Gehaltstarifabschluss für die Beschäftigten erreichen, der über der Inflationsrate liegt und den Beschäftigten der KKH bis zum Ende der Laufzeit (31.12.2016) einen Reallohnzuwachs bringt. Bestandteil des Tarifabschlusses war u.a. eine Verhandlungsverpflichtung über die Neugestaltung der Vertriebsvergütung. Eine erste Arbeitsgruppensitzung zu diesem Thema fand am 14.12.2015 statt.

Die DHV-Tarifkommission traf sich am 07.01.2016 zu ihrer ersten Sitzung, um die tarifpolitische Agenda für dieses Jahr zu beraten:

a) Work-Life-Balance

Wir, die DHV, stehen für einen ausgewogenen Ausgleich von Beruf und Familie. Wir fordern:

  • Zahlung eines Zuschussbetrages für die Kinderbetreuung
  • Zahlung eines Ausgleichsbetrages bei Kinderkrankengeld
  • bezahlte Freistellung für Gesundheitsvorsorge
  • Erweiterter Teilzeitanspruch für ältere Beschäftigte
  • Auszubildende fördern

Die DHV-Tarifkommission wird diese Themen in die Sitzungen der Arbeitsgruppen einbringen. Die Arbeit-geberseite hat sich bereit erklärt, über diese für die Beschäftigten wichtigen Forderungen zu sprechen.

b) Neuregelung der Vertriebsvergütung

In der Arbeitsgruppensitzung am 14.12.2015 brachte die DHV-Tarifkommission deutlich unsere Position zum Ausdruck: Wir fordern, dass die Beschäftigten des Vertriebs in die Vergütungsgruppensystematik des KKH-TV reintegriert werden:

  • Eingruppierung der Vertriebstätigkeiten in Vergütungsgruppen
  • Geltung der Berufsjahressteigerungsregelung auch für Vertriebsbeschäftigte
  • Vereinbarung einer Regelung zur Zahlung einer Erfolgsprämie, die die Leistung der Ver-triebsbeschäftigten angemessen honoriert.

Die Arbeitsgruppensitzung am 14.12.2015 zeigte, dass die Positionen zwischen DHV und Arbeitgeberseite noch weit auseinander liegen. Insbesondere die Eingruppierung nach Vergütungsgruppen und die damit verbundene Berufsjahressteigerungsregelung lehnt die Arbeitgeberseite ab. Sie will vielmehr ein Mindest-einkommen vereinbaren und es den Arbeitsvertragsparteien überlassen, ob und wie hoch das Gehalt über dem Mindesteinkommen liegt. Nach ihren Vorstellungen sollen Regionalleiter und Gebietsleiter am Ende des Jahres die Höhe des Gehalts für das nächste Jahr verhandeln.

c) Gehaltstarifverhandlungen 2017

Der Gehaltstarifvertrag ist zum 31.12.2016 kündbar. Die Vorbereitungen zur Gehaltstarifrunde werden im Herbst laufen. Die DHV-Tarifkommission wird fristgemäß den Gehaltstarifvertrag kündigen und die Forde-rungen beraten.

d) Personalratswahlen 2016

Wir werden bei der Wahl des Hauptpersonalrats 2016 mit einer eigenen Liste antreten und wollen auch in
Den nächsten vier Jahren die Interessen der Beschäftigten in dem wichtigsten Personalvertretungsgremium wahrnehmen.

BARMER GEK: Gehaltstarifverhandlungen: DHV fordert 5,0 % mehr Gehalt!

Die DHV-Tarifkommission hat fristgemäß den Gehaltstarifvertrag zum 31.01.2016 gekündigt und die Gehaltsforderung für die anstehende Gehaltstarifrunde beschlossen:

Wir fordern 5,0 % mehr Gehalt für 12 Monate und eine deutliche, überproportionale Erhöhung der Auszubildendenvergütungen.

Sie haben sich eine deutliche Gehaltserhöhung verdient! Mit dem Projekt „aufbruch“ durchläuft die BAR-MER GEK eine der größten Umstrukturierungen ihrer Geschichte. Dass trotz mancher Probleme in der praktischen Umsetzung des Projekts die Servicequalität gegenüber den Kunden gewährleistet werden konnte bzw. werden kann, ist vor allem der Verdienst der engagierten Arbeit der Beschäftigten der BAR-MER GEK! Dieser Einsatz ist angesichts der Tatsache umso mehr zu würdigen, dass das Projekt „aufbruch“ den Beschäftigten den Wechsel ihres Arbeitsplatzes und vielen von ihnen erheblich weitere Wege zur neuen Arbeit zumutet. Darüber hinaus wird im kommenden Jahr die Vorbereitung der Fusion mit der Deutschen BKK die Kasse vor neue, großen Herausforderungen stellen. Aus diesen Gründen setzen wir uns in der anstehenden Gehaltstarifrunde für eine angemessene, spürbare Gehaltserhöhung ein!
Die BARMER GEK muss angesichts des immer schärfer werdenden Wettbewerbs um die jungen Menschen den Auszubildenden attraktive Arbeitsbedingungen bieten. Dazu ist eine deutliche, überproportionale Erhöhung der Auszubildendenvergütungen erforderlich.

Die DHV-Tarifkommission geht mit weiteren Forderungen in die Gehaltstarifrunde:

Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern:
Die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein wichtiger Bestandteil einer zukunftsorien-tierten Beschäftigungspolitik der BARMER GEK. Beschäftigte mit Kindern wollen sich für ihre Familie und für ihren Beruf engagieren. Die BARMER GEK muss sich als eine familienfreundliche Kasse aufstellen, um im immer härter werdenden Kampf um die Fachkräfte bestehen zu können. Deshalb sehen wir es als notwendig an, neben den temporär gedachten Bestimmungen im  TV „aufbruch“ dauerhafte Regelungen im Haustarifvertrag zu vereinbaren. Wir fordern daher:

  • Die Zahlung eines Zuschusses zum Kinderkrankengeld
  • Eine dauerhafte Regelung zur Zahlung eines Zuschusses für die Kinderbetreuung

Gesunderhaltung der Beschäftigten fördern
Die Gesundheit der Beschäftigten ist ein hohes Gut - vor allem angesichts fortschreitenden demographischen Wandels, aber auch angesichts der steigenden Belastungen der Beschäftigten infolge des Projekts „aufbruch“. Es ist für die BARMER GEK ein Muss, die Gesunderhaltung der Beschäftigten zu fördern. Deshalb fordern wir die Vereinbarung eines Zuschusses für individuelle Gesundheitsmaßnahmen der Beschäftigten in Höhe von 10 € / Monat!

Altersteilzeit fördern
Die Altersteilzeit ist ein bewährtes Instrument für einen gleitenden Übergang in den Ruhestand. Deshalb muss nach unserer Auffassung die Altersteilzeit weiter gefördert werden. Der Tarifvertrag Altersteilzeit in seiner derzeitigen Fassung gilt aber nur für Beschäftigte, die vor dem 01.01.1960 geboren sind. Wir fordern die Erweiterung des Geltungsbereichs des Altersteilzeittarifvertrages auch auf nach dem 31.12.1959 geborene Beschäftigte!

BARMER GEK: Gehaltstarifverhandlungen - Ihre Meinung ist uns wichtig!

Die Gehaltstarifrunde 2016 wirft ihre Schatten voraus. Die DHV hat fristgemäß den Gehaltstarifvertrag zum 31.01.2016 gekündigt. Die DHV-Tarifkommission hat auf ihrer jüngsten Sitzung im September beschlossen, vor der Aufstellung von konkreten Forderungen Ihnen die Gelegenheit zu Mitarbeit zu geben.

Sagen Sie uns Ihre Meinung: Mit welchen Forderungen soll die DHV in die Gehaltstarifrunde 2016 gehen?

Bitte laden Sie die pdf-Datei BARMER GEK_151019.pdf herunter und senden uns das Umfrageformular ausgefüllt zurück.

DAK Gesundheit: Umwandlung Weihnachtsgeld 2015 in freie Tage - Ja, aber…!

Mit Veröffentlichung am 18.03.2015 formulierte die DHV ein klares „Ja“ zur Umwandlung von Weihnachtsgeld in freie Tage und forderte alle Akteure (Arbeitgeber und Gewerkschaften) auf, an den Verhandlungstisch zu kommen, um schnellstmöglich eine verlässliche Grundlage für die Umwandlung von Weihnachtsgeld in Urlaubstage zu schaffen.

Aber … bereits in der Veröffentlichung vom 18.03.2015 erklärten wir auch:

„Ja, wir halten die Umwandlung von Weihnachtsgeld für ein geeignetes Mittel, um auf Personalüberhänge (egal in welcher Dienststelle) zu reagieren. Die Entscheidung, ob von dieser Umwandlung Gebrauch gemacht wird, darf einzig beim Mitarbeiter liegen. Nur der Mitarbeiter selbst kann entscheiden, ob in seiner Dienststelle hinreichend Aufgabenkritik geübt wurde. Nur so kann der Mitarbeiter vermeiden, dass die Umwandlung zu einer unzumutbaren Arbeitsverdichtung auf seiner Stelle führt. Aufgabe der Personalvertretung ist es, im Auge zu haben, dass die Umwandlung nicht zur Arbeitsverdichtung bei den anderen Mitarbeitern führt.“

Erst jetzt, Monate später und kurz vor dem Jahresende veröffentlicht der Arbeitgeber ein Angebot zur Umwandlung des Weihnachtsgeldes 2015. Er schreibt dazu:

"Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass Ihre Dienststellenleitung anhand des Antragseingangs prüft, ob und in welchem Umfang die Umwandlung der Sonderzahlung in freie Tage in Ihrer Dienststelle vertretbar ist, damit die Steuerungserfolge nicht gefährdet werden. Wir gehen davon aus, dass die Beschäftigten zahlreich von dem Angebot Gebrauch machen und die Dienststellenleitungen Anträge, wo immer es möglich ist, auch genehmigen."

Schade, dass der Arbeitgeber die Zeit seit März nicht genutzt hat um mit der DHV-Tarifkommission eine umsetzbare und verlässliche Grundlage (Tarifvertrag) zu verhandeln.

Aus zahlreichen Dienststellen hören wir Klagen über Unklarheiten und Ungerechtigkeiten.

So wird aus einer eigentlich gut gedachten Maßnahme nichts Richtiges.

Anders als die Veröffentlichung des Arbeitgebers vermuten lassen könnte, sehen wir eine starke Mitwirkung des Personalrates. Die Dienststellenleitung kann und soll eben nicht nach „Gutsherrenart“ Anträge einfach bewilligen oder einfach ablehnen. Nach dem Motto „Wer zuerst kommt…“ oder auch nach „Nasenfaktor“ kann und darf es keine Entscheidungen geben.

Sowohl angestrebte Bewilligungen als auch Ablehnungen hat die Dienststellenleitung nach unserer Auffassung mit dem zuständigen Personalrat (ÖPR) abzustimmen.

-       Bei Bewilligungen ist zu erläutern wer die Arbeit leisten kann und wie dieses erfolgen soll, ohne dass es zu einer „Hebung der Arbeitsleitung“ für die Antragssteller bzw. für Kollegen kommt.

-       Bei Ablehnungen sind die Gründe zu erläutern und insbesondere die Gleichheitsgrundsätze zu beachten.

Gerne hätten wir Rechtssicherheit für die Dienststellenleitungen und auch für die Personalräte geschaffen. Für 2015 ist dies nicht mehr möglich. Die Mitglieder der DHV Tarifkommission werden den Umsetzungsprozess genau verfolgen und die Erkenntnisse in die angekündigten Tarifgespräche einfließen lassen.

KKH-Verhandlungsergebnis vom 24.06.2015: DHV trägt Ergebnis mit, die Verhandlungen gehen weiter!

14.07.2015

Liebe Kolleginnen,
Liebe Kollegen,

vielen Dank für Ihre zahlreichen und unterschiedlichen Anmerkungen zu dem Verhandlungsergebnis.

Wir haben uns intensiv mit Ihren Meinungen auseinandergesetzt und uns letztendlich entschieden, die Gehaltssteigerung um insgesamt 3% mitzutragen – vor allem um den Abschluss als Chance zu nutzen! Denn die Verhandlungen zu weiteren Regelungen des Tarifvertrags werden fortgesetzt, und wir wollen weiter für Ihre Interessen kämpfen.

Wir, die DHV, stehen für einen ausgewogenen Ausgleich von Beruf und Familie. Wir fordern in diesem Sinne:

  • Zahlung eines Zuschussbetrages für die Kinderbetreuung
  • Zahlung eines Ausgleichsbetrages bei Kinderkrankengeld
  • bezahlte Freistellung für Gesundheitsvorsorge
  • Erweiterter Teilzeitanspruch für ältere Beschäftigte
  • Auszubildende fördern

Mit dem heutigen Tag gelten die ausgehandelten Bedingungen vom 24.06.2015 als angenommen. Nun beginnen die Verhandlungen zum Manteltarifvertrag und einigen Anlagen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass der Tarifvertrag der KKH für Sie attraktiver wird und die unruhigen Zeiten der Strukturreform gewürdigt werden.

KKH: Die Befragung geht weiter

Liebe Kolleginnen,
Liebe Kollegen,

mit Datum vom 24.06.2015 haben wir Sie über das Verhandlungsergebnis informiert und Sie aufgefordert, uns Ihre Meinung mitzuteilen.

Mittlerweile haben uns zahlreiche Reaktionen mit unterschiedlichen Reaktionen erreicht. Sie reichen von verhaltener Zustimmung bis zu strikter Ablehnung des Verhandlungsergebnisses, weil dieses die unter den erschwerten Umständen der Umstrukturierung geleistete Arbeit nicht ausreichend würdigt.

Teilen Sie uns weiter Ihre Meinung zum erzielten Verhandlungsergebnis mit:

  • Erhöhung der Gehälter und der Auszubildendenvergütungen: 2,0 % ab dem 01.07.2015, 1,0 % ab dem 01.04.2016
  • Erhöhung der Erfolgszulage von 30 % auf 35 % ab 2016 mit Wirkung ab 2017
  • Vertrieb: Erhöhung der Vergütungen der Gebiets- und Regionalleiter: 2,0 % ab dem 01.07.2015 und 1,0 % ab dem 01.04.2016
  • Laufzeit des Gehaltstarifvertrages: Bis zum 31.12.2016
  • Verlängerung der Anwendungsvereinbarung zum TV Struktur bis zum 30.06.2016 (bisher: bis 31.12.2015)

Schreiben Sie uns Ihre Meinung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

KKH: Arbeitgeberseite mit bescheidenem Gehaltsangebot

Am 8. Juni 2015 fand in Hannover der Auftakt der Gehaltstarifrunde 2015 statt. Dabei legte die Arbeitgeberseite ein bescheidenes erstes Gehaltsangebot vor:

1. Arbeitgeberangebot: 1,3 % Gehaltserhöhung bei einer Laufzeit bis zum 31.12.2016

Die DHV-Verhandlungskommission lehnte dieses Angebot als nicht verhandlungsfähig ab! Es liegt weit unter vergleichbaren Gehaltstarifabschlüssen anderer Kassen und berücksichtigt in keiner Weise die engagierte Arbeit der Beschäftigten der KKH, die in den vergangenen zwei Jahren unter den erschwerten Bedingungen einer tiefgreifenden Umstrukturierung Enormes leisten mussten.

Die Arbeitgeberseite will die Gehaltstarifverhandlungen zudem nutzen, um Änderungen bei der betrieblichen Altersversorgung (Anlage 7) und bei Besitzständen durchzusetzen. Ihre Vorstellungen zu beiden Themen konnte die Arbeitgeberseite noch nicht hinreichend konkretisieren. Unsere Meinung: Die Gehaltstarifverhandlungen dürfen mit solch schwierigen Themen nicht überfrachtet werden. Die betriebliche Altersvorsorge, für die die Beschäftigten einen nicht unerheblichen Eigenanteil leisten, genießt einen hohen Vertrauensschutz. Besitzstände sind Ergebnisse von Zugeständnissen in früheren Verhandlungen und können nicht einfach zur Disposition gestellt werden. Aus diesen Gründen steht die DHV-Verhandlungskommission Änderungswünschen der Arbeitgeber äußerst kritisch gegenüber.

Zu den weiteren DHV-Forderungen

  • Zahlung eines Zuschussbetrages für die Kinderbetreuung
  • Zahlung eines Ausgleichsbetrages bei Kinderkrankengeld
  • bezahlte Freistellung für Gesundheitsvorsorge
  • Erweiterter Teilzeitanspruch für ältere Beschäftigte
  • Auszubildende fördern

positionierte sich die Arbeitgeberseite dahingehend, dass Vereinbarungen dazu nur unter Anrechnung auf die Gehaltssteigerung  erfolgen können. Unsere Meinung: Kein Entweder-oder! Die DHV-Forderungen zu Work-Life-Balance greifen berechtigte Anliegen der Beschäftigten neben der Gehaltsfrage auf.

Bezüglich der DHV-Forderung nach Veränderung der Vertriebsvergütung ließ die Arbeitgeberseite durchblicken, dass auch sie Verhandlungsbedarf sieht. Allerdings sind die Vorstellungen bezüglich des Verhandlungsbedarfs unterschiedlich.

Die Verhandlungen werden am 23.06.2015 fortgesetzt.

  • Wir fordern 5,5 % Gehaltserhöhung und
  • eine Erhöhung der Auszubildendenvergütungen um 100 €!

KKH: DHV-Forderungen zu Gehalt und Work-Life-Balance

Die DHV-Tarifkommissionssitzung hat ihre Forderungen zur am 08.06.2015 beginnenden Tarifrunde beschlossen. Sie befassen sich schwerpunktmäßig mit dem Themen Gehalt, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie der Förderung des Zukunftskapitals der Kasse - den Auszubildenden:

Unsere Gehaltsforderung - 5,5 % zum Schließen der Schere bei den Lohnentwicklungen!
Erhöhung der Auszubildendenvergütungen um 100 Euro!

    • Zahlung eines Zuschussbeitrages für die Kinderbetreuung
      Mit der 2013 vereinbarten tariflichen Elternzeit hat die KKH einen Grundstein zur Förderung von Familien gelegt. Im Interesse der stärkeren Wahrnehmung der KKH als familienfreundliche Arbeitgeberin ist es wichtig, weitere Regelungen zu vereinbaren. Ein Ansatz ist die finanzielle Unterstützung bei der Kinderbetreuung. Denn besonders in den Ballungsräumen sind Kita-, Kindergarten- und Hortplätze begehrt und teuer.

 

    • Zahlung eines Ausgleichsbetrags bei Kinderkrankengeld
      Es ist nicht befriedigend, dass Eltern, die wegen der Krankheit der Kinder nicht arbeiten können, für die Ausfalltage nur ein Kinderkrankengeld erhalten, dessen Höhe unter dem Nettogehalt liegt.

 

    • Bezahlte Freistellung für Gesundheitsvorsorge
      Gesundheitliche Vorsorgemaßnahmen sind sowohl für die Beschäftigten als auch für die Kasse wichtig. Sie dienen der Gesunderhaltung der Beschäftigten und verringern die durch den krankheitsbedingten Ausfall entstehenden Kosten. Die Kasse sollte daher die Beschäftigten in ihrer Gesundheitsvorsorge weiter unterstützen.

 

    • Erweiterter Teilzeitanspruch für ältere Beschäftigte
      Mit dem Tarifabschluss 2013 vereinbarten DHV und KKH einen Teilzeitanspruch für ältere Beschäftigte. Die Regelung (ab 2 Jahre vor der Rente; 1. Jahr 100 % arbeiten, 75 % Bezahlung; 2. Jahr 50 % arbeiten, 75 % Bezahlung) wird je-doch kaum angenommen. Es ist daher notwendig, die Teilzeitregelung attraktiver zu gestalten. Dies kann nur Form in einer Arbeitszeitreduzierung ohne Vorarbeit und der Zahlung eines Aufstockungsbetrages geschehen.

 

  • Auszubildende fördern
    Die Auszubildenden müssen in ihrer Prüfungsvorbereitung und in Bezug auf ihre Weiterentwicklung nach der Ausbildung gefördert werden. Unsere Forderung:
    • 3 freie Tage zum Lernen vor Prüfungen.
    • Stärkere Förderung von Übernahme- und Aufstiegschancen für junge Beschäftigte nach ihrer Ausbildung: Regelmäßig ein bestimmtes Kontingent von Traineeplätzen zur Verfügung stellen.
    • Verbesserung der finanziellen Situation beim dualen Studium
  • Vertriebsvergütung verändern
    Nach unserer Auffassung ist ein nachhaltiger Vertriebserfolg der KKH trotz einer neuen Vertriebsvergütung mit geringem Grundgehalt und hohen Prämienanteilen nicht erreicht worden. Zudem bestehen nach wie vor zwei Gehaltssysteme innerhalb des Vertriebs Unsere Forderung: Keine zwei Welten bei der Vergütung des Vertriebes. Bezahlung der Beschäftigten gemäß Eingruppierung in eine Vergütungsgruppe. Darüber hinaus Vereinbarung einer Erfolgsprämienregelung.