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BARMER GEK: Eingruppierungstarifvertrag: Abschluss mit Bauchschmerzen

Am 12.03.2015 verhandelten DHV und BARMER GEK über den Abschluss des Eingruppierungstarifvertrages.

Dabei wurden eingehend folgende Punkte verhandelt:

  • Vereinbarung eines transparenten Katalogs von Bewertungskriterien für zukünftige Eingruppierungen
    Der neue Eingruppierungstarifvertrag ist zukunftsweisend und soll eine transparente, objektive und für die Beschäftigten nachvollziehbare Verfahrensweise für die Bewertung und Eingruppierung von Tätigkeiten abbilden. DHV und BARMER GEK verhandelten beim ersten Anlauf 2013 über Bewertungskriterien für die Tätigkeiten. Die DHV-Verhandlungskommission schlug der Arbeitgeberseite vor, den entwickelten Bewertungskriterienkatalog als Anhang zum Tarifvertrag zu vereinbaren. Die Arbeitgeberseite gab dem Standpunkt der DHV-Verhandlungskommission Recht und betonte, dass Transparenz bei den Eingruppierungsregelungen erforderlich sind. Sie will aber keinen formellen Katalog vereinbaren, sondern den Eingruppierungstarifvertrag in Abständen überprüfen.
    Wir werden dieses Thema in den Überprüfungsgesprächen wieder zur Sprache bringen und einen transparenten Katalog von Bewertungskriterien einfordern!
  • Vertriebsvergütung
    Die DHV-Verhandlungskommission wies auf die kurze Erklärungsfrist bis zum 30.04.2015 für die Vertriebsbeauftragten für die Inanspruchnahme des Besitzstandes hin. Die Arbeitgeberseite müsse sicherstellen, dass auch erkrankte Beschäftigte und Beschäftigte, die im April im Osterurlaub sind, rechtzeitig persönlich über ihr Wahlrecht informiert werden und ihnen ausreichend Zeit zum Überlegen gegeben wird. Die Arbeit-geberseite versprach, dass alle Vertriebsbeauftragten, auch die im April in den Urlaub gehen und langzeiterkrankt sind, rechtzeitig informiert werden!
  • Zulagen für Beschäftigte in den LGS´en (VG 5)
    In der Verhandlung am 18.02.2015 hatte die DHV-Verhandlungskommission die Arbeitgeberseite auf die Problematik hingewiesen, dass es Beschäftigte gibt, denen langjährig Zulagen gezahlt wurden, die sie im Zuge des Eingruppierungstarifvertrages verlieren werden. Die Arbeitgeberseite  antwortete, dass eine solche Problematik nicht besteht, da Beschäftigte, die über eine längere Zeit ohne Sachgrund eine Zulage erhalten, einen Anspruch auf Höhergruppierung haben. Diesen Standpunkt revidierte die Arbeitgeberseite in der Verhandlung 12.03.2015 für die Beschäftigten in den LGS´en, die die Zulage Nicht-ärztliche Leistungen und Verträge erhalten. Diese Zulagen würden unter dem Vorbehalt einer Regelung im Eingruppierungstarifvertrag gezahlt. Den Standpunkt der DHV-Verhandlungskommission, dass diese Zulagen bereits seit Jahren gezahlt würden und die Beschäftigten damit auf deren Bestand vertrauen dürften, ließ die Arbeitgeberseite nicht gelten. Nach ihrer Auffassung fielen die Zulagen nicht unter den Bestandsschutz.

Bewertung des Verhandlungsergebnisses:
Die DHV-Tarifkommission hat dem Verhandlungsergebnis mit Bauchschmerzen zugestimmt. Vor allem der Wegfall der langjährig gezahlten Zulage Nicht-ärztliche Leistungen und Verträge an die Beschäftigten der VG 5 in den LGS´en ist vor allem vor dem Hintergrund ungerecht, dass es in den vergangenen Jahren Gespräche zur Überarbeitung der Eingruppierungsbestimmungen gab, die aber von Seiten der Arbeitgeber nicht weiter geführt wurden. Immerhin hat aber die Arbeitgeberseite gegenüber der Verhandlung am 18.02.2015 nachgebessert: Die Zulagen werden bis zum 31.12.2017 gezahlt und nicht, wie am 18.02.2015 vorgeschlagen, ab Februar 2016 für Beschäftigte, die unter den neuen Eingruppierungstarifvertrag fallen, gestrichen.

Ein großer Pluspunkt des Tarifvertrages ist der bis auf den Streitpunkt Zulagenzahlung umfassende Besitzstand. Damit ist eine zentrale Forderung der DHV-Tarifkommission erfüllt.

Um die Eingruppierung der Tätigkeiten wurde hart gerungen. Nicht alle Tätigkeiten sind zur vollen Zufriedenheit der DHV-Tarifkommission eingruppiert. Aber in Verbindung mit dem umfassenden Besitzstand und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass bei den meisten Tätigkeiten Übereinstimmung zwischen DHV und Arbeitgeberseite erzielt werden konnte, ist das Verhandlungsergebnis akzeptabel.

In der Verhandlung am 12.03.2015 rügte die DHV-Verhandlungskommission die Veröffentlichungspraxis der Kasse zum Tarifabschluss mit verdi vom 10.03.2015. Es dürfe nicht sein, dass der Vorstandsvorsitzende einen Tag vor der Verhandlung mit der DHV, ohne Hinweis auf diese noch laufenden Verhandlungen, an alle Mitarbeiter den Abschluss der Eingruppierungstarifverhandlungen bekanntgibt. Auch bedenklich ist die Verbreitung der verdi-Tarifinformation an alle Mitarbeiter unter Nutzung des internen Mitarbeiterverteilers der Kasse.

Die Antwort der Arbeitgeberseite war, dass die Verbreitung der verdi-Tarifinformation per E-Mail an alle Mitarbeiter der BARMER GEK eine Forderung der verdi-Tarifkommission war. Unter dem Aspekt der Gleichbehandlung der Gewerkschaften bot die Arbeitgeberseite die Veröffentlichung der DHV-Tarifinformation zum Abschluss an alle Mitarbeiter der Kasse an.

Dieses Arbeitgeberangebot lehnen wir dankend ab! Die Verbreitung einer Gewerkschaftsinformation unter Nutzung des internen Mitarbeiterverteilers und mit ausdrücklicher Genehmigung des Arbeitgebers sehen wir kritisch. Diese Aktion ist eine Form der Unterstützung einer Gewerkschaft durch den Arbeitgeber. Gewerkschaften sind aber gegnerfrei, d.h. sie dürfen sich nicht vom Arbeitgeber abhängig machen! Die Gegnerfreiheit soll nicht mit irgendwelchen Unterstützungsleistungen durch die Arbeitgeberseite konterkariert werden! Dieses Verständnis ist tragender Grundsatz einer Gewerkschaft und muss in allen Bereichen der täglichen Gewerkschaftsarbeit zum Ausdruck kommen!

V.i.S.d.P. Henning Röders

Gehaltstarifvertrag KKH zum 30.6.2015 gekündigt

Für die anstehende Gehaltsrunde 2015/2016 sieht die DHV deutlichen Anpassungsbedarf bei den Tarifgehältern, da die letzten Gehaltssteigerungen nur einen Ausgleich der Inflationsrate vermochten.  Die allgemeine Steigerung der Gehälter in Deutschland, die in die Finanzen der gesetzlichen Krankenkassen einfließt und auch die Preissteigerungen für Leistungen der GKV markiert, zeigen, dass die Beschäftigten der KKH einen erheblichen Nachholbedarf haben.

Hinzu kommen die Belastungen der Beschäftigten in Bezug auf Zeit und Kosten durch die Umstrukturierungen. Dies wirkt sich auf die Gesundheit der Beschäftigten aus und belastet sie über den Berufsalltag hinaus auch im Privatleben.

Die Auszubildenden sind die Zukunft der KKH! Dazu sind attraktive Ausbildungsvergütungen unbedingt erforderlich. Hier besteht noch deutlicher Nachholbedarf gegenüber anderen Kassen.

Deshalb unsere Forderungen:

  • 5,5 % zum Schließen der Schere bei den Lohnentwicklungen!
  • Darüber hinaus wird sich die DHV für bessere Vereinbarkeit von Familie bzw. Freizeit und Beruf und die Gesundheitsförderung einsetzen.
  • Erhöhung der Auszubildendenvergütungen um 100 Euro!

Unser Forderungskatalog ist nicht abschließend. Beteiligen Sie sich und gestalten Sie unsere Tarifarbeit mit! Für welche weiteren  Forderungen und Positionen stehen Sie? Schreiben Sie uns: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

DAK-Gesundheit: Warnstreik - Starkes Zeichen gesendet!

13.01.2015

Mehr als 2500 Beschäftigte folgten gestern dem Warnstreikaufruf von DHV und EMG/GDS.
Mit ihrer Beteiligung sendeten die Streikenden dem Arbeitgeber ein starkes Zeichen und zeigten damit ihren Unmut über das bisherige Tarifangebot.
Wir bedauern sehr das Verhalten diverser Führungskräfte, die durch massive Drohungen Kolleginnen und Kollegen an der Teilnahme am legitimen Warnstreik behindert und gehindert haben.
Derartiges Fehlverhalten von Führungskräften liegt sicher auch nicht im Interesse des Arbeitgebers. Die Arbeitsaufträge an die Führungskräfte waren einwandfrei und korrekt geschrieben. Die Führungskräfte sollten sachlich und in geeigneter Form handeln. Wir bedauern sehr, dass es zu Fehlverhalten gekommen ist und bieten unseren betroffenen Mitgliedern Unterstützung und auch Rechtsschutz an.  

Seit mehr als 4 Monaten beharrt die Arbeitgeberseite auf einem unzureichenden Angebot. Sämtliche Kompromissvorschläge der DHV-Tarifkommission wurden von Seiten des Arbeitgebers abgelehnt.
Wir bedauern das Handeln der DAK-Gesundheit sehr. Besonders unverständlich ist es der DHV Tarifkommission warum der Arbeitgeber zu keinem Kompromiss bereit ist. Die Beschäftigten leisten klasse Arbeit und verdienen einen Tarifvertrag ohne unterschiedliche Behandlung je nach Gewerkschaftszugehörigkeit.   
Der monatelange Streit eskalierte nun gestern im ersten Warnstreik. Zu einer Zeit wo die DAK-Gesundheit mehr als die volle Arbeitskraft aller Beschäftigten benötigt.

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Die Streikinformation können Sie auch hier herunterladen

Warnstreik bei der DAK-Gesundheit am Montag, 12.01.2015

Die DHV ruft gemeinsam mit der Gewerkschaft der Sozialversicherung (GdS) die Beschäftigten der DAK-Gesundheit am Montag, 12.01.2015, von 10.00-12.00 Uhr zu einem Warnstreik auf.

Anlass des Warnstreiks sind die im Herbst 2014 gescheiterten Gehaltstarifverhandlungen. Den Aufruf können Sie hier lesen.

BARMER GEK: Tarifverhandlungen zur Eingruppierung

Am 04.12.2014 führten DHV und Arbeitgeber die Tarifverhandlungen zur Eingruppierung fort.

Eingehend verhandelten DHV und BARMER GEK über den Besitzstand. Bereits in der Verhandlung am 23.09.2014 hatte die DHV-Verhandlungskommission klar Position zugunsten eines vollumfänglichen Besitzstandes zugunsten der Bestandsbeschäftigten bezogen: Kein/e Beschäftigte/r darf durch den Abschluss des neuen Eingruppierungstarifvertrages schlechter stehen. Es darf kein allmähliches Abschmelzen von tariflichen Standards nach Inkrafttreten des neuen Tarifvertrages stattfinden. Und die Beschäftigten mit Besitzstand müssen auch zukünftig an Gehaltssteigerungen teilhaben.

Die Arbeitgeberseite zeigte in der Besitzstandsfrage erfreulicherweise Bewegung:

Unter dem Vorbehalt des Gesamtpakets ist die Arbeitgeberseite bereit, vollumfänglichen und dynamischen Besitzstand für die Bestandsbeschäftigten zu gewähren! Der Besitzstand gilt auch für den Verbleib in der Vergütungsgruppe!

Die Arbeitgeberseite macht ihr Zugeständnis von der Bedingung abhängig, dass die DHV-Tarifkommission die vorgeschlagene Systematik für zukünftige Eingruppierungen akzeptiert. An diesem Punkt besteht noch Verhandlungsbedarf, da die Positionen von DHV und BARMER GEK noch auseinanderliegen.

Thema war auch der Tarifvertrag zur Gewinnungsprämie. Hier schlug die DHV-Verhandlungskommission eine stärkere Berücksichtigung des Empfehlungsmarketings vor.

Die Verhandlungen werden am 19.01.2015 fortgesetzt. Die DHV-Tarifkommission wird im Anschluss die Ergebnisse der Eingruppierungstarifverhandlungen bewerten.

Die DHV wünscht allen Beschäftigten ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches, erfolgreiches und vor allem gesundes Neues Jahr 2015! Das Jahr 2014 war arbeits- und ereignisreich. Die DHV konnte einen  Gehaltstarifabschluss mit einer angemessenen, über der Inflationsrate liegenden zweistufigen Gehaltserhöhung erzielen und vereinbarte einen Sozialtarifvertrag, der die Härten der Umstrukturierung für die betroffenen Beschäftigten in einem akzeptablen Maß abfedert.

V.i.S.d.P.: Henning Röders

DAK-Gesundheit: Tarifverhandlung vorerst gescheitert - Ergebnis der Mitgliederbefragung – weitere Maßnahmen!

Auch am 14.11.2014 gab es keine Einigung zwischen DHV und DAK-Gesundheit.

Nach Aussage von verdi wurde mit der DAK-Gesundheit ein Tarifvertrag über lineare Gehaltserhöhungen und über eine zusätzliche Einmalzahlung für Gewerkschaftsmitglieder abgeschlossen.
Ein unterschriebener Tarifvertrag wurde den Beschäftigten noch nicht vorgelegt.

Wie bereits mitgeteilt legte der Arbeitgeber der DHV ein anderes Angebot vor. Die DHV-Tarifkommission befragte die DHV-Mitglieder, ob diese beim angebotenen Tarifabschluss mitgehen möchten.

Es haben sich erfreulich viele Mitglieder an der DHV Umfrage beteiligt.
Das Votum der Mitglieder ist eindeutig gegen die Annahme des Arbeitgeberangebotes und auch eindeutig für weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Arbeitgeberangebotes.

Das Ergebnis der Mitgliederbefragung wurde dem Arbeitgeber am Verhandlungstag mitgeteilt. Davon zeigte sich die DAK-Gesundheit noch unbeeindruckt.

Erstaunlich, denn der gleiche Arbeitgeber startet derzeit eine interne Kampagne:
 
"Wir möchten damit auch ein Zeichen unserer Wertschätzung und Dankbarkeit für den Einsatz aller Kolleginnen und Kollegen setzen. Ohne dieses Engagement und die Identifikation mit unserer Marke DAK-Gesundheit würden alle Aktionen nach außen verpuffen"

Markenbuch, oranger Kalender und Kugelschreiber ersetzen keinen fairen und gerechten Tarifvertrag.

Die Stimmung der Beschäftigten zeigt sich auch durch die Mitgliederbefragung der DHV.
Die hohe Beteiligung und das eindeutige Ergebnis sollte der Vorstand als Zeichen betrachten.

Die DHV-Tarifkommission beurteilt durch die Verweigerungshaltung des Arbeitgebers die Tarifverhandlungen als derzeit gescheitert. Sämtliche Kompromissvorschläge der DHV wurden zurückgewiesen.

Wir fordern den Arbeitgeber auf ein verbessertes Angebot vorzulegen und damit die DAK-Gesundheit in dieser schwierigen Situation vor weiterer Beschädigung zu bewahren.

Wir freuen uns über zahlreiche neue DHV-Mitglieder, die mit Ihrem Beitritt ihren Verdruss über das Handeln des Arbeitgebers und das vorgelegte Tarifangebot zum Ausdruck bringen. Sie Stärken mit Ihrer Mitgliedschaft das Verhandlungsmandat der DHV! Vielen Dank für Ihr Vertrauen.

V.I.S.d.P. Henning Röders

DAK-Gesundheit: Tarifverhandlung – DHV Mitgliederbefragung

Hamburg, 24.10.2014

In der Gehaltstarifverhandlung gab es auch am 21.10.2014 keine Einigung zwischen DHV und DAK-Gesundheit.

Der Arbeitgeber bietet folgenden Abschluss an:

  • Lineare Gehaltserhöhung von 2,0 % zum 01.10.2014
  • Lineare Gehaltserhöhung von 3,5 % zum 01.10.2015
  • Erhöhung der Auszubildendenvergütungen;

35 € zum 01.10.2014
40 € zum 01.10.2015

  • 3 freie Tage zum Lernen für Auszubildende vor ihrer Prüfung
  • Tarifierung duales Studium/Ausbildung 4. Ausbildungsjahr in Höhe von 1.500 €
  • für DHV Mitglieder eine zusätzliche Einmalzahlung in Höhe von 80,00 € / Auszubildende 50 €
  • Laufzeit des Tarifabschlusses bis zum 31.07.2016

Nach Aussage von verdi wurde mit der DAK Gesundheit ein Tarifvertrag über diese linearen Gehaltserhöhungen abgeschlossen.
Jetzt steht die Frage an, ob die DHV Mitglieder diesen Tarifabschluss mitgehen möchten.

Ein Streitpunkt der Verhandlung am 21.10.2014 war die angebotene Einmalzahlung für DHV-Mitglieder.
Der Arbeitgeber bietet den DHV Mitgliedern eine geringere Einmalzahlung an als den Mitgliedern einer anderen Gewerkschaft. Gründe für diesen Wunsch nach Differenzierung gab der Arbeitgeber offiziell nicht an.
Es gibt Hinweise, dass dies auf Wunsch einer Gewerkschaft erfolgt, die einen höheren Mitgliedsbeitrag erhebt als die DHV. Es wäre erstaunlich, wenn sich der Arbeitgeber um die Beitragszahlung der Gewerkschaftsmitglieder sorgen würde und bemüht wäre den Beitragsvorteil der DHV auszugleichen.

Jetzt sind die DHV Mitglieder gefragt und aufgerufen über das weitere Vorgehen der DHV-Tarifkommission zu entscheiden.

Die Verhandlungen wurden für die Mitgliederbefragung unterbrochen und gegebenenfalls am 14. November fortgesetzt.

BARMER GEK: Tarifverhandlungen zur Eingruppierung

Am 23.09.2014 führten DHV und Arbeitgeber die Tarifverhandlungen zur Eingruppierung fort.

Seit Dezember 2012 laufen bereits die Eingruppierungstarifverhandlungen. Sie wurden im Herbst 2013 wegen der geplanten Umstrukturierungen unterbrochen. Nach dem Abschluss des Tarifvertrages zur Begleitung des Projekts „aufbruch“ haben DHV und BARMER GEK die Tarifverhandlungen wieder aufgenommen. Es erfolgte ein Neustart der Verhandlungen, da sich im Zuge des Projekts „aufbruch“ die Stellenprofile und die Struktur der Dienststellen komplett verändern werden
    
Die erste Verhandlungsrunde nach dem Neustart fand am 15.08.2014 in Wuppertal statt. In diesem Auftakttermin tauschten beide Seite grundsätzliche Positionen aus. Die Arbeitgeberseite brachte ihren Willen zu einem zügigen Abschluss – am liebsten noch vor dem Start der Umsetzungsphase in der ersten Region Ende diesen Jahres – zum Ausdruck. Die DHV-Verhandlungskommission brachte die Auffassung zum Ausdruck, dass eine gründliche Verhandlung der Details, insbesondere zum Besitzstand, Vorrang vor dem Interesse an einem zügigen Abschluss haben müsse. Um dem Arbeitgeberwunsch zu entsprechen hätten die Verhandlungen früher starten müssen. Insbesondere hätte die Arbeitgeberseite die Verhandlungsunterlagen nicht erst wenige Tage vor dem Auftakttermin, sondern - wie ursprünglich im März diesen Jahres versprochen – im Frühjahr liefern müssen.

Thema der Verhandlung am 23.09.2014 waren die Eingruppierungsvorstellungen der Arbeitgeber zu den Stellen in der Geschäftsstellenstruktur. Hier zeigten sich, dass die Vorstellungen von DHV und Arbeitgeber noch weit auseinanderliegen. Ein Kompromiss ist so schnell nicht in Sichtweite, schon gar nicht vor dem Beginn der Umsetzungsphase des Projekts „aufbruch“ im November.2014. Klar Position bezog die DHV in der Besitzstandsfrage:

  • Kein/e Beschäftigte/r darf durch den Abschluss des neuen Eingruppierungstarifvertrages schlechter stehen!
  • Es muss ein umfassender Besitzstand gelten, d.h. kein allmähliches Abschmelzen von tariflichen Standards nach Inkrafttreten des neuen Tarifvertrages!
  • Die Beschäftigten mit Besitzstand müssen auch zukünftig an Gehaltssteigerungen teilhaben!

Die Arbeitgeberseite verwies darauf, dass im Tarifvertrag zur Begleitung des Projekts „aufbruch“ eine umfassende Vergütungssicherung geregelt ist. Unsere Forderung, dass sich ein vollumfänglicher Besitzstand auf alle Beschäftigten in der heutigen Eingruppierungswelt erstrecken soll, deren Tätigkeit im neuen Tarifvertrag niedriger als bisher vergütet werden würde, fasste die Arbeitgeberseite als weitergehende Forderung auf, die zunächst intern beraten werden muss.

Ein neuer Verhandlungstermin wurde für den 27.10.2014 vereinbart. Thema dieser Verhandlung soll u.a. die Eingruppierung der Beschäftigten in der Hauptverwaltung sein. Von der rechtzeitigen Lieferung der Verhandlungsunterlagen hängt es ab, ob der Termin stattfindet. Auf jeden Fall verhandeln DHV und BARMER GEK am 04.12.2014.

DAK-Gesundheit: Verhandlungstermin abgesagt

Die Verhandlungen wurden am 28. August 2014 unterbrochen und sollten am 16. September 2014 fortgesetzt werden.
Beide Seiten waren sich dabei einig, dass die Gespräche nur Sinn machen, wenn es eine Veränderung der gegenseitigen Positionen gibt. Da die Arbeitgeberseite signalisiert hat, kein verbessertes Angebot vorzulegen, wurde der für den 16.September 2014 geplante Verhandlungstermin abgesagt.

Die Tarifkommission der DHV hatte bereits im Vorfeld des geplanten Termins deutlich gemacht, dass die für August und
September vorgesehenen zwei Leermonate nicht akzeptabel sind und hier Bewegung von der Arbeitgeberseite erwartet wird.

Die DHV fordert daher zunächst weiter das Inkrafttreten der linearen Gehaltsanpassung zum 01. August 2014.  
Sollte die DAK-Gesundheit dies wegen der Tarifeinigung mit ver.di für nicht mehr möglich halten, ist für uns ein Ausgleich für die Leermonate durch eine Einmalzahlung für alle Beschäftigten der DAK-Gesundheit als Alternative denkbar.

Wir können nicht erkennen, dass die ohnehin schon maßvolle Erhöhung von 2 % im Jahr 2014 nicht bereits ab dem 1. August 2014 finanzierbar wäre.      

Vorteilsleistungen für Gewerkschaftsmitglieder:

Die DHV ist nicht gegen Vorteilsleistungen für Gewerkschaftsmitglieder, also für unsere DHV-Mitglieder. Wir wollen solche Leistungen aber „on top“, und nicht, indem man für alle Beschäftigten eine um zwei Monate verzögerte Gehaltsanpassung vereinbart, die man dann für die Gewerkschaftsmitglieder teilweise wieder ausgleicht.

Azubis nicht vergessen:

Auch die Übernahmegarantie für die während der Laufzeit der Gehaltsvereinbarung auslernenden Auszubildenden ist für uns weiterhin eine Forderung!  Die Übernahmegarantie wäre ein wichtiges Signal für die Zukunft, dass uns bisher fehlt.

In diesen Punkten ist die Kasse aktuell noch nicht zu Zugeständnissen bereit. Wir werden der Arbeitgeberseite zunächst noch einmal unsere Argumente vortragen und hoffen, damit zu überzeugen.
Gelingt das nicht, werden unsere Mitglieder entscheiden, wie wir weiter vorgehen.

Tarifverhandlungen DAK-Gesundheit: Keine Tarifeinigung!

In der zweiten Verhandlungsrunde der Gehaltstarifverhandlungen am 27.08.2014 gab es keine Einigung zwischen DHV und DAK-Gesundheit.

Der Arbeitgeber hat folgendes angeboten:

  • Lineare Gehaltserhöhung von 2,0 % zum 01.10.2014
  • Lineare Gehaltserhöhung von 3,5 % zum 01.10.2015
  • Entsprechende Erhöhung des Gesamtruhegeldes nach der Anlage 7 a
  • Erhöhung der Auszubildendenvergütungen: 35 € zum 01.10.2014 und 40 € zum 01.10.2015
  • 3 freie Tage zum Lernen für Auszubildende vor ihrer Prüfung
  • Tarifierung duales Studium/Ausbildung in Höhe von 1.500 €
  • Als Ausgleich für zwei Nullmonate August und September 2014 für DHV Mitglieder eine Einmalzahlung
  • Laufzeit des Tarifabschlusses bis zum 31.07.2016

Der Streitpunkt der Verhandlung am 27.08.2014 war der angebotene Ausgleich für DHV-Mitglieder für die zwei Nullmonate August und September 2014:
Die DHV-Forderung nach einer Einmalzahlung für alle Beschäftigten lehnte die Arbeitgeberseite ab.

Der Arbeitgeber stellte nur für DHV-Mitglieder eine Einmalzahlung in Aussicht.
Wobei die Einmalzahlung für eine andere Gewerkschaft etwas höher sein sollte. Der Arbeitgeber rechtfertigt diese Differenz damit, dass DHV-Mitglieder für die gleichen gewerkschaftlichen Leistungen einen niedrigeren satzungsgemäßen Beitrag zu zahlen haben.
Es ist erstaunlich, dass sich der Arbeitgeber um die Beitragszahlung der Gewerkschaftsmitglieder sorgt und bemüht ist, den Beitragsvorteil der DHV auszugleichen.

Eine gewerkschaftsbezogene Auszahlung der Einmalzahlung in Höhe von maximal 160 € hätte zudem einen gewaltigen administrativen Aufwand für alle Seiten zu Folge.

Die Verhandlungen wurden daher unterbrochen und auf den 16.09.2014 vertagt.

V.i.S.d.P.: Henning Röders