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BARMER GEK: Tarifverhandlungen zur Eingruppierung

Am 04.12.2014 führten DHV und Arbeitgeber die Tarifverhandlungen zur Eingruppierung fort.

Eingehend verhandelten DHV und BARMER GEK über den Besitzstand. Bereits in der Verhandlung am 23.09.2014 hatte die DHV-Verhandlungskommission klar Position zugunsten eines vollumfänglichen Besitzstandes zugunsten der Bestandsbeschäftigten bezogen: Kein/e Beschäftigte/r darf durch den Abschluss des neuen Eingruppierungstarifvertrages schlechter stehen. Es darf kein allmähliches Abschmelzen von tariflichen Standards nach Inkrafttreten des neuen Tarifvertrages stattfinden. Und die Beschäftigten mit Besitzstand müssen auch zukünftig an Gehaltssteigerungen teilhaben.

Die Arbeitgeberseite zeigte in der Besitzstandsfrage erfreulicherweise Bewegung:

Unter dem Vorbehalt des Gesamtpakets ist die Arbeitgeberseite bereit, vollumfänglichen und dynamischen Besitzstand für die Bestandsbeschäftigten zu gewähren! Der Besitzstand gilt auch für den Verbleib in der Vergütungsgruppe!

Die Arbeitgeberseite macht ihr Zugeständnis von der Bedingung abhängig, dass die DHV-Tarifkommission die vorgeschlagene Systematik für zukünftige Eingruppierungen akzeptiert. An diesem Punkt besteht noch Verhandlungsbedarf, da die Positionen von DHV und BARMER GEK noch auseinanderliegen.

Thema war auch der Tarifvertrag zur Gewinnungsprämie. Hier schlug die DHV-Verhandlungskommission eine stärkere Berücksichtigung des Empfehlungsmarketings vor.

Die Verhandlungen werden am 19.01.2015 fortgesetzt. Die DHV-Tarifkommission wird im Anschluss die Ergebnisse der Eingruppierungstarifverhandlungen bewerten.

Die DHV wünscht allen Beschäftigten ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches, erfolgreiches und vor allem gesundes Neues Jahr 2015! Das Jahr 2014 war arbeits- und ereignisreich. Die DHV konnte einen  Gehaltstarifabschluss mit einer angemessenen, über der Inflationsrate liegenden zweistufigen Gehaltserhöhung erzielen und vereinbarte einen Sozialtarifvertrag, der die Härten der Umstrukturierung für die betroffenen Beschäftigten in einem akzeptablen Maß abfedert.

V.i.S.d.P.: Henning Röders

DAK-Gesundheit: Tarifverhandlung vorerst gescheitert - Ergebnis der Mitgliederbefragung – weitere Maßnahmen!

Auch am 14.11.2014 gab es keine Einigung zwischen DHV und DAK-Gesundheit.

Nach Aussage von verdi wurde mit der DAK-Gesundheit ein Tarifvertrag über lineare Gehaltserhöhungen und über eine zusätzliche Einmalzahlung für Gewerkschaftsmitglieder abgeschlossen.
Ein unterschriebener Tarifvertrag wurde den Beschäftigten noch nicht vorgelegt.

Wie bereits mitgeteilt legte der Arbeitgeber der DHV ein anderes Angebot vor. Die DHV-Tarifkommission befragte die DHV-Mitglieder, ob diese beim angebotenen Tarifabschluss mitgehen möchten.

Es haben sich erfreulich viele Mitglieder an der DHV Umfrage beteiligt.
Das Votum der Mitglieder ist eindeutig gegen die Annahme des Arbeitgeberangebotes und auch eindeutig für weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Arbeitgeberangebotes.

Das Ergebnis der Mitgliederbefragung wurde dem Arbeitgeber am Verhandlungstag mitgeteilt. Davon zeigte sich die DAK-Gesundheit noch unbeeindruckt.

Erstaunlich, denn der gleiche Arbeitgeber startet derzeit eine interne Kampagne:
 
"Wir möchten damit auch ein Zeichen unserer Wertschätzung und Dankbarkeit für den Einsatz aller Kolleginnen und Kollegen setzen. Ohne dieses Engagement und die Identifikation mit unserer Marke DAK-Gesundheit würden alle Aktionen nach außen verpuffen"

Markenbuch, oranger Kalender und Kugelschreiber ersetzen keinen fairen und gerechten Tarifvertrag.

Die Stimmung der Beschäftigten zeigt sich auch durch die Mitgliederbefragung der DHV.
Die hohe Beteiligung und das eindeutige Ergebnis sollte der Vorstand als Zeichen betrachten.

Die DHV-Tarifkommission beurteilt durch die Verweigerungshaltung des Arbeitgebers die Tarifverhandlungen als derzeit gescheitert. Sämtliche Kompromissvorschläge der DHV wurden zurückgewiesen.

Wir fordern den Arbeitgeber auf ein verbessertes Angebot vorzulegen und damit die DAK-Gesundheit in dieser schwierigen Situation vor weiterer Beschädigung zu bewahren.

Wir freuen uns über zahlreiche neue DHV-Mitglieder, die mit Ihrem Beitritt ihren Verdruss über das Handeln des Arbeitgebers und das vorgelegte Tarifangebot zum Ausdruck bringen. Sie Stärken mit Ihrer Mitgliedschaft das Verhandlungsmandat der DHV! Vielen Dank für Ihr Vertrauen.

V.I.S.d.P. Henning Röders

DAK-Gesundheit: Tarifverhandlung – DHV Mitgliederbefragung

Hamburg, 24.10.2014

In der Gehaltstarifverhandlung gab es auch am 21.10.2014 keine Einigung zwischen DHV und DAK-Gesundheit.

Der Arbeitgeber bietet folgenden Abschluss an:

  • Lineare Gehaltserhöhung von 2,0 % zum 01.10.2014
  • Lineare Gehaltserhöhung von 3,5 % zum 01.10.2015
  • Erhöhung der Auszubildendenvergütungen;

35 € zum 01.10.2014
40 € zum 01.10.2015

  • 3 freie Tage zum Lernen für Auszubildende vor ihrer Prüfung
  • Tarifierung duales Studium/Ausbildung 4. Ausbildungsjahr in Höhe von 1.500 €
  • für DHV Mitglieder eine zusätzliche Einmalzahlung in Höhe von 80,00 € / Auszubildende 50 €
  • Laufzeit des Tarifabschlusses bis zum 31.07.2016

Nach Aussage von verdi wurde mit der DAK Gesundheit ein Tarifvertrag über diese linearen Gehaltserhöhungen abgeschlossen.
Jetzt steht die Frage an, ob die DHV Mitglieder diesen Tarifabschluss mitgehen möchten.

Ein Streitpunkt der Verhandlung am 21.10.2014 war die angebotene Einmalzahlung für DHV-Mitglieder.
Der Arbeitgeber bietet den DHV Mitgliedern eine geringere Einmalzahlung an als den Mitgliedern einer anderen Gewerkschaft. Gründe für diesen Wunsch nach Differenzierung gab der Arbeitgeber offiziell nicht an.
Es gibt Hinweise, dass dies auf Wunsch einer Gewerkschaft erfolgt, die einen höheren Mitgliedsbeitrag erhebt als die DHV. Es wäre erstaunlich, wenn sich der Arbeitgeber um die Beitragszahlung der Gewerkschaftsmitglieder sorgen würde und bemüht wäre den Beitragsvorteil der DHV auszugleichen.

Jetzt sind die DHV Mitglieder gefragt und aufgerufen über das weitere Vorgehen der DHV-Tarifkommission zu entscheiden.

Die Verhandlungen wurden für die Mitgliederbefragung unterbrochen und gegebenenfalls am 14. November fortgesetzt.

BARMER GEK: Tarifverhandlungen zur Eingruppierung

Am 23.09.2014 führten DHV und Arbeitgeber die Tarifverhandlungen zur Eingruppierung fort.

Seit Dezember 2012 laufen bereits die Eingruppierungstarifverhandlungen. Sie wurden im Herbst 2013 wegen der geplanten Umstrukturierungen unterbrochen. Nach dem Abschluss des Tarifvertrages zur Begleitung des Projekts „aufbruch“ haben DHV und BARMER GEK die Tarifverhandlungen wieder aufgenommen. Es erfolgte ein Neustart der Verhandlungen, da sich im Zuge des Projekts „aufbruch“ die Stellenprofile und die Struktur der Dienststellen komplett verändern werden
    
Die erste Verhandlungsrunde nach dem Neustart fand am 15.08.2014 in Wuppertal statt. In diesem Auftakttermin tauschten beide Seite grundsätzliche Positionen aus. Die Arbeitgeberseite brachte ihren Willen zu einem zügigen Abschluss – am liebsten noch vor dem Start der Umsetzungsphase in der ersten Region Ende diesen Jahres – zum Ausdruck. Die DHV-Verhandlungskommission brachte die Auffassung zum Ausdruck, dass eine gründliche Verhandlung der Details, insbesondere zum Besitzstand, Vorrang vor dem Interesse an einem zügigen Abschluss haben müsse. Um dem Arbeitgeberwunsch zu entsprechen hätten die Verhandlungen früher starten müssen. Insbesondere hätte die Arbeitgeberseite die Verhandlungsunterlagen nicht erst wenige Tage vor dem Auftakttermin, sondern - wie ursprünglich im März diesen Jahres versprochen – im Frühjahr liefern müssen.

Thema der Verhandlung am 23.09.2014 waren die Eingruppierungsvorstellungen der Arbeitgeber zu den Stellen in der Geschäftsstellenstruktur. Hier zeigten sich, dass die Vorstellungen von DHV und Arbeitgeber noch weit auseinanderliegen. Ein Kompromiss ist so schnell nicht in Sichtweite, schon gar nicht vor dem Beginn der Umsetzungsphase des Projekts „aufbruch“ im November.2014. Klar Position bezog die DHV in der Besitzstandsfrage:

  • Kein/e Beschäftigte/r darf durch den Abschluss des neuen Eingruppierungstarifvertrages schlechter stehen!
  • Es muss ein umfassender Besitzstand gelten, d.h. kein allmähliches Abschmelzen von tariflichen Standards nach Inkrafttreten des neuen Tarifvertrages!
  • Die Beschäftigten mit Besitzstand müssen auch zukünftig an Gehaltssteigerungen teilhaben!

Die Arbeitgeberseite verwies darauf, dass im Tarifvertrag zur Begleitung des Projekts „aufbruch“ eine umfassende Vergütungssicherung geregelt ist. Unsere Forderung, dass sich ein vollumfänglicher Besitzstand auf alle Beschäftigten in der heutigen Eingruppierungswelt erstrecken soll, deren Tätigkeit im neuen Tarifvertrag niedriger als bisher vergütet werden würde, fasste die Arbeitgeberseite als weitergehende Forderung auf, die zunächst intern beraten werden muss.

Ein neuer Verhandlungstermin wurde für den 27.10.2014 vereinbart. Thema dieser Verhandlung soll u.a. die Eingruppierung der Beschäftigten in der Hauptverwaltung sein. Von der rechtzeitigen Lieferung der Verhandlungsunterlagen hängt es ab, ob der Termin stattfindet. Auf jeden Fall verhandeln DHV und BARMER GEK am 04.12.2014.

DAK-Gesundheit: Verhandlungstermin abgesagt

Die Verhandlungen wurden am 28. August 2014 unterbrochen und sollten am 16. September 2014 fortgesetzt werden.
Beide Seiten waren sich dabei einig, dass die Gespräche nur Sinn machen, wenn es eine Veränderung der gegenseitigen Positionen gibt. Da die Arbeitgeberseite signalisiert hat, kein verbessertes Angebot vorzulegen, wurde der für den 16.September 2014 geplante Verhandlungstermin abgesagt.

Die Tarifkommission der DHV hatte bereits im Vorfeld des geplanten Termins deutlich gemacht, dass die für August und
September vorgesehenen zwei Leermonate nicht akzeptabel sind und hier Bewegung von der Arbeitgeberseite erwartet wird.

Die DHV fordert daher zunächst weiter das Inkrafttreten der linearen Gehaltsanpassung zum 01. August 2014.  
Sollte die DAK-Gesundheit dies wegen der Tarifeinigung mit ver.di für nicht mehr möglich halten, ist für uns ein Ausgleich für die Leermonate durch eine Einmalzahlung für alle Beschäftigten der DAK-Gesundheit als Alternative denkbar.

Wir können nicht erkennen, dass die ohnehin schon maßvolle Erhöhung von 2 % im Jahr 2014 nicht bereits ab dem 1. August 2014 finanzierbar wäre.      

Vorteilsleistungen für Gewerkschaftsmitglieder:

Die DHV ist nicht gegen Vorteilsleistungen für Gewerkschaftsmitglieder, also für unsere DHV-Mitglieder. Wir wollen solche Leistungen aber „on top“, und nicht, indem man für alle Beschäftigten eine um zwei Monate verzögerte Gehaltsanpassung vereinbart, die man dann für die Gewerkschaftsmitglieder teilweise wieder ausgleicht.

Azubis nicht vergessen:

Auch die Übernahmegarantie für die während der Laufzeit der Gehaltsvereinbarung auslernenden Auszubildenden ist für uns weiterhin eine Forderung!  Die Übernahmegarantie wäre ein wichtiges Signal für die Zukunft, dass uns bisher fehlt.

In diesen Punkten ist die Kasse aktuell noch nicht zu Zugeständnissen bereit. Wir werden der Arbeitgeberseite zunächst noch einmal unsere Argumente vortragen und hoffen, damit zu überzeugen.
Gelingt das nicht, werden unsere Mitglieder entscheiden, wie wir weiter vorgehen.

Tarifverhandlungen DAK-Gesundheit: Keine Tarifeinigung!

In der zweiten Verhandlungsrunde der Gehaltstarifverhandlungen am 27.08.2014 gab es keine Einigung zwischen DHV und DAK-Gesundheit.

Der Arbeitgeber hat folgendes angeboten:

  • Lineare Gehaltserhöhung von 2,0 % zum 01.10.2014
  • Lineare Gehaltserhöhung von 3,5 % zum 01.10.2015
  • Entsprechende Erhöhung des Gesamtruhegeldes nach der Anlage 7 a
  • Erhöhung der Auszubildendenvergütungen: 35 € zum 01.10.2014 und 40 € zum 01.10.2015
  • 3 freie Tage zum Lernen für Auszubildende vor ihrer Prüfung
  • Tarifierung duales Studium/Ausbildung in Höhe von 1.500 €
  • Als Ausgleich für zwei Nullmonate August und September 2014 für DHV Mitglieder eine Einmalzahlung
  • Laufzeit des Tarifabschlusses bis zum 31.07.2016

Der Streitpunkt der Verhandlung am 27.08.2014 war der angebotene Ausgleich für DHV-Mitglieder für die zwei Nullmonate August und September 2014:
Die DHV-Forderung nach einer Einmalzahlung für alle Beschäftigten lehnte die Arbeitgeberseite ab.

Der Arbeitgeber stellte nur für DHV-Mitglieder eine Einmalzahlung in Aussicht.
Wobei die Einmalzahlung für eine andere Gewerkschaft etwas höher sein sollte. Der Arbeitgeber rechtfertigt diese Differenz damit, dass DHV-Mitglieder für die gleichen gewerkschaftlichen Leistungen einen niedrigeren satzungsgemäßen Beitrag zu zahlen haben.
Es ist erstaunlich, dass sich der Arbeitgeber um die Beitragszahlung der Gewerkschaftsmitglieder sorgt und bemüht ist, den Beitragsvorteil der DHV auszugleichen.

Eine gewerkschaftsbezogene Auszahlung der Einmalzahlung in Höhe von maximal 160 € hätte zudem einen gewaltigen administrativen Aufwand für alle Seiten zu Folge.

Die Verhandlungen wurden daher unterbrochen und auf den 16.09.2014 vertagt.

V.i.S.d.P.: Henning Röders

DAK-Gesundheit: Tarifverhandlung 2014

Hamburg, 31. Juli 2014

Die DHV Tarifkommission hat mit dem Arbeitgeber am 31.07.2014 verhandelt.

Die DHV Forderungen wurden dem Arbeitgeber begründet:

  • Erhöhung der Vergütungen um 4,5% zum 01.08.2014 und weitere 4,5% zum 01.08.2015
  • 125,00 Euro Sockelerhöhung am 01.08.2014 und am 01.08.2015
  • 50,00 Euro Erhöhung der Auszubildendenvergütung am 01.08.2014 und 2015
  • Laufzeit 24 Monate (01.08.2014 – 31.07.2016)
  • Zusage zur Einstellung und Übernahme von Auszubildenden während der Laufzeit des TV
  • Abschluss eines Tarifvertrages zur betrieblichen Gesundheitsförderung
  • Erhalt der Leistungen des Manteltarifvertrages (DAK-TV)!

Der Arbeitgeber formulierte einerseits Verständnis für die Forderungen der Beschäftigten, führte aber andererseits die Haushaltssituation an. Außerdem wies der Arbeitgeber auf die Tarifabschlüsse bei Kon-kurrenzkassen hin, die deutlich unter den Forderungen liegen.

Angeboten wurde die Erhöhung der Vergütung um 1,8% zum 01.11.14 und um weitere 2,5% ab 01.11.15.
Die DHV Verhandlungskommission nahm dieses Angebot zur Kenntnis und erklärte, es sei zu niedrig!  

Die Forderung einer Sockelerhöhung wurde von der DHV Tarifkommission besonders herausgestellt: Ins-besondere die Auszubildenden und die Beschäftigten in den unteren Vergütungsgruppen haben unter den relativ geringen Lohnsteigerungen und den steigenden Preisen für die Lebenshaltungskosten zu leiden. Der Arbeitgeber kündigte aber Verhandlungsbereitschaft zur Erhöhung der Auszubildendenvergütung an.

Die Einstellung und Übernahme von Auszubildenden wurde von der DHV gefordert. Hierzu sind weitere Verhandlungen erforderlich.

Themen der betrieblichen Gesundheitsförderung wurden angesprochen. Insbesondere der private Einsatz zur Gesunderhaltung soll gefördert werden. Es besteht weiterer Verhandlungsbedarf.

Die Verhandlungen werden im August weitergeführt.

Die DHV hat den Arbeitgeber außerdem aufgefordert in Verhandlungen zur Anlage 5 (Eingruppierungen) einzutreten. Diverse Eingruppierungen entsprechen nicht den tatsächlichen Arbeitsanforderungen!

BARMER GEK: Tarifverhandlungen zum Sozialtarifvertrag

Am 13.06.2014 verhandelten DHV und Arbeitgeber in Wuppertal über den Abschluss des DHV-Sozialtarifvertrages zur Begleitung der Umstrukturierungen. Der Vorstand verschwieg in seiner Information vom 06.06.2014, dass es noch keine Einigung mit der DHV über einen Sozialtarifvertrag gibt. Die DHV ist verwundert über diese Form der Kommunikation durch den Vorstand. Im Interesse einer schnellen Einigung in den für die betroffenen Beschäftigten wichtigen Sachthemen stellt die DHV aber ihre Verärgerung über die Missachtung des zweiten, langjährigen Tarif-partners der Kasse hinten an.

Bereits mit der Tarifinformation vom 28.02.2014 hatte die DHV-Tarifkommission die wichtigen Punkte definiert: Regelungen zur Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen, Mobilitätshilfen für die betroffenen Beschäftigten, eine ver-besserte Abfindungsregelung sowie sozialverträgliche Regelungen zum freiwilligen Ausscheiden.
Die DHV-Tarifkommission sieht diese Forderungen im Tarifvertragsentwurf weitgehend als erfüllt an. Insbesondere die Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen ist ein bedeutendes Zugeständnis der Kasse. Die DHV begrüßt die Bereitschaft der Arbeitgeberseite, jedem/jeder Beschäftigten ein geeignetes und zumutbares Angebot zu unterbreiten!

Die Maßnahmen zur Mobilitätsunterstützung sind eine große Unterstützung der Beschäftigten, die zu ihrem Arbeitsplatz pendeln oder sogar umziehen müssen. Mit der Erhöhung der Abfindung auf bis zu 24 Monatsgehälter sieht die DHV-Tarifkommission eine ihrer Kernforderungen als vollumfänglich erfüllt an.
Die verbesserte Regelung zur Beurlaubung von Beschäftigten stellt einen echten Mehrwert dar. Die Einmalzahlung, die im Monat nach dem Beginn der Beurlaubung als Ausgleich der Minderung des Ruhegeldanspruchs geleistet wird, ist in Höhe beachtlich. Sie beträgt 4 % des ruhegehaltsfähigen monatlichen Gehalts vom Beginn der Beurlaubung bis zum frühestmöglichen Zeitpunkt des Renteneintritts. Auch ist anzuerkennen, dass die Arbeitgeberseite auf die Anrechnung von während der Beurlaubung erzieltem Erwerbseinkommen verzichtet.
Die Einrichtung einer Arbeitsgruppe zur Begleitung des Projekts „aufbruch“ ist ein sinnvolles Instrument für die Klärung von Härtefällen und Einzelproblemen in der Umsetzungsphase.

Eingehend diskutierten DHV und Arbeitgeber über folgende Punkte:

  • Altersteilzeit:

Die DHV fordert eine Änderung des Geltungsbereichs des Altersteilzeittarifvertrages: Auch nach 1960 gebo-rene Beschäftigte sollen die Möglichkeit zur Inanspruchnahme von Altersteilzeit haben. Davon würden auch vom Projekt „aufbruch“ betroffene ältere Beschäftigte profitieren.
Die Arbeitgeberseite lehnt eine Ausweitung des Geltungsbereiches des Altersteilzeittarifvertrages ab. Dage-gen ist sie zu einer Regelung bereit, nach der Beschäftigte in Altersteilzeit unter Fortzahlung ihrer Altersteil-zeitbezüge freigestellt werden können, wenn die verbleibende aktive Phase weniger als 1,5 Jahre beträgt und der Arbeitsplatz in der neuen Dienststelle nicht ihrer fachlichen Qualifikation entspricht.

 

  • Einrichtung eines Gesundheitsfonds

Die Arbeitgeberseite ist bereit, einen Gesundheitsfonds zur Finanzierung von Maßnahmen für einen präven-tiven Gesundheitsschutz einzurichten. Die DHV begrüßt diese Maßnahme. Der von der Arbeitgeberseite in Aussicht gestellte Gesundheitsfonds mit einem einmalig dotierten Betrag von 200.000 € hält sie aber nicht für ausreichend. Umgerechnet würden pro MAK weniger als 20 € bis Ende 2017 zur Verfügung stehen. Stattdes-sen schlägt die DHV-Tarifkommission die Tarifierung eines jährlichen Budgets von 200.000 € bis Ende 2017 vor. Die Arbeitgeberseite prüft diesen Vorschlag noch.

 

  • Eingruppierungsschutz

Beschäftigte, die einen niedriger bewerteten Arbeitsplatz angeboten bekommen, haben einen vollumfängli-chen Schutz gegen Rückgruppierung. Der Arbeitgebervorschlag sieht weiterhin vor, dass auch Beschäftigte Schutz vor Rückgruppierung haben, wenn zunächst von ihnen die Initiative ausging, diese aber in einem ent-sprechenden Angebot durch die Kasse mündet. Die DHV-Tarifkommission wies darauf hin, dass der Vor-schlag noch nicht befriedigend ist, da eine Bewerbung des/der Beschäftigten auf einen niedriger bewerteten Arbeitsplatz nicht zwingend in ein Arbeitgeberangebot münden muss. Die Arbeitgeberseite ließ daraufhin ihre Bereitschaft durchblicken, im Falle einer Initiativbewerbung einen Rückgruppierungsschutz auch zu akzeptie-ren, wenn sich Beschäftigte/r und Arbeitgeber über eine Versetzung auf diese Stelle einig sind.

DAK-Gesundheit: DHV-Tarifforderung 2014

20. Mai 2014

Die DHV Tarifkommission hat die Tarifforderung der DHV festgelegt und dem Arbeitgeber vorgelegt.
Die DHV fordert:

  • Erhöhung der Vergütungen um 4,5% zum 01.08.2014 und weitere 4,5% zum 01.08.2015 (=9%)
  • 125,00 Euro Sockelerhöhung am 01.08.2014 und am 01.08.2015 (=250,00 Euro)
  • 50,00 Euro Erhöhung der Auszubildendenvergütung am 01.08.2014 und 2015 (=100,00 Euro)
  • Laufzeit 24 Monate (01.08.2014 – 31.07.2016)
  • Zusage zur Einstellung und Übernahme von Auszubildenden während der Laufzeit des TV
  • Abschluss eines Tarifvertrages zur betrieblichen Gesundheitsförderung
  • Erhalt der Leistungen des Manteltarifvertrages (DAK-TV)!

Mit dem letzten Tarifabschluss in 2012 konnte nur knapp ein Inflationsausgleich erreicht werden. Die gefühlte Inflation für Waren des täglichen Bedarfs lag sogar höher. Diese Vergangenheit muss in den Forderungen berücksichtigt werden. Deshalb ist die Gehaltsforderung der DHV berechtigt!

Zudem waren die letzten Jahre von einer Vielzahl von Tarifabschlüssen mit zum Teil deutlichen Reallohnsteigerungen geprägt. Dieser Trend setzt sich auch 2014 fort.

Die DHV-Tarifkommission strebt einen Abschluss an, der beiden Seiten Planungssicherheit gibt.

Insbesondere die Auszubildenden und die Beschäftigten in den unteren Vergütungsgruppen haben unter den relativ geringen Lohnsteigerungen und den steigenden Preisen für die Lebenshaltungskosten zu leiden. Die DHV Tarifkommission fordert daher Sockelerhöhungen für diese Personenkreise.

Letztes Gehaltsangebot der Arbeitgeber: 5,0 % in zwei Stufen mit Laufzeit bis 31.01.2016

In der dritten Verhandlungsrunde am 24.04.2014 in Wuppertal legte die Arbeitgeberseite ein weiteres verbessertes Gehaltsangebot auf den Tisch:

Lineare Erhöhungen der Gehälter und Auszubildendenvergütungen:

  • 3,0 % ab dem 01.04.2014
  • 2,0 % ab dem 01.07.2015

Laufzeit des Tarifvertrages bis zum 31.01.2016

Kontrovers verhandelt wurde über eine mögliche Einmalzahlung zum Ausgleich der drei Nullmonate von Januar bis März 2014. Die Arbeitgeberseite stellte sich auf den Standpunkt, dass eine Einmalzahlung nur vereinbart werden könne, wenn die DHV zugleich zu Abstrichen bei der linearen Gehaltserhöhung bereit sei. Auch den von der DHV-Verhandlungskommission vorgeschlagenen Kompromiss eine Einmalzahlung im Januar 2015 lehnte Arbeitgeberseite leider ab. Sie brachte schließlich den finalen Charakter des Angebotes deutlich zum Ausdruck.

Die DHV-Verhandlungskommission hält das Angebot der Arbeitgeber trotz der fehlenden Einmalzahlung für abschlussfähig. Mit einem linearen Gehaltserhöhungsvolumen von 5,0 % in zwei Stufen über einen Zeitraum von 25 Monaten bedeutet das Arbeitgeberangebot eine deutliche, über der derzeitigen Inflations-rate liegende Gehaltssteigerung. Die 3,0 % Gehaltserhöhung für 2014 sind ein Zeichen der Anerkennung der engagierten Arbeitsleistung der Beschäftigten. Gerade vor dem Hintergrund der anstehenden Umstrukturierungen ist diese Gehaltserhöhung ein wichtiges Signal für die Beschäftigten. Die 2,0 % Gehaltserhöhung für 2015 sind eine akzeptable zweite Erhöhungsstufe für die weiteren sieben Monate der Laufzeit des Gehaltstarifvertrages.

Die DHV-Verhandlungskommission empfiehlt daher ihren Gremien die Annahme des Gehaltsangebotes.

Die Gehaltserhöhungen sollen mit den Besitzständen aus der Umstellung von der alten auf die neue Ge-haltstabelle verrechnet werden. Erst wenn der Besitzstand abgeschmolzen ist, werden die Vergütungen entsprechend der vereinbarten Gehaltserhöhung erhöht. Die Arbeitgeberseite verwies auf die diesbezüglich in dem Überleitungstarifvertrag von 2011 getroffene Vereinbarung. Die Gehaltserhöhungen von 2012 und 2013 auch für die Beschäftigten mit Besitzständen erfolgten auf Basis von einmaligen Ausnahmever-einbarungen. An einem abstrakten Beispiel lässt sich die Bedeutung darstellen:

  Gehalt bis 31.03.2014 3,0 % zum 01.04.2014 (ohne Rundung)  2,0 % zum 01.07.2015 (ohne Rundung) 
Tabellenvergütung: VG 6, Stufe 4a  3.683 € 3.793,49 € 3.869,35 €
Besitzstand: 150 € 3.833 € 3.833 € (Anrechnung volle 3 % auf Besitzstand, ca. 40 € Besitzstand bleiben übrig.)    3.869,35 € (Besitzstand wird vollständig abgebaut sein, der Beschäftigte erhält die zukünftigen Gehaltserhöhungen in vollem Umfang.)