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Fakten statt Fake News… Eine Stellungnahme der DHV zu Real

Aufgrund der weiterhin zahlreichen Nachfragen und nach wie vor umlaufenden Fehlinformationen haben wir uns entschlossen, Fakten zu den Vorgängen rund um Real und den METRO-Konzern zu liefern.

Der durch die Arbeitgeberseite für die bei  neu eingestellten Beschäftigten angewandte DHV-Tarifvertrag ist nie für REAL konzipiert gewesen, sondern für die damalige METRO-Tochter Metro Services GmbH mit ursprünglich 600 Mitarbeitern im Bereich Facility-Management.

Als die DHV von dem Ausstieg von REAL aus dem Flächentarifvertrag und der Übernahme des angesprochenen Tarifvertrages auf die REAL-Mitarbeiter aus der Presse erfuhr, wurden sämtliche Tarifverträge mit der Metro Services GmbH von der DHV im April 2018 fristlos gekündigt und die Tarifbeziehung beendet.

Da die Arbeitgeberseite den Tarifvertrag aller Aufforderungen der DHV zum Trotz anwandte, hat die DHV dagegen im August 2018 Klage vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf eingereicht (Aktenzeichen: 14 Ca 4918/18).

Im Verfahren hat die Arbeitgeberseite den Antrag auf Aussetzung des Verfahrens gestellt. Die Absicht von Real wird damit offenkundig: Sie will auf den Faktor Zeit spielen, um ihre rechtswidrige Praxis der Anwendung eines nicht mehr gültigen Tarifvertrages fortzuführen! Über den Antrag ist noch nicht entschieden worden, im Erfolgsfall droht eine mehrmonatige Hängepartie zu Lasten der Beschäftigten!

Fakt ist: Die DHV hat keine Tarifbeziehungen mit Real und wird auch nicht mit dem METRO-Konzern insgesamt einen Haustarifvertrag abschließen, um die Flucht aus dem Flächentarifvertrag zu legitimieren oder diese zu ermöglichen.

Denn nach dem Tarifeinheitsgesetz ist das Abschließen von Tarifverträgen die Aufgabe der mitgliederstärkeren Gewerkschaft. Das war und ist die DHV derzeit bei Real nicht. Diese Aufgabe führt aber auch zu der Pflicht, diese unselige Tarifsituation bei Real zu beenden!

Und diese Aufgabe wirft die Frage auf, ob diese Situation unvermeidbar war.

Wäre der Arbeitgeber nicht auch ohne DHV aus dem Flächentarif ausgestiegen, nachdem die Verhandlungen mit der anderen Gewerkschaft nach 18 Monaten gescheitert waren? Soll mit dem Draufhauen auf die gewerkschaftliche Konkurrenz von der Diskussion über eigene Versäumnisse abgelenkt werden?

Zur Erinnerung: Verantwortung für die Situation bei Real tragen der Arbeitgeber und der bisherige gewerkschaftliche Tarifpartner verdi, nicht die DHV – obwohl der Eindruck in manchen Infoblättern oft ein anderer zu sein scheint. Der Arbeitgeber ist der tarifpolitische Gegner und nicht die DHV!

Unsere Position: Bei dem mittlerweile geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad im Handel führen nicht Gerichtsprozesse und Fehlinformationen weiter, sondern nur Zusammenarbeit der Gewerkschaften im Sinne aller Kolleginnen und Kollegen, wie es vor Ort in den Betrieben oft mit Erfolg praktiziert wird!

Dazu sind wir bereit!

DHV reicht Klage gegen Real wegen Missbrauch einer ehemaligen Tarifvertragsbeziehung mit der Metro Services GmbH ein

Die DHV reicht Klage gegen Real ein mit dem Ziel der Feststellung, dass die im April 2018 mit sofortiger Wirkung gekündigten Tarifverträge mit der Metro Services GmbH keine Anwendung auf die Beschäftigten der Real GmbH finden.

Die DHV hatte Tarifverträge mit der Metro Services GmbH abgeschlossen, einem kleinen Tochterunternehmen des Metrokonzerns mit rund 600 Beschäftigten. Dieses Unternehmen war im Bereich des Facilitymanagements mit dem Schwerpunkt u.a. Objektbetreuung (Hausmeisterdienste) tätig. Die DHV war in dem Unternehmen die repräsentative Gewerkschaft und damit nach dem Tarifeinheitsgesetz zum Abschluss von Tarifverträgen legitimiert. Der Tarifvertrag sicherte ein für das Facilitymanagement branchenübliches Vergütungsniveau.

Der Tarifvertrag mit der Metro Services GmbH war weder ein Einzelhandelstarifvertrag noch beabsichtigte die DHV, dessen Regelungen für Beschäftigte in der Einzelhandelsbranche Anwendung finden zu lassen! Der Tarifvertrag wurde für ein kleines Unternehmen mit 600 Beschäftigten und nicht für einen über 30.000 Beschäftigten umfassenden Warenhauskonzern abgeschlossen!

Aus diesen Gründen kündigte die DHV im April 2018 sämtliche Tarifverträge mit der Metro Services GmbH mit sofortiger Wirkung wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage. Die Kündigung erfolgte unmittelbar, nachdem die DHV aus den Medien von dem Vorhaben des Metrokonzerns erfahren hatte, die über 30.000 Real-Beschäftigten in die Metro Services GmbH zu überführen und das Unternehmen in die Real-GmbH umzufirmieren.

Metro/Real erkennen die sofortige Wirkung der Tarifvertragskündigung nicht an und sind in der Umsetzung ihres Vorhabens, die Regelungen der gekündigten DHV-Tarifverträge mit der Metro Services GmbH auf die Beschäftigten der Real GmbH anzuwenden.

Die Vorgehensweise von Metro/Real stellt nach Auffassung der DHV den Missbrauch eines für eine ganz andere Branche und nur für ein kleines Unternehmen gedachten Tarifvertrages dar! Diesen Missbrauch wird die DHV nicht tolerieren! Deshalb leitet die DHV eine gerichtliche Klärung ein!

Gestützt wird die Rechtsauffassung der DHV durch die Tatsache, dass mittlerweile rund 90 Prozent der Beschäftigten der ehemaligen Metro Services GmbH in ein neues Tochterunternehmen des Metrokonzerns überführt worden sind.

V.i.S.d.P.: Henning Röders

Keine Tarifverträge zwischen DHV und Real GmbH

Die DHV hatte im April 2018 sämtliche Tarifverträge mit der Metro Services GmbH, jetzt Real GmbH, mit sofortiger Wirkung wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage gekündigt. Damit ist die DHV nicht mehr Tarifpartnerin.

Es gibt keine Tarifverhandlungen, und es wird auch in Zukunft keine Tarifverhandlungen mit der Real GmbH geben. Anders lautende Meldungen sind falsch!

Die DHV unterstützt die Beschäftigten der Real GmbH ausdrücklich in ihren Protesten gegen die Politik der Unternehmensleitung, Arbeitsbedingungen auf dem Rücken der Beschäftigten abzusenken.

DHV-Information Galeria Kaufhof

Keine Tarifflucht mit der DHV!

Die Ereignisse überschlagen sich bei Kaufhof im Zuge des Zusammengehens mit Karstadt. Unsere Mitglieder berichten von Gerüchten, ähnlich wie REAL stehe die DHV zur Tarifflucht des Arbeitgebers zur Verfügung.

Dazu ein paar Klarstellungen:

  • Die DHV war, ist und wird kein Tarifpartner von REAL!
  • Die Anwendung eines Tarifvertrages zwischen einer kleinen METRO-Tochter mit 600 Mitarbeitern und der DHV auf über 30.000 REAL-Mitarbeiter geschieht ohne Grundlage!
  • Denn: dieser Tarifvertrag wurde von der DHV fristlos gekündigt, als der Arbeitgeber einseitig diesen Tarifvertrag auf REAL-Mitarbeiter anwendete!
  • Die DHV behält sich rechtliche Schritte gegen diese Anwendung vor!  

Weiter:

  • Dieses Vorgehen des Arbeitgebers ist bei der Galeria Kaufhof ausgeschlossen, denn es gibt keine Tarifverträge mit Tochterunternehmen!
  • Wir sind Tarifpartner über den Einzelhandelstarifvertrag! Auch unsere Mitglieder sind geschützt! Nur Mitglieder sind wirklich geschützt!


Zum eventuellen Zusammengehen von Kaufhof und Karstadt:
Was den eventuellen Zusammenschluss mit Karstadt angeht: Vieles ist noch unklar, sehr viele Details sind noch offen – der Abschluss nicht sicher!

  • Daher muss Geschäftsleitung anders reagieren – ausführliche und zeitnahe Informationen müssen an die Kolleginnen und Kollegen weiter gegeben werden!
  • Die Mitarbeiter haben es einfach satt, aus der Presse mit angeblich feststehenden Details informiert zu werden!
  • Standortsicherung und Erhalt der meisten Arbeitsplätze müssen dann die Ziele sein!

Aufsichtsratswahl Landgard eG: Alle Gewerkschaftsmandate an die DHV

Die Firma Landgard eG ist einer der größten Vermarkter von Zierpflanzen, Gemüse und Obst sowie Gärtner- und Floristenbedarf in Deutschland. Die jüngste Aufsichtsratswahl zeigt die starke Präsenz der DHV in diesem Unternehmen.

Ausschließlich DHV-Mitglieder traten zur Wahl an, die DHV besetzt damit beide Gewerkschaftsmandate!

In den Aufsichtsrat gewählt wurden die DHV-Mitglieder Martin Flintrop und Peter Zander.

Der DHV-Hauptvorstand gratuliert den gewählten DHV-Mitgliedern zu ihrer Wahl und wünscht ihnen viel Erfolg bei Ihrer Arbeit für die Interessen des Unternehmens sowie ihrer Kolleginnen und Kollegen

DHV unterstützt Beschäftigte bei real und kündigt Tarifverträge mit Metro Services

Zur Klarstellung unserer Position zu den Vorgängen um real:

Die DHV ist nicht Bestandteil des falschen Spiels der Metro! Winkelzüge zum Drücken der Gehälter wie die vom Aufsichtsrat der real Gruppe beschlossene Überführung der Beschäftigten in die Metro Services GmbH trägt die DHV nicht mit.

Aus diesem Grund hat der DHV Hauptvorstand beschlossen, die langjährige Tarifpartnerschaft mit der Metro Services GmbH zu beenden und sämtliche Tarifverträge mit sofortiger Wirkung zu kündigen.

Die DHV steht als Gewerkschaft solidarisch hinter den Beschäftigten der real. Sie rät allen Beschäftigten der real keine neuen Arbeitsverträge zu unterschreiben.

 

BR-Wahlauszählung bei Hornbach in Bremen

Am 26. 03.2018 fand in dem Baumarkt Hornbach 1, Duckwitzstraße in Bremen, zwischen 10 und 15 Uhr die Betriebsratswahl statt. Zu wählen waren fünf Betriebsräte. Abgegeben wurden 291 gültige Stimmen.
Alle fünf Betriebsratsmandate gingen an DHV-Mitglieder. Der überwältigende Wahlerfolg ist ein Beleg für die DHV-Verankerung in diesem Bremer Hornbach Baumarkt.
DHV-Landesvorstand Niedersachsen/Bremen und der DHV-Hauptvorstand beglückwünschen die gewählten DHV-Betriebsräte zu ihrer Wahl und wünschen ihnen viel Erfolg bei der Arbeit für die Interessen ihrer Kolleginnen und Kollegen

v.l.n.r.: Der Wahlvorstand Anke Matrose und Martina Klein (beide DHV-Mitglieder) sowie Tanja Taron

Die Ersatzmitglieder im Wahlvorstand Bryan Urbanzyk und Jessica Ziele (DHV-Mitglied)

Betriebsräteversammlung bei der Hornbach Baumarkt AG

Am 29.11.2017 fand die alljährliche Betriebsräteversammlung von Hornbach in Göttingen statt. Die Stimmung der 190 Teilnehmer war durchweg gut. Die Gesundheit der Mitarbeiter war ein ebenso zentrales Thema wie Arbeiten 4.0 und die damit einhergehende  Digitalisierung. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Kay Strelow erinnerte den Arbeitgeber an die damit verbundene hohe Verantwortung gerade älteren Mitarbeitern gegenüber, die das Unternehmen zu dem gemacht haben, was es heute ist. Vorstandsmitglied Wolfger Ketzler, verantwortlich u. a. für den Bereich Personal betonte, dass Hornbach als Arbeitgeber digitale Technologien künftig noch stärker einsetzen werde, um konkurrenzfähig zu bleiben. Man setze auf Flexibilisierung z. B. mit Expresskassen und strebe  einen digitalen papierlosen Markt an. Technologie soll eigesetzt werden, um effizienter zu arbeiten. Die Geschäftsführerin der DHV Silke Schönherr-Wagner  machte deutlich, dass Digitalisierung Chancen eröffne, aber gleichzeitig auch Risiken für Arbeitsplätze und Mitarbeiter bedeute. Sie sagte: Handel braucht Menschen. Wir wollen, dass bei zunehmender Technisierung die Arbeitnehmer im Focus stehen. Wir setzten uns beim Abschluss von Tarifverträgen dafür ein, dass die Arbeitnehmerinteressen  gerade auch im Hinblick auf die Digitalisierung beachtet werden.

GALERIA Kaufhof: Tarifausstieg bei Kaufhof - Was nun?

Seit gestern ist klar, was der Geschäftsführer Dr. Link bei der Betriebsrätekonferenz der Galeria Kaufhof Mitte Juni 2017 mit dem Wort „Lohnpause“ gemeint hat:

Der Tarifausstieg wurde bekannt gegeben!

Was lange befürchtet wurde, ist damit Realität. Die DHV verurteilt diese Fehlentscheidung zutiefst. Dieser Schritt ist ein fatales Signal für die Tarifpolitik im Handel. Darüber hinaus ist der Ausstieg aus der Tarifbindung keine Lösung! Das Problem liegt in einem ganz anderen Bereich, und zwar in der Aufstellung des Unternehmens insgesamt.

Zudem bemängeln wir: Außer kurzen Informationen und Videobotschaften erfahren die Kolleginnen und Kollegen bisher nichts. Details zum Tarifausstieg sind bisher unklar. Diese Verunsicherung der Kolleginnen und Kollegen trägt nicht dazu bei, das Unternehmen in dieser schwierigen Situation voranzubringen! Für uns ist entscheidend: Sind wirklich alle Alternativen geprüft worden?

Die Geschäftsleitung macht es sich zu einfach! Wir fordern die Geschäftsleitung daher auf, tragfähige Konzepte für eine erfolgreiche Zukunft zu entwickeln. Bei den für die Mitarbeiter notwendigen Lohneinkünften Kürzungen zu verlangen, ist aus unserer Sicht unmoralisch und ein Motivationskiller! 

Eines ist klar: Umfassenden Schutz gibt es nur für Gewerkschaftsmitglieder! Sollten die Tarifverträge tatsächlich gekündigt werden, tritt für Mitglieder eine Nachwirkung ein – über den Kündigungszeitpunkt hinaus!

Die DHV als anerkannter Tarifpartner steht jederzeit für die Interessen ihrer Mitglieder ein. Wir werden die Entwicklung scharf beobachten und unsere Stimme erheben! Rechtsschutz ist für unsere Mitglieder selbstverständlich.
Daher kann es in diesen unsicheren Zeiten nur eine Lösung geben:

Werden Sie Mitglied bei uns!

 

Tarifabschluss Raiffeisen Warengenossenschaften Niedersachsen

Am 17.08.2017 fanden die Tarifverhandlungen statt und konnten nach intensiven Verhandlungen mit einem sehr guten Ergebnis zum Abschluss gebracht werden.

Erhöhung der Vergütungen
Die Vergütungen werden sowohl im Groß- als auch im Einzelhandelsbereich angehoben

Alte Bundesländer                         Neue Bundesländer
ab 01.09.2017 um 2,4%                   ab 01.09.2017 um 2,4%
ab 01.09.2018 um 2,1%                   ab 01.09.2018 um 2,4%
ab 01.07.2019 um 2,1%                   ab 01.07.2019 um 2,4%

Damit konnten wir eine gute Erhöhung der Löhne und Gehälter unserer Mitglieder aushandeln und sind auch unserem Ziel, der schrittweisen Anpassung der Ost-Vergütungen an Westniveau, wieder ein Stück näher gekommen!

Mindestlohn
Für die unteren Lohngruppen werden  darüber hinaus die Vergütungen auf einen Betrag aufgestockt, der 48 Euro Brutto monatlich über dem jeweils gültigen Mindestlohn liegt

Ausbildungsvergütung
Die Auszubildenden liegen uns am Herzen! Es ist uns gelungen für unsere Azubis eine lineare Erhöhung der Ausbildungsvergütungen auszuhandeln.

Erhöhung der Auszubildenvergütung im
1.    Ausbildungsjahr um 150,00 Euro
2.    Ausbildungsjahr um 120,00 Euro
3.    Ausbildungsjahr um 100,00 Euro

Inflationssicherung
Um die Risiken der künftigen Preisentwicklungen abzufangen, haben wir eine Inflationsklausel vereinbart. Sollte die durchschnittliche Inflationsrate ab dem 01.07.2018 an 3 aufeinander folgenden Monaten mehr als 2 Prozentpunkte höher als in den entsprechenden Vorjahresmonaten liegen, so erhöhen sich ab dem 4. Monat die Vergütungen der Mitarbeiter um einen Inflationsausgleich zwischen der Prozentzahl des Tarifabschlusses im jeweiligen Tarifgebiet und der durchschnittlichen Inflationsrate.

Sonderzahlung für DHV-Mitglieder
Erstmalig ist es uns gelungen für DHV-Mitglieder eine Jahressonderzahlung in Höhe von 150,00 brutto zu vereinbaren! DHV-Mitglied zu sein lohnt sich!