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GALERIA Kaufhof: Tarifausstieg bei Kaufhof - Was nun?

Seit gestern ist klar, was der Geschäftsführer Dr. Link bei der Betriebsrätekonferenz der Galeria Kaufhof Mitte Juni 2017 mit dem Wort „Lohnpause“ gemeint hat:

Der Tarifausstieg wurde bekannt gegeben!

Was lange befürchtet wurde, ist damit Realität. Die DHV verurteilt diese Fehlentscheidung zutiefst. Dieser Schritt ist ein fatales Signal für die Tarifpolitik im Handel. Darüber hinaus ist der Ausstieg aus der Tarifbindung keine Lösung! Das Problem liegt in einem ganz anderen Bereich, und zwar in der Aufstellung des Unternehmens insgesamt.

Zudem bemängeln wir: Außer kurzen Informationen und Videobotschaften erfahren die Kolleginnen und Kollegen bisher nichts. Details zum Tarifausstieg sind bisher unklar. Diese Verunsicherung der Kolleginnen und Kollegen trägt nicht dazu bei, das Unternehmen in dieser schwierigen Situation voranzubringen! Für uns ist entscheidend: Sind wirklich alle Alternativen geprüft worden?

Die Geschäftsleitung macht es sich zu einfach! Wir fordern die Geschäftsleitung daher auf, tragfähige Konzepte für eine erfolgreiche Zukunft zu entwickeln. Bei den für die Mitarbeiter notwendigen Lohneinkünften Kürzungen zu verlangen, ist aus unserer Sicht unmoralisch und ein Motivationskiller! 

Eines ist klar: Umfassenden Schutz gibt es nur für Gewerkschaftsmitglieder! Sollten die Tarifverträge tatsächlich gekündigt werden, tritt für Mitglieder eine Nachwirkung ein – über den Kündigungszeitpunkt hinaus!

Die DHV als anerkannter Tarifpartner steht jederzeit für die Interessen ihrer Mitglieder ein. Wir werden die Entwicklung scharf beobachten und unsere Stimme erheben! Rechtsschutz ist für unsere Mitglieder selbstverständlich.
Daher kann es in diesen unsicheren Zeiten nur eine Lösung geben:

Werden Sie Mitglied bei uns!

 

Tarifabschluss Raiffeisen Warengenossenschaften Niedersachsen

Am 17.08.2017 fanden die Tarifverhandlungen statt und konnten nach intensiven Verhandlungen mit einem sehr guten Ergebnis zum Abschluss gebracht werden.

Erhöhung der Vergütungen
Die Vergütungen werden sowohl im Groß- als auch im Einzelhandelsbereich angehoben

Alte Bundesländer                         Neue Bundesländer
ab 01.09.2017 um 2,4%                   ab 01.09.2017 um 2,4%
ab 01.09.2018 um 2,1%                   ab 01.09.2018 um 2,4%
ab 01.07.2019 um 2,1%                   ab 01.07.2019 um 2,4%

Damit konnten wir eine gute Erhöhung der Löhne und Gehälter unserer Mitglieder aushandeln und sind auch unserem Ziel, der schrittweisen Anpassung der Ost-Vergütungen an Westniveau, wieder ein Stück näher gekommen!

Mindestlohn
Für die unteren Lohngruppen werden  darüber hinaus die Vergütungen auf einen Betrag aufgestockt, der 48 Euro Brutto monatlich über dem jeweils gültigen Mindestlohn liegt

Ausbildungsvergütung
Die Auszubildenden liegen uns am Herzen! Es ist uns gelungen für unsere Azubis eine lineare Erhöhung der Ausbildungsvergütungen auszuhandeln.

Erhöhung der Auszubildenvergütung im
1.    Ausbildungsjahr um 150,00 Euro
2.    Ausbildungsjahr um 120,00 Euro
3.    Ausbildungsjahr um 100,00 Euro

Inflationssicherung
Um die Risiken der künftigen Preisentwicklungen abzufangen, haben wir eine Inflationsklausel vereinbart. Sollte die durchschnittliche Inflationsrate ab dem 01.07.2018 an 3 aufeinander folgenden Monaten mehr als 2 Prozentpunkte höher als in den entsprechenden Vorjahresmonaten liegen, so erhöhen sich ab dem 4. Monat die Vergütungen der Mitarbeiter um einen Inflationsausgleich zwischen der Prozentzahl des Tarifabschlusses im jeweiligen Tarifgebiet und der durchschnittlichen Inflationsrate.

Sonderzahlung für DHV-Mitglieder
Erstmalig ist es uns gelungen für DHV-Mitglieder eine Jahressonderzahlung in Höhe von 150,00 brutto zu vereinbaren! DHV-Mitglied zu sein lohnt sich!

Galeria Kaufhof: Veränderungsdruck spürbar

Die Betriebsräteversammlung der Galeria Kaufhof GmbH vom 19. bis zum 21.06.2017 in Willingen stand unter dem Zeichen neuer Zeiten: Nicht nur bei der Vorstellung des neuen Sprechers der Geschäftsführung, sondern auch in den Workshops wurde deutlich, dass  Stichworte wie Online-Handel, demographische Entwicklung oder Situation der Innenstädte die neue Welt im Handel beschreiben. Die Belegschaft von Galeria Kaufhof auf dem Weg in diese Welt  mitzunehmen, ist eine Forderung der DHV seit jeher. Angesichts der Lage des Unternehmens ist diese Forderung aber dringlicher denn je!  
Das zeigte sich auch im Foyer vor dem Versammlungsraum. Angelika Will als Mitglied des Landesvorstandes Nordrhein-Westfalen und der hessische DHV-Landesgeschäftsführer Alexander Henf versorgten dort die Betriebsrätinnen und -räte am gut besuchten Stand der DHV mit Informationsmaterial und Werbegeschenken. In den zahlreichen Gesprächen zeigte sich, dass insbesondere Arbeitszeiten und fehlendes Personal beim Kaufhof bereits aktuelle  Probleme sind. Diese Probleme zu lösen und die Herausforderung durch die unvermeidlichen Veränderungen zu meistern, wird die Aufgabe von Geschäftsführung, Betriebsräten und Gewerkschaften sein. Die DHV bietet dazu ihre Unterstützung an!

Betriebsrätekonferenz der Metro C+C

Die Betriebsrätekonferenz der Metro C+C vom 23.05. bis zum 24.05.2017 in Köln zeichnete sich durch klare Ansagen der Betriebsräte gegenüber der Geschäftsleitung aus. Angesprochen wurden die dünne Personaldecke, Probleme mit der IT und insbesondere die Kommunikation – Probleme, die in vielen Unternehmen bekannt sind. Beklagt wurden zudem die häufigen Wechsel in der Führungsetage.  
DHV-Landesgeschäftsführer Alexander Henf machte in seinem Redebeitrag deutlich, dass trotz der allgemeinen rentenpolitischen Diskussion das Problem der niedrigen Erwerbs-minderungsrenten aus Sicht der DHV nicht genug Beachtung findet. Dabei sind gerade die Kolleginnen und Kollegen im Handel trotz der harten Anforderungen oft von niedrigen Renten betroffen. Die DHV wird diese Entwicklung weiter auf der Tagesordnung halten.
Der engagierte Auftritt der Betriebsrätinnen und –räte in Köln machte klar: Beim notwendigen Umbau des Unternehmens sind die Rechte der Mitarbeiter in guten Händen!

Galeria Kaufhof: DHV mit starkem Ergebnis im Aufsichtsrat

Hamburg, 29.03.2017

Bei der Aufsichtsratswahl der Galeria Kaufhof AG errang die DHV ein starkes Wahlergebnis:

56,7 % der abgegebenen gültigen Delegiertenstimmen gaben der DHV-Gewerkschaftsliste ihr Vertrauen!

Damit stellt die DHV in der neuen Amtsperiode zwei von drei Gewerkschaftsvertretern im Aufsichtsrat. Gewählt wurden Gabriele Conte und Anke Dehner als Mitglieder sowie Olaf Kall und Renate Janke als Ersatzmitglieder.

Bei den separaten Urwahlen bei der Galeria Logistik konnte sich mit Hans Stoelten ebenfalls ein DHV-Kollege als Aufsichtsratsmitglied durchsetzen. Er erzielte mit 329 von 1.129 gültigen Stimmen das beste Wahlergebnis.

Arbeitnehmermitbestimmung bedeutet Selbstbestimmung der Arbeitnehmer und nicht Fremdbestimmung durch eine Gewerkschaft! Diesen Grundsatz lebt die DHV seit Jahrzehnten und stellt auf ihre Gewerkschaftslisten ausschließlich Mitglieder auf, die in den Unternehmen beschäftigt sind. Das überzeugende Wahlergebnis bei der Delegiertenwahl der Galeria Kaufhof AG zeigt, dass die DHV-Philosophie nicht nur in Urwahlen, sondern auch bei Delegiertenwahlen großen Anklang findet. Die DHV knüpft damit nahtlos an die Wahlerfolge an, die sie seit Jahren bei der Galeria Kaufhof AG und darüber hinaus in weiteren namhaften Handelskonzernen wie z.B. Metro, Rewe und Hornbach erzielt.

Die DHV beglückwünscht die gewählten Mitglieder und Ersatzmitglieder zu ihrer Wahl und wünscht ihnen für die neue Amtsperiode viel Glück und Erfolg bei ihrer Arbeit für die Interessen der Beschäftigten und für das Wohl der Galeria Kaufhof AG.

DHV-Hauptvorstand

REWE Deutscher Supermarkt AG & Co KGaA: DHV steigert Ergebnis auf 72,5 % der Delegiertenstimmen bei der Wahl zum Aufsichtsrat

Hamburg, den 07.06.2016

Die DHV hat bei der Aufsichtsratswahl der REWE Deutscher Supermarkt AG & Co KGaA, eines der führenden deutschen Handelsunternehmen mit über 120.000 Beschäftigten, ein sensationelles Ergebnis erzielt: Die DHV-Gewerkschaftsliste erreichte starke 72,5 % der Stimmen bei der Delegiertenwahl am 31. Mai 2016 im Hotel „Sauerlandstern“ in Willingen. Die Delegierten, welche die DHV-Liste wählten, repräsentieren über 87.000 Stimmen!

Die DHV-Liste Die Beschäftigten aus der REWE- Group im Aufsichtsrat - DHV erzielte 970 von 1338 gültigen Stimmen. Als 1. Mitglied wurde Michael Adlhoch, BR- Vorsitzender REWE Mitte 2 aus Breuna in Nordhessen, gewählt. Ersatzmitglied ist der DHV-Kollege Andre Kunza. Erfreulich ist auch, dass mit Josef Czok, BR-Vorsitzender REWE West 2 aus Hürth-Efferen bei Köln, ein weiteres DHV-Mitglied über die Gewerkschaftsliste in den Aufsichtsrat gewählt wurde. Ersatzmitglied ist das DHV-Mitglied Markus Nellen.

Der Ausgang der Wahl verdeutlicht, dass die Strategie der DHV, ausschließlich Beschäftigte als Kandidatinnen und Kandidaten für ihre Gewerkschaftsliste aufzustellen, nach wie vor richtig und wichtig ist. Denn für die DHV ist Mitbe-stimmung die Selbstbestimmung der Arbeitnehmer und nicht die Fremdbestimmung durch eine anonyme Gewerkschaftszentrale!

Wir beglückwünschen die gewählten Mitglieder zu ihrer Wahl und wünschen ihnen für die neue Amtsperiode viel Glück und Erfolg bei ihrer Arbeit für die Interessen der Beschäftigten!

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Michael Adlhoch                     Josef Czok

V.i.S.d.P.: Hans-Joachim Bondzio

Gesamtbetriebsratskonferrenz Metro C & C GmbH Köln

Vom 23. bis 25. Mai 2016 kamen über 300 Betriebsräte der Metro Cash & Carry Deutschland GmbH in Köln zusammen.
Die neue Marschrichtung der Metro wurde vom neuen Vorsitzende der Geschäftsführung, Herrn Storck, gleich zu Beginn dargestellt. Mit zunehmender Dauer der Veranstaltung mehrten sich die Stimmen unter den Betriebsräten, man habe vieles von dem Gesagten und in Aussicht gestellten bereits vom scheidenden Geschäftsleiter gehört. Denn: Im Rahmen der Optimierungsmaßnahmen baute die Geschäftsführung bereits 1500 Arbeitsplätze ab. Diesen Verlust müssen die verbleibenden Mitarbeiter durch Mehrarbeit kompensieren, nicht zuletzt in den Märkten.
Als Vertreter der DHV sprach Michael Vittet zu den Anwesenden. Er wies darauf hin, dass die geplanten, baulichen Veränderungen in den Märkten, einen höheren Personalaufwand erforderlich machen. Der Kunde will hierbei an die Hand genommen werden und ist auf die Hilfe der Mitarbeiter vor Ort angewiesen. Ein guter Service gehört gerade im Bereich der Geschäftskunden in den Märkten für eine Zukunft der Metro C & C dazu. Hierbei lebt ein guter Service von den geschulten Mitarbeitern und deren zahlenmäßige Verfügbarkeit.     
Bei  der anschließenden Aussprache behielten die Betriebsräte Ihre Meinung nicht für sich. Die Geschäftsführung wurde gerade dafür kritisiert, dass die Umsetzung der neuen Ausrichtung der Metro in vielen Punkten Fehler in der Planung aufzeige. Ebenfalls kritisiert wurde der geplante Stellenabbau im Bereich des Einkaufs/Verwaltung. Diese Streichung führt direkt zu Schwierigkeiten in der gepalten Neuausrichtung im Bereich der Premium- und Lokalprodukte.
Der Vorsitzende der Geschäftsführung versicherte zum Abschluss, dass die Konzernleitung an die Metro C & C glaube und die bereit gestellten finanziellen Mittel für die Neuausrichtung, als Beweis für den Arbeitsplatzerhalt verstanden werden sollte.  Die DHV wird diese Zusage überwachen!

Kurzmitteilung: Metro Properties

Am 6. Mai 2016 traf sich eine kleine Runde der Mitglieder der Tarifkommission unter Beteiligung von Michael Vittet (DHV), um Änderung im Manteltarifvertrag zu besprechen.
Aufgrund der sehr guten Vorarbeiten der Arbeitsgruppe Metro PP MTV, können bereits nach dem nächsten Treffen der Kommission, die Forderungen aufgestellt und formuliert werden. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten.

Metro C+C: „back to attack“ wie schon seit Jahren - Attacke Personalabbau

Die Metro-Geschäftsführung hat das gigantischste Mitarbeiterabbauprogramm in der Geschichte dieses Unternehmens angestoßen. Unter dem Deckmäntelchen Geschäftsoptimierung und Produktivitätssteigerung und hinter immer wieder veröffentlichten Beschäftigten (FTE)-Zahlen (die stets deutlich geringer sind) versteckt sie einen tatsächlichen Mitarbeiterabbau von circa 1500 Menschen – in Worten: Eintausendfünfhundert!
Offensichtlich schert sich die Geschäftsführung nicht darum, wer in den Märkten überhaupt noch das Geschäft am Laufen hält. Bei einer Teilzeitquote von über 40Prozent und viel zu vielen Überstunden der Beschäftigten, funktioniert eine ordentliche Warenversorgung schon heute nicht immer. Dass das neue Konzept der Geschäftsführung nun auch noch Umsatz – und damit Gewinne – steigern soll, wirkt dagegen schon fast grotesk.
Hier findet ein völliger Umbau statt, aber offensichtlich soll das Geschäft danach ohne Menschen funktionieren. Die Gewerkschaften und der Gesamtbetriebsrat haben dieses Vorgehen und Konzept ganz entschieden verurteilt. Doch unsere Argumente dringen nicht durch. Die Gegenseite zieht unverändert ihre Planung durch.
Wir stellen nach dem ganzen Personalabbau der letzten Jahre die Frage:
Was hat die Geschäftsführung wirklich mit den Cash & Carry-Märkten vor?
Rechnen Sie uns vor, wie viele Mitarbeiter/innen tatsächlich mindestens gebraucht werden, um einen C&C Markt zu führen. Wenn Sie auf die Sekunde genau sagen können, wie viel Zeit (und damit Arbeitsplätze) angeblich durch die Veränderung von Arbeitsprozessen gespart wird, muss diese Rechnung ja wohl möglich sein…!

Weitere Auswirkungen von „back to attack“:
Durch die Bildung von Regionalbetrieben und Belieferungsdepots, die jeweils eigenständige Gesellschaften auf Marktebene sein sollen, könnten hier auch eigenständige Betriebsräte entstehen. Das würde bedeuten, dass in einem Markt bis zu drei Betriebsratsgremien tätig würden (Markt, Depot und Regiobetrieb). Eine effektive Betriebsratsarbeit wäre so nicht möglich. Die Gewerkschaften und der GBR von MCCD wollen, dass es weiter bei einem Betriebsrat pro Markt bleibt und alle Beschäftigten – ob Marktmitarbeiter, Depot oder Regiobetrieb – ihn gemeinsam wählen. Die Tarifkommission wird versuchen, genau das mit dem Arbeitgeber zu vereinbaren.
Wir empfehlen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die von Kündigung betroffen sind, diese unbedingt in Form einer Kündigungsschutzklage überprüfen zu lassen.
Für DHV-Mitglieder ist diese Klage kostenlos und die DHV stellt die Prozessvertretung.

Stellungnahme der Bundesfachgruppe Handel und Warenlogistik zum Thema „DHV als Gewerkschaft“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

wir, die Bundesfachgruppe Handel und Warenlogistik der Gewerkschaft DHV, wollen und werden nicht länger schweigen zu den Vorkommnissen und Angriffen, mit denen ver.di und Genossen uns verunglimpfen und - ja, man muss sagen - vernichten wollen.

Wir sagen:
Nicht mit uns!
Bis hierher und nicht weiter!
Wir lassen uns nicht kleinmachen!

Viele von Euch wissen um die Prozesse und Klagen, mit denen uns ver.di und Co. – und wir als Handelsleute beziehen uns in erster Linie auf ver.di. – die Daseinsberechtigung absprechen wollen.

Und weil man mit allen anderen Versuchen in der Vergangenheit gescheitert ist, greifen die ver.di-Funktionäre aus Berlin zur schärfsten Waffe: dem Tariffähigkeitsverfahren.

Hat von den klagenden Parteien eigentlich noch keine begriffen, dass ihre Probleme im Handel nicht gelöst sind, nur weil sie versuchen eine Monopolstellung zu erstreiten?

Zu juristischen Mitteln zu greifen, nur weil man mit sachlichen Argumenten nicht mehr weiterkommt, offenbart lediglich ihre eigene Hilf- und Ideenlosigkeit.
Allein die Geschichte beweist, dass juristische Trickserei eine lebendige und wahrhaftige Arbeit vor Ort nicht ersetzt.

Warum treten denn immer mehr Arbeitnehmerkolleginnen und -kollegen – oft bei nicht mehr tarifgebundenen Arbeitgebern – an unsere hauptamtlichen und ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen, insbesondere unsere Betriebsräte heran?
Bestimmt nicht, weil sie bei ver.di die Hilfe erhielten, die sie brauchten!

Tarife abzuschließen ist kein Selbstzweck.

Nur weil man groß und mächtig ist und bestimmen will, wo es langgeht, darf man nicht die Arbeitnehmerinteressen aus dem Blick verlieren.

Tarifverträge abschließen und wie wir es sehen, danach zu handeln – pragmatisch, praxisnah, ideenreich und an Wünschen der Arbeitnehmer orientiert – ist unser Dogma!

Warum wirft ver.di uns - als DHV - dies nun als arbeitgebernah vor?
Ganz einfach: weil wir den Kolleginnen und Kollegen vor Ort zuhören und nicht einfach nur in Berlin, oder für uns in Hamburg, gesetzte Doktrinen umsetzen. Wir halten ver.di den Spiegel vor das Gesicht und das wollen sie sich nicht gefallen lassen. Wer lässt sich schon gerne demaskieren?

Wir sind Mitarbeiter verschiedenster deutscher Handelsunternehmen, -betriebe und Firmen und können mit reinem Gewissen sagen, dass wir und unsere hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen sich täglich und immer wieder für die Belange unserer Kolleginnen und Kollegen in unseren Betrieben in ganz Deutschland einsetzen. Wahrhaftig, uneigennützig, dem Gemeinwohl orientiert!

Unsere Beobachtungen zeigen, dass Frühstücksfunktionäre die täglichen Probleme vor Ort selten kennen, denn diese werden nicht an „grünen Tischen“ gelöst, sondern dort wo sie entstehen.

Unsere Betriebsgruppen hingegen arbeiten eigenständig zum Wohle der Beschäftigten und sind nicht fremdbestimmt durch eine Zentrale bzw. durch zentrale Anweisungen.

Wir sind – mit Hilfe unserer Betreuungssekretäre – tagtäglich an der Basis, kennen die Abläufe und bekommen die damit verbundenen Probleme als Betriebsräte oder auch nur als engagierte DHV‘ler mit, setzen uns damit auseinander und finden Lösungen im Interesse aller Mitarbeiter.

In den Betrieben und Filialen arbeiten wir vor Ort aktiv in allen (BR-) Gremien mit allen Kolleginnen und Kollegen aller „Fraktionen“ erfolgreich zusammen, um uns jetzt sagen lassen zu müssen, dass dies nicht sein darf?

Erfolgreiche Wahlen – sei es für die BR-Gremien, aber auch für die verschiedensten Aufsichtsratsgremien, wo die DHV mittlerweile mehrfach mehr als einen Sitz errungen hat, obwohl sie ja angeblich keine Basis hat und zu klein ist? - zeigen unsere aktive, erfolgreiche Arbeit vor Ort!

Nichtsdestotrotz – und das ist (für uns) das Schlimmste, ist es eine Tatsache, dass man (und dies immer wieder vor jeder Wahl) Kolleginnen und Kollegen persönlich angreift und nicht die Wahrheit verbreitet, sondern wahllos „um sich schlägt“.

Wahlkampf – Ja!,
aber in der heutigen Zeit kann es nicht sein, dass Menschen, egal ob sie einen anderen Glauben haben, eine andere Hautfarbe oder gewerkschaftlich woanders betreut werden, am Ende persönlich angegriffen und beschädigt werden, denn die Zeitzeugnisse der Vergangenheit müssten doch eines Besseren belehren.
Jeder mündige Mensch hat die Freiheit – und diese Koalitionsfreiheit ist im Grundgesetz verbrieft – und kann selbst entscheiden, welchen Dienstleister (Gewerkschaft) er für richtig hält, denn dieser wird am Ende von uns und euch bezahlt!

Wir wollen die Wahl haben und wir haben uns freiwillig für die DHV entschieden und deshalb fragen wir:

Leben wir eigentlich noch in einer Demokratie, die auch Minderheiten zulässt oder gibt es nur noch Wunschkonzerte für die sogenannten Großen wie den DGB, in unserem Fall vertreten durch ver.di, die nur durch eigene – nicht prüfbare Aussagen – sich selbst dazu bevollmächtigt, den Takt zu bestimmen und sich Gesetze wie das DGB-Ermächtigungsgesetz (Tarifeinheitsgesetz) auf den Leib schneidern lässt?

Wir wollen keinen von Berlin – und damit ist sowohl die Politik wie auch die Zentrale der ver.di gemeint – gekochten Einheitsbrei, geschweige denn deren angestrebte Einheitsgewerkschaft, sondern wir wollen als mündige Bürger selbst mitbestimmen, wo es langgeht.

Allen Angriffen zum Trotz werden und wollen wir uns weiter politisch offen, tolerant und sachorientiert für die Belange, Fragen und Probleme der Kolleginnen und Kollegen in den Unternehmen stark machen!

Von all dem abgesehen, stellt sich uns die Frage, warum ver.di u.a. soviel Zeit, vor allem aber Geld für Anwälte, Gutachten u.a. ausgibt, welches damit den eigenen Mitgliedern vorenthalten wird.

Gebt euer Geld für eure Mitglieder aus, denn sie bezahlen eure Existenz!

DHV – das ist für uns gelebte Basisdemokratie und als Demokraten verlangen wir die Erhaltung der im Grundgesetz festgeschriebenen Koalitions- und Wahlfreiheit der Gewerkschaftszugehörigkeit sowie der Tariffreiheit, die nicht mehr gegeben ist, wenn die DHV – als neben ver.di einzige tariffähige Gewerkschaft im Handel – „kaputt gemacht wird“.

 
Mit kollegialen Grüßen für die Mitglieder des Bundesfachgruppenvorstandes


Sabine Bondzio
Vorsitzende Bundesfachgruppe Handel