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METRO Properties: Manteltarifvertrag gekündigt

Die Unternehmervereinigung für Arbeitsbedingungen im Handel und Dienstleistungsgewerbe e.V. (AHD), vertreten durch Herr Dr. Lessner-Sturm, hat zum 31. März 2016 folgende Verträge gekündigt:

1. Manteltarifvertrag
2. Tarifvertrag zum Urlaubsgeld

Das weitere Vorgehen, sowie die Zusammensetzungen der Verhandlungskommissionen wird zeitnah festgelegt.
Zunächst gilt es die Verhandlungen zum Entgelttarifvertrag erfolgreich abzuschließen. Die nächste Verhandlungsrunde wird diesbezüglich am 28. Januar 2016 stattfinden. Für diese ist die DHV gut gerüstet. Den Begründungen der Arbeitgeberseite für das sehr bescheidene Angebot in Höhe von 2,0 % Lohnerhöhung für eine Laufzeit von 12 Monaten, wird die Tarifkommission in der kommenden Verhandlungsrunde entschieden entgegentraten.

METRO Properties: Erste Verhandlungsrunde Entgelt-Tarifvertrag

Nach der fristgerechten Kündigung des Haustarif-Entgeltvertrages zum 31.Dezember 2015 hat am 10. Dezember 2015 eine erste Verhandlungsrunde der Tarifkommission mit dem Arbeitgeber stattgefunden. Gefordert wurde von Arbeitnehmerseite eine Entgelterhöhung von 4,8% bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

Angeboten wurde eine Erhöhung von 1,0% von Seiten des Arbeitgebers. Am Ende der Verhandlungen bot die Arbeitgeberseite eine Entgelterhöhung von 2,0% mit einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Vertreter der Verhandlungskommisson schlugen dieses Angebot mit sehr guter Begründung - im Rahmen der internen Beratungen - aus.

Seitens Eurer Berufsgewerkschaft wurden demnach die Verhandlungen vorerst unterbrochen. Das Hauptvorstandsmitglied Hans-Rudolf Folz, Hans-Joachim Bonzio, Bundesfachgruppenleiter Handel und Michael Vittet, Regionalbetreuer Landesverband Rheinland-Pfalz/Saar erklärten, die Verhandlungen im Interesse der Arbeitnehmer am 28. Januar 2016 erneut aufzunehmen.

V.i.S.d.P. Michael Vittet

METRO C+C und Schaper: Die Silvester-Öffnung oder wird der Tarifbruch zum Modell der Geschäftsführung von METRO C+C???

Erstmals seit Einführung der Mitbestimmung bei Metro Cash & Carry werden die Betriebsräte offen und dreist aufgefordert, Tarifvertragsbruch zu betreiben. Die Geschäftsführung hat die Betriebsräte der Märkte dazu aufgefordert, gegen bestehende Manteltarifverträge zu verstoßen, indem diese die Ausdehnung der Öffnungszeiten der Märkte und damit der Arbeitszeiten der Kolleginnen und Kollegen an Silvester bis 18:00 Uhr sowie die Sonntagsöffnung am 27.12.2015 genehmigen sollen.

Gestern wurde eine turbulente GBR Sitzung auf unbefristete Zeit unterbrochen.

Der Grund: „Die Zeichen stehen auf Auseinandersetzung“. Wir, Gewerkschaften und Arbeitnehmer, befinden uns in einer dramatischen Konfrontation mit dem Arbeitgeber zu den oben genannten Themen!

Ich fordere die örtlichen Betriebsräte hiermit auf, hierfür keine Zustimmungen zu erteilen!

Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Tarifverträge auf diese Art und Weise Stück für Stück auseinander genommen werden.

Wir können dies nur als versuchte Aufkündigung der Sozialpartnerschaft verstehen!

Wieso?

Ihr seid als Betriebsräte nach Betriebsverfassungsgesetz verpflichtet, für die Einhaltung der Tarifverträge gegenüber Euren Beschäftigten zu sorgen!

Das weiß auch die Geschäftsführung. Dass Sie trotzdem auf diese Weise auf Euch zukommt und Euch offen auffordert, Gesetzesbruch zu begehen, werte ich als Angriff auf die Sozialpartnerschaft und auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit, die über lange Jahre im Unternehmen gepflegt wurde.

Während das Management auf der einen Seite den Abbau von Arbeitsplätzen und damit die mögliche Entlassung von aktuell bis zu 800 Kolleginnen und Kollegen plant, wird zugleich versucht, die Arbeitszeiten unserer Kolleginnen und Kollegen, entgegen den bestehenden Tarifverträgen, auszuweiten, notfalls die Märkte durch den Einsatz von Fremdarbeitskräften länger zu öffnen.

Dabei hofft das Management darauf, dass sich ausreichend Mitarbeiter in den Märkten finden, die freiwillig, außerhalb der im Tarifertrag festgelegten Arbeitszeiten, arbeiten möchten.

Wir können und wollen dieses Vorhaben nicht unterstützen!

Angesichts des allein für 2016 geplanten Abbaus muss jedem klar sein, dass durch den Verstoß gegen die tariflichen Arbeitszeiten bzw. solche Mehrarbeiten keine Arbeitsplätze gesichert werden, sondern genau das Gegenteil erreicht wird. Immer weniger Menschen müssen immer länger bzw. mehr arbeiten. Dass bereits jetzt nicht mehr genug Personal in den Märkten vorhanden ist, um die Waren rechtzeitig an den Kunden zu bringen, wird letztlich nahezu aus allen Betrieben berichtet.

Wir, die Berufsgewerkschaft DHV, empfehlen den Betriebsräten in den Märkten, die Anträge auf Zustimmung zur Verlängerung der Arbeitszeiten zu Silvester sowie zur Sonntagsarbeit am 27.12.2015 abzulehnen!

Sogenannte „Freiwilligkeit“ hat Grenzen! Lasst Euch Eure Rechte nicht abkaufen!

Silvester wird ab 18:00 Uhr gefeiert und nicht erst nach Hause gegangen!

Auf die Versagung Eurer Zustimmung kommt es mithin entscheidend an.

Also lasst Euch nicht vor den „Karren spannen“, sondern setzt als örtlicher BR ein deutliches Zeichen!

Hans-Joachim Bondzio

Tarifabschluss beim Großhandel Nordrhein-Westfalen

2,7 Prozent mehr ab 1.7.2015!
2,0 Prozent mehr ab 1.5.2016!

Gute Arbeit hat ihren Preis! Der Tarifabschluss für die Beschäftigten im Bereich Großhandel, Außenhandel und gewerbliche Verbundgruppen Großhandel Nordrhein-Westfalen bringt deutlich mehr in den Geldbeutel der Beschäftigten. Mit  2,7% im Jahr 2015 liegt der Abschluss gut über der prognostizierten Preissteigerungsrate. Dies sichert den Beschäftigten der Branche wieder eine, wenn auch kleine Reallohnsteigerung. Die Tarifgemeinschaft Großhandel – Außenhandel – Dienstleistungen Nordrhein-Westfalen hat zusammen mit den Gewerkschaften mit Datum vom 25. Juni 2015 den Abschluss von Baden-Württemberg weitgehend übernommen.

Hier die ausführlichen Tarifergebnisse:

  • Die Tariflöhne und -gehälter werden zum 1. Juli 2015 um 2,7% und ab dem 1. Mai 2016 um weitere 2,0% erhöht.
  • Die Vergütung der Auszubildenden steigt zum 1. September 2015 um 30 Euro und zum September 2016 um weitere 20 Euro.
  • Für den Zeitraum vom 1. Februar bis 31. Mai 2016 erfolgt eine Einmalzahlung in Höhe von 90 Euro.
  • Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. April 2017.
  • Längere Arbeitszeiten an Silvester und Weihnachten sind ebenso vom Tisch, wie die Streichung der Zuschläge für Samstagsarbeit.
  • Eine betriebliche Öffnungsklausel (Verschiebung der Erhöhungszeitpunkte des Tarifergebnisses) wie von den Arbeitgebern gefordert, wurde abgewehrt.

Warengenossenschaften Norddeutschland: Erfolgreicher Abschluss der Tarifrunde 2015

Am 25.6.2015 verhandelten DHV und der Genossenschaftliche Arbeitgeberverband Norddeutschland (GAV) in Hannover den Tarifvertrag für die Warengenossenschaften in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Berlin, Brandenburg sowie Mecklenburg-Vorpommern und kamen dabei zu folgendem Abschluss:

Erhöhung  der Einkommen ab    
1.7.2015 um 2 % im gesamten Geltungsbereich sowie zum
1.7.216 um 1,7 % in Niedersachsen und um 2 % in den östlichen Bundesländern.
Mit dieser differenzierten Erhöhung wird ein weiterer Schritt in der Angleichung der Osteinkommen auf das Westniveau vollzogen.
Zusätzlich erhalten alle Mitarbeiter mit dem Juli-Gehalt eine Einmalzahlung in Höhe von Euro 100.--, Auszubildende, die bereits am 30.6.2015 in Ausbildung standen, erhalten Euro 50.--.

Ausbildungsvergütungen
werden zum 1.7.2015 erhöht auf

  1. 660.-- € im 1. Ausbildungsjahr
  2. 735.-- € im 2. Ausbildungsjahr
  3. 815.-- € im 3. Ausbildungsjahr
  4. 895.-- € im 4. Ausbildungsjahr

Das entspricht einer Erhöhung zwischen 5 und 5,5%!
Mit dieser überproportionalen Erhöhung signalisieren die Tarifpartner, dass der Berufsausbildung ein besonderes Augenmerk gewidmet wird. Damit soll die Ausbildungsquote weiter gesteigert werden, obwohl diese im Durchschnitt schon bei 10 % liegt und für manche Berufe sogar bis zu 20 %. Das ist nicht nur im strukturschwachen östlichen Geltungsbereich von wesentlicher Bedeutung.
Der Tarifabschluss kann das Niveau des Abschlusses von 2013 nicht erreichen, weil sich die wirtschaftliche Lage der Landwirtschaft und ihrer Genossenschaften gegenüber diesem sehr guten Geschäftsjahr in den meisten Geschäftsbereichen stark abgeschwächt hat.
Der Tarifabschluss verschafft den Beschäftigen einen Kaufkraftzuwachs. Er hat eine Laufzeit von 24 Monaten.

Tarifinformation für die Beschäftigten bei MLOG

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

wie Euch bekannt ist, wird die Bestandseigentümerschaft der Ware im Oktober mit dem neuen Geschäftsjahr zu den Vertriebslinien (Real, METRO C+C) wechseln. Aufgrund des Projektes SOT ist die MLOG damit auch nicht mehr Großhandel sondern Logistiker.
Das soll aus Sicht der MLOG dazu führen, Euch mittelfristig schlechter zu bezahlen - nämlich nach dem Tarifvertrag Spedition und Logistik, einem Flächentarifvertrag, den die Gewerkschaft verdi abgeschlossen hat und der deutlich unter dem Niveau des Großhandels liegt.
Das wollen wir verhindern!

verdi hat am 12.08.2014 eine erste Verhandlung mit der Arbeitgeberseite geführt, mit dem Ziel, den Großhandelstarifvertrag beizubehalten, um den eigenen Speditionstarifvertrag zu verhindern.
Dies ist nicht glaubwürdig!

Als größter Knackpunkt hat sich erwiesen, was mit den Kolleginnen und Kollegen passiert, die aufgrund von Schließungen oder Verlagerungen den Standort wechseln müssen.
MLOG will diese dann sofort nach Logistik bezahlen, einem weiteren verdi-Tarifvertrag.
Wenn das Unternehmen entscheidet Standorte zu verlagern, dürft Ihr nicht die Verlierer dabei sein!

Deshalb sind die Aussagen auf vielen Betriebsversammlungen: "Es ändert sich nichts für Euch" eher eine Placebo-Beruhigungspille statt echte Sicherheit.
Wir fordern daher für alle Kolleginnen und Kollegen einen unbefristeten Tarifvertrag für den Großhandel - denn nur der bietet Sicherheit!  

Die MLOG verhandelt nur mit verdi, obwohl von uns ebenfalls ein Verhandlungsangebot vorliegt.
Organisiert Euch in der Gewerkschaft DHV! Nur gemeinsam sind wir stark!
Wir müssen den direkten Übergang in den Speditionstarifvertrag verhindern!

Eure Tarifkommission

V.i.S.d.P.: Hans-Joachim Bondzio

DHV erklärt Scheitern der Gehaltstarifverhandlungen

Die DHV war mit der Forderung einer Gehaltserhöhung von 26 Prozent über alle Entgeltgruppen in die Verhandlungen gegangen. Vorrangiges Ziel war vor allem, das Entgelt in der untersten Entgeltgruppe auf 8,50 € anzuheben.

In der zweiten Verhandlungsrunde am 19.09.2013 wurde deutlich, dass die Positionen von DHV und ILS weit auseinander liegen. Die DHV-Verhandlungskommission war bereit, in der untersten Entgeltgruppe eine Erhöhung

  • ab 01.01.2014 auf 8.19 € West sowie 7,50 € Ost
  • und ab 01.07.2014 auf 8,50 € West sowie auf 7,86 € Ost

zu akzeptieren.

Die Arbeitgeber wiesen dieses Kompromissangebot der DHV zurück und boten ihrerseits für die unterste Entgeltgruppe eine Gehaltserhöhung in mehreren Schritten auf 8,50 € West und 8,00 € an, die ab 01.07.2016 gelten sollten. Bestandteil des Kompromisses sollte aber nach dem Willen der Arbeitgeber eine abgesenkte Vergütung in den ersten 6 Monaten auf 95 % des Ecklohns sein.

Die DHV-Tarifkommission hat nach intensiven Beratungen dieses Arbeitgeberangebot zurückgewiesen und das vorläufige Scheitern erklärt. Sie sieht keine realistische Chance, die Differenz von zwei Jahren in dem Erreichen des Mindestlohns von 8,50 € mit einem für beide Seiten tragfähigen Kompromiss zu überbrücken. Darüber hinaus ist die von der Arbeitgeberseite geforderte Absenkung der Vergütung in den ersten 6 Monaten um 5 % nicht akzeptabel. Diese Arbeitgeberforderung bedeutet faktisch, dass für neue Beschäftigte der Mindestlohn von 8,50 € erst ab 2017 oder 2018 erreicht wird.
Angesichts des bis zum 31.12.2015 laufenden Manteltarifvertrages ist die DHV zur Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen bereit, wenn die Umstände die Chance für einen tragfähigen Kompromiss ermöglichen.

V.i.S.d.P.: Henning Röders

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