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Tarifinformation für die Beschäftigten bei MLOG

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

wie Euch bekannt ist, wird die Bestandseigentümerschaft der Ware im Oktober mit dem neuen Geschäftsjahr zu den Vertriebslinien (Real, METRO C+C) wechseln. Aufgrund des Projektes SOT ist die MLOG damit auch nicht mehr Großhandel sondern Logistiker.
Das soll aus Sicht der MLOG dazu führen, Euch mittelfristig schlechter zu bezahlen - nämlich nach dem Tarifvertrag Spedition und Logistik, einem Flächentarifvertrag, den die Gewerkschaft verdi abgeschlossen hat und der deutlich unter dem Niveau des Großhandels liegt.
Das wollen wir verhindern!

verdi hat am 12.08.2014 eine erste Verhandlung mit der Arbeitgeberseite geführt, mit dem Ziel, den Großhandelstarifvertrag beizubehalten, um den eigenen Speditionstarifvertrag zu verhindern.
Dies ist nicht glaubwürdig!

Als größter Knackpunkt hat sich erwiesen, was mit den Kolleginnen und Kollegen passiert, die aufgrund von Schließungen oder Verlagerungen den Standort wechseln müssen.
MLOG will diese dann sofort nach Logistik bezahlen, einem weiteren verdi-Tarifvertrag.
Wenn das Unternehmen entscheidet Standorte zu verlagern, dürft Ihr nicht die Verlierer dabei sein!

Deshalb sind die Aussagen auf vielen Betriebsversammlungen: "Es ändert sich nichts für Euch" eher eine Placebo-Beruhigungspille statt echte Sicherheit.
Wir fordern daher für alle Kolleginnen und Kollegen einen unbefristeten Tarifvertrag für den Großhandel - denn nur der bietet Sicherheit!  

Die MLOG verhandelt nur mit verdi, obwohl von uns ebenfalls ein Verhandlungsangebot vorliegt.
Organisiert Euch in der Gewerkschaft DHV! Nur gemeinsam sind wir stark!
Wir müssen den direkten Übergang in den Speditionstarifvertrag verhindern!

Eure Tarifkommission

V.i.S.d.P.: Hans-Joachim Bondzio

DHV erklärt Scheitern der Gehaltstarifverhandlungen

Die DHV war mit der Forderung einer Gehaltserhöhung von 26 Prozent über alle Entgeltgruppen in die Verhandlungen gegangen. Vorrangiges Ziel war vor allem, das Entgelt in der untersten Entgeltgruppe auf 8,50 € anzuheben.

In der zweiten Verhandlungsrunde am 19.09.2013 wurde deutlich, dass die Positionen von DHV und ILS weit auseinander liegen. Die DHV-Verhandlungskommission war bereit, in der untersten Entgeltgruppe eine Erhöhung

  • ab 01.01.2014 auf 8.19 € West sowie 7,50 € Ost
  • und ab 01.07.2014 auf 8,50 € West sowie auf 7,86 € Ost

zu akzeptieren.

Die Arbeitgeber wiesen dieses Kompromissangebot der DHV zurück und boten ihrerseits für die unterste Entgeltgruppe eine Gehaltserhöhung in mehreren Schritten auf 8,50 € West und 8,00 € an, die ab 01.07.2016 gelten sollten. Bestandteil des Kompromisses sollte aber nach dem Willen der Arbeitgeber eine abgesenkte Vergütung in den ersten 6 Monaten auf 95 % des Ecklohns sein.

Die DHV-Tarifkommission hat nach intensiven Beratungen dieses Arbeitgeberangebot zurückgewiesen und das vorläufige Scheitern erklärt. Sie sieht keine realistische Chance, die Differenz von zwei Jahren in dem Erreichen des Mindestlohns von 8,50 € mit einem für beide Seiten tragfähigen Kompromiss zu überbrücken. Darüber hinaus ist die von der Arbeitgeberseite geforderte Absenkung der Vergütung in den ersten 6 Monaten um 5 % nicht akzeptabel. Diese Arbeitgeberforderung bedeutet faktisch, dass für neue Beschäftigte der Mindestlohn von 8,50 € erst ab 2017 oder 2018 erreicht wird.
Angesichts des bis zum 31.12.2015 laufenden Manteltarifvertrages ist die DHV zur Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen bereit, wenn die Umstände die Chance für einen tragfähigen Kompromiss ermöglichen.

V.i.S.d.P.: Henning Röders

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