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Erfolgreicher Abschluss VdPK Hessen und Rheinland-Pfalz: Pflegekräfte auf TVöD-Niveau

Nachdem die Tarifverhandlungen am 26.08.2019 wegen der unzureichenden Gehaltsangebote der Arbeitgeberseite gescheitert waren, konnte am 19.11.2019 eine erfreuliche Kehrtwende erreicht werden.
Ab 01.01.2020 steigen alle Gehälter um 3,0 %, ab 01.01.2021 sowie 01.01.2022 ebenfalls um jeweils 3,0 %.  Damit ist es gelungen, eine substanzielle Annäherung an das Gehaltsniveau des TVöD zu erreichen und eine Kernforderung der Arbeitnehmerseite umzusetzen.
Bei Pflegekräften in akut-somatischen Einrichtungen ist das bereits mit diesem Tarifabschluss der Fall. Über Zulagen erreichen diese  Pflegekräfte TVöD-Niveau.                                                                                                                                                             Angesichts des akuten Mangels an Pflegekräften und die Zielsetzungen des Pflegestärkungsgesetzes war dieses Ziel für die DHV-Tarifkommission nicht verhandelbar.                                                                                                                                                                                                                                Wichtig: Das Pflegepersonal wird nun in eine gesonderte Gehaltstabelle übergeleitet. Bestandskräfte erhalten aber das Optionsrecht, in der alten Tabelle verbleiben zu können.
Darüber hinaus haben sich die Tarifparteien auf eine Überarbeitung der Vergütungssystematik geeignet. Die Anpassung der Vergütungsgruppen spiegelt zum einen die heutige Arbeitsrealität wieder, zum anderen wurde eine verbesserte Übersichtlichkeit durch das Einebnen von Zwischenstufen erreicht mit wichtigen Effekt, dass die Festbeträge der alten Eingruppierung nun dynamisiert sind und an zukünftigen Tarifsteigerungen teilnehmen.
Für Auszubildende wurde der Urlaub auf 30 Tage im Jahr angehoben, sowie die Ausbildungsvergütung linear zur Steigerung im Lohn- und Gehaltstarifvertrag für 2020 erhöht.
Weiter wurden Jubiläumsprämien vereinbart. Nach 10 Jahren Beschäftigungszeit werden 500 €, nach 25 Jahren 750 € und nach 40 Jahren 1000 € Prämie ausgeschüttet.

Viele Tarif-Forderungen der DHV sind noch offen. Aber dieser Abschluss stellt für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des VdpK in Hessen und Rheinland-Pfalz einen Weg in die richtige Richtung dar. Wir danken den engagierten DHV-Mitgliedern für ihre tatkräftige Unterstützung!

Das Seminarprogramm 2020 für den Landesverband Rheinland-Pfalz/Saar steht

Nach einem erfolgreichen Jahr mit Bildungsveranstaltungen in Dannenfels, Kirkel und Inhouse-Schulung, ist nun die Planung des DHV-Bildungswerkes für 2020 abgeschlossen. Wie gewohnt bieten wir eine ausgewogene Mischung aus Grundlagenseminaren, Erweiterungs- und Vertiefungskursen. Auch Spezialseminare für Personal- und Betriebsräte, wie zum Datenschutz und zur Betriebsvereinbarung stehen zur Auswahl.

Durchgeführt werden die Seminare 2020 in den Räumlichkeiten der Bildungsstätte der Arbeitskammer des Saarlandes in Kirkel. Hier bieten sich den Teilnehmern optimale Tagungsbedingungen bei angenehmer Unterbringung und hervorragender Verköstigung. Die Schulungen werden von erfahrenen und kompetenten Referenten der DHV vorgenommen.

Sie können sich problemlos über den Reiter „Weiterbildung“ auf der Homepage der DHV zu den einzelnen Schulungen informieren und auf unsere Flyer in digitaler Form zugreifen. Wenn Sie unsere Informationen in Papierform erhalten möchten, so wenden Sie sich gerne an unsere Geschäftsstelle in Saarbrücken.
Ist ein Termin bei Ihnen im Unternehmen aufgrund betriebsbedingter Notwendigkeiten nicht durchführbar oder ist ein bestimmtes Thema, dass Sie im Betriebs- oder Personalrat beschäftigt nicht im Angebot? Dann nehmen Sie ebenfalls gerne mit unseren Mitarbeitern in Saarbrücken Kontakt auf. Gerne versuchen wir für Sie eine passende Alternative zu finden oder ein Inhouse-Seminar zu veranstalten.

65 Jahre Engagement und 80. Geburtstag - Anni Herrmann

Der DHV-Landesvorstand wollte es sich nicht nehmen lassen, sich in seiner Sitzung vom 29.10.2019 bei einem seiner aktivsten und treusten Mitglieder herzlich zu bedanken und ein kleines Präsent zu überreichen.

Anni Herrmann trat mit 15 Jahren in die DHV ein und ist bis zum heutigen Tag mit Rat und Tat immer zur Stelle.

In den langen Jahren ihrer Mitgliedschaft hat sie sich auf den verschiedensten Feldern hervorgetan. Sie war ein herausragendes Mitglied der Kaufmannsjugend und übernahm nach dem Tod von Emil Jörg die Geschäftsführung der DHV Geschäftsstelle in Pirmasens, wo sie zuvor bereits als Sekretärin tätig war. Vielen in der DHV wird Anni Herrmann immer als engagierte Organisatorin im Bereich der beruflichen Bildungsarbeit in Erinnerung sein. Was sich auch in ihren 35 Jahren Mitarbeit im Prüfungsausschuss der IHK Pirmasens wiederspiegelt.

Über ihre 65 Jahre Mitgliedschaft in der DHV übernahm sie als Ortgruppenvorsitzende und Mitglied in den Landesvorständen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland immer wieder Verantwortung. Für 15 Jahre gehörte sie dem DHV-Aufsichtsrat an, wo sie aufgrund ihrer Expertise und Erfahrung immer geschätzt wurde. Wir bedanken uns für das jahrelange Engagement und gratulieren herzlich zum 80. Geburtstag und wünschen auch weiterhin alles Gute!

Anni Herrmann Jubilum

DHV Informationsveranstaltung zum Thema Rente bei der Kunzler Fleischwaren GmbH und Co. KG

Obwohl das Thema Rente für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland von entscheidender Bedeutung ist, neigen viele Beschäftigte dazu, sich erst spät mit diesem auseinander zu setzen. Die Mitglieder des Betriebsrates der Firma Kunzler Fleischwaren GmbH und Co. KG haben sich in Zusammenarbeit mit dem DHV Geschäftsführer Lukas Menzel des Themas angenommen und beschlossen, eine entsprechende Informationsveranstaltung in den Räumen des Betriebes abzuhalten. Die Belegschaft in Überherren setzt sich aus einer Vielzahl verschiedener Nationalitäten zusammen, was auch auf die direkte Lage an der deutsch-französischen Grenze zurück zu führen ist. Daher haben sich die Organisatoren sehr gefreut Frau Sandra Braun von der Deutschen Rentenversicherung Saarland als Referentin für die Veranstaltung gewonnen zu haben. Denn neben den allgemeinen Grundvoraussetzungen des deutschen Rentensystems, konnte sie auch problemlos auf die besondere Situation der zahlreichen Grenzgänger im Betrieb eingehen.
Die Betriebsratsmitglieder und Herr Menzel bedanken sich ausdrücklich bei Frau Braun für ihren gelungenen Vortrag und die hilfreichen Hinweise in der anschließenden Fragerunde mit den Anwesenden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben eine durchgehend positive Bewertung der Veranstaltung abgegeben. Die DHV freut sich in Zukunft mit diesem Format die Sichtbarkeit der Gewerkschaft im Betrieb noch zu erhöhen und ihr Engagement für die Mitarbeiter weiter auszubauen.

Rente Kunzler Fleischwaren

Scheitern der Gehaltstarifverhandlungen mit dem Verband der Privatkliniken in Hessen und Rheinland-Pfalz

Trotz Arbeitskräftemangel keine Bereitschaft zu deutlicher Veränderung bei Arbeitgebern!

Seit dem 26.08.2019 ist es offiziell: Nach einem halben Jahr der Verhandlungen wurde klar, dass sich die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter nicht einig werden. Substanzielle Gehaltssteigerungen wurden von der Gegenseite entschieden abgelehnt. Diese wären aber nötig gewesen, um sich dem in den letzten Jahren stärker angestiegenen Niveau des TVöD deutlich anzunähern. Dies war das erklärte Ziel der DHV-Tarifkommission.  

In den vorherigen Verhandlungen hatten die Beschäftigten der Privatkliniken in Hessen und Rheinland-Pfalz immer viel Verständnis für die finanzielle Lage ihrer jeweiligen Häuser gezeigt. Aber wirtschaftliche und politische Entwicklungen im Gesundheitssektor nur auf Kosten der Beschäftigten bewältigen zu wollen, das geht nicht!

Bedauerlich ist das Scheitern auch, weil nicht allein die Anpassung des Lohnniveaus Gegenstand der monatelangen Verhandlungen war. Die Tarifpartner hatten sich eine Anpassung und Vereinfachung des gesamten Lohntarifvertrags vorgenommen. Dabei sollte besonders das System der Lohngruppen überarbeitet werden. Es war der DHV-Tarifkommission gelungen, das System von festen Zuschlägen in neue Gehaltgruppen zu bringen und sie damit auch an einer Gehaltssteigerung teilhaben zu lassen.

Problematisch war aus unserer Sicht der Versuch der Arbeitgeberseite, unterschiedliche Vergütungsgruppen für Pflegekräfte einzuführen.  Hintergrund war das Inkrafttreten von Teilen des „Pflegestärkungsgesetzes“ zum 01.01.2019. Dies ermöglichte eine Verbesserung der Gehälter im Bereich der somatischen-akut Pflege durch staatliche Zahlungen ab 2020. Die Arbeitnehmerseite war  bereit, diese steuerlich finanzierte Gehaltserhöhung für die Kolleginnen und Kollegen im Bereich der somatischen-akut Pflege tariflich zu verankern. Aber deshalb eine Spaltung über verschiedene Lohntabellen innerhalb der Pflege zu zementieren, dass war und ist mit der DHV nicht zu machen!

Schließlich hatte man eine für beide Seiten akzeptable Struktur gefunden. Diese Arbeit sollte aber keine Früchte tragen. Auch die Kompromissbereitschaft der DHV-Tarifkommission, etwa über eine längere Laufzeit des Vergütungstarifvertrages mehr Planungssicherheit zu gewähren, führte zu keinem Umdenken. Ohne substanzielle Gehaltssteigerungen in allen Berufsgruppen war die DHV-Tarifkommission gezwungen, die Verhandlungen zu beenden.

Nichts desto trotz bedauern wir das Scheitern der Verhandlungen. Wir hoffen, dass in den nächsten Wochen und Monaten ein Umdenken auf der Arbeitgeberseite erfolgt. Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Kliniken des Verbandes privater Krankenhäuser in Hessen und Rheinland-Pfalz verdienen anständige Arbeitsbedingungen und einen anständigen Lohn! Daher bleibt die DHV immer für Gespräche offen, die entsprechend dieser Zielsetzung geführt werden.

Betriebsbesuch bei der Metro Deutschland GmbH in Koblenz

Am 01.07.2019 besuchte der DHV-Geschäftsführer Lukas Menzel den Betrieb der Metro Deutschland GmbH in der Carl-Zeiss-Straße 6 in Koblenz. Bei einer Tasse Kaffee im Betriebsratsbüro wurden intensive Gespräche über aktuelle Ereignisse und Änderungen im Betrieb vor Ort, wie auch im Gesamtunternehmen Metro Deutschland GmbH geführt. Diskussionsthemen waren dabei unter anderem die Gewinnung von Auszubildenden, die Bindung von Mitarbeitern an den Betrieb, aktuelle tarifliche Entwicklungen im Bereich Handel und die Personalplanung.
Besonders im Bereich der Werbung von Auszubildenden ist die Arbeit des Metro-Betriebsrates vorbildlich. Die Organisation und Durchführung von Gemeinschaftsaktivitäten, wie Unternehmensausflügen oder Firmenläufen, tragen sicherlich zur Attraktivitätssteigerung des Unternehmens als zukünftigen Arbeitgeber bei und sorgen für eine Vernetzung der Mitarbeiter untereinander. Trotz der sehr aktiven Werbung um junge Menschen, sieht sich auch die Metro herausgefordert, dem allgemeinen Nachwuchsmangel in der deutschen Wirtschaft entgegenzutreten.
Allgemein ist festzuhalten, dass im Bereich der Mitarbeiterbetreuung dem Betriebsrat die zentrale Rolle zukommt. Ohne diesen würden die Geburtstage und Jubiläen der Kolleginnen und Kollegen im Betrieb häufig unbeachtet bleiben. Auch hier scheint sich ein negativer Effekt der Digitalisierung in der Form von Vereinzelung bemerkbar zu machen. Wir drücken den Betriebsräten die Daumen, dass ihre Bemühungen zur Pflege des sozialen Kontaktes am Arbeitsplatz weiterhin Früchte tragen.
Lukas Menzel bedankt sich herzlich bei den Betriebsräten Paul Loyo und Thomas Leikauf für das freundliche und angeregte Gespräch. Auch freut er sich, den neuen Vorsitzenden der Jugend- und Auszubildenden Vertretung Dominic Krause persönlich kennengelernt zu haben. Die DHV wünscht dem Betriebsrat viel Erfolg bei der Umsetzung seiner Unternehmungen und freute sich darauf die gute und konstruktive Zusammenarbeit fortzusetzen

GBR-Konferenz der Metro in Bonn 28.05.2019

Die DHV war mit einem Stand bei der Betriebsrätekonferenz der Metro am 28.05.2019, die in diesem Jahr im Maritim Hotel in Bonn stattfand, vertreten.  

Die DHV-NRW hatte den Info-Stand organisiert und mit verschiedenen Werbe- und Infomaterialien ausgestattet. Dabei wurde sie von unserem DHV-Kollegen Lukas Menzel (LV Rheinland-Pfalz/Saar) vor Ort unterstützt. Der Stand war gut besucht und fand reichlich Anklang bei den Konferenzteilnehmern. In seinem Grußwort stellte Lukas Menzel die aktuelle Lage bei REAL richtig, um den von ver.di verbreiteten Desinformationen entgegenzutreten. Auch betonte er den hohen Stellenwert des Handels und der in dieser Branche beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für die DHV.

Insgesamt war der 28.05. eine beeindruckende Zurschaustellung des Willens der Metro-Betriebsräte an der Entwicklung des Unternehmens mitzuwirken und auf Missstände hinzuweisen. Dies spiegelte sich auch in den kritischen Fragen der anwesenden Betriebsräte an den Vorsitzenden des Vorstandes der Metro Deutschland GmbH Olaf Koch wider. Für die anwesenden Mitglieder der Geschäftsführung war der gestrige Tag mitnichten ein Spaziergang.

Wir als DHV bedanken uns für die Einladung beim GBR der Metro und kommen gerne beim nächsten Mal wieder.

 

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Schulung für Betriebsräte vom 20.-22.05.2019 in Kirkel

Datum: 29.05.2019

Nachdem das Betriebsräte-Seminar im März im beschaulichen Dannenfels in der Westpfalz stattgefunden hatte, trafen sich die Teilnehmer der Mai-Schulung nun im Bildungszentrum der Arbeitskammer des Saarlands in Kirkel. Die Leitung und Durchführung des Seminars wurde vom DHV Geschäftsführer Rheinland-Pfalz/Saar Lukas Menzel übernommen. Unter dem Titel „Betriebsverfassungsrecht I – Aufgaben, Rechte und Pflichten des Betriebsrates“ haben sich sechs Betriebsratsmitglieder aus den Bereichen Rettungsdienst und Personenbeförderung zusammengefunden.
Ziel der Veranstaltung war es, die meist frisch in Ihr Ehrenamt als Betriebsrat gekommenen, Anwesenden über ihre Rechte und die daraus resultierenden Pflichten aufzuklären. Neben dem Vortrag des Referenten, war dabei die Diskussion und der Austausch unter den Teilnehmern besonders wichtig. Für die praktische Betriebsratsarbeit ist dieser Erfahrungsaustausch immer besonders förderlich.
Nach Abschluss der drei Seminartage, die von einer intensiven und angeregten Arbeitsatmosphäre gekennzeichnet waren, kam von den Betriebsräten eine durchgehend positive Resonanz. Dazu dürften auch die hervorragend ausgestatten Übernachtungs- und Schulungsräumlichkeiten des frisch renovierten Bildungszentrums beigetragen haben. Die DHV bedankt sich für das Interesse und die sehr gute Mitarbeit der Teilnehmer und hofft darauf, diese bei weiteren Schulungen wiederzusehen. 

1. Mai-Feier des CGB-Landesverbands Saarland

02. Mai 2019

In diesem Jahr hielten die Mitgliedsgewerkschaften des CBB-Landesverbandes Saarland ihre traditionelle Veranstaltung zum 1. Mai auf dem Gipfel des Schaumbergs bei Tholey ab. Das diesjährige Motto „Ein Herz für Europa – CGB“ sollte die Reden und die angeregten Diskussionen klar bestimmen. Angesichts der am 26. Mai anstehenden Europawahlen wurde das Thema mit Begeisterung aufgegriffen.

Etwa 60 christliche Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen, wie auch ihre Familienmitglieder, fanden sich bei bestem Wetter auf dem immerhin 568 Metern hohen Schaumberg ein. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den CGB- und DHV Landesverbandsvorsitzenden Hans-Rudolf Folz. Dieser begrüßte die Anwesenden herzlich und erinnerte an die große historische Bedeutung des 1. Mai für die Arbeiterbewegung und ihre Organisationen. Aber auch heute müsse man sich seine Bedeutung für die Gewerkschaften immer wieder in Erinnerung rufen, damit er nicht zu einem inhaltsleeren Feiertag verkomme.

Als nächster Ergriff der Geschäftsführer des DHV-Landesverbands Lukas Menzel das Wort. Dieser wies in seinem Vortrag auf die europäische Vernetzung des Saarlandes hin und erläuterte, welche Bedeutung dem Schaumberg, innerhalb der Geschichte der Saarregion, immer wieder zugekommen war. Neben den verschiedenen Bebauungen und Nutzungen des Schaumbergplateaus, erinnerte er auch an die Bedeutung des Berges als Versammlungsort der christlichen Gewerkschaftsjugend ab 1949. Heute befindet sich auf dem Gipfel die deutsch-französische Begegnungsstätte, ein Symbol der Aussöhnung zwischen den Nationen und ein Ausdruck der Hoffnung auf einen anhaltenden Frieden in Europa nach den Schrecken der beiden Weltkriege.

Die Landesgeschäftsführerin der GÖD Nicole Lagaly hielt im Anschluss ein deutliches Plädoyer für den Erhalt des europäischen Gedankens und erinnerte daran, dass die Errungenschaften der Vergangenheit keine Selbstverständlichkeit sind. Um das Projekt Europa zum Erfolg zu führen, bedarf es größerer Beteiligung seiner aller, damit die Idee der europäischen Einigung auch wieder von den Überzeugungen der Bürger getragen wird.

Der auf Ausgleich bedachte Vortrag des CGB Bundesvorsitzenden Adalbert Ewen erinnerte an die Errungenschaften der EU für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, aber er warnte auch vor unbedachtem Reformeifer. Die Lebensverhältnisse und -bedingungen in den verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten sind schlicht und ergreifend viel zu unterschiedlich, als dass eine zentral gesteuerte Vereinheitlichung Erfolg haben könnte. Ohne die jeweiligen lokalen Gegebenheiten zu bedenken, könnten von unbedachten Projekten im Bereich des Mindestlohns oder des Kranken- und Sozialversicherungswesens für die arbeitenden Menschen in Europa große Gefahren ausgehen.     

Im Anschluss an den offiziellen Teil, bot sich den Anwesenden die Möglichkeit den Schaumberg unter der Führung des ortskundigen CGM Geschäftsführers Achim Leist auf dem „Herz-Wanderweg“ zu umrunden. Der Tag klang schließlich bei einem reichhaltigen Büffet, gekühlten Getränken und fröhliche Diskussionen im „Himmelszelt“ auf dem Schaumbergplateau aus.

 

 

Grußworte des Geschäftsführers Lukas Menzel zum Landesgewerkschaftstag der CGM im Saarland am 30.03.2019

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
entsprechend dem Grundsatz „first things first“ möchte ich euch die besten Grüße und Wünsche des DHV - Landesverbandes Rheinland-Pfalz/Saar überbringen. Leider kann der DHV - Landesvorsitzende Hans-Rudolf Folz aufgrund einer gesundheitlichen Verhinderung heute nicht anwesend sein, aber auch er lässt euch die aller besten Grüße ausrichten.
Ich denke, es ist nur angemessen, wenn ich mich als neuster hauptamtlicher Mitarbeiter in unserer Geschäftsstelle in Saarbrücken kurz vorstelle. Mein Name lautet Lukas Menzel. Geboren und aufgewachsen bin ich im schönen und quirligen Berlin. Mein Studium absolvierte ich in Heidelberg. Nachdem ich die Stelle des DHV - Geschäftsführers im Saarland und Rheinland-Pfalz übernommen habe, befinde ich mich auf einem guten Weg begeisterter Wahl-Saarländer zu werden. Ich bedanke mich schon an dieser Stelle dafür, dass ich hier und heute zu euch sprechen darf.
Bei der Übernahme meiner heutigen Position von Frau Katherina Glaser vor ziemlich genau fünf Monaten, war ich in den Belangen der gewerkschaftlichen Arbeit noch nicht sonderlich bewandert. Anstatt aber die Anwesenden mit der umfassenden Einarbeitung in die komplexen Tätigkeiten der letzten Monate zu langweilen, möchte ich an dieser Stelle viel lieber einer entscheidenden Erkenntnis meinerseits Ausdruck verleihen. Einer Erkenntnis, die mir innerhalb kürzester Zeit als Mitglied der christlichen Gewerkschaftsbewegung deutlich vor Augen stand. Wenn wir unser gemeinsames Ziel, die bestmögliche Vertretung der Interessen unserer Mitglieder, erfolgreich umsetzen wollen, bedarf es der ständigen Kooperation innerhalb und zwischen den im CGB vertretenen Gewerkschaften. Noch kürzer gefasst, es bedarf eines ausgeprägten Teamgeistes, denn nur als Teamspieler sind wir stark. Als Einzelkämpfer sind wir zum Scheitern verurteilt. Diesen Teamgeist und das aus ihm resultierende Wir-Gefühl durfte ich den letzten Wochen und Monaten kennenlernen und ich hoffe, dass er uns allen erhalten bleibt.
Als ich meine Arbeit für die DHV in Saarbrücken aufgenommen habe, erfolgte die Feststellung, dass ich kein Landeskind bin. Dies war keineswegs unfreundlich gemeint, für mich aber durchaus ein Ansporn, mich mit meiner neuen Wahlheimat genauer auseinanderzusetzen. Dabei ist mir schon nach kurzem Studium aufgefallen, dass es für den heutigen Landesgewerkschaftstag der CGM kaum einen besseren Tagungsort als Dillingen geben könnte. Denn die Dillinger Hütte bezeichnet nicht nur einfach eine Produktionsstätte von Roheisen, sie steht vielmehr synonym für Ingenieurskunst und Innovationskraft. Dillingen ist also mehr als geeignet, um als Treffpunkt für die engagierten Interessensvertreterinnen und Interessensvertreter von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus der Metall-, der Stahl-, der IT- und der Elektroindustrie zu dienen.
Ich wünsche euch einen erfolgreichen und wegweisenden Landesgewerkschaftstag. Ich hoffe, dass wir unsere gute Zusammenarbeit im CGB fortsetzen und verbleibe mit einem fröhlichen „Glück Auf!“.