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KKH – Sozialtarifvertrag: Arbeitgeberseite zeigt Bewegung

12.11.2013

KKH – Sozialtarifvertrag: Arbeitgeberseite zeigt Bewegung


Nach der Verhandlung am 18.10.2013 hatte die DHV das nicht akzeptable Angebot der Arbeitgeber in der Altersteilzeitfrage und die wenig konkreten Vorstellungen zu den anderen Aspekten eines möglichen Sozialtarifvertrages kritisiert. In der Verhandlungsrunde zu den Sozialtarifverhandlungen am 11.11.2013 zeigte die Arbeitgeberseite endlich erste Bewegungen, die den Namen tatsächlich verdienen.

Mobilitätshilfe
Die KKH hat der DHV-Verhandlungskommission ein Angebot vorgelegt, das eine Mobilitätsunterstützung in den ersten beiden Jahren in Form eines prozentualen Anteils an den Fahrtkosten vorsieht. Die DHV-Verhandlungskommission machte deutlich, dass der angebotene Betrag nicht ausreichend ist und die Mobilitätsunterstützung sich über einen Zeitraum von drei Jahren erstrecken soll.

Freie Tage für Pendler
Für Beschäftigte, die täglich zu ihrem neuen Arbeitsort pendeln müssen, bietet die Arbeitgeberseite als Ausgleich für den erhöhten Fahrtenaufwand zusätzliche freie Tage in den ersten beiden Jahren an. Die DHV-Verhandlungskommission fordert auch für die Wochenendpendler zusätzliche freie Tage.

Altersteilzeit
Die KKH bietet für die von der Umstrukturierung betroffenen Beschäftigten die Möglichkeit der Blockbildung und die Aufstockung des Altersteilzeitentgelts auf 80 % des letzten Bruttogehalts an. Damit hat die Arbeitgeberseite ihr Angebot bezüglich des Aufstockungsbetrages um 10 % erhöht. Die Altersteilzeit soll bis zum frühestmöglichen Eintritt in die Rente gehen. Als Teilausgleich für die Rentenabschläge bietet die Arbeitgeberseite eine Abfindung von einem Monatsgehalt an.
Die DHV fordert weiterhin ein Altersteilzeitabkommen für alle Beschäftigten. Zumindest sollen auch Beschäftigte der Dienststellen, die infolge der Umstrukturierung zusätzliches Personal erhalten, von der Möglichkeit der Altersteilzeit Gebrauch machen können. In diesem Fall bietet sich eine mögliche Win-Win Situation für ältere und jüngere Beschäftigte: Ältere Beschäftigte haben die Möglichkeit zu einem sozialverträglichen Übergang in den Ruhestand, jüngere Beschäftigte haben mit dem Weggang älterer Beschäftigte eine bessere Perspektive, weiterhin bei der KKH zu bleiben. Entscheidend für die Attraktivität der Altersteilzeit ist aber, dass sie bis zum Eintritt in das gesetzliche Rentenalter gehen kann und die Beschäftigte damit keine Rentenabschläge hinnehmen müssen.

Beurlaubung
Die Arbeitgeberseite kann sich eine Öffnungsklausel für Dienstvereinbarungen zu über den Tarifvertrag hin-aus gehenden Regelungen vorstellen. Die DHV-Verhandlungskommission lehnt Öffnungsklauseln für Dienstvereinbarungen ab. Der Tarifvertrag soll abschließende Regelungen treffen. Jede Öffnungsklausel für Dienstvereinbarungen verzögert eine Einigung in wichtigen Fragen und verlängert die Unsicherheit für die von der Umstrukturierung betroffenen Beschäftigten.

Streitpunkte Outplacement und Standortsicherung
Unterstützungsmaßnahmen für ausscheidende Beschäftigte will die Arbeitgeberseite weiterhin auf die Abfindung anzurechnen. Dies lehnen wir ab!
Der Arbeitgeber ist nicht bereit, eine Standortsicherung zu geben. Wir bleiben aber weiter am Ball und fragen: Wie wirkt der Ablehnung der Arbeitgeberseite bei Ihnen als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?

Die Verhandlungen werden am 25.11.2013 fortgesetzt.