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Tarifforderungen: Vion Crailsheim GmbH

Am Montag 09. Dezember 2019 ab 10h findet die erste Runde der Tarifverhandlungen über den neuen Entgelttarifvertrag für die Vion Crailsheim GmbH statt.

Auf unserer Mitgliederversammlung am 12. Oktober in Neuhaus wurden folgende Forderungen beschlossen und an den Arbeitgeber übermittelt:

  • Erhöhung der Entgelte um 8%,
  • Erhöhung der Vergütung für Auszubildende /Studenten um pauschal 80€,
  • Einführung einer Tarifgruppe A4 für gewerbliche Auszubildende,
  • Zahlung einer steuerfreien Erholungsbeihilfe in Höhe von 150€ für jedes Jahr der Laufzeit,
  • Laufzeit des Entgelttarifvertrages 24 Monate,
  • Beginn der Laufzeit unbeachtet des Ende der Verhandlungen 01.01.2020.

In die Verhandlungskommission wurden gewählt:

Wolfram Hermann, Heinz Offenhäußer, Hartmut Herr, Michael Kugler, Jürgen Lorenz (Ersatz)

DHV vor Ort: ArGe SBV Baden-Württemberg

Die Arbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen der baden-württembergischen Sparkassenorganisation (ArGe SBV) richtete in Ravensburg am 10.10.2019 ihre Herbsttagung aus.

Für die DHV - die Berufsgewerkschaft e.V. war unser Geschäftsführer Oliver Fröhlich als einziger gewerkschaftlicher Vertreter vor Ort.

Nach einer gelungenen Einführung in die Veranstaltung durch unser geschätztes Mitglied Martin Reck, hielt der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Regensburg eine kurze Begrüßungsrede, in der dieser die gemeinnützige Arbeit der Sparkassen und der Schwerbehindertenvertretungen in Deutschland herausstellte.

Es folgte ein interessanter und aufschlussreicher Vortrag einer Referentin des Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit in Baden-Württemberg über die Arbeit der Schwerbehindertenvertretungen aus datenschutzrechtlicher Sicht.

Wir gratulieren der ArGe SBV und unserem lieben Mitglied Martin Reck für diese informative wichtige und gut besuchte Veranstaltung. Eine wichtige Arbeit, die honoriert wird!

Mitgliederversammlung Vion Crailsheim GmbH

Hiermit lädt die DHV Betriebsgruppe bei der Vion Crailsheim GmbH zur Mitgliederversammlung ein.

Stattfinden wird diese am

Samstag, den 12. Oktober 2019 um 9:30h

im Gasthaus „Neuhaus“ Haus Nr. 2 in 74594 Kreßberg-Neuhaus.

Der postalische Versand an die Mitglieder erfolgt noch.

Gerne können auch noch interessierte Kolleginnen und Kollegen kommen. Jeder ist willkommen, der sich bei der Gestaltung des Tarifvertrages einbringen will, denn gemeinsam erreichen wir mehr!                

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme.

Seminarprogramm 2020 des DHV-Bildungswerkes in Baden-Württemberg

25.09.2019

Wie jedes Jahr bietet die Bildungsstätte Südwest des DHV-Bildungswerks auch im Jahr 2020 wieder ein umfangreiches Seminarprogramm zur Schulung von Betriebs- und Personalräten sowie für die Jugend- und Auszubildendenvertretungen an.

Wie gewohnt bieten wir eine interessante Mischung sowohl aus Grundlagen- und Aufbauseminaren, als auch Fach- und Spezialseminaren zu den unterschiedlichsten Themen an. Insbesondere möchten wir das Augenmerk auf unsere Fachseminare lenken. Hier haben wir neben den schon in der Vergangenheit veranstalteten Seminaren wie Mobbing, Datenschutz und Geschäftsführung auch neue Themen wie zum Beispiel den Umgang mit Suchterkrankungen und Verhandlungsführung.

Sämtliche Schulungen sind nach § 37 Abs. 6 des Betriebsverfassungsgesetzes und nach § 44 Abs. 1 des Landespersonalvertretungsgesetzes Baden-Württemberg notwendig und erforderlich.

Eine Übersicht über die einzelnen Schulungen erhalten Sie hier:

Betriebsräte & JAV Schulungen nach dem BetrVG
Personalräte & JAV Schulungen nach dem LPVG BW

Die entsprechenden einzelnen Seminarausschreibungen finden Sie hier.
Die gedruckten, so wie die digitalen Ausschreibungen können demnächst auch über unsere DHV-Geschäftsstellen in Stuttgart, Mannheim oder Lörrach bezogen werden.

DHV vor Ort

In letzter Zeit besuchte der nun nicht mehr ganz neue Geschäftsführer aus Stuttgart, Oliver Fröhlich, diverse Betriebsratssitzungen. Unter Anderem die des Reha-Klinikums in Bad Säckingen und der Auto-Kabel in Hausen/Wiesental.


Insbesondere die  Situation bei Auto-Kabel zeigte auf, dass eine unzureichende Beteiligung des Betriebsrates zu einer immer größeren Schieflage führen kann. Mit Unterstützung und Beratung der DHV wurden durch den Betriebsrat einzelne neue Betriebsvereinbarungen gemeinsam mit der Geschäftsführung verhandelt und die Verbesserung vorhandener Betriebsvereinbarungen in gemeinschaftlicher Arbeit erreicht. Hier sind wir auf einem guten, einem besseren gemeinsamen Weg.


Die Betriebsratssitzung des Reha-Klinikums Bad Säckingen stand (erneut) unter dem noch nachwirkenden Schatten des gerade beendeten Insolvenzverfahrens. Auch hier wurden die aktuellen Begebenheiten besprochen und gemeinsam für beide Seite zufriedenstellende Lösungen erarbeitet. Auch hier sind wir durch den engagierten und zielstrebigen Betriebsrat auf einem guten Weg!


Beide Besuche verdeutlichten den Betriebsräten die Notwendigkeit einer helfenden Hand, die DHV - Die Berufsgewerkschaft e.V. unterstützt bei den großen und kleinen Fragen der täglichen Betriebsratsarbeit. Gemeinsam erreichen wir mehr, sprechen Sie uns an.

Auf einen weiteren, gemeinsamen Weg!

Tarifabschluss im baden-württembergischen Groß- und Außenhandel

Im baden-württembergischen Groß- und Außenhandel wurde ein neuer Tarifabschluss getätigt.

Diesem vorausgegangen war der Tarifabschluss in Nordrhein-Westfalen. Dieser Abschluss diente auch als Grundlage für das nun vorliegende Ergebnis in Baden-Württemberg.

Der Abschluss für den baden-württembergischen Groß- und Außenhandel sieht vor:

 

     ab 1. Juni 2019 eine Anhebung der Löhne und Gehälter um 3,0 %

     • ab 1. Mai 2020 eine Anhebung der Löhne und Gehälter um weitere 1,9 %

    • ab 01. September 2019 und dem 01. September 2020 eine Anhebung der Azubi-Vergütungen um jeweils 70 €

     • Laufzeit 24 Monate, erstmals kündbar zum 31. März 2021

     • für den Monat Juni 2019 hat eine Korrekturabrechnung zu erfolgen

Tarifiert wurden somit wie in Nordrhein-Westfalen im Jahre 2019 2 Nullmonate und im Jahre 2020 ein Nullmonat.

Die ab dem 01. Juni 2019 geltenden Tariftabellen sowie die neuen Tarifverträge werden unseren Mitgliedern nach Abschluss der redaktionellen Arbeiten zugesandt.

Monday for Money – Rund 200 Teilnehmer bei Kundgebung der DHV-Betriebsgruppe Wüstenrot

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Unter dem Motto „Monday for Money“ lud die DHV-Betriebsgruppe der Hauptverwaltung der Wüstenrot Bausparkasse am 13.05.2019 zu einer Kundgebung ein. Dem Aufruf, in einer aktiven Mittagspause ihre Unterstützung der DHV-Tarifkommission bei den Gehaltstarifverhandlungen zu bekunden, waren rund 200 Beschäftigte gefolgt.

Der Betriebsratsvorsitzende der Wüstenrot Zentrale Ludwigsburg, Andreas Rothbauer, der zugleich Mitglied der DHV-Tarifkommission ist, trug die DHV-Forderungen der laufenden Tarifrunde vor:

  • Gehalt: 8 % für 18 Monate
  • Anspruch der Beschäftigten auf Umwandlung der Gehaltserhöhungen und Sonderzahlungen in freie Tage
  • Inflationssicherungsklausel: Im Falle eines länger laufenden Abschlusses muss abhängig von der Inflationsrate (Anstieg über 2,5 %) das Gehalt entsprechend angepasst werden.
  • Verlängerung des Altersteilzeittarifvertrages und Wiedereinführung des Vorruhestandstarifvertrages
  • Erhöhung der Auszubildendenvergütungen um 150 € für 18 Monate
  • Reduzierung der Arbeitszeit um eine Stunde auf 38 Wochenstunden
  • Abschluss eines Qualifizierungstarifvertrages
  • Anspruch auf einen freien Tag für Gesundheitsvorsorgemaßnahmen
  • Fahrtkostenzuschuss für alle Pendler: 50 € netto

Der DHV-Bundesvorsitzende Henning Röders, der eigens für die Kundgebung aus Hamburg angereist war, bezeichnete das aktuelle Arbeitgeberangebot als Provokation und als Schlag ins Gesicht der Beschäftigten, das in keiner Weise eine Wertschätzung für die engagierte Arbeit der Bankbeschäftigten darstellt. Während die Banken Milliarden an Bonizahlungen für Investmentbanker ausgeben, und das wie im Beispiel Deutsche Bank trotz dreistelligen Millionenverlusten, werde den normalen Tarifbeschäftigten nur Brotkrumen hingeworfen. Sie sollen die Malaise mit dürftigen Gehaltserhöhungen ausbaden. „Monday for Money – am heutigen Montag demonstrieren wir für mehr Gehalt. Am nächsten Montag werden wir uns in den Verhandlungen für einen Abschluss einsetzen, der den Beschäftigten mehr „Money“ beschert.“ Mit dieser Aussage schloss Henning Röders seine Ansprache.

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In seiner gewohnt kämpferischen Art ging der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Christoph Seeger auf die DHV-Forderung nach einer Arbeitszeitreduzierung um eine Stunde auf 38 Stunden ein. Es dürfe nicht länger hingenommen werden, dass bei einem Mischkonzern wie die Wüstenrot 70 % der Beschäftigten, die unter den Versicherungstarifvertrag fallen, nur 38 Stunden die Woche arbeiten, während für die übrigen 30 % der Beschäftigten – insbesondere die Beschäftigten der Wüstenrot Bausparkasse – nach wie vor die 39 Stunden-Woche gilt. Christoph Seeger hob hervor, dass die DHV als einzige Gewerkschaft die Verkürzung der Wochenarbeitszeit fordert.
„Wenn die Tarifpartner die Arbeitszeitverkürzung nicht in dieser Tarifrunde schaffen, dann kämpfen wir für eine betriebliche Regelung. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht lockerlasse!“ Diese klare Ansage untermauerte Christoph Seeger mit einem Schreiben des Vorstands, in dem dieser die Bereitschaft für eine betriebliche Regelung signalisierte.

Der DHV-Bundesvorsitzende Henning Röders bekräftigte gegenüber dem anwesenden Journalisten der Ludwigsburger Zeitung, dass die DHV bei ihrer Forderung nach einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit nicht lockerlassen wird: „Tarifverhandlungen sind oftmals wie das Bohren dicker Bretter. Wenn man eine Forderung nicht in einer Runde durchbekommt, dann versucht man es in der nächsten Tarifrunde, und mit der notwendigen Beharrlichkeit kommt man irgendwann ans Ziel.“

Abgerundet wurde die Protestaktion mit Fleischkäse im Brötchen und Getränken.

Die DHV-Betriebsgruppe Wüstenrot hat mit dem eingängigen Slogan „Monday for Money“ und der Botschaft, dass sich die DHV als einzige Gewerkschaft in dieser Tarifrunde für die Verkürzung der Arbeitszeit einsetzt, zwei wichtige Ausrufezeichen gesetzt, die bei den Beschäftigten hängenbleiben werden.

Henning Röders

RehaKlinikum Bad Säckingen: Tarifvertrag abgeschlossen - Steigerung um 6%

Die Verhandlungen zum neuen Entgelttarifvertrag für das RehaKlinikum Bad Säckingen sind abgeschlossen, DHV und Arbeitgeber einigten sich auf einen Abschluss.
Die DHV Mitglieder des RehaKlinikum Bad Säckingen haben dem Abschluss im Rahmen einer Mitgliederbefragung zugestimmt und sind damit der Empfehlung der Verhandlungskommission gefolgt.

Folgendes Ergebnis wurde erreicht:

  • Prozentuale Entgeltsteigerung von 6% über alle Entgeltgruppen und -stufen, bei einer Laufzeit von 24 Monaten; rückwirkend zum 01.01.2019 steigen die Entgelte um 3% und dann zum 01.01.2020 um weitere 3%;
  • Einführung weiterer Stufenaufstiege bei den Entgeltgruppen 1 bis 4;
  • Einführung einer Treueprämie für die Entgeltgruppen 1 bis 6 bei 25 Jahren Betriebszugehörigkeit von 100 € brutto, ab 2020 Steigerung der Prämie um die Höhe der Tarifabschlüsse;
  • Die Anhebung des Vermögenswirksamen Leistungen auf 30,00€;
  • Die Verlängerung der Vereinbarung für einen Tag Sonderurlaub für DHV Mitglieder;
  • Überdurchschnittliche Erhöhung der Auszubildendenvergütung.

Vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden Endes des Insolvenzverfahrens ist der Abschluss sehr begrüßenswert und ist ein erfreuliches Zeichen der Wertschätzung für die Kolleginnen und Kollegen in den letzten Jahren der Unsicherheit.

Keine Novellierung des LPVG notwendig

Am 26. März 2019 lud der DHV-Landesverband zur Personalräte-Konferenz ins „Rößle“ nach Fürstenberg (bei Donaueschingen) ein. 34 Personalräte überwiegend von Sparkassen und Kommunen befassten sich dabei mit der von der Landesregierung in Auftrag gegebenen Evaluierung des Landespersonalvertretungsgesetztes (LPVG Ba-Wü). Mit der Evaluierung möchte die jetzige Landesregierung das von der Vorgängerregierung novellierte Gesetz auf den Prüfstand stellen. So erfolgt derzeit bei den Dienststellen und deren Personalvertretungen eine Umfrage, wie sich die PR-Beteiligung (Mitbestimmungsrechte und Freistellungen) gegenüber dem alten Recht verändert hat. Dabei dürfte die jetzige Landesregierung wohl die Kostenfrage hauptsächlich im Auge haben. Das Innenministerium hat die Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen einen Themenkatalog zur Evaluierung vorgegeben. Diesen Katalog haben die anwesenden Personalräte in drei Arbeitsgruppen (Sparkassen, Kommunen, Kammern/KV/KZV) bearbeitet und ihre Erfahrungen zusammengetragen und ausgetauscht. Dabei wurde deutlich, dass die Personalräte mit dem aktuellen LPVG im Grunde zufrieden sind. Allerdings sollte bei kleineren Verwaltungseinheiten. Die Freistellungszeiten erhöht werden. Dies ist erforderlich, damit auch allen gesetzlich erforderlichen Maßnahmen und Aufgaben vom Personalrat nachgekommen werden kann. Einschränkungen und Verschlechterungen im LPVG werden strikt abgelehnt. Landesvorsitzender Hans Hebeisen dankte den Personalräten für ihre Beiträge und sicherte den Anwesenden zu, dass die DHV, die an der PR-Konferenz erarbeiteten Ergebnisse, voll übernehme. Letztlich geschehe die Meinungsbildung bei der DHV von unten nach oben, so Hebeisen in seinem Schlusswort.

Betriebsbesichtigung bei Streck

Im Rahmen der südbadischen Bezirkstagung fand am 06.04.2019 bei der Firma „Streck-Transportges. mbH“ in Freiburg eine Betriebsbesichtigung statt. Gesamtbetriebsratsvorsitzender Ajit Koch stellte eindrucksvoll die Geschichte und Entwicklung der Spedition dar. Unmittelbar nach dem Krieg ist aus einem Mann und einem LKW das inzwischen größte Logistikunternehmen im südbadischen Raum entstanden. Ajit Koch führte die Teilnehmer durch die verschiedenen Hallen, in denen Tonnen von Waren eingelagert und umgeschlagen werden. Beeindruckt waren die Anwesenden von den riesigen Warenlagern und der sogenannten chaotischen Lagerhaltung, bei der computergesteuert Güter gelagert werden. Ausgefeilte interne Transportsysteme sorgen dafür, dass täglich hunderte von LKW’s in kürzester Zeit Tag und Nacht ent- und beladen werden können.
DHV-Landesvorsitzender Hans Hebeisen dankte Ajit Koch für den Einblick in eine besondere Arbeitswelt. Gleichzeitig dankte er auch Ajit Koch für sein Engagement in der DHV. Fast alle Betriebsräte des 11-köpfigen Gremiums gehören inzwischen der DHV an. Nach der Betriebsführung stellte Hebeisen im Schulungsraum der Verwaltungszentrale die neue Brückenteilzeit vor. Danach können Mitarbeiter seit dem 1. Januar dieses Jahres ihre wöchentliche Arbeitszeit reduzieren und nach einer Zeit zwischen mindestens einem und höchstens 5 Jahren wieder auf ihr ursprüngliches Arbeitszeitvolumen hochfahren. Allerdings ist dies nur den Arbeitnehmern gegönnt, die bei einem Unternehmen mit mehr als 45 Arbeitnehmern beschäftigt sind.